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Di, 17:23 Uhr
18.09.2012

Früher helfen

In der gestrigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Landkreises beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit den neuen Plänen des Landratsamtes im Bereich Frühe Hilfen. Zur Umsetzung des neuen Kinderschutzgesetzes hat sich der Fachbereich Jugend und Soziales bei der Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen um Fördermittel beworben...


Zielstellung dieses Förderprogramms des Bundesfamilienministeriums ist es, werdende Eltern und Eltern von Kindern bis zu drei Jahren möglichst so vorbeugend zu unterstützen, damit weitergehende Hilfen durch die Jugendämter nicht erforderlich werden. Der Jugendhilfeausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, eine Netzwerkstelle Frühe Hilfen im Landkreis zu schaffen. Ziel sei es nicht, ein weiteres Netzwerk im Bereich Frühe Hilfen aufzubauen.

Vielmehr wolle man die Strukturen des bestehenden Arbeitskreises gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen nutzen und diesen in den Gesundheitsbereich ausdehnen und beispielsweise mit niedergelassenen Ärzten oder dem Krankenhaus enger kooperieren. Außerdem sollen Familienhebammen junge Eltern gerade im psychosozialen Bereich unterstützen, um Problemen möglichst frühzeitig zu begegnen. Ein weiteres Anliegen ist es, ein Netzwerk von Ehrenamtlichen aufzubauen, die Familien im Alltag helfen und Tipps bei der Haushaltsbewältigung geben.

„Wir wissen, dass es oft an solchen Kleinigkeiten mangelt, weil junge Eltern dies zum Beispiel zuhause nicht gelernt haben, und sich daraus größere Probleme entwickeln können. Mit den Ehrenamtlichen wollen wir eine Brücke bauen und langfristig erreichen, dass die Hilfestellungen in der Familie überflüssig werden“, erläuterte Jana Urbanek, die im Landkreis bereits im Bereich der Frühen Hilfen arbeitet.

Eine weitere Idee ist ein interdisziplinäres Fachteam, in dem der Landkreis, das Jugendsozialwerk und die Nordthüringer Lebenshilfe übergreifend zusammenarbeiten. Denn aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Zuständigkeiten kann es vorkommen, dass die verschiedenen Institutionen in einer Familie arbeiten, sich dabei jedoch inhaltlich nur unzureichend austauschen. Hier soll die Kooperation ausgebaut werden, um in der Förderung ganzheitlich an einem Strang zu ziehen und letztlich zu verhindern, dass Familien im komplexen Hilfesystem „verloren gehen“.

Schließlich soll ein Willkommenspaket „Schön, dass es dich gibt“ entwickelt werden, das Eltern zur Geburt ihres Kindes erhalten und in dem sie Informationen zu präventiven Angeboten finden. Die Aufklärung der Eltern und eine übersichtliche Darstellung der unterschiedlichen Unterstützungsangebote ist auch insgesamt eine Aufgabe, die sich die Netzwerkstelle Frühe Hilfen vornehmen wird. Im Oktober rechnet der Landkreis mit einer Entscheidung des Bundes, ob die Fördermittel bewilligt werden, der vorzeitige Maßnahmebeginn wurde bereits bestätigt. Zunächst sollen für dieses Jahr fast 35.000 Euro Fördermittel fließen. Das Projekt soll dann weiter bis Ende 2015 durch Bundesmittel unterstützt werden.
Autor: nnz

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