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Mo, 06:17 Uhr
01.10.2012

50 Jahre hinter der Theke

Mit der Zahl "50" lassen sich viele Jubiläen verbinden. Die Goldene Hochzeit zum Beispiel, ein halbe Jahrhundert. Für eine Frau im stolzen Alter von 86 Jahren gibt es heute ein besonderes Jubiläum...

Jubiläum in Elende (Foto: privat) Jubiläum in Elende (Foto: privat)

Seit 50 Jahren steht sie hinter dem Tresen der "Drei Linden" in Elende: Edith Krüger. Seit 1962 führt sie die Gaststätte, erst in Kommission, dann nach der Wende privat. Und die hat auch ihre Eigenheiten. Eine Speisekarte gibt es nicht, dafür immer Bockwurst. Und: die Gesundheitsapostel sehen es Edith Krüger nach, dass in dieser Gaststätte geraucht wird - wie eh und je.

Vor allem zu Pfingsten ist hier der Teufel los, wissen die Einheimischen. Auch wenn die Gaststube nur noch am Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet hat, die 86jährige, die vermutlich die älteste Wirtin im Landkreis Nordhausen ist, gönnt sich noch keine Ruhe. Gut so, meint auch Steffen Sawatzki, der die nnz über dieses einmalige Jubiläum informiert hatte.
Autor: psg

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
01.10.2012, 08:56 Uhr
dienstältester Wirt im Kreis seit 1945 am Zapfhahn!
Ich gratuliere der Jubilarin von ganzem Herzen und habe große Lust, sie für mein neues Buch Menschenbilder zu interviewn. Zumal ich die deutsche (historische) Kneipenkultur mag.

Dienstältester Gastwirt dürfte aber Rolf Brendemühl (geb. 1931)aus Stempeda sein (siehe Menschenbilder in der nnz und Menschenbilder (I) S. 156). Er stand bereits 1945 (!) hinter dem Tresen der Gaststätte Zum Alten Stolberg und übernahm sie 1955 mit dem Tod seines Vaters auch formal. Auf Grund der Kriegsfolgen musste er aber seit 1945 schon voll dabei sein. Mann könnte sich also darüber streiten, ob er 67 oder "nur" 57 Jahre am Zapfhahn steht. Gastwirte wie die junge Dame aus Elende und R. Brendemühl sind lebende Geschichtsbücher. Ich stelle bei meinem Interviews immer wieder fest, dass es kaum andere Menschen gibt, die über das Leben im Ort hinter den Kulissen der jeweiligen Zeit so gut Auskunft geben können. Sie sind wahre Zeitzeugen der Geschichte und wunderbare Psychologen. Die Wirtin aus Elende werde ich um einen Interviewtermin bitten.
Wolfi65
01.10.2012, 13:10 Uhr
Das Jahr 45
Ja gab es denn 1945 schon wieder etwas zum ausschenken?
Man kann sich doch als Nicht-Nachkriegsjugend vorstellen, dass es von einer Sache nach dem Krieg viel gab.
Und die hieß Nichts.
Ansonsten schließe ich mich ausnahmsweise mal der Gratulation des Herrn Schwarzberg an.
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