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Mo, 09:00 Uhr
06.08.2012

Halbtrockenrasen gemäht

Die BUND-Kreisgruppe Nordhausen ist für die Pflege eines Halbtrockenrasens verantwortlich, der sich auf einem von der Umweltorganisation erworbenen Grundstück in der Nähe von Niedersachswerfen befindet, um dem potentiell dort drohenden Gipsabbau vorzubeugen...

Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat) Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)

Halbtrockenrasen sind so genannte Halbkulturformationen, die durch historische Bewirtschaftungformen wie einschürige Mahd und extensive Schafbeweidung ohne oder mit sehr geringfügiger zusätzlicher Düngung entstanden sind. Sie sind im Landkreis meist auf flachgründigen, kalkhaltigen Gipsverwitterungsböden anzutreffen und weisen eine ausgesprochen reiche Flora und Fauna auf. Viele der in ihnen siedelnden Pflanzen- und Tierarten haben dort Rückzugsgebiete und mussten in die Roten Listen gefährdeter Arten aufgenommen werden.

Die Halbtrockenrasen sind vor allem durch die Aufgabe der historischen, extensiven Bewirtschaftung bedroht, aber auch durch den Gipsabbau. Durch die Vernichtung von etwa einem Drittel des Kohnsteins, gingen hektarweise Halbtrockenrasen verloren. Die einschürige, das heißt einmal jährlich (meist im Juli) durchgeführte Mahd führt zur Förderung schnittunempfindlicher Magerkeitszeiger, die vor allem das bunte Erscheinungsbild dieser Pflanzengemeinschaften ausmachen.

Drei Mitglieder der BUND-Kreisgruppe Nordhausen setzten am vergangenen Sonnabend sieben Stunden lang zum zweiten Mal ihren über die Naturstiftung DAVID teilfinanzierten leistungsstarken Freischneider auf der Hälfte der BUND-eigenen Fläche zur Mahd ein und beseitigten auch mehrere im Laufe der letzten Jahre aufgekommenen Gebüsche. Mit Heuharken und Heugabel wurde das Mähgut anschließend randlich gelagert. In einem weiteren Einsatz soll die zweite Hälfte der Fläche unter das Messer genommen werden. Diese zeitlich gestaffelte Mahd ermöglicht es gerade den auf der gemähten Fläche lebenden Wirbellosen, auf die noch nicht gemähte Fläche auszuweichen.

Gern stellen wir unser Bio-Heu Interessenten als Tierfutter zur Verfügung. Das wäre ein Schritt zur Wiederherstellung eines uralten, umweltschonenden Kreislaufs. (bodo_schwarzberg@yahoo.de).

Auf dem Halbtrockenrasen des Thüringer BUND siedeln mehrere bedrohte bzw. geschützte Pflanzenarten, wie das Katzenpfötchen (Antennaria dioica), das Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris), der Deutsche Enzian (Gentianella germanica und die Orchideen Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) und Große Händelwurz (Gymnadenia conopsea). Im nahen Umfeld wies ich den in Thüringen stark gefährdeten kleinen Mond-Rauenfarn (Botrychium lunaria) nach.

Von der Unteren Naturschutzbehörde wurde uns zudem eine ganze Anzahl auf der Fläche siedelnde bedrohte Insektenarten genannt. Unter anderem diese Arten werden durch die schonende, nur einmal jährlich durchgeführte Mahd gefördert.

Hier sehen Sie einige Bilder zu unserem Einsatz. Wer sich an unseren Einsätzen oder auch sonst an der Arbeit der BUND-Kreisgruppe beteiligen möchte, derist herzlich eingeladen. Wir treffen uns an jedem zweiten Dienstag im Monat, das nächste Mal also am 7.8. um 18:30 im Vereinshaus Thomas Mann.
Bodo Schwarzberg
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Halbtrockenrasen gemäht (Foto: B. Schwarzberg/privat)
Autor: red

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