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Mi, 06:46 Uhr
25.07.2012

nnz-Forum: Transparenz vergessen?

Wie bereits bekannt, wurden Journalisten teilweise vom letzten Niedersächsischen Parteitag (21./22. 07. 2012) der Piratenpartei in Teilen ausgeschlossen: Ton- und Bildaufnahmen wurden auf dem Parteitag in Wolfenbüttel teilweise verboten. Dazu Anmerkungen eines nnz-Lesers im Forum...


In Wolfenbüttel dürften nur in einem mit orangefarbenen Band abgetrennten Bereich Videoaufnahmen gemacht werden, teilte eine Sprecherin der Partei am Dienstag mit. Die Piraten sprechen von einer "Mixed Zone". "In allen übrigen Bereichen sind Ton- und Bildmedien während der laufenden Veranstaltung nicht erwünscht", hieß es. Hintergrund des Verbots ist, dass die Partei die Privatsphäre der Parteimitglieder schützen will.

"Wir hatten in der Vergangenheit Probleme, weil einfach die Kamera draufgehalten wurde", sagte die Sprecherin Angelika Schürmann. Das Verhalten der Presse sei "nicht immer glücklich" gewesen, weshalb die Mitglieder eine Regelung gewünscht hätten. (Zitat: Spiegel online)

Jetzt stellt sich mir die Frage, haben die sonst so "transparenten" Piraten doch etwas zu verbergen, verstecken oder gar zu vertuschen? Oder macht "Transparenz" jetzt doch keinen Spaß und die Piraten bestimmen einfach die Regeln neu? Oder ist man doch mittlerweile im "Establishment" angekommen? Auch wenn die letzte Wahlumfrage zur Deutschen Bundestagswahl 2013, stand 21. Juli rund 9% für die Piraten ergab, wäre es doch jetzt interessant, nach dem "Eklat" in Niedersachsen, wie es denn jetzt um die Piraten steht.

Der von mir prognostizierte Tiefgang der Partei wird auch damit zu erklären sein, dass sich Mitglieder der Piratenpartei den Slogan "Beleidigen als Kompetenz" zu eigen machen. So kann man garantiert keine seriösen Mitglieder werben! Wer mit so einem Slogan an die Öffentlichkeit geht, kann nur damit rechnen, dass nur karrieregeile auf dem Zug aufspringen werden. Die Zeit wird aber beweisen, dass der Zug ins Nirgendwo fährt, zumindest für die Piratenpartei!

Und da ich ja hier von Transparenz schreibe, erwünsche ich Kommentare diesmal nur unter Klarnamen!
Christian Brothuhn, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
brazil
25.07.2012, 07:21 Uhr
Netter
Versuch
H.A.
25.07.2012, 13:28 Uhr
Traurig
Das mit der Transparenz auf dem Parteitag fand ich auch nicht ideal, andererseits verstehe ich den Hintergrund auf den sie sicher auch gekommen sind der aber anscheinend unbequem war.

Es geht schlicht und ergreifend darum das auf den Rechnern der Teilnehmer auch Privatkram läuft und niemand Interesse hat das ständig ne Fernsehkamera hinter ihm steht. Das fänden sie sicher auch nicht so toll. Keiner der Teilnehmer hat die Absicht da irgendetwas intransparent zu gestalten, wäre auch sinnlos da alles was da passiert mehrfach festgehalten und veröffentlicht wird.

Der „Eklat“ war nur ein Mini Skandälchen, weil letztendlich jeder begriffen hat worum es ging, mal abgesehen von Leuten die in ihren eigenen Sphären schweben.
Aber hey, im Gegensatz zu ihrer These sind ja grade die unseriösen und Karrieregeilen wieder abgesprungen weil sie anscheinend gemerkt haben das man auch etwas tun muss und nur Sprücheklopfen nicht reicht ;)

Und ein kleiner privater Rat an sie: “Get a life!“
Alex Gösel
26.07.2012, 08:56 Uhr
Gruselige Umfragewerte
Aufgrund einer Nicht-repräsentativen Umfrage vom 24.07.2012 würden etwa 80 % der dort teilgenommenen Leute die Piraten NICHT mehr wählen. Ich bin jetzt mal auf die nöchste repräsentative Umfrage auf http://www.wahlumfrage.de/ (von dort stammen übrigens auch die oben angegebenen 9%) gespannt. Wenn dem so sein sollte, würde die Piratenpartei bei der nächsten Buntestagswahl auf nichteinmal mehr 2% kommen.

Zu dem "Mini-Skandälchen": Wie wäre es, wenn den die Teilnehmer entweder einfach das "Privatkram" auf den Parteitagen unterlassen oder sich halt, wenn nötig "aufs stille Örtchen verziehen" würden?

Außerdem, werter H. A., möchte ich hier nun ein wenig "Transparenz" ins Spiel bringen, denn Sie sind mein ehemaliger Parteikollege Christian H.

Deswegen auch nochmals ein Tip an die Piraten: Von Hinterzimmertreffen und Stammtischreden ist noch keine Partei was geworden!
Eckenblitz
30.07.2012, 13:16 Uhr
Erfurt
Ich möchte einmal versuchen den Artikel aus Erfurter Sicht zu kommentieren. Es ist wahr, dass einige Personen zu der Partei stoßen, in den Glauben eine schnelle Karriere machen zu können. Um so mehr muss man solche Personen im Auge behalten. Mit diesem Problem hat aber jede Partei zu kämpfen, solche Schmarotzer sind leider nichts ungewöhnliches.

In Erfurt gibt es auch solche Leute. Sie waren in der SPD später in der WASG und nach dem Zusammenschluss mit der PDS in der LINKEN, die sie nach kurzer Zeit auch wieder verließen. Es war ihnen nicht gelungen in einer dieser Parteien Karriere zu machen und nun versuchen sie es bei den Piraten.

Wenn ich richtig informiert bin, hat es bei den Piraten nun doch noch geklappt. Die Person sitzt im Erfurter Stadtverband. Ich glaube aber, dass man in Erfurt sehr schnell merkt, dass solche Personen nur die eigene Karriere im Kopf haben und nicht das Vorwärtskommen der gesamten Partei. Sie führen sich auf, als seien sie die Nummer 1 und ohne ihnen geht nichts.

Ja es ist richtig, die Partei arbeitet noch an ihren Strukturen, aber man sollte bedenken, dass außer den paar Abgeordneten, alle OHNE Bezahlung arbeiten. Natürlich muss sich auch erst die Spreu vom Weizen trennen, dass dauert seine Zeit. Gerade jetzt wo der Zustrom sehr groß ist.

Es gibt nun mal Personen, die aus anderen Parteien gekommen sind, dort hatten sie keine Chance Karriere zu machen, warum auch immer. Bei den Piraten glauben sie, sie können auf den Putz hauen.

Ich glaube schon, dass man der Partei eine Chance geben sollte. Natürlich ist es schwer, sich gegen die ALTEN VERKRUSTETEN PARTEIEN durchzusetzen. Sogar bei den LINKEN ist zu bemerken, dass sie sich langsam den alten Parteientrott anschließen, allein schon um der Karriere wegen

Fazit: Liebe Piraten machen sie weiter und halten sie die Augen offen, dass sie nicht von Parteischmarotzern unterwandert werden.
Franz Tabak
01.08.2012, 13:30 Uhr
Spitzer gehts Nimmer...
bei der P-Partei!

Ich muss ehrlich sagen, so, wie sich die Piraten derzeit mit Ihren Mitgliedern machen, sind sie absolut Unwählbar!

In Berlin gab es den "Hasen" Hartmut Semken, der die Piraten mit der NSDAP verglich, in Nordhausen gab es einen Piraten, der mit Schelenhäusichen Referenzen angab und in Erfurt gibt es einen gewissen Roland Spitzer, welcher wie abraham schrieb, schon in der WASG und in der LINKEN gewesen ist und dort kläglich versagte, aber die Piraten loben ihn hoch und lassen ihn in den Erfurter Parteivorstand!

Ob man dieser Partei nach 6 Jahren ohne vernünftiges Programm immernoch eine Chance geben sollte, lasse ich dem Leser selber entscheiden. Nur ein Beispiel: Die Grünen waren 3 Jahre nach ihrer Gründung 1980 schon im Deutschen Bundestag, 1985 Koalierten sie schon mit der SPD - Warum packen die Piraten es denn nicht? Was passiert denn in den Landesparlamenten, in dem die Piraten eingezogen sind?

Ich bin schon gespannt über die empörten Reaktionen mancher nordhäuser Piraten und auf deren Floskeln!
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