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Mi, 15:14 Uhr
12.09.2012

Geschult

Worauf es bei der Ernährung von Demenzkranken ankommt, darüber informierten sich heute in einem Seminar des Pflegestützpunkts Fachkräfte in der ambulanten und stationären Altenpflege...

Ob das hilft? (Foto: J. Piper) Ob das hilft? (Foto: J. Piper)
Gabriele Mertens-Zündorf von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) zeigte den Seminarteilnehmern einige Bewegungsübungen, die sich auch für ältere Menschen eignen.

„Wir knüpfen mit dieser Weiterbildung an unserer Demenzprojekt an, das wir im vergangenen Jahr umgesetzt haben“, sagte Susanna Riemann-Störr vom Pflegestützpunkt im Landratsamt, der die Schulung in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, kurz BAGSO, angeboten hat. „Wir erleben eine hohe Nachfrage nach der Thematik Ernährung bei Demenz. Mit diesem Seminar für Fachkräfte von ambulanten und stationären Pflegeanbietern erreichen wir eine große Bandbreite von Senioren – die, die zuhause leben und die in einer stationären Einrichtung wohnen.“

Im Seminar ging es um die besonderen Bedürfnisse von Demenzerkrankten und wie sich diese auf das Ess- und Trinkverhalten auswirken können, beispielsweise Veränderungen in der Wahrnehmung, insbesondere beim Geruchs- und Geschmackssinn, sowie bei den sozialen Fähigkeiten, Schluckstörungen, Unruhe und starker Bewegungsdrang, die beispielsweise eine ruhige Mahlzeit am Tisch erschweren. Wie sich darauf reagieren lässt, zum Beispiel in der Auswahl und beim Anrichten der Speisen oder der Gestaltung des Essumfelds, dafür bekamen die Seminarteilnehmer heute wertvolle Tipps.

„Mit gesunder Ernährung fängt das Wohlfühlen an“, weiß auch Susanna Riemann-Störr. Einseitige Ernährung und ungenügendes Trinken könne zu Mangelerscheinungen führen, gerade ältere Menschen mit Demenz zählten hier zu den Risikogruppen. „Die Zusammenstellung der Mahlzeiten für ältere Menschen stellt besondere Anforderungen hinsichtlich der Nährstoffversorgung, der Akzeptanz und der Zubereitung. Zudem stellt sich die Frage, ob Defizite über Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden können. Dies besprechen wir hier anhand aktueller Erkenntnisse der Forschung. Darüber hinaus bietet sich hier natürlich auch die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch“, so Susanna Riemann-Störr.

Die Schulung fördert das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen ihres Aktionsplans. Der Pflegestützpunkt des Landkreises beleuchtet derzeit in einer Vortragsreihe für haupt- wie ehrenamtlich Aktive in der Altenpflege verschiedene Facetten des gesunden Alterns.

Hintergrund der Veranstaltungen ist das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen. Laut WHO versteht man unter aktiv Altern u.a., Senioren dahingehend zu fördern, dass sie im zunehmenden Alter ihre Gesundheit erhalten, weiter am Leben ihrer sozialen Umgebung teilnehmen und so ihre Lebensqualität verbessern.
Autor: nnz

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