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Di, 11:25 Uhr
07.08.2012

Drängler verursachte Unfall

Hoffentlich "erwischt" die Polizei den Fahrer eines schwarzen Golfs mit Dresdner Kennzeichen. Der hatte gestern einen Unfall auf der A 38 verursacht, bei eine komplette Familie schwer verletzt wurde, darunter ein zweijähriges Mädchen...


In einem Corsa waren gegen 12.45 Uhr eine 28jährige Frau, ein 29jähriger Mann, deren zwei Jahre alte Tochter sowie eine 53 Jahre alte Frau unterwegs. Der Corsa befand sich in Fahrtrichtung Göttingen, kurz vor dem Höllbergtunnel und überholte ein vor ihm fahrendes Auto. Dabei wurde die Fahrerin während des Überholvorgangs von einem dahinter fahrenden schwarzen Golf mit Dresdner Kennzeichen bedrängt. Nach dem Überholen setzte der Golffahrer sein Gefährt unmittelbar vor den Corsa und bremste stark ab.
Schwerer Unfall (Foto: Polizei)
Schwerer Unfall (Foto: Polizei)
Schwerer Unfall (Foto: Polizei)
Die Frau im Corsa erschreckte sich und bremste das Auto so stark ab, dass der Opel ins Schleudern geriet, mehrfach gegen die Böschung prallte und schließlich auf der Fahrbahn wieder zum Stehen kam. Eine Person musste aus dem Fahrzeug von den eingesetzten Feuerwehren befreit werden, alle vier Insassen wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Informationen der Polizei soll der schwarze Golf einen orangefarbenen Aufkleber am Fahrzeug gehabt haben. Nach ihm wird nun bundesweit gefahndet.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
07.08.2012, 08:47 Uhr
Video überwacht
Wird denn der Höllenbergtunnel nicht Viedeoüberwacht? Wenn ja, dann würde ich mir mal die Aufzeichnung vom Unfallzeitpunkt vornehmen. Vielleicht ist sogar ein Kennzeichen zu erkennen? Ist aber nur so ein Gedanke nebenbei.
Retupmoc
07.08.2012, 09:02 Uhr
Für immer weg
die Fahrerlaubnis und dazu 10 jahre für versuchten Mord.
Alanin
07.08.2012, 12:20 Uhr
Die Idee hatte ich auch schon..
aber sicherlich darf man die Videoaufnahmen aus dem Tunnel für solche Zwecke nicht verwenden... Hat bestimmt datenschutzrechtliche Hintergründe
Real Human
07.08.2012, 12:39 Uhr
Muss erst Blut fließen?
Etwas sehr Ähnliches ist mir Anfang August 2010 auf der A 38 in Richtung Göttingen auch passiert. Der Vorfall ist aber glücklicherweise gut ausgegangen.

Vor der Brücke der L 3080 über die Autobahn überholte ich mit etwa 140 km/h ein PWK-Gespann (mit Taubenkäfigen auf dem Anhänger). Als ich schon auf der linken Spur war, näherte sich mit wesentlich höherer Geschwindigkeit ein schwarzer PKW mit dem typischen Drängler-Lichthupen.

„Keep cool“ sagte ich mir, „halt das Lenkrad fest und beende den Überholvorgang wie immer!“ Etwa unter der Brücke setzte sich der schwarze PKW etwa 3 bis 4 m vor mich, sodass ich auf den Haltestreifen ausweichen musste. Als er danach die vor uns fahrenden PKW überholte, fuhr er mit ähnlicher Geschwindigkeit mindestens zweimal in deren Lücken. Ich vermute, er wollte mich darüber belehren, wie ich zu fahren hätte, wenn er an mir vorbei will.

Meine Ehefrau hatte sich glücklicherweise das Kennzeichen des eiligen Fahrers notiert. Wir waren in Heiligenstadt zu einer Familienfeier eingeladen. Wir einigten uns darauf, dass wir das Mittagessen ausfallen lassen wollten. Stattdessen statteten wir bei der Heiligenstädter Polizeidienststelle Anzeige wegen Nötigung. Nach etwa 1,5 Stunden war diese mit einer mechanischen Schreibmaschine fertig getippt.

Wir mussten uns später in Nordhausen bei der Polizei noch einmal entscheiden, ob wir die Strafanzeige aufrecht erhalten wollten oder nicht. Wir entschieden uns für die Beibehaltung.

Ende Oktober erhielten wir von der Staatsanwaltschaft Mühlhausen ein Schreiben, aus dem ich im Folgenden zitiere:

Ermittlungsverfahren gegen …..
wegen Nötigung …

… in dem oben genannten Verfahren habe ich mit Verfügung vom 23.11.2010 folgende Entscheidung getroffen:

Das Verfahren wird gemäß § 153 Abs. 1 StPO eingestellt.

Gründe

Ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung ist nicht gegeben. Die Schuld wäre als gering anzusehen
Der Beschuldigte ist bisher in keinster Art und Weise strafrechtlich in Erscheinung getreten. Auch verfügt er über keinerlei Eintragungen im Verkehrszentralregister.
Gleichwohl wird er daraufhingewiesen werden, dass er in einem etwaigen Wiederholungsfall nicht mit erneuter Nachsicht zu rechnen hat.

Mit freundlichen Grüßen

gez. …
Staatsanwalt

Zitatende

Ich überlege, ob ich nicht vor einer längeren Fahrt zum Selbstschutz eine Kamera auf der Rückablage montiere. Ich schätze, damit verstoße ich aber gegen irgendwelche „Persönlichkeitsrechte“. Sollte ich deswegen verklagt werden, werde ich auf den obigen Unfall verweisen. …..
engel89
07.08.2012, 14:50 Uhr
@Wolfi65
Es waren viele Einsatzkräfte vor Ort, unter anderem auch meine Wehr und daher weiß ich, dass der Unfall nicht IM Höllbergtunnel, sondern ungefähr ein Kilometer davor passiert ist. Zumindest war der Höllbertunnel vom Unfallort noch nicht zu sehen. Aus dem Artikel sowie den Bildern ist auch ersichtlich, dass der Unfall nicht im Tunnel passiert ist.
NDHler
07.08.2012, 16:54 Uhr
@engel89
Ich denke mal der Wolf meint, dass man den flüchtenden Fahrer anhand des vorliegenden Teils des Kennzeichens und des Fahrzeugtyps auf so einer Videoaufzeichnung identifizieren könnte. War auch mein erster Gedanke, ich glaube aber die Tunnel werden überwacht aber es wird nichts aufgezeichnet. Man wollte das auch im Rennsteigtunnel so machen, da hagelte es aber Klagen und Thüringen musste die Aufzeichnung wieder einstellen. Es wird nur der aktuelle Verkehrsstrom überwacht um eventuell kurzfristig vor Gefahren warnen zu können. Sonst hätte man den Drecksack schnell gehabt!
engel89
07.08.2012, 18:19 Uhr
Achso..
Ja gut, jetzt beim zweiten Mal lesen und einmal etwas länger nachdenken, ist das klar!

Soweit ich weiß, wird der Tunnel videoüberwacht, aber Kennzeichen dürfen nicht gefilmt bzw verwendet werden.

Man kann nur hoffen, dass sich ein Zeuge des Unfalls meldet und sich evtl sogar an das Kennzeichen erinnern kann. Ansonsten nehme ich mal an, hat man wohl keine guten Chancen den Golffahrer ausfindig zu machen.
Dieter
07.08.2012, 18:33 Uhr
Fahrerflucht
Fahrerflucht ist das Letzte.
Wie sieht es aber auf unseren Autobahnen aus ?
Früher galt mal §1, da stand sowas wie gegenseitige Rücksichtnahme drin. Das Wort ist glaube ich, fast aus dem heutigen Wortschatz gestrichen. Dazu gehört auch, das ich mich vor einem Spurwechsel vergewissere, ob jemand von hinten kommt und führe keinen Spurwechsel aus, der den Nächsten zu einer Vollbremsung zwingt.
Genauso gibt es Drängler, die die gesamte Situation falsch einschätzen.
Jeder ist heute der Wichtigste, kann und weiß alles besser.
Wolfi65
07.08.2012, 19:30 Uhr
Schlechte Überwachung
Wieso die Autos nicht aufzeichnen?
Handys werden doch auch angepeilt und ein Bewegungsprofil erstellt.
Der Ehrenwerte Golffahrer hatte bestimmt um die Uhrzeit auch Handykontakt zum nächsten "Handyturm".
In Dresden konnte man doch auch an die 20000 Nutzerdaten auswerten.
Na dann mal los, Ihr Ermittlungsbehörden!
Harzer_jung
08.08.2012, 00:40 Uhr
noch mehr überwachung?
Zuerst:
ich finde das passierte auch schlim und unfassbar unmenschlich. insbesondere vom Fahrerflüchtigen!
Aber ist deswegen denn eine Totalüberwachung notwendig?
ich sage Nein!
eine permanente Überwachung allen öffentlichen lebens und handelns kann nicht die gesellschaft sein die wir wollen.
Ja wer fehler macht soll Konsequenzen tragen müssen.
Aber 1% fahrende Vollidioten die ihren Führerschein im Lotto gewonnen haben (müssen sie, denn sonst wüßten sie vom §1 der stvo der schon in einem anderem Kommentar erwähnt wurde)
rechtfertigen nicht das alle Verkehrsteilnehmer unter generalverdacht und Vollüberwachung gestellt werden!
Ich persönlich finde es eine extrem schlechte Machart so tragische ereignisse immer wieder als Möglichkeit zu nutzen einen noch größeren Überwachungsmechanismus zu installieren!
Werte Forumsmitleser: Orwells Buch, bzw Film 1984, ist keine Verhaltensempfehlung, sondern eine Warnung!

Und ja ich hoffe der Verursacher wird erkannt, aber bitte mit klassischer Polizeiarbeit! und nicht durch Kontrolle aller!

Permanente Überwachung aller und allem ist ein generalverdacht. Du könntest etwas negatives tun. deswegen kontrollieren wir besser alles was du tust. Was du sagst, schreibst, sogar was du ließt und siehst.
Soll so unsere gesellschaft sein?
ich hoffe das das nicht so ist.
ich bin 35 Jahre, vor 23 jahren haben sich verdammt viele menschen gegen ähnliches gewehrt und eine Rundumüberwachung abgeschafft. und das wollen wir jetz wieder einführen?
Alanin
08.08.2012, 09:50 Uhr
Kamera
ich denke nicht, dass es hier generell um die Forderung nach mehr Überwachung geht. Hier geht es eher darum, dass vorhandene Einrichtungen (Kamera im Tunnel) für die Aufklärung von einer Straftat genutzt werden soll. Die Kamera im Tunnel ist ja nicht dort installiert um irgendwen zu überwachen. Allerdings gibt es doch ab und an im Fernsehen mal Berichte über Unfälle in Tunneln, dabei werden meist Videos gezeigt, also denke ich mir, dass da schon für eine gewisse Zeit die Videos gespeichert werden. Mit richterlicher Anordnung könnte man sicherlich ein solches Video, welches ja eigentlich zur Gefahrenabwehr bzw. Einsatzkoordinierung bei Unfällen im Tunnel gemacht wurde, für die Ermittlung des Unfallverursachers nutzen.

Ich bin auch gegen Genrealverdacht und Vollüberwachung, aber man sollte es möglich machen in bestimmten Situationen mit einer genügenden Legitimation (durch einen Richter) die vorhandenen Daten nutzen zu können.
Real Human
08.08.2012, 11:01 Uhr
„Meine Freiheit ist wichtiger als deine Freiheit!“
Bezugnehmend auf „Harzer_jung“ will ich die Frage nach mehr Verkehrsüberwachung einmal anders stellen:

Lohnt es sich wegen vier Schwerverletzten (nicht nur) die A 38 stärker zu überwachen, und das Recht auf das eigene Bild etwas einzuschränken? (Dabei würden solche Bilder nicht einmal veröffentlicht. Ansonsten könnte jeder Geblitzte die Kommunen wegen Verletzung dieses Rechts erfolgreich verklagen. Fotos von Manipulatoren von Bankautomaten werden allerdings sehr wohl veröffentlicht. Hier findet eine Güterabwägung zuungunsten des Bildrechts statt!)

Lohnt es sich wegen einigen Verkehrstoten und Schwerverletzten weniger, die Geschwindigkeit auf Autobahnen zu begrenzen? (Deutschland ist das einzige Land in Europa, in dem man theoretisch auch mit 300 km/h auf der Autobahn fahren darf!)

Lohnt es sich wegen ein paar ertrunkenen Bangladeshis weniger, dadurch den Anstieg des Meeresspiegels zu verlangsamen?

Stehen die individuellen Freiheitsrechte über dem Recht auf körperliche Unversehrtheit?
(Wer bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde, ist dadurch oft lebenslang in seiner BEWEGUNGS-freiheit eingeschränkt!)

Was George Orwells „1984“ anbelangt, meine ich: Die DOSIS macht eine Entscheidung für die Gesellschaft förderlich oder giftig.

Den Verletzten wünsche ich baldige Genesung und eine möglichst vollständige Wiederherstellung ihrer Gesundheit!
Harzer_Wolf
08.08.2012, 12:20 Uhr
Eigentlich wollte ich nichts dazu sagen, aber:
ich war gestern auf der B4 unterwegs und habe wieder ähnliche Zeitgenossen gesehen. Ich habe auch den Eindruck, das mehr WILDWEST gefahren wird als früher. Aber das Problem könnte man ja lösen.

Ob man es jedoch will? Wichtig sind nur die Kassen der Kommunen. Kam gestern im Autoradio, das sich das Land Thüringen mit Blitzen dumm und dämlich verdient hat. Wenn man z. B. von der Arbeit kommt und in Petersdorf mit 40 durch den Ort fährt wird man geblitzt und anschließend schlägt die Maschinerie mit Bußgeld unbarmherzig zu. Hier steht auch der Blitzer und hier wird auch erstmal jeder unter generalverdacht genommen. Der Blitzer steht auch da, wenn ich mit 20 durch die Tempo 30 - Zone fahre.

Wer bitte kann dann gegen eine Überwachung sein um solche " I...." wie den besagten Fahrer aus dem Verkehr zu ziehen? Das ist doch keine Bagatelle. Aber es ist genauso wie Posthumanist geschrieben hat... den Kleinen mit 9 km/h zu schnell den trifft die Macht des Gesetzes. Verbrecher. wie hier der Fahrer mit dem DD - Kennzeichen oder der von Posthumanist geschilderte Fall kommen davon. Das kanns ja nun nicht sein. Von mir aus können die jeden Kilometer der Autobahn überwachen. Ich hätte allerdings einen noch besseren Vorschlag. Es muß eigentlich technisch möglich sein, das man auch bei PKW ein´Aufzeichnungsgerät an den Tacho anschließt und jeder Halter jeden Monat die Auswertung an die Polizei schickt. Entweder fährt man dann sinnig oder man ist den Lappen los. Hört endlich auf die " Kleinen" zu jagen. Jagt die richtigen Verkehrsverbrecher!
bund91
12.08.2012, 21:13 Uhr
An die Familie
Ich hoffe nur, dass es die Familie überlebt. Vorallen die 2- jährige! Gute Besserung!!!

Hatte letztes Jahr selber so ein Erlebins, aber auf der A7. Schrecklich so etwas!

Es sterben viel zu viele Menschen durch Drängler und meistens haben sie irgendwelche Ausreden. Nur leider kann man durch diese, die Menschen auch nicht mehr zurückholen.
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