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Di, 20:11 Uhr
18.09.2012

Initiative der Bürger

Im BIC Nordthüringen, unweit von einem möglichen Standort einer Biomethananlage ist am Abend eine Bürgerinitiative gegründet worden. Gegen den Bau einer solchen Anlage. nnz lauschte dieser Gründungsversammlung...

Die Initiatoren (Foto: nnz) Die Initiatoren (Foto: nnz)

Nahezu professionell kann man das schon beschreiben, was da im Vorfeld der heutigen Versammlung ablief. Jede Menge Öffentlichkeit wurde hergestellt. Noch heute wurden Flyer verteilt in Nordhausen – bis in die Briefkästen von Krimderode hinein wurde Aufmerksamkeit erzeugt, auch soziale Netzwerke wurden genutzt.

Rund 70 Frauen und Männer waren den Einladungen gefolgt. Die meisten davon – soweit man das beurteilen kann – nicht aus Bielen. Für die Einlader stand im Vornherein die Marschrichtung fest: Keine Anlage im wohnnahen Bereich von Nordhausen. Und: die Gründer der BI sind unzufrieden mit der Art und Weise, wie man seitens der Stadt mit ihnen ins Gespräch gekommen sei. Und zweitens: es sei eine Anlage, die „im Geheimen“ geplant sei.

Das Auditorium (Foto: nnz) Das Auditorium (Foto: nnz)

Der Begriff Biomethananlagen sei ein völlig falscher Begriff. Eigentlich müssten sie Agromethangas-Anlagen heißen, da sie ja kein Biosiegel tragen. Danach wurde die Geschichte der besorgten Bürger repetiert und die Petition verlesen, die ihre Uraufführung bereits in der jüngsten Sitzung des Stadtrates am 17. Juli fand. Interessierte Leser finden die Petition im Archiv der nnz. Man habe auf diese Petition bislang noch keine Antwort erhalten, lediglich auf einen offenen Brief an Oberbürgermeister Dr. Zeh, in der nachdrücklich erinnert wurde. „Öffentlichkeit mögen ja unsere Damen und Herren Stadträte überhaupt nicht“, so der Kommentar der BI-Gründer und Petitions-Offene-Brief-Schreiber. Diese vier Seiten der Antwort aus dem Rathaus seien nichts weiter als das bekannte Politiker-Deutsch und Worthülsen, denen man nichts entnehmen könne. „Die Stadträte möchten wir hierbei ausnehmen, die sagen nämlich überhaupt nichts“, so ein Sprecher der künftigen Initiative sarkastisch.

Weitere Themen waren die einer Projektgruppe, die ohne BI-Beteiligung arbeiten soll und die Fahrt zu vier Standorten von vorhandenen Biogasanlagen geben, bei der Plätze im Bus für die Mitglieder der BI reserviert sind und schließlich könne man an einem Forum mit Wissenschaftlern teilnehmen. Die beiden Angebote betrachte man als „Nebenkriegsschauplätze“, um vom eigentlichen Thema ablenken zu wollen.

Man habe sich die vier vorgeschlagenen Anlangen angeschaut, die allesamt von den technischen Parametern der Anlage in Nordhausen abweichen und die sich jenseits einer Wohnbebauung befinden. „Man wolle uns beruhigen, vielleicht sind die Verträge mit den Bauern schon heimlich unterschrieben“. Um dies zu verhindern, müsse die Öffentlichkeit hergestellt werden, denn die würden die Regierenden scheuen. Schließlich wurde die Satzung der Initiative verlesen, deren Überschrift das Motto des künftigen Handelns ist: „Stoppt Biogas Nordhausen“ – ergänzend: in wohnnahen Bereich.

Damit war die Bürgerinitiative gegründet.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
NDHler
18.09.2012, 21:14 Uhr
Na,
dann kann die Anlage ja im IG Goldene Aue gebaut werden! Daumen hoch!
Gudrun1974
18.09.2012, 21:20 Uhr
Bürgerinitiativen-Pauschalreisende
Ho, Ho auf dem Foto ist ja zumindest ein bekanntes Gesicht - genau, von der Bürgerinitiative Sundhausen!. Da hat wohl jemand zuhause Langeweile und geht auf Bürgerinitiativen-Pauschalreisen-Tourismus. Jetzt komm ich schon wieder vor Lachen nicht in den Schlaf.
Jörch
19.09.2012, 07:46 Uhr
Dagegen.... , Hauptsache dagegen...
bin mal gespannt, wann der erste unserer grünen Starpolitiker dann auf die Seite der BI umschwenkt um Stimmen zu fischen...

Ist klar, Energiewende um jeden Preis, aber bitte nicht vor meiner Haustüre. Vermeintlich ökologisch und grün ist halt nur so lang gut und schick, solange ich mein eigenes Gewissen damit beruhigen kann. Aber wenns dann real wird und eben so eine "umweltfreundliche" und "CO2 neutrale" Biogasanlage in meiner Nachbarschaft gebaut werden soll, dann auf keinen Fall.

Dann holze ich doch mal lieber 100.000ha Regenwald in Brasilien ab um dort neudeutsch Energiepflanzen anzubauen...
Gutmenschelei und Heuchlerei bis zum Umfallen...
Ricky
19.09.2012, 08:54 Uhr
Wieviel wisst Ihr eigentlich über Biogas-Anlagen?
Der Artikel war kaum Online und schon ging es los ... unsachliche Kommentare ... ohne Wissen und Verstand! Ich stelle mir hier echt die Frage, wer hat hier Langeweile?
Bei allen drei Kommentaren, kann man zu 100% erkennen Sie haben sich bis dato noch nicht einmal mit dem Thema Biogas fachlich beschäftigt! Denn CO2 neutral ist eine Biogasanlage definitiv nicht!

Selbst ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich habe die Zeit der letzten Wochen, sinnvoller genutzt, wie hier völlig sinnlose Kommentare zu posten, ich habe mich mit dem Thema befasst! ... Jetzt ist es an der Zeit, auch Sie beschäftigen sich mit dem Thema, bevor Sie hier weitere Kommentare los werden! Sie sollten schließlich schon wissen, über was Sie schreiben!!! Nur den Eindruck habe ich leider nicht!
Flitzpiepe
19.09.2012, 09:26 Uhr
@Jörch
Beschäftigen Sie sich bitte vorher mit der Materie, bevor Sie hier solch einen Unsinn von sich geben. Warum wird so etwas veröffentlicht? Für Lachen gilt das Gleiche.
Harzer_Wolf
19.09.2012, 09:29 Uhr
@ Lachen
Na immerhin versteckt sich der Herr nicht hinter einem Lachen. Und: Der Autohof und die Biogasanlage haben etwas gemeinsam - sie schäden die Umwelt! Da lohnt es sich dagegen zu kämpfen. Ich hoffe, das die BI diesen Kampf gewinnt!
Zorro
19.09.2012, 09:46 Uhr
Wissen
Muss ich denn zu allem alles wissen? Zum Beispiel über die Wirkungsmechanismen des Euro, zum Abschmelzen der Polklappen? Nein, denn das gibt es genügend Sachverstand. Den haben sich Menschen, in speziellen Kursen - auch Studium genannt - angeeignet. Sie haben sich wissenschaftlich damit beschäftigt.

Und nun kommen einige selbsternannte Möchtegern-Bio-Experten und wollen uns alle die Welt erklären. Welch ein Experiment.

Also liebe BI. Vielleicht googelt Ihr noch eine Weile und dann könnt ihr einen Jumbojet starten, fliegen und landen.

Ich sag Euch, was passieren wird: Der Stadtrat wird sich Experten zu Rate ziehen. Dann wird in den Ausschüssen diskutiert, dann wird angestimmt. Ich hoffe, dass diesmal die BI-Erpressung nicht greift und dann gibt es das normale Planungsverfahren wie in Flensburg oder Dresden. Und in diesen Verfahren wird die Meinung eingeholt, auch die der Bürger. Dann wird abgewogen und dann gibt es einen Beschluss. Ob ihr Euch nun anketten lasst oder sonst was veranstaltet. So funktioniert nun mal diese Demokratie.

Natürlich kann gegen alles geklagt werden. Nur: Dann wird Eure Klage mit all dem Google-Pseudo-Wissen nicht einmal vom Verwaltungsgericht in Weimar angenommen. So wird es kommen.
W. Roßmell
19.09.2012, 10:14 Uhr
Damit war zu rechnen, dass...
sofort Gegenkommentare, noch während wir mit den Bürgern zusammensaßen, kommen und es sind immer die gleichen Personen... Über soviel Unsinn und Unwissen sich über Personen lustig zu machen, ist mehr als daneben, aber Lachen hatte sich ja schon lange nicht mehr gemeldet. Ich dachte schon, dass Lachen vor lauter Lachen in den Winterschlaf geraten ist, aber zum Glück ist das nicht passiert und so haben wir "IHN" wieder als Lästerer hier!
Viel besser wäre es gewesen, wenn er gestern bei der Gründungsvesammlung dabei gewesen wäre, genauso auch Jörch, dann würden sie beide so einen Unsinn nicht mehr von sich geben!
Wir denken schon, dass diese Veranstaltung sehr gut vorbereitet und organisiert war und dass die anwesenden Bürger einen sehr guten Überblick erhalten haben, wie die Stadtväter, die Verantwortlichen der EVN sich durch Schweigen und "falschen Angeboten" (Besuch einer von 4 vorgeschlagenen Anlagen, Besuch eines Energieforums) durch Schweigen und Nichtbeantworten der vielen Fragen keinen Beitrag zu einem sachlichen und konstruktiven Dialog beitragen.Obwohl die Gründungsveranstaltung öffentlich bekannt war, hat es leider kein Politiker, kein Stadtrat und auch kein Vertreter der EVN geschafft, den interessierten Bürgern ihr Gesicht zu zeigen, was einmal mehr deutlich macht, dass man auf Fragen einfach mit Schweigen begegnet und den geforderten Antworten nicht nachkommt!
dirfido
19.09.2012, 10:17 Uhr
Bürger kommt am 26.09.2012 zur Sitzung des Stadtrates im Bürgersaal
Es ist ein gutes Stück Demokratie in der eine Bürgerinitiative - in bester Tradition - ihren Platz findet. Die Vorträge hatten nichts Polemisches und von Pöbelei war auch nichts zu hören. Die Beiträge waren sachlich und fundiert ohne Beiwerk, ohne Parolen. Da ist so mancher Parteitag von etablierten Parteien chaotischer. Fast unspektakulär gründete sich diese Bürgerinitiative, welche sich nach eigenen Angaben auf mittlerweile mehr als 2.300 Sympathisanten stützt. Spektakulär ist aber das Engagement und die Beharrlichkeit mit der sich die Initiatoren in das Thema Bio-Methan eingearbeitet haben. Im Gegensatz zu unseren lokalen Politikern gehen diese engagierten Mitbürger offenbar nicht auf Konfrontationskurs. Die sachlichen Informationen und die nüchterne Vermittlung von Fakten machen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema und eine gewachsene Kompetenz deutlich. Vermutlich liegt hier auch die Stärke von Bürgerinitiativen. Parteigrenzen übergreifend können sachlich Themen ohne Fraktionszwang erörtert und angepackt werden.
Ist eine Bürgerinitiative per se ein geeignetes Korrektiv im politischen Leben?
Ich glaube nicht!
Aber Bürgerinitiativen werden notwendig wenn es darum geht in Sachfragen die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit auf Fehlentwicklungen und Defizite zu lenken. Der Umgang mit den Initiatoren der Bürgerinitiative seitens unserer Lokalpolitik und Verwaltung ist schon allein ein Aufbegehren wert. Wie alle Anwesenden in einer Präsentation mit eigenen Augen sehen konnten, sind die zur Besichtigung vorgeschlagenen Bio-Methangasanlagen mit der in Nordhausen vorgesehenen Anlage NICHT vergleichbar. Weit ab von Wohnbebauungen, in mitten von Maisfeldern oder an stark befahrenen Autobahnen gelegen, stören die vorgeschlagenen Methangasanlagen keine Anwohner durch Lieferverkehr oder Geruch. Die gezeigten Methananlagen liegen fast ideal weit ab von Siedlungen, sodass keine Anlage von Größe oder Standort mit der in Nordhausen-Ost vorgesehenen Anlage vergleichbar ist. Auch die Strapazen, alle vier vorgeschlagenen Methangasanlagen selbst in Augenschein zu nehmen, die viele hundert Kilometer entfernt sind, zeigt das große Engagement der Mitglieder der Bürgerinitiative.

Vermutlich hat diesen Aufwand bisher keiner der Verantwortlichen oder Stadträte auf sich genommen. Sonst hätten sie, so glaube ich, andere Standorte vorgeschlagen oder würden – auch öffentlich – eine kritischere Meinung artikulieren.

Es ist erfrischend, solch engagierte Mitbürger zu sehen.

Ich wünsche den Mitgliedern und Unterstützern der Bürgerinitiative viel Kraft und Erfolg für ihre weitere Arbeit zum Wohle unserer Stadt Nordhausen!

Ich kann nur alle Mitbürger aufrufen:

Bürger kommt am 26.09.2012 um 15:00Uhr zur 24. Sitzung des Stadtrates der Stadt Nordhausen im Bürgersaal.

Bürger zeigt Gesicht!

Es scheint wichtiger denn je!!!!!
Jörch
19.09.2012, 13:15 Uhr
@ricky.... / k.A. was Sie für Fachwissen über den Analgenbau im allegemeinen...
und Biogasanlagen im speziellen besitzen, so Sie denn welches haben, ich für meinen Teil arbeite seit Jahren in der Projektierung von engergietechnischen Anlagen jeder Art, angefangen von den achsobösen KKW bis hin zu eben jenen Biogasanlagen.

Finde es übrigens sehr lustig, dass sich jetzt die BI den Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben hat, oder sollte man sagen, sein Fähnchen in den Wind des Umweltschutzes gehangen hat? Oder geht es hier gar um die eigene Interessenlage wie das noch nicht abbezahlte Eigenheim im Mäusetal, dass dann Dank der Biogasanlage womöglich einen gar exorbitanten Wertverlust hätte??

Schon vergessen, dass uns der, von oben aufindoktrinierte Umweltschutz von Rot Grün solche glorreichen Projekte wie Solarparks im Gewerbegebiet Goldene Aue, Windkraftparks und eben auch jene Biogasanlagen beschert hat. Übrigens keine Frage, solche Biogasanlagen oder ganz speziell die Energieerzeugung auf Kosten von landwirtschaftlicher Nutzfläche und Nahrungsmittelerzeugung ist weder Ökologisch noch Ökonomisch sinnvoll.

Die Engergiewende und deren Auswirkungen ist jetzt auch hoffentlich beim Letzten noch vorhandenen Idealisten oder soll ich lieber sagen Ökophantasten im Bewusstsein und im Portemonaie angekommen... ???

und jetzt stürzt Euch auf mich...

PS: Übrigens gar belustigend finde ich die Kommentare derer, die meinen kritische Meinungen zu Ihrer BI und deren Ansinnen mit Zenzur begegnen zu wollen... oder sind das schon die Auswüchse des Ökofaschismus?
Retupmoc
19.09.2012, 13:39 Uhr
An die Herren Politiker
Ich werde bei der nächsten Wahl keinen Politiker wählen, der die Biogasanlage unterstützt. Mal sehen, wer gegen die 2300 potientellen Wählerstimmen regieren will.
Flitzpiepe
19.09.2012, 14:05 Uhr
Eigentor
OK, Jörch, dann war das von mir ein Eigentor, denn sie scheinen sich ja doch mit der Materie auszukennen. Es las sich aber nicht so...

Arbeiten Sie vielleicht schon an der Projektierung genau dieser Anlage?
Es hört sich jedenfalls so an.

Was kritisieren Sie eigentlich an der BI?
Weil sie dagegen ist?
Sie wissen selber wie unökonomisch und unökologisch so eine Anlage ist und wie fehlerhaft das EEG ist.
Gleichzeitig verdienen Sie aber mit deren Bau ihr Geld.
Kommen Sie persönlich mit diesem Interessenkonflikt nicht zurecht?

Und Sie kritisieren die direkt betroffenen Bürger, dass sie zuallererst so eine Anlage nicht vor ihrer Haustür haben wollen.
Würden Sie das nicht genauso machen?

Nun haben sich diese Bürger aber mit diesen Anlagen beschäftigen müssen, um Argumente gegen den Bau zu haben und stellen nun fest, dass global betrachtet eigentlich gar keine solcher Anlagen mehr gebaut werden dürften.
Was kritisieren Sie daran?
Birgit26
19.09.2012, 15:56 Uhr
Bürger wacht endlich auf!
Ich denke mal einige meiner „Vorschreiber“ sind nur auf Provokation aus und sind aufgrund ihres Sachverstandes nur in der Lage derart abwertend und schon fast beleidigend zu sein. Fachwissen und Kompetenz sind gefragt und wenn Sie, „Jörch“, darüber verfügen, wäre es doch gewiss eine Bereicherung für die BI gerade bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit und Rentabilität.

„Lachen“, Bürgerinitiativen-Pauschalreisen-Tourismus ist das falsche Wort, denn es waren keine organisierten , sondern individuelle Reisen auf eigene Kosten! der Bürger, um sich einen genauen Überblick über die geplante Anlage zu verschaffen und damit man weiß worüber man redet und womit man argumentiert, also nicht nur „Google“ Wissen daherredet!

Übrigens „Jörch“ es gibt bereits einige unserer Starpolitiker, wie Sie sie bezeichnen, und nicht nur Grüne, die schon lange umgedacht haben und die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit solcher Anlagen in Frage stellen. Auch wenn lange was als das Non plus Ultra betrachtet wird sollte jedem bewusst sein, dass gerade in der heutigen Zeit, bei dem heutigen Stand der Forschung und Entwicklung manche eingefahrenen Gleise überdacht werden müssen, damit man nicht auf dem Abstellgleis landet! Im gestrigen Interview der TA mit unserem Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) drückt dieser klar aus, dass er mehr mit Nichtregierungsorganisationen sprich Bürgerinitiativen zusammenarbeiten möchte. Warum soll das nicht auch in Nordhausen ein Schritt in die richtige Richtung sein?

„Zorro“, laut Wikipedia der Rächer der Armen, (hier aber scheinbar auf der falsche Seite),
was mich brennend interessiert, wie sieht die Erpressung der Bürgerinitiative aus? Ich habe einschlägigen Berichte und Kommentare von oben nach unten gelesen, wurde aber nirgends fündig! Wissen Sie mehr? Bitte um Aufklärung!

Man kann nur Hoffen und Wünschen, dass sich immer mehr Bürger mit der Materie auseinander setzen und die Vor- und Nachteile einer derartigen Anlage kennen und so wissen worüber sie ihren „Senf“ dazugeben!

Bürger wacht endlich aus dem Dornröschenschlaf auf, denn wenn die Anlage erst einmal steht, gibt es kein Zurück mehr und dann ist der Katzenjammer groß!
suedharzer
19.09.2012, 15:58 Uhr
Nichtwähler auf Lebenszeit
Lieber Retupmok,

diese Aussage haben Sie hier in so viele Richtungen gemacht, dass Sie Nichtwähler auf Lebenszeit sein müssten. Sie haben das mit der repräsentativen Demokratie leider bis heute nicht verstanden.
98maschr
19.09.2012, 16:00 Uhr
War denn jemand unter 50 dabei?
Ohne jetzt allzu ketzerisch zu wirken, aber auf den Fotos wirkt es eben so.

Ohne den Beteiligten irgendetwas absprechen zu wollen - aber ich hoffe inständig, daß sich unsere Politiker eben nicht durch 2200 potentielle Wähler "erpressen" lassen. Sie wurden ja nicht gewählt um wiedergewählt zu werden, sondern um im Interesse der Mehrheit der Bürger Entscheidungen zu treffen. Und dabei muß man nun damit rechnen den Ein oder Anderen zu verprellen. Allen kann man es eh nie recht machen :)
Birgit26
19.09.2012, 16:19 Uhr
Was soll das?
Sind Personen über 50 etwas Anders als jüngere Menschen? Was wollen Sie mit dieser Frage bezwecken und worauf zielen Sie?

Und die Antwort auf Ihre unverschämte Frage lautet: Ja!
Birgit26
19.09.2012, 16:24 Uhr
Was soll das?
Sind Personen über 50 etwas Anders als jüngere Menschen? Was wollen Sie mit dieser Frage bezwecken und worauf zielen Sie?

Und die Antwort auf Ihre unverschämte Frage lautet: Ja!
dirfido
19.09.2012, 17:13 Uhr
Adresse für weitere Informationen zur Bürgerinitiative
Wer hat das wahre Wissen? Wer bestimmt was richtiges oder falsches Wissen ist? Gibt es Wissen ohne Erfahrung und Erkenntnis überhaupt?
Im Studium gibt es sehr viel Wissen und Dogmen die jeher von der Fakultät oder der gerade genehmen Lehre vertreten werden. Der Verweis auf andere Sachverständige ist lediglich der untaugliche Versuch die eigene Verantwortung für lebensnotwendige Entscheidungen auf andere Menschen abzuwälzen. Selbst der schwerkranke Patient wird von seinem mitfühlenden Arzt nicht von dieser Verantwortung für sich selbst entbunden. Es besteht eine umfassende Informationspflicht und das bereitet manchmal Schmerzen – nicht nur dem Patienten. Nun ist das Patient-Heiler-Verhältnis eine besondere Vertrauenssituation und sollte nicht von Profitinteressen geprägt sein. Aber beim Projekt „Biomethangasanlage“ wird ein Heilungsversprechen verkauft. Es sollen die Finanzen der Stadt Nordhausen langfristig „geheilt“ werden. Aber zu welchem Preis und mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen? Die Antworten sind leider nicht im „Beipackzettel“ der geplanten Methangasanlage enthalten. Schlimmer noch, es wird der Einblick verwehrt oder zum Geheimnis erklärt.

Apropos Sachverstand und Geld:
Klar, kann ein normaler Mensch mit durchschnittlichem Einkommen nicht alle Mechanismen einer international gehandelten Währung durchschauen. Aber vor dem Besuch seiner Hausbank wird er sich ein Minimum an Informationen einholen – auch im Internet. Die bunten Prospekte, die ihm über den Bankschalter gereicht werden, ersetzen nicht die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema „Geld“. Der Bank traue ich (naja …. nicht immer - siehe Bankenrettung) den notwendigen Sachverstand zu. Aber werden diese Leute ihren Sachverstand in meinem Sinne einsetzen?? Darf ich also annehmen dass die Vertreter der Befürworter-Liga der Methangasanlage in Nordhausen-Ost, sofern sie über ausreichend Sachverstand verfügen, im Sinne der Anwohner beraten und dann entscheiden - unter Berücksichtigung aller Fakten?? Ich glaube dieses nicht, sonst hätten die Verantwortlichen die Methangasanlage von vornherein an einem „besseren“ Ort konzipiert.

Und was den Jumbojet eines Kommentators betrifft: an einem elften September haben Amateure ohne jahrelange Ausbildung als Pilot ….. aber der Rest ist traurige Geschichte.
Es ist also kein Hochschulstudium an einer TU oder gar der Nobelpreis notwendig um eine Situation beurteilen zu können und entsprechend zu Handeln. In unserem Fall: „Methangasanlage in Nordhausen-Ost“ genügten schon gesunde Sinne um den Geruch der Anlagen und den Lärm der herannahenden LKW+Traktoren vor Ort warzunehmen. Der gesunde Menschenverstand ist dann in der Lage diese Eindrücke auf die nächsten 20 Jahre hochzurechnen – auch ohne Sachverständigen.
Wie viel Gasleitung könnte für unnötige Gutachten und wiederholte Planungen, Ausschusssitzungen und Busreisen gebaut werden? Könnten diese Anstrengungen nicht zu einer technisch – vernünftigen Lösung verwandt werden?

AKW-Projektanten und Biogasspezialisten - in Personalunion gibt es nur wenige. Hier sollten die Mitglieder der Bürgerinitiative die Gelegenheit beim Schopfe packen und so viel geballtes Fachwissen in Form einer Konsultation oder Mitarbeit in Anspruch nehmen. Nichts ist besser als Fachwissen aus erster Hand!!

Wer bei der gestrigen Veranstaltung der Bürgerinitiative anwesend war kennt nun deren Motivation und die Ziele der Initiatoren. Leider Trift dieses nicht für alle Kommentatoren hier bei nnz-online zu.
Deshalb hier eine Adresse für weitere Informationen:

http://www.facebook.com/StopptBiogasNordhausen

Informieren Sie sich!
Ganz unverbindlich – es könnte aber leichte Nebenwirkungen in Form von Zweifeln geben.

Und wenn ihr freundlicher Bankberater Ihnen einen Kuli schenkt und nach ihrer Unterschrift freundlich lächelt ….. bleiben Sie Optimist – er hat bestimmt den richtigen Sachverstand!

Ich kann nur alle Mitbürger aufrufen:

Bürger kommt am 26.09.2012 um 15:00Uhr zur 24. Sitzung des Stadtrates der Stadt Nordhausen im Bürgersaal.

Bürger zeigt Gesicht!

Es scheint wichtiger denn je!!!!!
Totofino
19.09.2012, 21:12 Uhr
Gratulation
zur Gründung der BI.

Gegen eine Anlage, die Abfälle oder Abprodukte verwertet, ist nichts einzuwenden (ehemals Nentzelsrode bzw. Schweinemast Uthleben), aber es kann nicht sein, dass Nahrungsmittel vernichtet werden und dazu auch noch mit einer Anlage in der Nähe einer Wohnbebauung.

Zu einem späteren Zeitpunkt könnte auch über einen Bürgerentscheid nachgedacht werden, der einem Entscheid des Stadtrates gleichzusetzen wäre und zwei Jahre nicht anfechtbar ist. Bei diesem Thema, Vernichtung von Nahrungsmitteln, wären die Erfolgsaussichten vielleicht nicht gering.

Lassen sie sich von niemandem provozieren, überzeugen sie fachlich und sachlich, der Kampf wird erfahrungsgemäß einen langen Atem erfordern, aber die Erfolgsaussichten sind gut.

Viel Erfolg
Thomas Fichtner
19.09.2012, 23:00 Uhr
Paar Zahlen für die vom Fach
Ernteertrag je ha Mais: 45t
Erzeugbares Gärgas daraus: 202m³/t
Methangehalt: 52%
Brennwert Rein-Methan: 11,07 kWh/m³

Energieausbeute je ha im Jahr (je Ernte) ergibt sich also aus:

45t/ha*202m³/t*0,52*11,07kWh/m³ = 52325,676kWh/ha

1ha = 100m*100m= 10000m²

daraus folgt: 5,233 kWh je m² Maisanbaufläche per anno (Abzüglich jedes mal Düngerherstellung, Feldbestellung, Ernte, Transport...)


Gegenbeispiel:
Jährlicher Solarertrag für Anlagen nach Solarkataster für Nordhausen: 940 kWh/kWp
Für 1 kWp installierter Leistung braucht man je nach Modultyp/Standort... zwischen 9 und 11m², nehmen wir 10 m²
Daraus folgt durchschnittlicher Jahresertrag von 94 kWh/m².

So nochmal
5,233 kWh/m² bei Agrargasanlage gegen
94 kWh/m² bei PV-Nutzung (Solaranlage)

fast 18x soviel und ja es ist gleich Strom bei der PV - während das Gas ja noch verstromt werden muss und man daher noch den Kraftwerkswirkungsgrad abziehen müßte. Für die der EVN, mit Kraftwärmekopplung (macht das im Sommer immer Sinn?) insgesamt so um die 80% (optimistisch), Strom davon naja so 40% - bleiben also als Strom 2,1 kWh/m² übrig und auch so viel 2,1 kWh - im Sommer - Abwärme.

2,1 vs. 94 kWh/m² elektrisch...und da muss noch von den 2,1 das Benzin für jede Feldbearbeitung und den Erntetransport und die Energie für Düngerherstellung runter...am Ende landet man bei um die 1 kWh/m² wenn man es über Argragasanlagen macht.
Das heisst selbst wenn ich nur 2% der Energie der Solaranlage speichern kann bin ich um Längen besser dran. Naja und der billigste Sammler hat Wirkungsgrad >50%...

Schönen Abend noch!
Harzer_Wolf
20.09.2012, 08:56 Uhr
Über 50
Lieber 98maschr - wollen Sie wissen, wieso soviele Menschen über 50 bei der BI waren? WIR haben zum Großteil noch die SchulBILDUNG der ehem. DDR genossen. Und dort auch gelernt, das man nicht alles glauben sollte, was einem Politiker und Pseudoexperten erzählen. Und das ist gut so.

Leider muß man allerdings sagen, das es vielen Personen der jüngeren Generation egal ist, was um sie herum passiert. Manche bezeichnen das als Spaßgesellschaft. Und genau hier hört der Spaß auf.
W. Roßmell
20.09.2012, 09:18 Uhr
Es wird immer Befürworter und auch Gegner geben, nur...
was seitens der "Befürworter" hier abgegeben wird, zeigt den fehlenden "Wissensstand" dieser Personen und inzwischen sind es ja immer die gleichen! Was mit dem Alter der Personen zu tun hat (98maschr), die bei der Gründungsversammlung anwesend waren, entzieht sich all meines erlangten Fachwissen über die umstrittene Planung zum Bau dieser Anlage in Wohngebieten!

Auch über Zorro brauchen wir glaube nichts mehr hinzuzufügen der meint, dass unser Wissen halt nur aus dem Internet stammt (Google), es ist alles nur dummes Getöse Ihrerseits Zorro! Sie hatten die Chance bei der Gründung dabei zu sein und hätten dort erfahren können, dass Ihre Behauptung nicht stimmt und wir auch keinen der Politiker erpressen, im Gegenteil, wir wollen aufklären, wollen das in einem bisher noch immer verhinderten sachlichen Dialog mit den Verantwortlichen tun! Vielleicht aber haben Sie ja den "Auftrag" von anderer Seite hier für "Stimmung" zu sorgen, denn mehr Unwissenheit wie von Ihnen dargelegt, kann man schon nicht mehr Lesen wollen.

Tja und über Lachen, das wissen wir inzwischen ALLE, darüber brauchen wir auch nicht mehr zu "Lachen", der ist halt nur unter der Gürtellinie mit seinen "unreifen" Lachenbeiträgen...
Ja, da wäre noch Jörch mit seinem Fachwissen für AKW´s und für Biomethananlagen... Sie haben sicher unsere Einladung an Sie gelesen und ich bekrätige das noch einmal an dieser Stelle: Sie sind herzlich bei uns eingeladen, uns Ihr Fachwissen weiterzugeben. Solche Fachleute können wir immer sehr gut gebrauchen, auch wenn Sie scheinbar zu den Befürwortern gehören, aber wir wollen uns ja genau mit diesen Personen in einem sachlichen Dialog austauschen. Vielleicht erhalten Sie ja als Fachmann von der EVN den Auftrag, uns für den Bau dieser Anlage umzustimmen, was Sie ja sicher aufgrund Ihres Fachwissens machen könnten, aber es sollte ersteinmal wenigstens das Gespräch gesucht werden! Was nützt es, wenn Sie sich hier im Forum "zerfleischen" lassen, dafür ist uns Ihr Fachwissen viel zu wichtig und wir würden uns freuen, wenn wir uns sehen könnten und unser Angebot annehmen würden... Entscheiden Sie selbst, ob Sie mit den Gegnern dieser Anlage Auge in Auge sich austauschen wollen... Sie haben sicher auch alle anderen Meinungen und Beiträge hier nachgelesen und feststellen müssen, dass es hier an fachlichen Wissen und sachlichen Verstand genügend Leute gibt, die mit Ihren Worten die Verantwortlichen, den OB und auch die Stadträte auffordern, endlich Antworten zu geben! Und darauf warten wir alle interessierten und betroffenen Bürger...., mal sehen wielange noch!?

Ach ja, wir werden auf auf die Stimmungsmacherbeiträge in Zukunft nicht mehr antworten, wenn Sie wie hier von keiner sachlichen Diskussion geprägt sind!
Flitzpiepe
20.09.2012, 11:09 Uhr
Diese Zahlen sprechen für sich
Danke Thomas Fichtner!
Die Zahlen der PV kann ich genau so bestätigen. Und dabei fallen im laufenden Betrieb im Prinzip keine weiteren Kosten und Energieverbrauch an. Ganz im Gegenteil zu Agrargas. Da wird ja der theoretische Energieertrag pro Hektar durch die ganzen Transporte, Gasaufbereitungen usw. weiter geschmälert.

Wie können da ernsthaft sogenannte Wissenschaftler (u.a. der FHN) behaupten, dass solche Agrargasanlagen so toll sind?

Ökonomisch rechnen tut sich so eine Agrargasanlage doch nur durch die Förderungen durch das EEG. Das war es aber auch schon.
Die Energiebilanz ist miserabel und die ökologische ebenso.
Es geht hier also nur ums Geld. Und sonst nichts. Das darf einem Oberbürgermeister Dr. Zeh aber nicht reichen, auch wenn die Stadt jeden Euro braucht.

Das zeigt doch einmal mehr, dass sich die Politik viel mehr mit der Energiespeicherung aus PV und Wind zur Grundlastsicherung und Energieeinsparung beschäftigen muss als auf Methangasanlagen auf NAWARO-Basis.
Aber es passiert nichts...
Jörch
20.09.2012, 11:41 Uhr
Nein ich bin an der Projektierung dieser Anlage nicht beteiligt...
@thomas fichtner... richtig, die ausbeute an vermarktungsfähigen gas und damit die wirtschaftlichkeit ist erschreckend gering, besonders gemessen an der bodenversiegelung und ganz besonders gemessen am verlust von ertragsreichen ackerland, dass dann eben nicht mehr für nahrungsmittel genutzt werden kann sondern für energiepflanzen verwendet werden muss.

richtig ist auch die mögliche ausbeute von solaranlagen, wobei wir hier bei der crux des ganzen sind, die MÖGLICHE ausbeute und damit verbunden die nichtgegebene grundlastfähigkeit von solar und windenergie. also muss als neue säule der energiewende wohl oder übel auf das angeblich co2 neutrale biomethan zurückgegriffen werden. an alternativkonzepten dazu arbeite ich gerade unter anderem. das konzept nennt sich GUD Kraftwerk mit anschließender sequestierung (verpressung von co2 in verflüssigter form in bodenkavernen) und anschließender refraktioniereung zu ins gasnetz einspeisefähigen kohlenwasserstoffen die mittels nichtgrundlastfähiger solar und windenergie rückgewonnen werden können. also quasi ein kreisprozess unter nutztung von sonne, wind und gas.

zurück zum thema biogasanlage ost. ich kann die interessenlage der bi durchaus verstehen oder zumindest nachvollziehen. wer will schon, dass sein grundstück oder haus durch eine benachbarte anlage finanziell abgewertet wird, zumal in dieser lage auch nicht absehbar war, dass eben dort eine industrieansiedlung hin soll. anders als z.b. am holungsbügel, wo jeder weiss, dass dort mal die umgehungsstrasse hin soll.
ich kann es persönlich auch nachvollziehen, dass als argumentationshilfe dagegen auch jedes mittel und jede quelle recht ist, die gefunden und angezapft werden kann. allerdings sollte man es dann auch so benennen und sich nicht hinter falschen idealen und ideologien wie dem umweltschutz verstecken, denn genau dieser von oben aufindoktrinierte umweltschutz war es doch, der solche auswüchse wie die geplante biomethananlage erst möglich macht.

generell ist dabei aber eben auch noch die andere seite der medaillie zu sehen. arbeitsplätze... im bau, betrieb, bei der beschaffung in der landwirtschaft...
Harzer_jung
20.09.2012, 13:25 Uhr
Totschlagargument Arbeitsplätze
Na auf dieses stichwort hab ich noch gewartet.

Denkt doch mal einer an die Arbeitsplätze!
wenn die Anlage nicht gebaut wird verschwinden drölfzig Arbeitsplätze!

Ich sehe in der geplanten Anlage, egal an welchem Standort nur Nachteile. Dies Anlage ist einfach abzulehnen. Und nein ich habe kein Grundstück oder eine Wohnung in der nähe der gedachten Standorte.

Aber wie gesagt, die BI verhindert Arbeitsplätze, Denkt doch an die Arbeitsplätze.!!!!!!!!

Die Disskussion hier könnte so auch auf Telepolis stehn, einige der Schreiber hier erinnern mich an so Experten wie LaForge oder Marius.
Die einzige Seite die sinnvoll und ohne Polemik informiert ist die BI, die Stadt informiert ja nicht, die ist ja Stummgeschaltet.

Na egal, ich mach jetzt erstmal das mit OptOut,
Meine Daten darf die Stadt nicht mehr weitergeben/ verkaufen.
Jörch
20.09.2012, 14:33 Uhr
ja totschlagargument arbeitsplätze...
denn davon hat ja ndh nun mal nicht soooo viele zu bieten oder? mal ganz ab von gewerbesteuereinnahmen, einnahmen für die kommunale kasse etc. oder was glaubst du, wovon das eine oder andere in ndh bezahlt wird...
und so ganz nebenbei bei der geplanten größe der anlage dürfte es sich durchaus um 100 bis 150 ständige arbeitsplätze handeln.

ich kanns verstehen, wenn keiner in seiner nachbarschaft ne chemiefabrik, ein kernkraftwerk oder kohlekraftwerk haben will. augenscheinlich... dann höre dich doch einfach mal in den gemeinden um, die so eine anlage in der nachbarschaft haben. da wirst du nahezu niemanden finden, der sich dagegen wehrt, weil fast alle davon profitieren, direkt und indirekt....

aber nichtsdestotrotz energetisch und ethisch ist die anlage nicht wirklich sinnvoll. lasst uns doch lieber ein schönes GuD kraftwerk bauen....
W. Roßmell
20.09.2012, 14:51 Uhr
Arbeitsplätze....
Ja, wieviel Arbeitsplätze wird diese Biomethananlage wohl bringen? Im Konzept der EVN von diesem Jahr sind für diese Anlage insgesamt 80T€ Lohnkosten pro Jahr kalkuliert worden! Wieviele Arbeitskräfte sind darin enthalten, wenn man bedenkt, dass sie ja im Prinzip rund um die Uhr laufen soll? Entweder max. 2-3, die für ihre Arbeit Geld bekommen oder aber die Stadt, EVN und die ARGE arbeiten hier zusammen und stellen 8-10 "EinEURO-Jobber" zur Verfügung...! Was soll man über diese Zahlen sonst denken? Ach ja, man denkt halt nur an den Gewinn...!
Ricky
20.09.2012, 23:06 Uhr
Jörch
Sie sind also ein ganz großer Experte ... Dann frage ich mich wirklich (wie bereits bei W.Roßmell erwähnt) Sie bislang nicht die Chance genutzt haben, sich mit Ihrem Wissen in die Materie einzubringen! Ich habe mich die letzten Wochen, sogar Monaten mit dem Thema beschäftigt und ich habe nicht nur google verwendet! Ich kann von mir aus behaupten und da stehe ich zu, ich kenne die Eigentschaften insbesondere die Nachtteile einer solchen Biogas-Anlage ... und diese Kenntnisse machen mir regelrecht Angst! Ich bin 23 Jahre jung (war übrigens auch zur Gründung der BI) und ich will auch noch in 20 Jahren etwas zu Essen (besonders aus der Region) haben! Ich will ohne verseuchten Boden leben!
Ich hoffe nur man kann sich das Leben in ein paar Jahren überhaupt noch leisten, wir sind keine Maschinen oder Ropoter, wir sind Menschen, wir brauchen nicht nur Energie zum überleben!!!

Ach lieber Jörch, ich hoffe nur Sie haben ein Gewissen, denn jetzt schreiben Sie selbst, wie schlecht doch die Biogasgeschichte sei und kommen mit einer neuen Idee um die Ecke!
Thomas Fichtner
20.09.2012, 23:39 Uhr
Danke, so ein kleiner "Peer-Review" ist eine schöne...
...und für wissenschaftlich orientiertes Arbeiten wichtige Sache, zeigt es einem doch, dass man korrekt gearbeitet hat.

Ich hab mir auch an einem Abend auch den Rest der wenigen Zahlen vorgenommen, die die Stadt offiziell zur Anlage bekannt gegeben hat und bin beim sozusagen "rückwärts-rechnen" auf Werte gekommen, die maximal 0,4% neben denen in der Projektbeschreibung genannten liegen, die aber ja alle auf glatte Zahlen gerundet waren, so das man davon ausgehen kann, das ich den Vorgaben der üblichen Berechnungsverfahren recht genau gefolgt und scheinbar auch die berücksichtigten Details beachtet habe.
Allerdings machen 0,4% Abweichung in den erwarteten kWh finanziell schon erheblich was aus. Bei 25 Cent je kWh ziemlich genau 36916 EUR. Sechsunddreißigtausendneunhundertsechzehn!
Und wenn man, anders als die Stadt, von den korrekteren 11,07 statt den gerundeten 11,1kWh/m³ Methangas ausgeht sind es sogar schon 59789,20 EUR!

Wie im Angesicht dessen der Leitungsbau zu einem etwas abgelegeneren Standpunkt das k.o. Kriterium sein soll, erschließt sich - zumindest mir - absolut nicht.

Leider kenne ich die angepeilten Gewinnmargen der in das Projekt involvierten Firmen nicht, aber die dafür aufgerufenen Vergütungsentgelder nach EEG sind schon ziemlich interessant!
Jörch
21.09.2012, 08:35 Uhr
na für 80T € werde ich die anlage wohl nicht bewirtschaften können....
und das so eine anlage auch nicht mit 2 oder 3 mitarbeitern laufen kann ist wohl auch klar. also entweder ist hier ein fehler in der aufschlüsselung monat / jahr passiert oder eben bei der zahl selber.
ich deute die 80T € eher mal im monat. wo ich bei durschschnittlich 2500€ brutto bei um und bei 32 AP rauskommen würde.

im übrigen wüsste ich nicht was gegen eine GuD anlage mit anschließender co2 rückumwandlung von co2 zu methangas oder eben wasserstoff im besitz der stadtwerke sprechen würde? wäre doch die lösung um über den umweg co2 die solar und windenergie endlich grundlasfähig zu machen. dann bedürfte es auch keiner stinkenden biogasanlagen mehr umd das problem der bodenversiegelung wäre auch erst einmal gelöst.
Alex Gösel
21.09.2012, 10:12 Uhr
Und schon...
kommen die ersten Piraten aus Ihrem Morast heraus, oder Harzer_jung und Jörch?

Die "Biogas-Anlage" schafft doch keine langfristigen Arbeitsplätze, wie Herr Fichtner hier schon schreibt! Ich denke, viele der Kommentatoren müssten sich einfach mal ernsthaft und näher mit der Materie "Biogas-Anlage" beschäftigen!
W. Roßmell
21.09.2012, 11:38 Uhr
Es ist ganz klar...
kein "Rechenfehler" in dem uns bekannten Konzept für diese Agrogasanlage, es steht dort 80T€ Lohnkosten pro Jahr bei 2% Inflation Jörch! Tja und Ihr Vorschlag in die Gehörgänge unserer Politiker, das wäre halt sicher ein besserer Vorschlag, um bei der Energiewende einen Schritt weiterzukommen, nur die "GuD-Anlagen" werden stattlicherseits glaube nicht gefördert und so bringt es halt nicht die gewünschten Gewinne, die man sich verspricht... Aber man spricht ja hoffentlich darüber und mal sehen, welche Entscheidungen getroffen werden..., wir sind alle gespannt!
Thomas Fichtner
21.09.2012, 13:56 Uhr
32 Arbeitsplätze ist leider utopisch
wie schon gesagt, selbst die riesige Anlage bei Könnern, hier kann man mal einen Blick auf die 17 Hektar des Betriebsgeländes werfen:

http://goo.gl/maps/i7dJh

hat nur 15 Mitarbeiter. Eine weitere Anlage die ich mir angesehen hatte und die weit ab vom Schuß lag, so daß dort wohl jeder Mitarbeiter mit Auto hinkommt, hatte 5 Parkplätze - einer davon für Gäste markiert.
Und die für Nordhausen geplante ist kleiner...mir wäre auch nicht klar was 32 Leute in so einer Anlage alles machen sollten?
Ab und an Substrat mit Schaufellader aus Flachsilo heben, auf Traktorhänger schütten, diesen Stück weiterfahren, über Grube ausleeren und von dort wird automatisiert gefördert und dosiert.
Auch der Rest, wie Reinigung, Konzentrationsmischung, Verdichtung und Einspeisung des Gases ist automatisiert und außer Überwachung, ab und an das Grundstück pflegen etc. ist sonst nichts zu tun.

Und daher munkeln einige auch von Fernwartung/Steuerung mit einem für mehrere Anlagen zuständigen kleinen Team, das rotierend hier und da unterwegs ist.
dirfido
21.09.2012, 15:36 Uhr
Ich wünsche allen Mitgliedern der Bürgerinitiative viel Kraft und Inspiration!
Apropos Fakten und Arbeitsplätze:

Auf der WEB-Seite:“ http://www.weltec-biopower.de/Biogaspark-Koennern.300.0.html“ ist zu lesen,
Zitat:

„Im Gewerbegebiet Könnern, zwischen Magdeburg und Halle, steht einer der weltweit größten Biogasparks mit Gaseinspeisung. Für eine Gesamtinvestition von rund 31,5 Millionen Euro werden vom Investor und Betreiber des Parks, die Nordmethan GmbH, auf einer Fläche von rund 17 Hektar etwa 15 Arbeitsplätze geschaffen.“

Es ist unrealistisch bei der in Nordhausen-Ost geplanten Anlage, welche nur einen Bruchteil dieser Größe hat, von einem Vielfachen an Arbeitsplätzen auszugehen!

Die Arbeitsplätze welche bei der Errichtung der Anlage kurzfristig gesichert werden, stehen nach Abschluss der Arbeiten ggf. wieder auf dem Spiel. Bei der Errichtung einer Methangasanlage, weit ab von einer Wohnbebauung, können die in Rede stehenden Arbeitsplätze auch ohne Probleme erhalten bleiben.
Warum ist dazu ausgerechnet Nordhausen-Ost oder Bielen notwendig?

Nordhausen ist durch Eingemeindungen größer geworden, größer als viele Nordhäuser es in den vergangenen Jahren vermutlich wahrgenommen haben. Von Rodishain bis Steinbrücken und von Hörningen bis Bielen wird sich doch ein Plätzchen für diese Methangasanlage finden lassen, wo sie keinen stört? So die Methananlage wirklich notwendig ist!

Die Agrarindustrie bindet nur sehr wenig Arbeitskraft je Hektar und kann diese Arbeitsleistung ebenso gut für Blumenkohl oder andere Agrarprodukte einsetzen. Ein Zugewinn an Arbeitsplätzen ist in der Landwirtschaft durch die Monokultur – Mais nicht zu erwarten.
Das Lockmittel Arbeitsplätze soll, so vermute ich, Nähe zum „keinen Mann“ und die Sorge um dessen Unterhalt suggerieren.

Es ist gleichgültig welcher Religion, Konfession, Beruf oder politischer Ausrichtung ein Mensch ist, solange er sich um das Wohl seiner Mitmenschen sorgt und bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Demokratische Gesinnung und umsichtiges Handeln vorausgesetzt, sollte die Bürgerinitiative eine hervorragende Plattform für einen vernünftigen Dialog bieten.
Ob die Bürgerinitiative von den Verantwortlichen in diesem Sinne wahrgenommen wird ist abzuwarten.

Ich wünsche allen Mitgliedern der Bürgerinitiative viel Kraft und Inspiration für ihre schwere Arbeit; den Verantwortlichen eine glückliche Hand bei der Auswahl eines geeigneten Standortes und viel diplomatisches Geschick.

Ich kann nur wieder alle Mitbürger aufrufen:
Bürger kommt am 26.09.2012 um 15:00Uhr zur 24. Sitzung des Stadtrates der Stadt Nordhausen im Bürgersaal.

Bürger zeigt Gesicht!

Es scheint wichtiger denn je!!!!!
RWE
24.09.2012, 17:43 Uhr
Viel Glück
wünsche ich der BI bei Ihrer Arbeit.
150 Arbeitsplätze bei dem heutige Automatisierungsstand sind für mich als Nichtfachmann lächerlich, lieber jörch. Und aus gerechnet bezüglich der angegebenen Lohnkosten , und nur da, soll unserer lieben Stadt ein Fehler unterlaufen sein?
Jetz heißt es abwarten und wenn man nicht zur Vernunft kommen sollte boykotierttiert die Stadt wo immer es geht.

Miete kürzen bei den städtischen Wohnungsunternehmen, zum Baden nach Bad Sachsa fahren, Energieanbieter wechseln und zum Weihnachtsshoppen nach Braunschweig oder Erfurt fahren oder natürlich ins Nova Eventis.
Eine Stadt(verwaltung) die nicht auf die Bürger hört brauche ich nicht.
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