Fr, 11:00 Uhr
19.12.2003
Weihnachten ohne Schwung
Nordhausen (nnz). Zur Weihnachtszeitzeit sind die Kunden in Kauflaune. Das dachten sich nach einem verhagelten Jahr die Thüringer Einzelhändler. Bislang wurden sie jedoch enttäuscht.
Einkaufszentren und größere Städte, wie Erfurt, Weimar oder Eisenach, sind bisher die Gewinner im Weihnachtsgeschäft 2003. Dies geht aus einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Erfurt (IHK) unter 135 Einzelhändlern hervor. Allerdings spielt der Standort auch in den größeren Städten eine zunehmend wichtigere Rolle. Während Betriebe in 1A-Lagen leicht über dem Vorjahresniveau liegen, verzeichnen die Händler in den Randgebieten erhebliche Verluste. Die Handelsunternehmen in den kleineren Kommunen sind mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäftes eher unzufrieden. Bei vier von fünf Händlern bleibt der Umsatz hinter den Erwartungen zurück, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Noch mehr als in den vergangenen Jahren werde um den Preis gefeilscht. Der Kunde erwarte ein qualitativ hochwertiges Produkt, möchte dafür aber nur einen Schnäppchenpreis bezahlen. Gefragt seien insbesondere Artikel der Telekommunikation, wie Handys oder Laptops, aber auch Spielwaren und Kosmetik.
Geteilt sind die Meinungen über die Effekte des Steuerkompromisses. Immerhin erwarten zwei Drittel der Händler leichte Impulse für das Kaufverhalten. Da die tatsächliche Entlastung für den Verbraucher aber gegenwärtig schwer zu kalkulieren sei, dürfte das Weihnachtsgeschäft nach Meinung der Unternehmer davon kaum beeinflusst werden. Schließlich würden Arbeitslosigkeit oder der drohende Verlust des Arbeitsplatzes dadurch nicht beseitigt.
Autor: nnzEinkaufszentren und größere Städte, wie Erfurt, Weimar oder Eisenach, sind bisher die Gewinner im Weihnachtsgeschäft 2003. Dies geht aus einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Erfurt (IHK) unter 135 Einzelhändlern hervor. Allerdings spielt der Standort auch in den größeren Städten eine zunehmend wichtigere Rolle. Während Betriebe in 1A-Lagen leicht über dem Vorjahresniveau liegen, verzeichnen die Händler in den Randgebieten erhebliche Verluste. Die Handelsunternehmen in den kleineren Kommunen sind mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäftes eher unzufrieden. Bei vier von fünf Händlern bleibt der Umsatz hinter den Erwartungen zurück, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Noch mehr als in den vergangenen Jahren werde um den Preis gefeilscht. Der Kunde erwarte ein qualitativ hochwertiges Produkt, möchte dafür aber nur einen Schnäppchenpreis bezahlen. Gefragt seien insbesondere Artikel der Telekommunikation, wie Handys oder Laptops, aber auch Spielwaren und Kosmetik.
Geteilt sind die Meinungen über die Effekte des Steuerkompromisses. Immerhin erwarten zwei Drittel der Händler leichte Impulse für das Kaufverhalten. Da die tatsächliche Entlastung für den Verbraucher aber gegenwärtig schwer zu kalkulieren sei, dürfte das Weihnachtsgeschäft nach Meinung der Unternehmer davon kaum beeinflusst werden. Schließlich würden Arbeitslosigkeit oder der drohende Verlust des Arbeitsplatzes dadurch nicht beseitigt.

