Biomethan-Projektgruppe
Die heutige Sitzung des Nordhäuser Hauptausschusses begann mit einigen Minuten Verspätung. Es fehlte schlicht und ergreifend der Sitzungsleiter, der Oberbürgermeister...
Der kam fünf Minuten nach 16 Uhr und legte auch gleich mit der Tagesordnung los. Mit seinen Informationen an die Mitglieder des Hauptausschusses. In deren Vordergrund stand der symbolische Spatenstich für die Erschließung des künftigen Industriegebietes in der Goldenen Aue. Das wird am 1. Oktober der Fall sein. Für Dr. Klaus Zeh (CDU) ein Ausrufezeichen für die Entwicklung der Nordhäuser Region.
Auch für die Archäologen, die in den zurückliegenden Monaten dort buddelten, war das Terrain eine Fundgrube ohnegleichen. Die Funde seien sensationell, zum Teil müsse die Geschichte der Besiedlung der Goldenen Aue neu geschrieben werden, so Zeh. Er hofft, das einige Exponate der Ausgrabungen auch in der Region zu sehen sind.
Zum Bau einer Biomethananlage wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die ihre Arbeit nun aufgenommen habe. In der arbeiten Vertreter des Stadtrates, der städtischen Unternehmen inklusive der ENV und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Die Projektleitung obliegt den Geschäftsführern der Stadtwerke und der Energieversorgung Nordhausen.
In einer Beratung wurden gestern die ersten Informationen gegeben und Aufträge an die Mitglieder verteilt. Die Bürgerinitiative ist nicht in der Projektgruppe vertreten, weil auch betriebsinterne Momente (Geschäftsgeheimnisse) diskutiert werden und die der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden können. Sie soll jedoch - wie auch die Öffentlichkeit generell - über die Ergebnisse der Beratungen informiert werden.
Autor: nnz
Kommentare
NDHler
12.09.2012, 17:26 Uhr
Ohje!
Der letzte Absatz hat es aber wieder in sich..... gleich geht es hier los!
dirfido
12.09.2012, 17:50 Uhr
Bürger kommt am 18.09.2012 zur Versammlung der Bürgerinitiative
Sind alle Befürchtungen berechtigt oder nur Hysterie?
Erst geheim Beratung und dann Geschäftsgeheimnis, alle Kommentatoren hier bei nnz-online dürften doch nun von der Aufrichtigkeit der Verantwortlichen überzeugt sein!
Schade, schade, schade es war wohl doch nur ein Spiel auf Zeit?
Bürger kommt am 18.09.2012 zur Versammlung der Bürgerinitiative und besucht am 26.09.2012 um 16:00Uhr die 24. Sitzung des Stadtrates der Stadt Nordhausen im Bürgersaal.
Bürger zeigt Gesicht!
Es scheint wichtiger denn je.
98maschr
12.09.2012, 18:26 Uhr
Aus ner Mücke nen Elefanten machen...
Bei allem nötigen Repsekt, aber da wird aus einem ganz normalen Vorgang gleich ein Weltuntergangsszenario von Ihnen gemacht dirfido gemacht. Ab und an machts auch mal Sinn sich über bestimmte Vorgänge schlau zu machen und nicht nur die Pamphlete der Leopoldina zu lesen. Spart einem die Peinlichkeit hier ein Fass aufzumachen nur weil man hiervon wenig Vorkenntnisse hat.
Die pure Gründung einer BI gibt einem noch lange nicht das Recht bzw. Privileg überall dabei zu sein. Sowas muß man eben auch akzeptieren.
-Insider-
12.09.2012, 19:38 Uhr
aus
meiner sicht gehört eine BI auch nicht in eine arbeitsgruppe. eine arbeitsgruppe ist doch dafür da jeden erdenklichen weg "durchzuspielen" und am ende das bestmögliche resultat zu erarbeiten. dazu gehört halt ebend auch für alles erstmal unvoreingenommen offen zu sein...
Ricky
12.09.2012, 20:57 Uhr
98maschr ... haben Sie sich mit dem Thema befasst?
Es grenzt jetzt hier langsam an einer unverschämtheit, was manche hier schreiben! Das Thema Biogasanlagen ist derzeit in allen Medien vertreten und das ist auch gut so! Es wird langsam Zeit, dass die Menschen aus Ihren "Bio-Glauben" aufwachen und sich wirklich mit dem Thema befassen und sich wehren!
lieber 98maschr, sie sollten sich mal die Zeit nehmen und sich wirklich mit dem Thema beschäftigen, nur so kann man sachlich mitkommentieren! Hier geht es weitaus mehr als nur um Kleinigkeiten, Ihr geht es um unsere Zukunft!
Sehen Sie sich diese Reportage an und Sie werden hoffentlich Ihren Äußerungen überdenken!
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/videos/minuten515.html
W.Roßmell
13.09.2012, 10:15 Uhr
Diese Projektgruppe besteht...
leider nur aus "knallharten Befürwortern" einer solchen Anlage. Es ist beschämend und leider auch "politische Wirklichkeit", die Bürger bei solch einem wichtigen Bauvorhaben außen vorzulassen und am Ende werden sie vor vollendete Tatsachen gestellt! In dieser Projektgruppe wird mit den Dollarzeichen in den Augen und den staatlichen Förderungen durch die Politik, eine Anlage immer als positives Ergebnis bekanntgegeben! Ihnen geht es dabei nicht um das Wohl der Bürger, ihnen geht es nur um den Gewinn! Und wir können uns heute schon vorstellen, was diese Projektgruppe am Ende ihrer Arbeit dem OB und den Stadträten vorlegen wird: Die Anlage muss am Standort Bielen (?), ganz nah an Wohnhäusern (60m Enfernung!!!) gebaut werden! Sie ist wirtschaftlich sowohl für die Landwirte, als auch profitbringend für die EVN und der Stadt und der kleine Bürger zahlt halt drauf! Das werden sie aber nicht zugeben!
Oh ja, die Information von Ricky (vielen Dank dafür!) sollten sich ALLE einmal ansehen, ist fast noch besser und deutlicher als die ausgeteilte Pressemappe! Das sollte für die Projektgruppe, für den OB und die Stadträte "Fernsehpflichtprogramm" sein bzw. werden...! Wenn doch bloß die Regierung schneller reagieren würde, wir hätten ein großes Problem weniger! Aber so müssen wir halt von "außen" ohne Projektgruppe und ohne Oberbürgermeisterzusage für einen sachlichen Dialog miteinander, dafür aber intensiver und auch schärfer den Bürgerwillen zum Ausdruck bringen! Mal sehen, ob sich die Projektgruppe mit ihren vielen Geheimnissen und Schweigen doch dazu entschließt, auch das Wort des Bürgers zu berücksichtigen und keine Anlage in der Nähe von Wohngebieten bauen wird, das sollte auch mit "ihren Geheimnissen " möglich sein!
Deshalb liebe Bürger kommt am 18.09.2011 um 19Uhr zur Gründung der Bürgerinitiative in das BIC nach Nordhausen/Bielen und zeigt Gesicht! Wir kämpfen gegen den Bau einer solchen Biomethananlage in der Nähe von Wohngebieten!
Flitzpiepe
13.09.2012, 13:26 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Verstoß gegen AGB
Birgit26
13.09.2012, 19:19 Uhr
Wollen wir mal nicht...
...näher ergründen, wer hier "schlauer" ist, 98maschr!?
Fakt ist doch, dass nach dem Aufbegehren der besorgten Bürger und deren Anfragen in der Petition an den OB bisher nicht eine aussagekräftige Antwort kam!
Die versprochene Bürgernähe und -beteiligung ist doch nur Makulatur! Eine Arbeitsgruppe aus Politikern, Mitarbeitern der EVN und der Stadtwerke wird das Projekt gewiß aus dem Augenwinkel der Befürworter betrachten und dann die "Gegner" mit ihren Erkenntnissen überraschen. Hoffen wir nur, dass die Personen nicht mal irgendwo "Geschäftsgeheimnisse" ausplaudern!
Naja, die interessierten Bürger, die sich mit dem Gedanken einer Biomethangasanlage in einem Wohngebiet (Ost/Himmelgarten oder Bielen neben dem BIC) nicht anfreunden können, dürfen ja sich eine schöne Anlage ansehen und werden staunen, wie toll das alles ist, vorallem so schön abseits von Häusern....
Achja,und nicht vergessen das Energieforum, da werden dann hochdotierte Damen und Herren uns alles schön erklären.
Wir "Gegner" haben uns gewiß intensiv mit der Materie auseinandergesetzt und wissen worüber wir schreiben.
Ist es nicht endlich an der Zeit, auch wenn der OB keine Schnellschüsse haben will, offen und ehrlich aufeinander zu zugehen? Wir sind mündige Bürger und möchten auch so behandelt werden!
-Insider-
13.09.2012, 22:06 Uhr
wenn
sie jetzt ausgewiesene google/wiki-experten sind, dann können sie doch die "lausigen" fh-experten zum energie-forum verbal auseinander nehmen. ich freu mich auf die show!
dirfido
14.09.2012, 09:27 Uhr
Bürger kommt am 18.09.2012 um 19:00 Uhr ins BIC-Nordhausen/Bielen
Eine Show ist nicht nötig! Das haben unsere Ministerpräsidentin, viele führende Politiker und namhafte Wissenschaftler schon getan.
Indes die lokalen Fachleute und Verantwortlichen noch auf alte Pferde setzen, haben sie sich eindeutig positioniert.
E10 wird bald Geschichte sein und die Fördertöpfe für alle anderen Nahrungsvernichtungsanlagen auch!
http://www.mdr.de/thueringen-journal/sommerinterview122.html
Die Verantwortlichen haben die Fragen auf dem Tisch, eine Verlagerung der Diskussion auf irgendwelche Foren ohne Einfluss ist Ablenkung!
Zitat aus der Antwort unseres verehrten Oberbürgermeisters:
Wir würden uns freuen, wenn wir den weiteren Dialog wie bisher sachlich und mit gegenseitiger Achtung und gegenseitigem Respekt führen. Dazu lade wir Sie und weitere Vertreter der Petition ausdrücklich ein, das Projekt in den konkreten Planungsphasen zu begleiten.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Danke!
Fragen haben die Damen und Herren der Bürgerinitiative - und nun offenbar die Antwort auch!
Bürger kommt am 18.09.2012 um 19:00 Uhr ins BIC-Nordhausen/Bielen zur Versammlung der Bürgerinitiative und besucht am 26.09.2012 um 16:00Uhr die 24. Sitzung des Stadtrates der Stadt Nordhausen im Bürgersaal.
Bürger zeigt Gesicht!
Es scheint wichtiger denn je!!!!!
Mr. Nordhausen
14.09.2012, 11:43 Uhr
Zu viel Langeweile...
jaa genau das habt ihr. Euch über so ne Biogasanelage aufzuregen ist albern. 1. Was wollt Ihr damit erreichen? das sie hier nicht gebaut wird? Das schafft Ihr nie!und selbst wenn dann wird sie 10 Kilometer weiter weg gebaut. Und was hat euch das dann gebracht?
NDHler
14.09.2012, 12:35 Uhr
Der Standort
der Anlage sollte schon in einem Gebiet liegen wo keine Anwohner belästigt werden, da stimme ich der BI zu. Wie schon gesagt, ein Gewerbe- oder ein Industriegebiet wäre ideal!
W. Roßmell
14.09.2012, 12:51 Uhr
@ Mr. Nordhausen...
Ja genau, 10km entfernt von Wohnhäusern, dann haben wir was geschafft und der Friede ist wieder hergestellt! Sie scheinen leider nicht zu wissen, um was es sich hier für eine Biomethananlage handelt oder? Sie ist nicht zu vergleichen mit Van Asten oder mit einer in Uthleben oder der in Nenzelsrode, die bekommen für ihre kleinen Anlagen keine so große Förderungen, wie für die geplante Anlage, die 60 bzw 90m von einem WOHNHAUS entstehen soll! Wenn Sie darin wohnen würden Mr. Nordhausen, dann hätten Sie aus lauter Langeweile sicher etwas anderes zu tun und würden sich Ihre geschriebenen Worte sehr wohl neu überlegen!
Und richtig ist, dass uns der Oberbürgermeister, wie dirfido bereits geschrieben, zugesichert hat, dass wir an dem geplanten Objekt in den konkreten Planungsphasen mit einbeziehen wollte (das liegt uns schriftlich vor!), nur "wir sind Verräter" und alle großen und kleinen Geheimnisse aus diesem Objekt werden sofort von uns halt an gut bezahlten Spione weitergetragen..., dass ich nicht lache! Es ist der einzigste Versuch, die Bürger am Ende dieser "Entscheidungen", die bereits feststehen (!), vor vollendete Tatsachen zu stellen und einfach nur die Profitgier den Vorrang zu geben! Nicht mehr und nicht weniger! Und deshalb sollten alle Bürger Gesicht zweigen und am 18.09.2012 bei der Gründung der Bürgerinitiative dabei sein, denn nur so haben wir die Chance, eine solche Anlage in der Nähe von Wohngebieten zu verhindern!
Eckenblitz
14.09.2012, 13:20 Uhr
Erstaunlich.......
ist es schon, mit welchen Argumenten die Befürworter der Anlage, ins Feld ziehen.
Alle behaupten sie die gleichen Phrasen, als hätten sie das gleiche Handbuch:"Wie verdumme ich das Volk".
Ps. Mein letzter Kommentar zu "Bürger wehren sich" war ironisch gemeint. War wohl nicht so gut.
Totofino
15.09.2012, 08:30 Uhr
Dran bleiben
Eine solche Anlage gehört nicht in die Nähe von Wohnhäusern, genauso wenig, wie ein Autohof dorthin gehört hat.
In der Regel ist es so, dass diejenigen, die es betrifft, sich fachlich ganz gut in die Thematik hineinarbeiten und sie am Ende oft solche Projekte besser beurteilen können als manch ein Stadtrat, der sich gar nicht mit allen Entscheidungsfindungen so intensiv beschäftigen kann. Und doch hat der Stadtrat beim Autohof Größe gezeigt und eine Entscheidung wieder zurück genommen. Deshalb ist es wichtig, fachlich und sachlich zu überzeugen und aufzuklären.
Eine solche Anlage wird übrigens auch viele Einwohner von Neu-Ost betreffen, denn der Schulweg ihrer Kinder führt über eine dann stärker frequentierte Straße.
Ich denke, es sollte möglich sein einen besseren Standort zu finden, obwohl es natürlich grundsätzlich in Frage zu stellen ist, ob Ackerflächen nicht lieber zum Anbau von Nahrungsmitteln genutzt werden sollten. Denn solche Anlagen, liebe Befürworter, verteuern auch Ihre Treibstoffe und Ihr Bier.
Ich wünsche den Gegnern der Anlage viel Erfolg, zeigen Sie bei Hauptausschuss – und Stadtratssitzungen Flagge und überzeugen Sie, Sie können gewinnen, es ist möglich.
Nutzen Sie dieses Forum, lassen Sie sich nicht provozieren, die meisten Befürworter hier stehen fachlich nicht im Stoff.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.