Mi, 15:49 Uhr
19.09.2012
Zahnstecher auf der Bühne
In der Operngala erntete er Beifallsstürme mit seiner Interpretation der Arie des Posa Son io, mio Carlo aus Don Carlo von Giuseppe Verdi: der argentinische Bariton Gustavo Zahnstecher. Seit der neuen Spielzeit gehört er zum Ensemble des Theaters Nordhausen...
Bereits im Sommer – damals noch als Gast – hatte er sich dem Nordthüringer Publikum in der ebenfalls umjubelten Galanacht der italienischen Oper im Rahmen der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen erstmals vorgestellt.
Am kommenden Freitag feiert Gustavo Zahnstecher nun seine erste Opernpremiere am Theater Nordhausen. Er ist als Vater Peter in der Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck zu erleben. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Markus L. Frank, Regie führt Bianca Sue Henne, Leiterin des Jungen Theaters.
Gustavo Zahnstecher stammt aus Buenos Aires, wo er an der Schule des Teatro Colon Gesang studierte. An die Gattung Oper war er schon als Kind herangeführt worden: Sein Großvater war Opernliebhaber und hatte viele Schallplatten. So hörte Gustavo Zahnstecher schon früh die größten Stimmen der Geschichte, Gigli, Caruso und viele mehr. Es ist vielleicht naiv, aber ich habe mitgesungen und dachte, das kann ich auch machen, erzählt der nun selbst erfolgreiche Sänger mit charmantem Augenzwinkern.
Dennoch absolvierte er zunächst ein Wirtschaftsstudium und arbeitete fünf Jahre lang als Buchhalter in einem Büro. Parallel dazu lief das Gesangsstudium an der Schule des Teatro Colon. Neben dem bürgerlichen Beruf blieb natürlich immer weniger Zeit für den Gesang übrig. Und eines Tages merkte er, dass er nun soweit war, als Künstler arbeiten zu können – und kündigte seine Stellung, um als freischaffender Sänger Karriere zu machen.
Es war ein bisschen aufregend, erinnert er sich. Aber große Angst vor dem Dasein als Freischaffender hatte er nicht. Er sang unter anderem im Teatro Colon, zuletzt in Die lustige Witwe und Oedipus Rex, und an anderen Häusern. Vor drei Jahren ging er nach Europa, wo er vor allem in der Schweiz und in Deutschland auftrat. Hier gastierte er unter anderem an der Deutschen Oper am Rhein, in Nürnberg, München und Zürich. Besonders gerne erinnert er sich an Carmina Burana in Basel – ein wichtiges Werk für einen Bariton. Viele deutschsprachige Partien waren schon dabei, der Papageno unter anderem.
Die Stelle in Nordhausen ist Gustavo Zahnstechers erstes Festengagement. Das ist eine ganz neue Erfahrung, erzählt er. Den Vater in Hänsel und Gretel singt er zum ersten Mal und freut sich auf diese Partie: Dieses Werk ist fast eine kleine Wagner-Oper, in vielen Kleinigkeiten entdeckt man den Schatten von Wagner.
Beim Blick auf seine bisherige Karriere wirkt der Sänger immer noch fast überrascht davon, was er alles erreicht hat. Wenn ich meinen Lebenslauf lese, ist es unglaublich, dass ich von Monteverdi bis Penderecki so vieles schon gesungen habe, sagt er. Und ist nun gespannt auf die Zeit in Nordhausen und darauf, Stadt und Umgebung genauer kennen zu lernen.
Wer Gustavo Zahnstecher in Hänsel und Gretel erleben möchte, erhält Karten an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen. Premiere ist am 21. September, die nächsten Vorstellungen folgen am 28.09. und am 06.10. um 19.30 Uhr.
Autor: redBereits im Sommer – damals noch als Gast – hatte er sich dem Nordthüringer Publikum in der ebenfalls umjubelten Galanacht der italienischen Oper im Rahmen der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen erstmals vorgestellt.
Am kommenden Freitag feiert Gustavo Zahnstecher nun seine erste Opernpremiere am Theater Nordhausen. Er ist als Vater Peter in der Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck zu erleben. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Markus L. Frank, Regie führt Bianca Sue Henne, Leiterin des Jungen Theaters.
Gustavo Zahnstecher stammt aus Buenos Aires, wo er an der Schule des Teatro Colon Gesang studierte. An die Gattung Oper war er schon als Kind herangeführt worden: Sein Großvater war Opernliebhaber und hatte viele Schallplatten. So hörte Gustavo Zahnstecher schon früh die größten Stimmen der Geschichte, Gigli, Caruso und viele mehr. Es ist vielleicht naiv, aber ich habe mitgesungen und dachte, das kann ich auch machen, erzählt der nun selbst erfolgreiche Sänger mit charmantem Augenzwinkern.
Dennoch absolvierte er zunächst ein Wirtschaftsstudium und arbeitete fünf Jahre lang als Buchhalter in einem Büro. Parallel dazu lief das Gesangsstudium an der Schule des Teatro Colon. Neben dem bürgerlichen Beruf blieb natürlich immer weniger Zeit für den Gesang übrig. Und eines Tages merkte er, dass er nun soweit war, als Künstler arbeiten zu können – und kündigte seine Stellung, um als freischaffender Sänger Karriere zu machen.
Es war ein bisschen aufregend, erinnert er sich. Aber große Angst vor dem Dasein als Freischaffender hatte er nicht. Er sang unter anderem im Teatro Colon, zuletzt in Die lustige Witwe und Oedipus Rex, und an anderen Häusern. Vor drei Jahren ging er nach Europa, wo er vor allem in der Schweiz und in Deutschland auftrat. Hier gastierte er unter anderem an der Deutschen Oper am Rhein, in Nürnberg, München und Zürich. Besonders gerne erinnert er sich an Carmina Burana in Basel – ein wichtiges Werk für einen Bariton. Viele deutschsprachige Partien waren schon dabei, der Papageno unter anderem.
Die Stelle in Nordhausen ist Gustavo Zahnstechers erstes Festengagement. Das ist eine ganz neue Erfahrung, erzählt er. Den Vater in Hänsel und Gretel singt er zum ersten Mal und freut sich auf diese Partie: Dieses Werk ist fast eine kleine Wagner-Oper, in vielen Kleinigkeiten entdeckt man den Schatten von Wagner.
Beim Blick auf seine bisherige Karriere wirkt der Sänger immer noch fast überrascht davon, was er alles erreicht hat. Wenn ich meinen Lebenslauf lese, ist es unglaublich, dass ich von Monteverdi bis Penderecki so vieles schon gesungen habe, sagt er. Und ist nun gespannt auf die Zeit in Nordhausen und darauf, Stadt und Umgebung genauer kennen zu lernen.
Wer Gustavo Zahnstecher in Hänsel und Gretel erleben möchte, erhält Karten an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen. Premiere ist am 21. September, die nächsten Vorstellungen folgen am 28.09. und am 06.10. um 19.30 Uhr.


