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Fr, 13:34 Uhr
05.10.2012

Baumfällarbeiten im Gehege

In der Wintersaison 2012/13 gibt es im Nordhäuser Gehege – ein größeres Waldgebiet in der Stadtmitte -.umfangreiche Baumfällarbeiten. Diese sind nötig, um die Sicherheit der Passanten zu gewährleisten. Mitarbeiter des Umweltamtes hatten in den Sommermonaten den Baumbestand des Geheges intensiv kontrolliert - zahlreiche Bäume sind nicht mehr standsicher. Der Eingriff im Gehege wird in einem Zuge vorgenommen, um die Beeinträchtigungen für den Tierbestand wie auch die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Gefällt wird in Kooperation mit dem Forstamt Bleicherode-Südharz und in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde

Die Bäume haben teilweise abgestorbene Kronen, Äste können jederzeit herunter brechen. Als Folge von Sturmschäden sind darüber hinaus an Stämmen, wie auch an Kronen Faulstellen, Höhlungen und Risse erkennbar. Die gefährden die Stand- und Bruchsicherheit der Bäume, deshalb müssen sie gefällt werden. Eine weitere Gefahr geht vom teilweise starken Pilzbefall aus, der das Holz zerstört. Auch diese Bäume müssen gefällt bzw. gekürzt werden. Zugleich werden Bäume gefällt, um die Entwicklung des Restbestandes zu fördern und die Sturmresistenz zu erhöhen. Diese Maßnahmen haben allerdings keine Priorität, da das Gehege Erholungs- und nicht Forstnutzungsgebiet ist.

Bei den Arbeiten spielen neben der Sicherheit die Belange des Naturschutzes eine wesentliche Rolle. Bei geschädigten Altbäumen werden Sicherungsschnitte gesetzt, bei denen lediglich die Krone abgeschnitten wird, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Der Rest-Baum verbleibt als Nisthilfe im Gehege. Bei abgestorbenen Bäumen wird ähnlich verfahren, die Stämme werden z. B. stark von Käfern besiedelt.

Die Fällarbeiten sind auf Grund der Standorte schwierig und zeitintensiv. Auf Grund dessen kommt es über einen längeren Zeitraum zu Nutzungseinschränkungen, um die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen bei den Baumfällungen zu realisieren. Zur Optimierung der Arbeitsabläufe ist es notwendig, Teilbereiche komplett zu sperren. Die Arbeiten werden von zwei ortsansässigen Fachfirmen ausgeführt. Diese sind auch in Bezug auf die naturschutzrelevanten Aspekte (z. B. Fledermäuse) geschult..

Das Gehege umfasst mehrere 10.000 Bäume, der Großteil davon sind Buchen

Autor: nnz

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Kommentare
andreas66
05.10.2012, 13:48 Uhr
Nach...
Beendigung der Baumfällarbeiten im Gehege können die Firmen gleich in den Alten Friedhof umsetzen. Der hat es auch bitter nötig mal durchforstet zu werden.
Bodo Schwarzberg
05.10.2012, 23:15 Uhr
Flehmüller Eiche - Stadt forciert ihren Verfall
Die Damen und Herren, die nun wieder die Motorsägen ansetzen, sollten nicht so tun, als hätten sie alles aber auch alles im Griff. Im Juli 2010 informierte ich die Untere Naturschutzbehörde über einen drohenden Astabbbruch an dem auf 600 bis 1.000 Jahre geschätzten Naturdenkmal Flehmüller-Eiche in Krimderode. Hierzu gibt es ein beweisendes Foto aus meiner Kamera.

Vertrauend auf die Leistungsfähigkeit der Nordhäuser Behörden kümmerte ich mich weiter nicht um die Angelegenheit. Im Frühjahr 2011 war der etwa 70 cm Durchmesser aufweisende, wohl mehrere hundert Jahre alte Ast abgebrochen - am wohl ältesten Baum der Stadt. Durch den Abbruch verlor die Stiel-Eiche bis zu 30 % ihrer Blattmasse.

Irgendwann werde ich in Wort und Bild in der NNZ über den Vorgang detailliert berichten, der zu einem Schriftwwechsel mit den Behörden seitens der BUND-Gruppe führte. Verärgert bin ich vor allem über die Reaktion der Behörden auf die ihnen zweifelsfrei nachgewiesene Unterlassung.

Durch den großflächigen Astabbruch sind dem Eintritt von Pilzsporen nunmehr eventuell Tür und Tor geöffnet. Die Stadt hat durch ihre Ignoranz den Verfall des Naturdenkmals unzweifelhaft beschleunigt. Natürlich altert ein Baum und verliert Äste. Wozu aber haben wir dann ausgewiesene Naturdenkmale? Für sie gelten Erhaltungsregeln!

Es sind eine Menge Bäume gefallen in Nordhausen, wo kein Normalbürger nachprüfen kann, ob deren Fällung gerechtfertigt war. Zweifel bleiben. Gerade im Stadtgebiet sollte tifer recherchiert werden, wie gefällte Bäume ersetzt werden.

Die Ignoranz der Bevölkerung gegenüber solchen Vorgängen vegrößert die Gefahr einer Eigendynamik. Leider.
Peppone
06.10.2012, 16:44 Uhr
Was hat denn das alles mit Gehege zu tun @Schwarzberg?
Mal abgesehen davon, dass es natürlich ist, dass an 600 bis 1000 jährigen Eichen Äste auf natürliche Art und Weise absterben und brechen. Worin besteht denn der Zusammenhang zwischen forstwirtschaftlichen Plegemaßnahmen im Gehege, die meiner Meinung nach wichtig und richtig sind, und ihrem ganz persönlichem Problem mit einem natürlich sterbenden alten Baum in Krimderode?

Kann es sein, dass Sie und Ihre BUND Gruppe einer musealen Botanik nachhängen?
ndhkg
06.10.2012, 22:10 Uhr
Hubertus. Keine Sorgen machen
er kommentiert alles...sogar kommentare
andreas66
07.10.2012, 10:13 Uhr
Ausgleichspflanzungen?????
Wir hatten mal eine Baumaßnahme auf unserem Grundstück. Im Verlaufe dieser waren 3 Fichten im Wege, die gefällt werden mussten. Pro gefällten Baum mussten wir dann einen Neuen pflanzen als sogenannte Ausgleichspflanzung. War eine Auflage um die Genehmigung für die Fällung der Bäume zu erreichen. Hält sich die Stadt selbst an die Auflagen die sie ihren Bürgern auferlegt?????
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