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Mi, 06:26 Uhr
22.08.2012

nnz-Forum: Falsches Spiel?

Die Debatte um den Bau einer Biomethan-Anlage in Nordhausen geht munter weiter. Jetzt meldet sich ein Leser im Forum zu Wort...


Herr Dr. Zeh scheint meinen Beitrag und schon gar nicht die Publikation der Leopoldina zum Thema Biogas (nnz vom 27.07.12) gelesen zu haben! Allein die Tatsache, dass er ausgerechnet die FH mit einem Gutachten beauftragt hat, spricht Bände! Hatte der FH- Professor, den Dr. Zeh vor einigen Wochen zum Thema zu Wort kommen ließ, doch auffallend einseitig positiv über die Biomethananlage gesprochen?

Er sprach am 13.2. laut nnz sogar von einer "Traumkonstellation" bezüglich Kohlendioxid! Bei solchen netten Worten aber neigt mancher dazu, nicht weiter zu denken. Und jetzt soll genau diese FH, die ja von Dr. Zeh mit nach Nordhausen geholt wurde (!!) ein seriöses Gutachten zu den ethischen Auswirkungen einer solchen Anlage ausarbeiten? Ich vertraue auf die Intelligenz der Nordhäuser: Denn das, was in diesem Gutachten stehen wird, das kann ich Ihnen auch sagen. Es geht im Falle der Biomethananlage in Norrdhausen um nicht mehr und nicht weniger als um das Geld für einige wenige. Die Umwelt ist wie meistens dafür ein willkommenes Feigenblatt.

Lesen Sie die Studie der unabhängigen Lepoldina vom 27. Juli mit wirklich namhaften Autoren, dann wissen Sie, welche Aiuswirkungen derartige Anlagen wirklich haben.
Schon einmal haben die Bürger Courage gezeigt: Die Goldene Aue wurde vom Autohof verschont, vom Industriegebiet leider nicht. Merkt ihr nicht, wie sehr die Damen und Herren in den Nordhäuser Machtzentralen daran arbeiten, unsere Landschaft immer weiter zu zu betonieren? Erst die A38, dann Gewerbegebiete, Speckgürtel von Einfamilienhäusern, nun Umgehungsstraßen und Autobahnzubringer, erweiterte Gipssteinrüche und nun noch die Biogasanlage? Manches war vielleicht notwendig. Nicht notwendig aber ist die Endlosigkeit der Gier. Bitte, liebe nnz-Leser, haltet auch die historischen Augen offen! Glaubt ihr denn im Ernst, dass es mit der Biogasanlage sein Bewenden haben wird?

Ein wahres Wort steht in Dr. Zehs Text: Energieeinsparung. Fordert genau das von der Politik. Denn Energieeinsparung schont die Ressourcen am nachhaltigsten und ist vor allem konfliktarm. Hierfür brauchen wir auch keine FH-Gefälligkeitsgutachten, hierfür brauchen wir keine Versiegelung in Himmelgarten oder Bielen.

Ich wünsche mir, dass Dr. Zeh und andere endlich erkennen, dass ein "Immer weiter so" nicht im mittelfristigen Interesse derer ist, die sie gewählt haben. Es stimmt mich tief traurig und es macht mich zornig, wie hochgebildete Leute versuchen, der Bevölkerung Äpfel als Birnen zu verkaufen - zum Schaden für uns alle, wie wir am Klimawandel leicht sehen können.
Bodo Schwarzberg
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Friedhelm
22.08.2012, 08:00 Uhr
Oh man
Der Unterschied zwischen den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld ist, dass die Nordhäuser sich gegen jedes und alles erstmal in den Weg stellen. Jede Stadt im Eichsfeld hat mehr aus sich gemacht als NDH und das obwohl NDH so ein Potential hat. Aber nein egal was in Planung ist, es wird erstmal gemeckert. So hat man jahrelang den Anschluß verpennt.

Das bei jedem Vorhaben auch Arbeitsplätze entstehen, dass interressiert ja nicht. Wer protestiert denn immer bri den schnell gegründeten Bürgerinitiativen? Richtig die ältere Generation, die eh den ganzen Tag zu Hause ist und halt eine Beschäftigung sucht. Die Zeit möchte ich manchmal auch haben, mich zu jedem Sch... zu äußern.

Den Autohof z.b. würden wir in Bleicherode mit Kusshand nehmen. Wie denke ich mal jedes Dorf im Eichsfeld auch.

Überall in Deutschland gibt es Biogasanlagen. Mein Gott, es wird sich doch ein Platz finden, wo es niemanden stört. Das ist mir lieber als wenn 10 100m hohe Windkraftanlagen die Umwelt verschandeln. Die Mentalität ist einfach zum Ko... jeder will den Atomaustieg jeder will die Umweltverpestung irgendwie stoppen. Aber blos nicht in irgendeiner Art und Weise in seiner Heimat.
Wolfi65
22.08.2012, 08:56 Uhr
Keine Windkraft?
Aber dann schnell ein AKW nach Bleicherode zu Herrn "Friedhelm." Irgendwo müssen die doch hin und die Entsorgung des Strahlenmülls wäre auch schon geklärt. In die Salzgruben!
Tja irgendwo muss doch für so etwas Platz sein?!

Oder gleich ins Eichsfeld, denn da machen die Leute sich nicht gegen alles und jedes stark.
(Können sie ja auch nicht, da die Hälfte der Bewohner des Eichsfeldes sich in der Fremde verdingt!)
W.Roßmell
22.08.2012, 09:23 Uhr
Ja, es schaut so aus, wei ein "Falsches Spiel"...
und man kann sich des Eindruckes nicht verwehren, dass das ja auch "bewußt" so gemacht wird. Da antwortet der OB auf die Petition, nachdem die Zeitung beim Stadtsprecher am 16.08.2012 angerufen hatte, nachdem unser "Offener Brief" veröffentlicht werden sollte, um sich "rückzuversichern".

Dann antwortet der Stadtsprecher, nichts von einem Termin 1.August gewußt zu haben, obwohl ganz klar im letzten Absatz in dieser Petition von einer Bürgerversammlung noch vor der Sommerpause bis Ende Juli als Termin der Initiative steht... Tja und schon ist mit Schreiben vom 16.08.2012 eine Antwort niedergeschrieben, überall in der Presse nachzulesen, auch wenn diese halt "keine Antworten" beinhaltet... Der "offene Brief" an den OB ist deshalb jetzt noch nicht beantwortet, auch wenn er ja eine Antwort bei der Stadt auf die Petition auslöste und das ist schon wirklich ein "Falsches Spiel" seitens der Stadt! Ich gebe Herrn Schwarzberg Recht, es geht nur um Gewinne und dabei werden alle "negativen" Punkte unter den Tisch gekehrt und Meinungen von der sehr aufschlussreichen Information der "Leopoldina" Wissenschaftler negiert, obwohl die es ja auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass Biogas in Verbindung mit Biomethananlgen mehr Nachteile für die Menschen und negative Auswirkungen haben, als Vorteile! Nein, man setzt auf einen Professor der FH als "unabhängigen Wissenschaftler und Gutachter", der für seine einseitige positive Haltung zum Thema Biomethananlge bekannt ist, das Patent dafür hat und selbst Meinungen seiner Studenten gegen diese Anlage "übersieht"... Oh ja, ich kann Sie verstehen Herr Schwarzberg, dass Ihnen der Zorn in Gesicht geschrieben steht und kann wie Sie auch, noch sehr gut "Äpfel mit Birnen" unterscheiden, aber ob das die Verantwortlichen und die Stadträte aufgrund ihres parteiinternen Zwanges bei Ihrer Entscheidung auch so sehen werden...? Man kann nur hoffen!
Ein "falsches Spiel" mit der Ehrlichkeit und Offenheit den Bürgern gegenüber bleibt es alle Mal, leider!
online
22.08.2012, 11:17 Uhr
Was ist Bio???
Wer glaubt denn noch an den Begriff "Bio"? Bio ist reiner Dummenfang, wofür wir tief in die Tasche greifen müssen! Fahrt beispielsweise an die Tankstellen und tankt "Biodiesel", für den andere Menschen auf der Welt verhungern müssen! Ganz zu schweigen von den Preisen.
Und lasst doch jede Lücke zubauen, das "verschönert" das Stadtbild ungemein. Wozu braucht man denn Grünflächen? Womöglich für den Anbau von "Biogemüse"???
Wolfi65
22.08.2012, 15:48 Uhr
Das verstehe ich nicht
Wieso so negative Zeilen über die Stadtbebauung? Ich war immer dafür, dass die Stadt für den Verteidigungsfall einen Hochbunker bekommt, welcher in der Nähe des Zentrums der Stadt gelegen ist. So ein Teil muss ja schließlich nur schuetzen und nicht auch noch schön aussehen.
Harzer_Wolf
22.08.2012, 16:58 Uhr
Die Überschrift stimmt
Es ist ein falsches Spiel. Zig Gutachter ( nicht nur die Leopoldina ) sagen das diese Anlagen in Wohngebieten nicht gut sind. Und natürlich springen Leute wie @ Friedhelm über jedes Stöckchen das Ihnen zugeworfen wird. Machen wir es uns doch einfach, denn ich weiß zwei Klasse -Standorte für die Anlage und den Autohof. Der Autohof kommt neben das Anwesen von Herrn Grund und die Bio - Anlage neben das Grundstück von Dr. Zeh.
Ob das dann auch noch befürwortet wird? Also von mir schon.
Hans Dittmar
22.08.2012, 23:20 Uhr
Biogasanlage kein falsches Spiel von Dr. Zeh
Lieber Herr Schwarzberg,
Ihre Beiträge waren auch schon mal besser und nicht nur so in der schnelle zusammen geschrieben. Vorweg genommen: Sie und einige Kommentatoren ziehen gleich Herrn Dr. Zeh in den Dreck, obwohl die gesamte Geschichte noch zu Zeiten von Frau Rinke oberste Priorität hatte und von ihr auch so viel Druck aufgebaut wurde, dass dieses gesamte Vorhaben noch zu ihrer Amtszeit beschlossen werden sollte.

Bevor Sie gleich wieder über die hiesigen Politiker herziehen; die Stadträte (aller Fraktionen) darunter auch der damalige Stadtrat Klaus Zeh, sorgten dafür, dass der Wind aus den Segeln genommen wurde, um genau diese solche Fragen, wie Anwohnerbelästigung, Anfahrstrecken usw. zu klären.

Nur damit es sich mal einige Kommentatoren richtig verstehen: Auf der Tagesordnung im Stadtrat steht die Biogasanlage nicht weil sich "wenige Personen" Geld machen wollen, sondern weil es unser städtischer Betrieb EVN betreiben möchte, bevor ein paar "Personen" als Investoren herkommen und sich das Schäfchen selbst ins Trockene stellen.

Und das BESTE: Ein Fremder Investor benötigt keinen Stadtratsbeschluss der baut einfach hin!

Und wo gewerbliche Gebiete (wie in Bielen) erschlossen sind, verlangt es keine Erschließung oder gar Sondergenehmigung.
Über Pro und Contra lässt sich immer streiten, aber der Atom-Zug ist nun mal abgefahren. Und Politiker, lieber Herr Schwarzberg, müssen Sie nicht zum Strom sparen überreden, sparen müssen wir alle.
W.Roßmell
23.08.2012, 08:57 Uhr
Doch, es ist ein falsches Spiel...,
weil der OB ja das angetretene "Erbe" von Frau Rinke weiterführt und nach wie vor, an solch einer umstrittenen Anlage festhält, sich "Partner" sucht, die ganz sicher "fürsprechende Gutachten" (Prof. Vollmer, der ja das Patent darauf hat!) erstellen und halt eben nicht die z.B. Leopoldina Wissenschaftler oder andere Personen ins Boot holt.

Er spielt auch ein falsches Spiel mit den Bürgern bezüglich des Standortes! Ich wüßte nicht, dass die geplanten Standorte in Himmelgarten/NDH-Ost und auch neben dem BIC in Bielen als Gewerbegebiete ausgeschrieben sind, im Gegenteil! In NDH-Ost ist diese freie Fläche schon seit vielen Jahren als Wohngebiet deklariert und sollte als bauliche Verbindung zu Himmelgarten dienen und die Lücke mit Wohnhäusern schließen!

Nur so schnell hat man eben die Bauherren nicht gefunden, wie damals gedacht und so wird es auch weiter dauern, bis es verbaut ist. Und in Bielen, genau neben dem BIC und dem angrenzenden Flugplatz und 60 m von einem Wohnhaus entfernt eine solche Biomethananlage hinzubauen, scheint mir auch sehr schwer vorstellbar! Beide Standorte haben halt "nur" einen direkten Gasanschluß, die für solche eine Anlage benötigt wird!

Und warum wird den Bürgern nicht klipp und klar gesagt, wie es schon mehrere Stadträte getan haben, dass diese Standorte nicht mehr aktuell sind? Vieles würde ruhiger ablaufen und es blieben wirklich "nur" noch die Gegner einer solchen Anlage übrig, die sich gegen den Bau einer solchen Anlage wehren würden! Aber diesbezüglich geschieht nichts und je länger die Ungewissheit bleibt, desto zorniger und wütender werden die Bürger! Auch die "Zwischenantwort" auf die Petition der Initiative "Betroffene Bürger Nordhausen" belegt das falsche Spiel!

Da redet sich der Pressesprecher der Stadt raus und sagt in aller Öffentlichkeit, dass ein zugesagter Termin für die Antwort bis zum 01.08.2012 niemals zur Debatte stand... Das ist richtig! Aber er verschweigt zugleich, dass die Überbringer dieser Petition bis Ende Juli und noch vor der Sommerpause eine öffentliche Bürgerversammlung für die Beantwortung der Fragen forderte! Was ist passiert?

Nach 4 Wochen gab es eine Antwort die weder "Fisch noch Fleisch" beinhaltete, wo man weiter auf Standortsuche ist und man im Dialog und wie "bisher sachlich und mit gegenseitiger Achtung und gegenseitigen Respekt" bleiben will...! Ist das etwa eine Antwort auf die Fragen der Petition gewesen und hat sie die Bürger beruhigt? Ich glaube wohl nicht und dies spürt man im Gespräch mit den Bürgern und nicht nur in NDH-Ost, Himmelgarten oder Bielen, nein überall im Land!

Auch ladet der OB die Vertreter der Petition ausdrücklich ein, das Projekt in den konkreten Planungsphasen zu begleiten..., nur an was arbeiten denn die Verantwortlichen im Moment? Keiner dieser Vertreter hat bisher eine Einladung erhalten, obwohl ganz sicher im Hintergrund das Süppchen "Biomethananlage" heiß gekocht wird! Und sollte eine solche Anlage gebaut werden Herr Dittmar, dann geht es nur um Gewinn und Profit, um nichts Anderes, egal wer sie betreibt!

Richtig ist, dass der Atomzug abgefahren ist, aber es gibt wesentlich effektivere Möglichkeiten regenerative Energien zu erzeugen bzw. zu gewinnen, ohne dabei auf Kosten der Natur, der Lebensqualität der Menschen, der Umwelt zu setzen! Nur das bringt nicht die 20-jährige Förderung und den Gewinn und schon sind wir wieder da, wo wir angefangen haben: Viele Menschen empfinden das eben doch als "falsches Spiel"!
Retupmoc
23.08.2012, 09:11 Uhr
Sehen Sie Herr Dittmar,
Sie liefern das Argument selbst. Dort wo gewerbliche Gebiete erschlossen sind... Genau da gehört das Teil hin - in ein Gewerbegebiet und nicht nach Nordhausen -Ost.
Flitzpiepe
23.08.2012, 09:34 Uhr
Genehmigungsverfahren
Es ist Mitnichten so, dass ein privater Investor einfach bauen kann. Seit dem 1. Juni 2012 muss für eine neue 'Bio'gasanlage das Genehmigungsverfahren nach BImSchG durchlaufen werden. Das erklärte wohl auch die Eile von Frau Rinke. Zum Glück hat sie es nicht mehr geschafft.

Zu Dr. Zeh sage ich nichts weiter. Der ist mir schon seit Jahren suspekt. Er ist nur auf Konsens nach allen Seiten bedacht. Er ist eben ein Politiker. Das aber die Nordhäuser FH das neue Gutachten zur Entscheidungsfindung machen soll, ist sein erstes grobes Foul im neuen Amt. Warum wurde bereits geschrieben.

Da ich ein betroffener Anwohner des Himmelgarten-Standortes bin, lehnte ich nach Bekanntwerden nur diesen Standort erst nur ab. Das würde aber sicher jeder so machen, wenn das Ding vor seiner Haustür entstehen soll. (Natürlich außer Lachen)

Nachdem ich mich nun aber mit dem Thema 'Bio'gasanlagen beschäftigt habe, dürften für mich gar keine mehr gebaut werden. Die Nachteile sind lokal und global viel zu groß. Da bin ich sogar mal mit Herrn Schwarzberg einer Meinung.
RWE
23.08.2012, 09:50 Uhr
Herr Dittmar,
ein privater Investor braucht auch eine Baugenehmigung. Er kann auch nicht ohne Einverständniß der EVN, also der Stadt, Gas in das städtische Netz einleiten und vor allem braucht ein Privater das Land. Wenn die Stadt nicht einverstanden ist und das Land nicht verpachtet oder verkauft passiert an in Ost und am BIC NICHTS.

Man wollte wohl nur eine Sau in Form dieses Scheinargumentes durchs Dorf treiben. Es sind wohl schon Vorverträge mit Landwirten abgeschlossen und vielleicht hat man Angst, daß der Subventionshahn zugedreht wird .(bald ist Bundestagswahl und wer weiß was dan alles so umgekrempelt wird)
Thomas Fichtner
23.08.2012, 12:11 Uhr
Es gefällt mir...
das sich endliche mehr Bürger mit dem Thema Biogas und Biosprit wirklich auseinandersetzen und auch die Hintergründe dieser umstrittenen Technologien mehr und mehr beleuchtet werden und die Forschungserkenntnisse zu den damit verbundenen Problemen nicht nur in irgendwelchen Studien, die außer einigen Fachleuten sonst keiner groß liest, verborgen bleiben.

Auch das Leute mal den Taschenrechner zur Hand nehmen und die versprochenen ökonomischen Vorteile auf Plausibilität prüfen! In der der Stadt Nordhausen vergisst man da ja mal schnell was in den Planungen.

Sei es die Klimatisierung des Archivs in der Flohburg, oder Innenausbau der Kulturbibliothek und zur Teilkompensation massiv erhöhte Eintrittspreise für die Museen (was sich nie rechnen wird).

Jetzt wäre noch mehr wirkliche Transparenz in allen Bereichen der Klüngelvergabepraxis dieser Stadt wünschenswert!
dirfido
23.08.2012, 14:45 Uhr
Leute bleibt wachsam!
Tja, reflexartig kommen da immer wieder dieselben Argumente:
Wer keinen Atomstrom haben will der muss eine Methangasanlage dulden.
Und wer die Methangasanlage nicht an seinem Wohnort möchte, der ist ein dummer Ignorant!
Konträr steht da die Ansicht:
Es ist zweifelhaft ob die Methangastechnologie die Versprechen ihrer Erbauer erfüllen kann. Aus diesem Grund warten wir lieber auf die Erfahrungen mit anderen Anlagen, an anderen Standorten. Das Risiko eine Fehlinvestition mit 11 Millionen ist zu groß und die Nebeneffekte noch zu undurchsichtig.
Beide Positionen werden mit den unterschiedlichsten Mitteln vehement verteidigt. Dabei werden selbst konservative Politiker zu risikobereiten Unternehmern und ganz vernünftige Menschen zu ausgewachsenen Pessimisten.
Ja es ist richtig – wer zu spät kommt den bestraft das Leben. Nun besteht aber kein Energienotstand und wir stehen nicht vor epochalen, geopolitischen Veränderungen. Warum also diese unchristliche Hast? Es beweist nicht gerade politischen Feinsinn wenn lokale Mitglieder des „netzwerk BIOGAS“ um ein Gutachten gebeten werden, wohlmöglich noch gegen Honorar. Egal was dieses Gutachten bescheinigen wird, es wird ihm immer der üble Beigeschmack der Befangenheit anhaften. Es zeigt aber auch die (vermutlich) wissenschaftliche Unbekümmertheit solch einen Auftrag anzunehmen, die einige Leute hier an den Tag legen und sich so selbst ins falsche Licht setzen. Gleichgültig ob es sich bei der Methangasanlage um eine gute Sache handelt oder nicht, unabhängig ob die Befürchtungen eintreten oder eben nicht – die Menschen haben sich mit 2200 Unterschriften gegen die Standorte ausgesprochen. Was soll das Gutachten noch bringen? Soll die Diskussion weiter in die Länge gezogen werden oder läuft wieder eines dieser Machtspielchen aus der Vergangenheit. Riecht es wieder nach Majestätsbeleidigung die trotzig bekämpft werden muss? Sozialer Friede ist ein hohes Gut, es muss geschützt und bewahrt werden! Überall wo politisch verantwortliche die Probleme im Zusammenhang mit der „Energiewende“ anpacken – müssen - stehen sie vor großen Herausforderungen – auch diplomatischer Art.
Obwohl unser Oberbürgermeister bestimmt keine Ratschläge nötig hat, so möchte ich wieder mahnen, bitten - und wenn es sein muss auch betteln. Lassen Sie sich Zeit, bauen Sie kleine Anlagen mit überschaubarem Risiko (wenn es denn sein muss) und an Stellen an dem die Dinger keinen Menschen stören. Das ist nicht leicht – aber dafür gibt es kluge Köpfe – nicht die aus der holterdiepolter Fraktion!
Die übelste Mischung war (und ist) die Kreuzung von Technikern und Bürokraten, da vereinen sich die schlechtesten Eigenschaften zum Technokraten. Und genau diese Spezies scheint wieder, im erschreckenden Ausmaß, Fuß zu fassen.
Leute bleibt wachsam!

Gibt es eine Kontaktadresse z.B. E-Mail von der Bürgerinitiative?

Wann und wo soll sie gegründet werden?

Wie kann mann helfen?
W.Roßmell
23.08.2012, 15:06 Uhr
Kontaktadresse für dirfido...
Danke für die tollen Worte in Ihrem Beitrag! Ja klar, wir sind gern an Hilfe interessiert und freuen uns über jeden Unterstützer! Hier gebe ich Ihnen die Mail bekannt:

stoppbiogas.ndh@aol.de
Die Bürgerinitiative soll am 18.09.2012 gegründet werden. Bis dahin ist die Anschrift: Bürger von Nordhausen i.A. Bernd Sachse Schwarzer Weg 8 in 99734 Nordhausen OT Himmelgarten. Tel.: 03631 897863
Im Übrigen treffen wir uns heute Abend 19 Uhr wieder am besagten Ort...
dirfido
24.08.2012, 14:28 Uhr
Windehausen neuer Standort für Biomethangasanlage?
Ich habe heute in einer Tageszeitung von einem Landwirt aus Windehausen gelesen, der die Diskussion um eine Methananlage weit, weit weg von seinem Grundstück für „eine kleinkarierte Diskussion und reine Polemik“ hält. Gleichzeitig beklagt er den Verlust von Ackerfläche und freimütig gesteht er: „Der Landwirt baue das an, was der Markt erfordert und ihm Gewinn bringt.“

Nun springt ihm der EVN-Geschäftsführer zur Seite und meint: „Der Substratanbau erfolge in unmittelbarer Umgebung der Anlage und verschaffe den Agrarbetrieben eine langfristige und sichere Abnahme ihrer Erzeugnisse zu guten Preisen.“

Na da sind ja die richtigen Spezialisten für Natur, Energie und Umwelt beisammen!

Warum wird die Anlage nicht in Windehausen gebaut? Ich glaube das wäre ein sehr, sehr guter Standort. Die kurzen Transportwege, die Wertschöpfung und Wertschätzung wären langfristig sichergestellt. ....und stören würde das die Bewohner von Nordhausen-Ost auch nicht.

Bitteschön baut das Ding gleich neben die Autobahn – aber bitte keine Ackerfläche zerstören!
W.Roßmell
24.08.2012, 18:46 Uhr
Windehausen paßt echt super als....
neuer Standort! Das ist die Lösung, die viele Menschen in NDH-Ost, Himmelgarten und auch Bielen hören wollten! Juhu! Und der Herr Förster will die Biomethananlge gleich neben seinem Feld und neben der B 38 bauen lassen, der EVN Chef ist auch dafür, was wollen wir mehr?

Ich habe mal so grob überschlagen warum der Herr Förster das machen will, ja muss! Die Argrarproduktion "Zorgeland" bewirtschaftet 991ha Landwirtschaftliche Fläche, 10% davon sind 99,1ha, je nach Ertrag dürften zwischen 200 und 450 Dezitonnen Mais darauf geerntet werden.

Dann ist, nach Abzug Erzeugungskosten schnell raus was für den Landwirt an Gewinn rumkommt. Man kann auch nur Umsatz nehmen, wirkt grösser und ist ja auch nicht falsch. Mal grob übern Daumen: 100ha * 30t * 35 EUR je Tonne = 105.000 EUR!
Naja die Erzeugerkosten pro Tonne dürften bei 10 bis 15 EUR liegen (inkl Saatgut, Dünger, Diesel für Bewirtschaftung),die wären halt noch abzuziehen. Macht locker 100% Profit (Risiko Missernte gibt es ja bei dem Landwirt nicht, wäre aber da)!Dazu bekommt er noch Förderung durch die EU, evtl. bei Abnahme von Gärresten und Wiederverbringung als Dünger (Reststoffe)"Stütze" und einen günstigen Strom-/Gastarif von den EVN Chefs persönlich!

Oh ja, da würde ich sofort "Umschulen" zum Landwirt und alles andere wäre mir egal, ich bin ja dann reich! Was stören mich denn die Bürger mit ihrer "kleinkarierten Diskussionen und reiner Polemik" zum Standort einer Biomethan-Anlage?

Herr Förster, Sie haben die Lösung und sind der heutige Gewinner, alle Bürger schließen Sie in Ihr Herz ein und freuen sich auf einen günstigeren Strom- und Gaspreis! Wenn ich eine Frau wäre, würde ich Sie "Küssen" und sagen: "Toll gemacht!"
98maschr
25.08.2012, 02:06 Uhr
Ich wünsche mir Arbeitsplätze...
und dabei ist es mir egal wo diese Ihren Platz finden. Seit 15 Jahren haben wir es nicht geschafft ein Industriegebiet in der Goldenen Aue zu schaffen und Leinefelde und Sangerhausen haben sich ins Fäustchen gelacht. Mehrere Millionen wurden von den Saudis in Erfurt investiert weil die ja ein Industriegebiet haben (ok Photovoltaik is nun auch nimmer der Reißer, aber immerhin). Autohof - no way! Die Kinder könnnten ja drunter leiden wegen der möglichen Prostitution etc. pp

Nun halt so ne Biomethananlage, die ja gefährlicher ist als ein AKW...vergraulen wir weiterhin jeglichen potentiellen Investor und nörgeln gleichzeitig weiter über die hohe Arbeitslosigkeit bzw. die niedrigen Gehälter. Meines Erachtens allesamt selbstgemachte Probleme hier im Kreis trotz des immensen Standortvorteils der FH...aber an der FH sind sie laut Herrn Schwarzberg eh alle korrupt und machen lediglich Gefälligkeitsgutachten.

Und der BILD-Zeitungs-lesende-Mob wird dadurch noch in seiner Paranoia gestärkt. EVN und Investoren aller Länder vereinigt euch und macht nen großen Bogen um Nordhausen.
Gudrun1974
25.08.2012, 08:10 Uhr
BRAVO 89maschr!!!
Endlich! Bravo!

Und nun Herr Schwarzberg: Ordentlich in die Tasten gehauen, Gift und Galle in die Tastatur dreschen und über die böse Welt jammern. Und dann vor lauter Wut über die Jakobsleiter bis auf den Mond wandern.
Hero
25.08.2012, 09:55 Uhr
Standort Windehausen
Zum Standort Windehausen hätte ich aber dann noch einige Gedanken und Fragen. Die Operette vom Landverlust singt ja Herr Förster nun schon viele Jahre. Aber nicht nur Autobahn und Industriegebiet haben ihn Land gekostet, auch viele Landverpächter geben lieber einen anderen Landwirt ihren Acker. Da stellt sich die erste Frage warum?

Aber so schlecht scheint es doch mit den Gewinn trotzdem nicht zu sein, es gibt jedes Jahr die neusten und größten Landmaschinen, die Geschäftsführer leisten sich die besten Autos und selbst für den Wohnungsbau ist noch Geld übrig.

Ich bin schon für eine Energiewende, sprich für die Biogasanlage und von mir aus auch im Industriegebiet. Ich denke man kann beide Seiten bedienen, Tank und Teller. Ob nun jeden Tag in den Supermärkten Brot und Brötchen vernichtet werden kann man auch Energie daraus gewinnen.

Jetzt kommen aber meine Bedenken. Da die Landwirtschaft nun mit ihren Namen überhaupt nichts mehr zutun hat, es sich um eine Industrielle Landwirtschaft handelt, die Giftspritze der Hauptarbeitsgegenstand geworden ist. Der Pflug, dass eigentliche Arbeitsinstrument steht verrostet in der Ecke.

Ich glaube, so mancher Bauer würde sich im Grabe rumdrehen, wenn er sehen würde was seine Enkel und Urenkel aus der Landwirtschaft gemacht haben. Gerade im Frühjahr rollt die Giftspritze 7 Tage in der Woche Tag und Nacht Gegen jede Spore . Pilz und Fliege wird unzählige Male gespritzt.

Gerade in Windehausen, der Wind kann kommen wo her er will es fliegt immer was von den Gift ins Dorf. Sollen die Einwohner eigentlich für den Profit den Herr Förster macht den Kopf hinhalten, oder ist hier ein Kotlateralschaden mit eingeplant?

Sollte sich die Arbeitsweise der Landwirte nicht schnell ändern, kann man das den Menschen nicht zumuten wie hier Biomasse hergestellt wird. Mich wundert nur, das man so etwas als einfacher Bürger sieht. Wo sind solche Leute wie Herr Schwarzberg und sein BUND?
dirfido
25.08.2012, 12:48 Uhr
Biogasanlagen gehören an das Ende der Nahrungskette und nicht nach Nordhausen-Ost!
Es hat nicht lange gedauert bis der Beleidigungsreflex wieder zuschlägt. Wer kritische Fragen stellt oder seine Bedenken artikuliert - der stachelt den Mob auf und gefährdet seine Arbeitsplätze.
Simple Logik – oder doch nur Dummschwatz!?

Wir werfen munter allen Kram in einen Topf, verrühren es kräftig, würzen es zur Übersteigerung ….. und machen uns dann darüber lustig. Es ist eine Pauschalbeleidigung aller Bildzeitungsleser und eine Lüge wenn es um Arbeitsplätze geht. Alle Gewinne, um die es hier geht, sind nicht aus redlicher Arbeit, sondern aus Fördertöpfen und Subventionen.

Wenn eine Fachhochschule die Empfehlungen der Leopoldina mit ihren Nobelpreisträgern ignoriert, so sollten (müssen) die Verantwortlichen in Nordhausen ihren eigenen Kopf benutzen. Ja! Wir benötigen dringend Arbeitsplätze und ich glaube mit eigenem Kapital aus Menschen und Geld. Bisher setzen wir die Zeichen in die entgegengesetzte Richtung. Unsere Kinder werden vertrieben und Investoren aus den eigenen Reihen ehr behindert als gefördert.

Solange der Griff in die Fördertöpfe möglich ist und der Ausverkauf unserer Schätze der Region nicht gestoppt wird, solange ist ein regionaler Kreislauf mit ausreichenden Steuereinnahmen nicht möglich.

Ich möchte die Diskussion unter ein neues Motto stellen:

Biogasanlagen gehören an das Ende der Nahrungskette und nicht nach Nordhausen-Ost! Hier dürften sich doch alle Kritiker und Befürworter gleichermaßen widerfinden! Oder? Die größten ökologischen Schäden die der Mensch verursacht hat sind auf die Landwirtschaft zurückzuführen! Das ist eine international anerkannte Erkenntnis.

Die Verantwortung aus dieser Tatsache hat einen Namen: NATURSCHUTZ Und hier rufe ich nach den GRÜNEN. Oder haben die Grünen die Energiewende nicht überstanden und wurden von Bord gespült?
RWE
25.08.2012, 12:51 Uhr
Wieviel halbleere Industriegebiete
brauchen wir denn noch? Wenn ich sehe wie auf der Darre und bei Bielen das Unkraut in die Höhe schießt sehe ich natürlich ein daß wir unbedingt noch ein Industriegebeit brauchen...

Die EVN kann keinen Bogen um Nordhausen machen-hier ist ihr Einsatzgebiet, ihr Markt. Aber viele Nordhäuser könnten einen Bogen um die EVN machen...

An alle Befürworter der Anlage - warum kann dieses Kraftwerk, etwas anderes ist die Anlage ja nicht, auf eben eines dieser halbleeren Industriegebiete gebaut werden, wo es keinen stört?
Bodo Schwarzberg
25.08.2012, 14:29 Uhr
Biomethananlage ist egoistisch und kurzsichtig.
Da habe ich ja eine Diskussion angestoßen vor einigen Tagen. Wie schon vor einem Jahr kristallisiert sich nicht etwa ökologisches, sondern kurzsichtiges, egoistisches Denken heraus: Der Landwirt, der nur das mögliche Geld sieht und der Bürger, der diese Anlage nicht vor seinem Haus haben will, genau wie die Autobahn, auf der er so gern fährt. Genau das aber beiegelt im schlimmsten Fall unsere Existenz, wie der ungebremste Klimawandel mit neuen Rekordtemperaturen von 56 °C zeigt. Kaum jemand von den Vorkommentatoren scheint sich mit den ethischen und ökologischen Dimensionen der Biogasanlagen auseinanderzusetzen. Ich will all das hier nicht auflisten: Die Professoren unserer Nationalakedmie Leopoldina können das bedeutend besser. Bitte lest diese leicht verständliche Studie und dann werdet Ihr hoffentlich anders über das Projekt denken.
Herr Förster beklagt einerseits den Verlust seiner Ackerflächen seit der Wende, favorisiert aber andererseits eine seine Flächen ebenfalls versiegelnde Biogasanlage. Während Deutschland immer mehr Fleisch exportiert und dafür Soja von abgeholzten Regenwaldflächen in Größenordnungen einführt, schießen hier nun überall Biogasanlagen aus dem Boden, die Mais verbrennen - Futter also, das wir nicht auf der Grundlage der Regenwaldabholzung gewinnen und in den Ställen einsetzen könnten. Wie Sie wissen, treibt der verstärkte Soja-Anbau und Biopflanzenanbau (für E 10 und Biodiesel) zudem die Lebensmittelpreise in die Höhe. Noch mehr Hundernde als wir ohnehin schon haben, sind die Folge.
Warum plädiert hier kaum einer für Energieeinsparung, ein kaum beackertes Feld übrigens? Schauen Sie sich um, wi viel Potential wir auf diesem Gebiet haben, ohne weitere, ökologisch schädliche und kurzsichtige Investitionen.
Haben Sie sich, liebe Vorkommentatoren mit alldem mal beschäftigt? Gewiss nicht: Sonst hätten Sie ja nicht so kurzsichtig geschrieben. Angesichts derartiger verbreiteter Sichtweisen haben aber Dr. Zeh und Co leichtes Spiel. Wundert Euch also nicht, wenn ihr auch in Zukunft über den Tisch gezogen werdet.
Nörgler
25.08.2012, 14:53 Uhr
Bemerkung und Frage
Zuerst die Bemerkung: Es gibt im Landkreis Nordhausen nur ein Industriegebiet und das wird (leider) seit 15 Jahren in der Goldenen Aue entwickelt. Alles andere sind Gewerbegebiete. Bitte mal die Definitionen recherchieren und dann vergleichen. Ja, an der der Darre, dann kann noch einiges bebaut werden. Wenn es nach den Gegnern der Biomethan-Anlage geht, dann können sich die Tonnen Mais ruhig durch Nordhausen quälen, womit wir wieder beim Thema "Nur nicht vor meiner Haustür" wären. Aber sie es drum...

Nun zur Frage an alle Experten in Himmelgarten: Welche alternativen Energien, die für eine Grundlast taugen, sollten denn künftig entwickelt und zum Einsatz kommen? Da bin ich aber mal gespannt auf eine Antwort.
dirfido
25.08.2012, 17:46 Uhr
Tiere sind sehr energiereich
Es ist ein weit verbreiteter Aberglaube der besagt: Wer eine dumme Idee ablehnt muss auch eine Neue präsentieren.

Wandel bedeutet Veränderung und nicht rückwärts die gleichen Fehler wiederholen!
Klar, wir haben geschlafen und den Energiekonsum in exorbitanter Weise gesteigert. Wir haben agiert als ob es kein Morgen gäbe. Wir begehen die gleichen Fehler wie unsere Vorfahren, nur perfekter und konsequenter.

Aber wen z.B. Bundespräsident Köhler die Energiepreise als eine Ursache für die Verschwendung anprangert, tja dann wird der Mann entlassen (oder so gequält das er hinschmeißt). Alte Technologie und alte Verhaltensweisen mit neuen Methoden vereinen sich nicht zwangsläufig zu einer guten Lösung anstehender Probleme. In unserem Fall werden die Widersprüche nur verschärft und treten deutlicher zutage.

Das Benzin darf nicht teurer werden, weil die Pendler sonst keine Arbeit haben. Lokal gibt es keine attraktive Arbeit weil es sich lohnt die Arbeitskräfte jeden Tag wieder einfliegen zu lassen. Dazu werden „Einflugschneisen“ in die Landschaft oder in die städtische Infrastruktur geschlagen, die wieder mit Steuergeldern die Wirtschaft beleben (sollen). Es ist eine vernetzte Welt in der wir leben, auch in Nordhausen-Ost. Es sind dort keine Hinterwäldler oder Neinsager, es sind Menschen mit Sorgen und Nöten die nun so einem Koloss dieser Ratlosigkeit gegenüberstehen.

Ist es ein Kampf David gegen Goliath?
Dann freue ich mich auf David, der hatte immer schon meine ganze Sympathie! Wenn die einzige Antwort auf die anstehenden Herausforderungen der willkürliche Eingriff in die Umwelt und in die Nahrungskette ist, so sollten wir eventuell ganze Schweine in die Fermenter werfen. Die Tiere sind sehr energiereich und haben eventuell noch etwas Spaß im Rührwerk. (Vorsicht - Satire!!)

Deshalb hier wieder mein Moto: Biogasanlagen gehören an das Ende der Nahrungskette und nicht nach Nordhausen-Ost!

Die eigene Ratlosigkeit und das eigene Unvermögen Anderen vorzuwerfen ist schon ein tolles Ding, dabei die Fachleute aus der Verantwortung zu lassen ist eine andere Sache.

Es erinnert mich an eine Episode der frühen Automobilindustrie. Da hat ein sehr findiger Produzent ein preiswertes Modell mit dem Slogan verkauft: „Sie können dieses Auto in jeder Farbe bekommen, solange es Schwarz ist!“ Es war der Preis, die Herstellungskosten die der findige Automobilhersteller senken wollte. Es war nicht in seinem Interesse seiner Kundschaft ein innovatives Produkt schmackhaft zu machen oder das Mobilitätsproblem zu lösen.

Nein !!! Es war und ist nur der Versuch guten und hohen Profit zu erzielen, wie auch hier in unserem schönen Nordhausen. Da waren sich auch der Landwirt aus Windehausen und der EVN-Geschäftsführer einig … und da stimme ich ihnen zu.
– NUR MÖGEN MUSS ICH DAS NICHT!!!

Hätten unsere lokalen Wissenschaftler nur die Hälfte dessen was wir von ihnen erwarten, jaaaaaa dann würden sie uns neue innovative Vorschläge und Technologien präsentieren.

Aber leider wieder nur alter Wein in neuen Schläuchen.
RWE
25.08.2012, 17:52 Uhr
Wieso quälen sich die LKW zur Darre mehr als nach Ost?
Lieber Nörgler, beide Standorte sind mehr oder weniger am Stadtrand, nur an der Darre ist eben ein GEWERBEgebiet, welches -Definition hin oder her- welches zum Großteil leer ist. Wenn ich zu Roller schauer, außer ein paar armselige solarzellen ist da auch nichts.
FrankMertten
25.08.2012, 20:27 Uhr
Falsches Spiel?
/@Nörgler...den Gegnern der "Bio"-Methangasanlage geht es längst nicht mehr "nur" um den Standort - das Argument "... nur nicht vor meiner Haustür" ist eine Auslegung der Befürworter und /oder Ignoranten der negativen Auswirkungen einer solchen Anlage.

Ihre Frage verstehe ich nicht, denn wer sich diese Frage ehrlich (!) stellt, der bekommt auch eine Antwort (z.B. im Internet).

Vielleicht sollten Sie sich die Stellungnahme der "Leopoldina" vom 27.07.12 (16 Seiten) zu diesem Thema "antun", oder Sie recherchieren
"Power to Gas"- sehr interessant (wird aber leider nicht subventioniert)!

Übrigens: Die Stadt München hat erst vor wenigen Wochen ein Wasserkraftwerk -unter-
der Isar in Betrieb genommen, Zu- und Abschaltung kann jederzeit nach Bedarf erfolgen. 12.000 Haushalte können so mit Strom versorgt werden- ohne Umweltbelastungen und Flächenverbrauch!!!
Jedes Kohle- oder Gaskraftwerk verfügt über die Vorrüstung, um CO2 in (speicherbares) Methangas umzuwandeln (CCS-Technologie), aber solange die Industrie im Rahmnén des Emmissionshandels nur 10% der Kosten aufwenden muss, die bei der CO2-Umwandlung anfallen würden,bleibt alles beim "Alten".

Ich hoffe Ihre Frage ist, wenn auch nur ansatzweise,beantwortet: Wasserkraft und CO2-Umwandlung! Sicher gibt es zukünftig noch weitaus mehr Möglichkeiten, mit all unseren Ressourcen verantwortungsbewußt umzugehen.

Mein Fazit: Es ist deutlich erkennbar, daß es bei der geplanten "Bio" Methangasanlage n u r um den Gewinn (?) auf Grund der Subventionen aus der EEG-Umlage geht, ohne Rücksicht auf die negativen Auswirkungen!
Hero
26.08.2012, 16:35 Uhr
Sehr geehrter Herr Schwarzberg
Es soll ja kein Forum sein, aber dennoch würde ich auf die Frage an sie, ist die Giftspritzerei der Landwirte schädlich oder nicht?
Birgit26
27.08.2012, 08:11 Uhr
Gärreste?
Im Artikel des Windehäuser Landwirtes meldet sich der EVN-Geschäftsführer mit stichhaltigen Argumenten zu Wort und meint, dass mit Rückführung der Gärreste auf die Anbauflächen, der wirtschaftliche Kreislauf geschlossen wird! Das hört sich doch super an, da werden wertvolle organische Dünger dem Boden wieder zugeführt und der neue Mais kann wachsen!

A B E R, was bewirken die Gärreste?

Die Gärreste enthalten u.a.verstärkt Nitrate, deren Stoffwechselprodukte im Körper als krebserregend gelten und durch diese Düngemittel in unser Grundwasser gelangen! Tja, die Betreiber der Anlage sind die Reste los, der Bauer, der den Mais etc. anliefert, wird zur Rücknahme verpflichtet und wo bringt er sie aus? Na sicher auf seinen Feldern! Klar, so schließt sich der Kreislauf wieder, aber wer denkt an die Spätfolgen?

Die Medaille hat immer zwei Seiten, nur glänzt vielleicht die Eine mehr als die Andere?
W.Roßmell
27.08.2012, 10:06 Uhr
So wird es doch immer gemacht, dass...
die Befürworter der Anlage nur das sehen, was ihnen den Profit steigert und den Gegnern und den Bürgern VIELES verschwiegen wird! Es handelt sich doch von Anfang an um eine Farce gegenüber den Gegnern einer solchen Anlage,die man am liebsten zum Schweigen bringen möchte! Nur das Gute ist, die Gegner werden immer mehr und auch lauter und so wirkte der Artikel mit dem Landwirt Förster und dem EVN-Chef Herrn Dörflinger letzte Woche in der Presse schon fast wie Hohn, was man da von sich gegeben hat!

Klar geht es hier nicht einmal mehr um die Gesundheit der Bürger und die Folgen von Gärresten für die Umwelt, dem Boden und die Lebensqualität der Menschen, ihr Eigentum, die Sicherheit und um das Glück und Wohl unserer Kinder, es geht denen wirklich nur um Profit und hohe Gewinne! Ehrlichkeit, Offenheit und Einsicht sind im Moment allen, die versuchen diese Anlage auf "Teufel komm raus" zu realisieren Fremdworte und den Gegnern werden "Unwissenheit" vorausgesetzt!

Nur im Moment scheinen diese Gegner sich fleißiger mit den Wahrheiten einer solchen Anlage zu beschäftigen! Man will mit solchen Veröffentlichungen die Bürger mit falschen Tatsachen umzustimmen. Ich glaube nicht, dass das noch passieren wird, denn die Bürger beschäftigen sich immer mehr mit dieser umstrittenen Biomethan-Anlage und können auch im Internet das Für und Wider immer besser einschätzen!

Es wird Zeit, dass die Bürgerinitiative am 18.09.2012 gegründet wird, dann wird diese alle Mittel und Möglichkeiten ausschöpfen, gegen diesen "vertuschten Wahnsinn" einer solchen Anlage noch mehr Bürgernähe zu zeigen, denn vom OB und den Stadträten kann man diese Nähe leider absolut nicht feststellen..., leider! So erscheint das "Antwortschreiben" des OB an die Initiative "besorgte Bürger Nordhausens" ebenfalls nur als Hinhalten, denn auf die eigentlich Fragen in der Petition gab es ja nicht eine Antwort!
Thomas Fichtner
27.08.2012, 12:40 Uhr
Gefahren durch schleichenden Botulismus...
wären bei der Wiederausbringung der Gärreste meine größte Sorge.

Es gibts zwar von den Biogasbetreibern beauftragte und bezahlte Studien die dem wiedersprechen, aber etliche Veterinärmediziner und Agrarwissenschaftler sehen das, auch wegen gehäufter Vergiftungserscheinungen von Tierbeständen im Umfeld solcher Anlagen in der näheren Vergangenheit, deutlich anders.

Beim Schnitt der Pflanzen wird u.a. Erde und Kleintiere mitgehäckselt und gelangen ins Gärsubstrat. Außerdem werden oft ebenfalls Schlachtabfälle, anderes Fleisch und Gülle als Rohstoff eingesetzt.
Viele der dort enthaltene unter anderem diese Bakterien und diese vermehren sich dann exponentiell.

Bei den erhöhten Temperaturen des Gärprozesses werden viele Bakterien zwar abgetötet, aber diese sie bilden z.B. massenhaft enorm widerstandsfähige Botulinum-Sporen, die mit dem Gärschlamm als Dünger wieder in der Natur landen und dort von Mensch und Tier aufgenommen werden können.
Peppone
27.08.2012, 13:18 Uhr
Immer sachlich bleiben.
Ein Zusammenhang zwischen Botulismus und Biogasanlagen ist wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen! Untersuchungen der Tierärztlichen Hochschule Hannover kommen sogar zum gegenteiligen Schluß. Selbst in Anlagen die mit Gülle fahren wurde bisher kein Botulinum gefunden.

Die ganze Diskussion hier wird m. E. immer unsachlicher und abstruser. Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass sich betroffene Anwohner gegen diesen problematischen Standort wehren. Solche Anlagen haben negative Begleiterscheinungen. Was hier aber für "Argumente" gegen die Anlage kommen ist kontraproduktiv bis lächerlich.
dirfido
27.08.2012, 14:01 Uhr
Clostridien sind anaerobe, sporenbildende Bakterien...
Danke Herr Fichtner!
In der „GÖTTINGER ERKLÄRUNG“ der Agrar- und Veterinär- Akademie heißt es hierzu:
Zitat:
„Clostridien sind anaerobe, sporenbildende Bakterien, die ihr Habitat im Boden, in Schlämmen, im Intestinaltrakt von Menschen und Tieren, in und auf Insekten, Würmern sowie in und auf Pflanzen haben. Es handelt sich um eine sehr alte Mikroorganismengruppe (rund 3,4 Mrd. Jahre alt), die aufgrund ihrer stoffwechselinaktiven Überlebensform (Sporen) sehr lange (Jahrzehnte,Jahrhunderte) lebensfähig bleiben und bei passender Gelegenheit wieder auskeimen und ihr krankmachendes Potential mittels Toxinbildung entfalten können.
…..
In Biogasanlagen können sich allerdings pathogene Clostridien beim Aufschluss der Gärsubstrate vermehren. Hier hilft auch die geforderte Hygienisierung bei 70°C über eine Stunde sehr wenig, weil die Clostridien wegen ihrer Sporenbildung dadurch nicht inaktivierbar sind, sondern im Gegenteil, die antagonistische Bakterienflora beseitigt wird und die versporten Clostridien dadurch sogar noch den Reiz zum Auskeimen erhalten. Die Gärreste aus Biogasanlagen sind zu erheblichen Teilen mit pathogenen Clostridien, auch Clostridium botulinum, kontaminiert.

Durch das Ausbringen dieser Gärreste auf Grünfutterflächen und Äckern wird der meist zu Silagen verarbeitete Grünschnitt entweder direkt durch an den Gräsern haftende Bakterien (Biofilm) oder durch Einbringen von Bodenbestandteilen in das Siliergut mit den Clostridien kontaminiert und gelangt so in das Tierfutter.“

Bevor mir wieder Panikmache vorgeworfen wird, ich bin kein Veterinär! Aber auch ohne Medizinstudium kann ich mir die Auswirkungen und Folgen gut ausmalen. Die „Tierchen“ sind älter, robuster und schneller als wir Menschen.
Aber wer wirklich mehr erfahren will der kann googeln – wenn er will!
W.Roßmell
27.08.2012, 17:53 Uhr
Jetzt sind wir auch bei Facebook unter....
Stopp Biogas Nordhausen (http://de-de.facebook.com/StoppBiogasNordhausen) zu finden und immer aktuell! Schaut einfach rein und schreibt auch dort Eure Meinungen nieder und ladet weitere Personen(Eure Freunde) ein! So haben wir die Möglichkeit, uns einer noch viel breiteren Öffentlichkeit zu widmen und gegen die Standorte und auch gegen den Bau überhaupt zu kämpfen!
Thomas Fichtner
27.08.2012, 21:19 Uhr
Alternativlose Versachlichung der Debatte...
das würden einige wohl gern sehen?

Wo doch auch laut Tabakindustrie z.B. ein Zusammenhang zwischen Lungenkrebs und Rauchen wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen ist.

An einem anderen Ort auf diesem Planeten (Texas) starb neulich spontan eine kleine Rinderherde, weil das gut getestete und unbedenkliche, manipulierte Weidegras vom Typ Tifton 85 unerwartet anfing Zyanid zu produzieren, das dann zusätzlich auszugasen und die Kühe in kürzester Zeit daran verendeten.
Der Fall wird übrigens intensiv erforscht, aber ein direkter Zusammenhang zwischen Zyanid und Tod ist bisher noch nicht nachgewiesen...
(Übrigens KEIN Scherz diese Geschichte)

Aber ansonsten empfehle ich gern mal den Film: "Thank You for Smoking" - dort kann man gut sehen, wie die Industrie-Lobby argumentiert und manipuliert.
Gudrun1974
27.08.2012, 21:31 Uhr
Tacheles reden: Die Grundstückspreise sinken - nur deshalb gibt es eine BI
Der ganze Tanz um die Biomethananlage nimmt bizarre Züge an. Deshalb sollte man, anstelle argumentativ ewig zu mäandern, Tacheles reden: An allen potenziellen Standorten haben die Eigenheimbesitzer schlicht und einfach Angst, dass die Häuschen im Wert sinken und der bürgerliche Lebenstraum zerplatzt, dessen Leuchtturm eben das Häuschen ist. Das muss man verstehen.

Wie weiter: Schnelle Standortentscheidung der Investoren, schneller Beschluss im Stadtrat zum Bau der Anlage uund dann, wenns denn soll, ab durch die Gerichte.

Das dürfte schneller gehen als die endlose verbale und lächerliche publizistische Quälerei hier und anderswo um Erdwürmer und Bakterien, dürfte schneller gehen als ein aufwändiges Bürgerbeteiligungverfahren, schneller gehen als endlose BI-Kerzenumzüge um die Kirchen Bielen, Leimbach etc (Leute, wer will das schon - es wird bald kälter).

Und man hat eine klare Entscheidung. Ende Gelände. Kann man alles in einem Jahr schaffen.

Und jetzt Schluss mit dem lächerlichen Hin und Her.
->EchterNordhäuser<-
28.08.2012, 08:28 Uhr
genau so ist es
@Lachen-genau so ist es! Einem Großteil der jetzt so angagierten BI'ler war vor ein paar Wochen das Thema Biogas doch schittegal. Jetzt wird versucht über die Rettung von Umwelt und Natur das eigene Kapital, sprich Eigenheim zu sichern. Das sowas für die Gegner von Biogas natürlich ein gefundenes Fressen ist, war klar. Und da helfen auch ach so wissenschaftliche Beiträge von den "bürgernahen Politikern" recht wenig - oder Herr Fichtner (DieLinke-Jugendarbeit&Medien)?!
Flitzpiepe
28.08.2012, 08:42 Uhr
Gerichtsweg
Wenn Dr. Zeh diesen Weg mit der EVN beschreiten sollte, nur zu...
Als OberBÜRGERmeister ist er dann jedenfalls fehl am Platze und er hätte in politische Rente gehen sollen.

Was sagt eigentlich die LEG zum Standort Himmelgarten? Wollen die die noch zu habenden Grundstücke in Neu-Ost denn nie verkaufen/verpachten?
W.Roßmell
28.08.2012, 08:49 Uhr
"Lächerliches" Hin- und Her kommt doch nur von Ihnen Lachen!
Wenn Sie alles mitverfolgt haben "Lachen", dann würden Sie so einen Quatsch nicht Schreiben und erneut versuchen zu stänkern und weitere "giftige und bizarre Argumente" anbringen! Es geht hier nicht nur um die Häusleeigentümer, es geht hier um alle Mitmenschen in den Wohngebieten (NDH-Ost/Himmelgarten und auch Bielen, ja eigentlich um die gesamte Bevölkerung!) und da haben viele kein eigenes Haus! Auch diese Menschen haben Ansprüche auf Lebensqualität und begehren auf und sind gegen die Standorte und inzwischen auch gegen solch eine Anlage! Es geht doch viel mehr um die Vernichtung von Lebensmitteln, es geht um die Umwelt, um das Land, ums Wasser, ja auch um Monokultur, um Sicherheit, um Lebensqualität aller Mitmenschen und es geht um den inzwischen wissenschaftlichen Nachweis des Unsinns einer solchen Anlage! In ganz Deutschland begehren Menschen auf und sind gegen solch umstrittene Anlagen, weil sie vielleicht ein kleines Loch in der Energiewende stopfen, aber ein viel größeres Loch wieder in dieser Kette aufreißen! Wenn Sie eine Mensch sind, der sich ohne nachzudenken für alles leichtgläubig überzeugen läßt, dann ist das so! Ich weiß nicht, ob Sie die Tagespresse lesen, aber selbst da ist ganz oben bei den Themen Biogas die Einbeziehung der Mitmenschen bei der Durchsetzung von Beschlüssen zur Gewinnung regenerativer Energien gesetzt! Die Mitbürger entscheiden dort mit, stehen an erster Stelle vor der endgültigen Entscheidung (!!!) und reden nicht nur von Biogas, sondern auch von anderen Möglichkeiten der Energie- und Gasgewinnung! So habe man damit inzwischen 80% CO2-Ausstoß (Kohlendioxid) reduzieren können! Die geplante Biomethananlage hat einen CO2-Ausstoß im Durchschnitt von noch immerhin 35% (Schwankungsbreite 25-55Vol.-%), also noch groß genug, um darüber nachzudenken! Dort sind einige Alternativen genannt, man setzt nicht nur auf " ein Pferd", sondern auf Holz, Windkraft, Fotovoltaik, Biogas und Wasserkraft!
Und "Lachen", das können Sie mir auch wieder glauben, es geht nur um Profit und Gewinne einiger einzelner Personen, die man aufgrund der (noch) vorhandenen staatlichen Förderung damit einstreichen will und das hat der Landwirt Förster ja auch öffentlich zugegeben. Sie allerdings werden diesen Gewinn nicht spüren können, Sie werden durch die Erhöhung der Strom- und Gaspreise aber tiefer in Ihren Geldbeutel greifen müssen! Und nun bitte bitte lassen Sie Ihr "lächerliches Hin und Her" und bereiten Sie sich auf den bevorstehenden harten Winter vor!
Birgit26
28.08.2012, 11:06 Uhr
Biogas schittegal...?
Ja, Sie haben Recht Herr "Echter Nordhäuser", auch ich habe vor einigen Monaten noch gedacht: Biogas ist was Tolles, denn Bio suggerierte mir, dass das nur gut sein kann. Auch die Biogasanlage auf der Mülldeponie finde ich eine prima Lösung...

Aber nun ist das Ganze viel näher gerückt, andere Stoffe kommen zu Einsatz und ich habe mich mit der Materie beschäftigt und das hat viele Fragen aufgeworfen! Ich denke mal in der Demokratie ist es Jedem erlaubt Fragen zu stellen und die Effizienz in Frage zu stellen.

Ja, auch Herr "Lachen" hat Recht, wenn er sagt es geht den Eigenheimbauern um Wert ihrer Immobilie! Natürlich, denn Jeder hat den Grund und Boden in einem Wohngbiet!!! gekauft und dafür eine Menge Geld bezahlt und nicht Jeder konnte es so einfach aus dem Ärmel schütteln und hat hart dafür gearbeitet und auf Manches verzichtet.

Herr "Hubertus", es wäre sicher auch für uns alle interessant, wenn Sie, die Ihnen bekannten negativen Begleiterscheinungen einer Biogasanlage mal ausführen!

Je mehr ich mich mit der Sache beschäftige, desto mehr Fragen habe ich:

Welche Transportwege sind geplant?

Sind die Straßen für die Versorgungsfahrten mit solchen schwerbeladenen Lkw's ausgelegt und geeignet?

Wer trägt die Kosten für notwendige Sanierungen?

Biogasanlagen müssen "gefüttert" werden, wo lagert das Substrat?

Welche Lärm- und Geruchsimmissionen sind zu erwarten? (Bevor wieder der Aufschrei kommt: Biogas stinkt nicht!, ich meine die Gerüche vom eingesetzten Substrat!)

....

So könnte man die Fragerei fortsetzen, aber vielleicht kann man das ja dann tun, wenn die versprochene Bürgernähe eingelöst wird und wir die Fragen aus der Petition beantwortet bekommen.
dirfido
28.08.2012, 11:28 Uhr
Aufbegehren wird sofort diffamiert
Richtig so!
Augen zu und durch!
Last uns unser Glück bei den Gerichten versuchen!
Hacken zusammenschlagen und wenn möglich den ANDEREN auch auf die Nase!
Alles Durchhalteparolen wenn die Argumente dünn werden oder ein Zeichen für verzweifelte Ratlosigkeit?
Für einige Menschen ist, mehr als 20 Jahre nach der Diktatur des Proletariats, jede eigenständige Meinung und der artikulierter Wille höchst suspekte.
Die Frage nach der Lebensqualität und dem Schutz des Eigentums der Anwohner wird erst gar nicht gestellt oder schon im Vorfeld negiert. Aufbegehren wird sofort diffamiert damit dass eigen Denken nicht erst aufkommt. Wenn schon die Anwohner ihre eigenen Interessen in die eigenen Hände nehmen (müssen), um am gewählten Wohnort weiter leben zu können, dann ist es abwegig die eigenen Profitbestrebungen diesen Anwohnern entgegenzuhalten!
Jeder der ein kleines Häuschen sein Eigen nennen kann, hat dafür gearbeitet (in aller Regel) und zahlt brav seine Steuern (und da werden die Erbsen gezählt - ohne Ende). Darf er da nicht auch erwarten dass er von der Gesellschaft vor Willkür und Enteignung geschützt wird? Perverser Weise scheinen aber die Kräfte welche für seinen Schutz verantwortlich zeichnen (auch gewählt wurden), hier in willkürlicher Weise selbst wirksam zu werden.
Wer hat denn den Standort aus welchen Gründen gewählt? Wer hat denn die Petition verschleppt und am Ende mit Worthülsen beantwortet?
Könnten die Anwohner ihre Häuschen unter den Arm nehmen, ja - da bin ich mir ganz sicher, dann würden sie laufen und an anderer Stelle ihr Leben in Frieden und Zufriedenheit verbringen.
Die Leute die eine derartige Anlage wollen, wollen keine Lösungen von gesellschaftlichen Problemen - sie wollen Profit und den möglichst auf Kosten der Anwohner.
Durch den ignoranten Umgang mit den Anwohnern verschärfen sich die Töne und die Positionen werden unversöhnlicher, die Menschen informieren sich und beginnen vom Speziellen zum Allgemeinen zu kommen. Spitzenpolitiker (wie auch unsere „Landesmutter“) zweifeln öffentlich an der Biomasseverwertung. Warum sollten wir in Nordhausen DIESES nicht auch tun? Weil wir uns doch schon entschieden haben? Weil wir phantasielos keine Alternativen für Standort und Technologie suchen?
Der Wind kann auf verschiedene Weise aus den Segeln der Kritiker genommen werden. Ein Weg ist die Abkehr von den Standorten in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten und ein vernünftiger Dialog über die aufgelaufenen Vorbehalte. Ein weiterer Weg ist die rücksichtslose Durchsetzung der Errichtung dieser Methangasanlage in Nordhausen-Ost. Das hätte vermutlich weitere Proteste und die Anrufung der Gerichte zur Folge. Ein weiterer Weg ist das Ignorieren der Proteste in der Hoffnung mit dem Hinhalten die Stimmung zu kippen.
Brunnenvergifter haben es in dieser Situation leicht, sie gedeihen zwischen Gier und Angst prächtig und ergötzen sich an dem dargebotenen Schauspiel.
Schade … die Antwort aus dem Rathaus half hier nicht weiter, schürte die Diskussion und das allgemeine Misstrauen. Als vertrauensbildende Maßnahme war die Ankündigung des Gutachtens der FH auch nicht (wirklich) gelungen. Auch die Einigkeit von Landwirt und EVN-Geschäftsführung war in der Presse nicht überzeugend. Da braucht es schon mehr um Mauern einzureißen und Gräben zu überbrücken. Und so wächst der Unmut, die Ablehnung und die ganze Sache nimmt langsam religiöse Züge an. Die einen glauben an das Eine und andern glauben an das Andere. Und jeder nimmt sich aus der Schrift - gerade das was er gebrauchen kann.
Es ist hier kein Machtwort notwendig oder trotziges Schweigen!
Zur Demokratie gehört Respekt und Dialog!! Beides geht uns mehr und mehr verloren – dabei gewinnt die Ablehnung und Aggression mehr Raum. Ich warte auf den Moment- nein ich fürchte mich vor dem Moment - der Entmenschlichung, dem Verwenden von militärischen Begriffen und den klaren Feinbildern.
Meine Damen und Herren im Stadtrat, nein .. Ihre Verantwortung will ich nicht haben und ich bitte Sie, betrachten Sie die Situation mit klarem Kopf, Herz und Verstand.
Bitte schützen Sie die Menschen, die Umwelt und NICHT den Profit!
Profit kann an vielen Stellen erwirtschaftet werden, Lebensqualität und sozialer Friede ist ein hohes Gut und darf nicht dem schnöden Mammon geopfert werden. Ihre Entscheidungen haben in jedem Fall Folgen und es obliegt Ihnen ob man in der Zukunft von einer richtigen Entscheidung sprechen wird oder nur vom Weg des geringsten Widerstandes.
Thomas Fichtner
28.08.2012, 16:54 Uhr
Das ist keine Frage der Grundstückswerte...
sondern von Lebensqualität, von Verantwortung für zukünftige Generationen, wirklicher Nachhaltigkeit und konkretem Naturschutz.

Die Folgen der deswegen nötigen Monokulturen sind nämlich immens - fragen sie doch z.B. mal einen Imker was das konkret für eine Verarmung an Flora und Fauna bedeutet!

Und Parteizugehörigkeit...Ja also, schön das Sie Herr oder Frau Lachen Google und so bedienen können, und ein Prof. Vollmer hat neulich schon allen mitgeteilt das ich an der FH bin, nur leider sagt Ihnen das nicht alles. Z.B. sagt es Ihnen nicht, dass es mich schon daher interessiert, weil ich in Nordhausen-Ost aufgewachsen bin, oder das ich die Dinge bei weitem nicht so arg ideologisch sehe, wie Sie hier scheinbar unterstellen wollen. Weder Parteipolitisch noch aus Sicht der Regenerativen Energien.
Den eigenen Kopf zu benutzen und Dinge zu hinterfragen liegt mir da schon eher.

Aber noch als Info, dort sollte wenn es nach mir geht eher Energie- und Bildungspolitik stehen. Wobei ich Jugend&Medien als eine Untermenge von Bildung ansehe - nur geht es bei dem Widerstand gegen die Biogasanlage nicht um parteipolitische Aspekte, sondern um die Anliegen und Ängste der sich in der BI engagierenden Bürger, ihrer Familien ihrer Unterstützer und eigentlich auch um viele andere Menschen, denen diese Fehlentwicklung Steuergelder kostet, Lebensqualität und lebenswerte Zukunft nimmt und viele einfach verhungern läßt.

Und sehen Sie, neben der Lebensqualität, den Kosten und Risiken vor Ort, ist es eben genau die riesige Gesamtdimension der Auswirkung dieser Technologie auf den Welthunger, die mich sich engagieren läßt.
Birgit26
29.08.2012, 07:28 Uhr
Welthunger wächst!
...Die biologische Uhr tickt. Die Weltbevölkerung wächst. Der Hunger auch. Nahrungsmittel im großen Stil zu vernichten, ist menschenverachtend...
Retupmoc
29.08.2012, 09:29 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
RWE
29.08.2012, 14:35 Uhr
In der ostdeutschen Kleinstadt Nordhausen
baut niemand um sein Haus später mit Gewinn zu verkaufen. Wir sind nicht in Frankfurt, Berlin oder München, wo die Gründstückpreise durch die Decke schießen.
Lieber Lachen, was haben Sie gegen Eigenheimbesitzer? Laufend kleine verbale Sticheleien. Diesmal die Verniedlichung von Haus und der "bürgerliche Traum". Klingt nach Mißgunst. Warum nicht gleich enteignen nach dem Motto Junkerhand in Bauernhand...

Aber man ist ja auf beiden Seiten der Leimbacher Straße gegen das Kraftwerk.
Wenn das Ding an der Darre gebaut wird ist Ruhe. Lediglich die generellen Gegner und Klassenkämpfer Lachen, der aus Mißgunst den Menschen am liebsten die Anlage direkt vor die Haustüre setzen würde, werden sich noch melden.

Und wenn dann doch nicht Milch und Honig aus der Steckdose bzw. dem Gashahn kommt, sondern eine Preiserhöhung, kann jeder den Anbieter wechseln.
Flitzpiepe
29.08.2012, 15:42 Uhr
Grundstückspreise
Das sehe ich genauso, RWE.
Wenn man mal gebaut hat, ist einem der Grundstückspreis zu ziemlich egal. Man will ja dann nicht so schnell wieder verkaufen. Aber die LEG will/muss dort noch verkaufen. Die sollte der Grundstückswertverfall viel mehr interessieren.

Was aber dann nach dem Bau wichtiger ist, ist die Lebens- und Wohnqualität an diesem Ort. Ich weiß es jetzt nicht, aber sicher hat die LEG damals in Ost bei den Grundstücken damit geworben. Dann kann man nicht einfach 15 Jahre später daneben ein nicht unbedenkliche Industrie auf den Acker setzen, nur weil dort die Erdgasfernleitung lang geht.

Sicher hat die EVN (und damit die Stadt) im Moment keine klare Sicht vor lauter €-Zeichen in den Augen, wenn sie an Methangas denken, aber so geht es einfach nicht. Und wenn sie weiterhin versuchen werden das Vorhaben durchzudrücken, werden sie es zu spüren bekommen. Auf welchem Weg auch immer...
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