Fr, 13:30 Uhr
05.10.2012
Was tun?
Gestern hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Demographiegipfel geladen. Kanzlerin Merkel meinte, dass sich neue Chancen ergeben werden, wenn sich Deutschland den Herausforderungen des demographischen Wandels stelle. Was heißt dies für den Landkreis Nordhausen? Darüber lädt der Landkreis auf seiner Facebookseite ein zu diskutieren (www.facebook.com/landkreisnordhausen).
Wie sieht der Landkreis in 20 Jahren aus? Welche Chancen bringt der Wandel, welche Risiken birgt er? Was kann jeder Einzelne tun, um dem zu begegnen? Wer möchte, ist herzlich eingeladen mitzudiskutieren.
Wie nahezu alle Landstriche Deutschlands wird der demographische Wandel auch den Landkreis Nordhausen verändern. Nach den Prognosen des Statistischen Landesamtes werden im Jahr 2030 voraussichtlich weniger als 75.000 Menschen im Landkreis leben – Ende 2011 waren es rund 89.200. Damit wird der Kreis 17,5 Prozent an Einwohnern verlieren und steht damit in Thüringen noch vergleichsweise gut da. Andere Kreise wie der Kyffhäuserkreis (-35%), Greiz (-33%) oder das Altenburger Land (-29%) schrumpfen stärker. Der Bevölkerungsrückgang wird in erster Linie den ländlichen Raum treffen, denn die Prognosen für die Stadt Nordhausen sind positiv. Die Stadt wird im Vergleich zum Referenzjahr 2009 bis 2030 knapp 3 Prozent Einwohner gewinnen. Die Rolandstadt wird bei den 0 bis 20Jährigen gewinnen (2010: 6.185 – 2030: 8.088) und bei den 15- bis 67Jährigen verlieren (2010: 29.258 – 2033: 27.765). Die Gruppe der Menschen ab 67 Jahren wird wachsen von 9.775 im Jahr 2010 auf 11.632 2030 – mehr als jeder Dritte dieser Gruppe wird 80 Jahre und älter sein. Auch kleinere Städte haben die Statistiker untersucht. So wird Bleicherode bis 2013 gut 1.200 Einwohner verlieren, dann werden noch knapp 5.500 Menschen dort leben. In Ellrich werden dann 760 Leute weniger wohnen, fast 5.000 Menschen werden es noch sein.
Insgesamt werden im Landkreis vom Rückgang besonders die Erwerbsfähigen betroffen sein, diese Gruppe wird bis 2030 fast 19.000 Menschen verlieren. Auch bei den unter 20-Jährigen gibt es Verluste, rund 2.200. Dafür wächst die Gruppe der 65-Jährigen und Älteren von rund 21.700 (2009) auf fast 27.000. Das Durchschnittsalter wird 2030 bei etwa 51 Jahren liegen. Noch einmal 30 Jahre später wird sich Thüringen weiter gewandelt haben: 2060 werden im Freistaat nur noch 1,3 Millionen Menschen leben – heute sind es noch etwas über 2 Millionen. Was also tun, um dem demographischen Wandel zu begegnen? Diskussionen dazu unter www.facebook.com/landkreisnordhausen.

