Initiative der Bürger
Dienstag, 18. September 2012, 20:11 Uhr
Im BIC Nordthüringen, unweit von einem möglichen Standort einer Biomethananlage ist am Abend eine Bürgerinitiative gegründet worden. Gegen den Bau einer solchen Anlage. nnz lauschte dieser Gründungsversammlung...
Nahezu professionell kann man das schon beschreiben, was da im Vorfeld der heutigen Versammlung ablief. Jede Menge Öffentlichkeit wurde hergestellt. Noch heute wurden Flyer verteilt in Nordhausen – bis in die Briefkästen von Krimderode hinein wurde Aufmerksamkeit erzeugt, auch soziale Netzwerke wurden genutzt.
Rund 70 Frauen und Männer waren den Einladungen gefolgt. Die meisten davon – soweit man das beurteilen kann – nicht aus Bielen. Für die Einlader stand im Vornherein die Marschrichtung fest: Keine Anlage im wohnnahen Bereich von Nordhausen. Und: die Gründer der BI sind unzufrieden mit der Art und Weise, wie man seitens der Stadt mit ihnen ins Gespräch gekommen sei. Und zweitens: es sei eine Anlage, die im Geheimen geplant sei.
Der Begriff Biomethananlagen sei ein völlig falscher Begriff. Eigentlich müssten sie Agromethangas-Anlagen heißen, da sie ja kein Biosiegel tragen. Danach wurde die Geschichte der besorgten Bürger repetiert und die Petition verlesen, die ihre Uraufführung bereits in der jüngsten Sitzung des Stadtrates am 17. Juli fand. Interessierte Leser finden die Petition im Archiv der nnz. Man habe auf diese Petition bislang noch keine Antwort erhalten, lediglich auf einen offenen Brief an Oberbürgermeister Dr. Zeh, in der nachdrücklich erinnert wurde. Öffentlichkeit mögen ja unsere Damen und Herren Stadträte überhaupt nicht, so der Kommentar der BI-Gründer und Petitions-Offene-Brief-Schreiber. Diese vier Seiten der Antwort aus dem Rathaus seien nichts weiter als das bekannte Politiker-Deutsch und Worthülsen, denen man nichts entnehmen könne. Die Stadträte möchten wir hierbei ausnehmen, die sagen nämlich überhaupt nichts, so ein Sprecher der künftigen Initiative sarkastisch.
Weitere Themen waren die einer Projektgruppe, die ohne BI-Beteiligung arbeiten soll und die Fahrt zu vier Standorten von vorhandenen Biogasanlagen geben, bei der Plätze im Bus für die Mitglieder der BI reserviert sind und schließlich könne man an einem Forum mit Wissenschaftlern teilnehmen. Die beiden Angebote betrachte man als Nebenkriegsschauplätze, um vom eigentlichen Thema ablenken zu wollen.
Man habe sich die vier vorgeschlagenen Anlangen angeschaut, die allesamt von den technischen Parametern der Anlage in Nordhausen abweichen und die sich jenseits einer Wohnbebauung befinden. Man wolle uns beruhigen, vielleicht sind die Verträge mit den Bauern schon heimlich unterschrieben. Um dies zu verhindern, müsse die Öffentlichkeit hergestellt werden, denn die würden die Regierenden scheuen. Schließlich wurde die Satzung der Initiative verlesen, deren Überschrift das Motto des künftigen Handelns ist: Stoppt Biogas Nordhausen – ergänzend: in wohnnahen Bereich.
Damit war die Bürgerinitiative gegründet.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzNahezu professionell kann man das schon beschreiben, was da im Vorfeld der heutigen Versammlung ablief. Jede Menge Öffentlichkeit wurde hergestellt. Noch heute wurden Flyer verteilt in Nordhausen – bis in die Briefkästen von Krimderode hinein wurde Aufmerksamkeit erzeugt, auch soziale Netzwerke wurden genutzt.
Rund 70 Frauen und Männer waren den Einladungen gefolgt. Die meisten davon – soweit man das beurteilen kann – nicht aus Bielen. Für die Einlader stand im Vornherein die Marschrichtung fest: Keine Anlage im wohnnahen Bereich von Nordhausen. Und: die Gründer der BI sind unzufrieden mit der Art und Weise, wie man seitens der Stadt mit ihnen ins Gespräch gekommen sei. Und zweitens: es sei eine Anlage, die im Geheimen geplant sei.
Der Begriff Biomethananlagen sei ein völlig falscher Begriff. Eigentlich müssten sie Agromethangas-Anlagen heißen, da sie ja kein Biosiegel tragen. Danach wurde die Geschichte der besorgten Bürger repetiert und die Petition verlesen, die ihre Uraufführung bereits in der jüngsten Sitzung des Stadtrates am 17. Juli fand. Interessierte Leser finden die Petition im Archiv der nnz. Man habe auf diese Petition bislang noch keine Antwort erhalten, lediglich auf einen offenen Brief an Oberbürgermeister Dr. Zeh, in der nachdrücklich erinnert wurde. Öffentlichkeit mögen ja unsere Damen und Herren Stadträte überhaupt nicht, so der Kommentar der BI-Gründer und Petitions-Offene-Brief-Schreiber. Diese vier Seiten der Antwort aus dem Rathaus seien nichts weiter als das bekannte Politiker-Deutsch und Worthülsen, denen man nichts entnehmen könne. Die Stadträte möchten wir hierbei ausnehmen, die sagen nämlich überhaupt nichts, so ein Sprecher der künftigen Initiative sarkastisch.
Weitere Themen waren die einer Projektgruppe, die ohne BI-Beteiligung arbeiten soll und die Fahrt zu vier Standorten von vorhandenen Biogasanlagen geben, bei der Plätze im Bus für die Mitglieder der BI reserviert sind und schließlich könne man an einem Forum mit Wissenschaftlern teilnehmen. Die beiden Angebote betrachte man als Nebenkriegsschauplätze, um vom eigentlichen Thema ablenken zu wollen.
Man habe sich die vier vorgeschlagenen Anlangen angeschaut, die allesamt von den technischen Parametern der Anlage in Nordhausen abweichen und die sich jenseits einer Wohnbebauung befinden. Man wolle uns beruhigen, vielleicht sind die Verträge mit den Bauern schon heimlich unterschrieben. Um dies zu verhindern, müsse die Öffentlichkeit hergestellt werden, denn die würden die Regierenden scheuen. Schließlich wurde die Satzung der Initiative verlesen, deren Überschrift das Motto des künftigen Handelns ist: Stoppt Biogas Nordhausen – ergänzend: in wohnnahen Bereich.
Damit war die Bürgerinitiative gegründet.
Peter-Stefan Greiner


