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Do, 11:55 Uhr
20.09.2012

nnz-Forum: Sternstunde der Klassik

Zu einem Ereignis der besonderen Art hatte der Förderverein Park Hohenrode Mitglieder, Förderer und Interessierte Anfang September in die Nordhäuser St. Blasii -Kirche eingeladen. Dazu Anmerkungen eines Besuchers dieses Konzertes...


Zu Beginn dieser Veranstaltung überreichte der Ortskurator Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Dr. Dieter Tettenborn, an die Vereinsvorsitzende Gisela Hartmann einen Scheck über 16.450 Euro für Arbeiten an der Kneiffschen Villa, wofür sich der Förderverein unter anderem mit einem Exemplar der neu gestalteten symbolischen „Parkaktien“ bedankte, die potentielle Spender zukünftig erwerben können.

Im Rahmen einer Reihe von Benefizkonzerten zugunsten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die er rund um das vergangene Denkmalwochenende in Thüringen aufführte, konnten die Nordhäuser einen der renommiertesten Violininterpreten des Landes, den 1. Konzertmeister im Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Florian Sonnleitner erleben.

Dies ist um so bemerkenswerter, weil der Künstler bereits im vergangenen Jahr in der Stadt gastierte und damals half, mit einem Baustellenkonzert in der Parkvilla Hohenrode Spenden für die Sanierung dieses Denkmals einzuwerben. In Vorfreude auf das neuerliche Konzertereignis waren deshalb viele Musikfreunde der Einladung gefolgt und sollten in Hinsicht auf das zu erwartenden Klangereignis voll auf Ihre Kosten kommen.

Zur Aufführung gelangten an diesem Abend Werke barocker Sakralmusik, die von den Komponisten Georg- Philip Telemann, Johann-Sebastian Bach und Heinrich Ignatz Biber für Violine gesetzt worden waren. Erfreulicherweise gab Sonnleitner in sehr charmanter Weise Einführungen in die jeweiligen Werke, die zum Beispiel im Falle der hierzulande seltener aufgeführten Komposition von Biber die interessante Information zu Tage förderte, dass deren Komponist ein konsequenter Vertreter der Gegenreformation gewesen ist.

Die Aufführung seines Werkes in einer evangelischen Kirche in Mitteldeutschland kann damit wohl augenzwinkernd nebenbei als Beitrag zur Ökumene gewertet werden. Mit Hilfe seines außergewöhnlichen Instrumentes, einer Guarneri-Geige von 1674, in Cremona gebaut, mit Darmsaiten bespannt und einer besonderen Tiefstimmung von 415 Hz, bescherte Florian Sonnleitner seiner Zuhörerschaft einen authentischen Barockklang, der in dem sehr stimmungsvoll ausgeleuchteteten Kirchenraum wahre Begeisterung erzeugte.

Mit stehenden Ovationen nach einer ebenso meisterhaft interpretierten Zugabe eines weiteren Werkes von J.S. Bach schloss sich das Publikum dem Wunsche Gisela Hartmanns nach zukünftigen Konzerten Florian Sonnleitners in Nordhausen aus vollem Herzen an.
F. Bula, Nordhausen
Autor: psg

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