eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 15:05 Uhr
26.06.2012

Mit der Idylle vorbei

Einer der idyllischsten Flecken dieses Landkreises ist die Gemarkung Sophienhof. Rund 50 Frauen und Männer, Kindern und allerlei Tiere sind dort ansässig. Und doch brodelt es in dem Gemeinwesen hoch oben auf dem Berg...

Baulärm in der Idylle (Foto: nnz) Baulärm in der Idylle (Foto: nnz)

Ich war auch schon einige Male dort oben, meist dann noch auf der Ziegenalm. Sophienhof ist die Ruhe selbst. Doch diese Ruhe wollen jetzt mehrere Männer stören. Man nennt sie Investoren. Das klingt gut, auch Vermehrer des eigenen Geldes könnte man sie nennen. Und diese Gruppe will in der Idylle eine Ferienhaussiedlung bauen oder sowas ähnliches.

Den Investoren wurde es rechtlich relativ leicht gemacht, ihr Vorhaben anzuschieben. Immerhin soll der ehemalige Ortsteilbürgermeister zur Gruppe der Störenfriede gehören. Der Bauantrag wurde durch den Ortsschaftsrat genehmigt, obwohl - und das behaupten Mitglieder einer Bürgerinitiative - drei Mitglieder als befangen gelten sollen. Zwei Sophienhof-Politiker sollen selbst zu den Investoren zählen, einer soll Vorteile durch die Umwidmung einer von ihm gepachteten Fläche erzielen.
Baulärm in der Idylle - Massentourismus befürchtet (Foto: nnz)
Baulärm in der Idylle - Massentourismus befürchtet (Foto: nnz)
Baulärm in der Idylle - Massentourismus befürchtet (Foto: nnz)
Jetzt also hat sich nicht nur einer Bürgerinitiative gegründet, der Sophienhofer im engsten und auch im weitesten Sinne angehören sollen. Das sind die, die einen Massentourismus fürchten und ihre Ruhe gefährdet sehen, weil neben ihrem eigenen Ferienhaus mehrere andere gebaut werden könnten. Die Baumaßnahmen in Sophienhof sollen bereits im Gang sein und der Aufschrei ist groß.

Doch noch ist nichts entschieden, sagt der Bürgermeister der Landgemeinde Harztor, Stephan Klante. Es gebe lediglich einen Auslegungsbeschluss. Hierbei haben alle Bürger die Möglichkeit, ihre Bedenken gegen das Vorhaben schriftlich zu bekunden. Und Klante weiß von vielen, die ihm bislang dazu geschrieben haben.

Und noch einen Strich gibt es durch die Investorenrechnung: Sophienhof ist kein Ortsteil mehr, sondern gehört zum Ortsteil Ilfeld der Landgemeinde. Wen wundert es also, wenn der ehemalige Ortsteilbürgermeister, ein Mann mit sozialistischer und preußischer Vergangenheit, dafür "kämpft", dass Sophienhof wieder ein eigenständiger Ortsteil wird. Eine Mehrheit gibt es dazu im Harztor-Gemeinderat vermutlich nicht.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Tor-zum-Harz
26.06.2012, 23:46 Uhr
Der eine gönnt dem anderen nichts!
Warum nennen Sie nicht den Namen der Einrichtung in Sophienhof. Ja es handelt sich bei den Anschuldigungen wohl um den "Braunen Hirsch". Die Bilder sind doch eindeutig. Für die neuen Häuser sind ja auch vorher alte abgerissen wurden. Ich weiß gar nicht was die Aufregung deshalb soll.

Wir sind gern dort, übrigens auch auf der "Ziegenalm", und finden es schön das sich dort etwas tut. Von Massentourismus zu sprechen ist doch hierbei total daneben. Da gönnt wohl der eine dem anderen nichts.

Auch die Ziegenalm hat erst neulich den Neubau eines Cafes eingeweiht. Hat man sich da aufgeregt? Nein! Also bitte lasst die Kirche im Dorf. Scheinbar verisst unser neuer Gemeinderat mit Herrn Klante als Bürgermeister (oder hat einfach keine Ahnung davon) das Touristen auch Einnahmen in die Gemeinde bringen. Aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema...
meyer-baby
27.06.2012, 07:06 Uhr
Interessant
Es wird langsam immer interessanter in unserer Landgemeinde Harztor. Hoffentlich ist bald 2014 denn dann wird neu gewählt.
Peppone
27.06.2012, 07:54 Uhr
Wo ist das Problem?
Was spricht denn eigentlich gegen den Bauantrag und die Errichtung von Ferienhäusern dort. Tourismus ist für Sophienhof doch nichts Außergewöhnliches und dass zu den Investoren ehemalige Gemeinderatsmitglieder gehören haut mich in so einem kleinen Ort auch nicht vom Stuhl. Dort sitzen nun mal meist die Leute im Gemeinderat, die etwas bewegen wollen. Ob die an der entsprechenden Abstimmung teilnehmen durften ist doch ein ganz anderer Schuh.

Also wo ist das Problem? Machen Touristen Krach? Stinken Touristen? Kaufen sie den Eingeborenen alles weg? Rauben sie Sonne? Oder sind die neuen Ferienhäuser gar Konkurrenz zu bereits bestehenden Ferienhäusern? Das letztere wäre natürlich ganz furchtbar!

@meyer-baby, wie kommen Sie darauf, dass dort in 2014 neu gewählt wird? Wurde dort der Gemeinderat für zwei Jahre gewählt?
Tor-zum-Harz
27.06.2012, 14:47 Uhr
Genau da liegt das Problem!!!
Hubertus, Sie haben das völlig richtig erkannt. Es geht nur und wirklich nur darum das die neuen Ferienhäuser in Konkurenz stehen zu den bereits vorhandenen. Und DAS ist scheinbar für manche "auf dem Berge" wirklich ganz furchtbar. Jetzt tut man dort so als ob man die ganze Zeit von nichts gewußt hat und regt sich auf.

Die Touristen schaden Sophienhof ja nun wirklich nicht, sondern sind doch am Ende positiv für alle Einrichtungen dort und auch für die ganze Gemeinde Harztor.

Wird nichts getan regt man sich auf, wird etwas getan, dann auch!
Wolfi65
27.06.2012, 16:40 Uhr
Das Ende von Sophienhof
Das Ende ist Nahe! Touristen werden in großen Buskolonnen sich den Weg nach Sophienhof bahnen. Allein der Bau von Ferienwohnungen und Häusern wird das beschauliche Dorf in ein El-Dorado des Tourismus im Osten verwandeln.

Am Ende wird ein kleiner Flughafen dem Ganzen ein I-Tüpfelchen aufsetzen. Und jetzt mal Klartext. Man will ja Niemanden zu nahe treten.
Aber die Ziegenalm und ein paar Wanderwege und Froschteiche sind nicht der große Knaller, um einen Massentourismus auszulösen. Hier haben ein paar Wenige Angst um ihre Scholle. Vielleicht kommt ja auch frisches Blut in die verstaubten "Familien-Banden"?
firegirl
27.06.2012, 19:23 Uhr
Idylle hin-Idylle her
In einem Teil muss ich Wolfi recht geben, die Ziegenalm ist absolut kein Knaller - vom Gestank ganz abgesehen...
Hier geht es einzig und allein darum, dass ein sog. Unternehmer nicht mit dem Unternehmen Brauner Hirsch konkurieren kann, was diesen sicherlich dazu veranlasst hat, die Gaststätte und auch einige Einwohner zu verunglimpfen.

Ich finde es nur schade, dass sich ein Reporter dazu herablässt, solche Schreiben zu veröffentlichen, ohne sich mit den betreffenden Leuten darüber zu unterhalten und zu recherieren. Das ist Niveau der "Bildzeitung"!
Übrigens, auf der Ziegenalm wurde erst kürzlich ein Cafe eröffnet, ohne wenn und aber!! Warum soll anderen verwehrt werden, altes durch neues zu ersetzen!
hasis
27.06.2012, 19:37 Uhr
"Mit der Idylle vorbei?"
Welcher Außenstehende beschwert sich über die Veränderungen in Sophienbhof?
Mit der sogenannten Idylle ist es seit dem Bau des landwirtschaftlichen Unternehmens schon lange vorbei.Massentourismus wurde erst durch diese Einrichtung nach Sophienhof gebracht. Und nicht nur Massentourismus, sondern auch Lärm, Gestank, Dreck, Neid und Missgunst!
Schafe, die im Frühjahr durch den ganzen Ort laufen. Wohl auf der Suche nach frischem Grün, egal ob Baum oder Strauch von Privatgeländen und durch Einwohner mit viel Liebe angelegten Grünanlagen.
Und - auch Touristen können Dreck hinterlassen. Rt Menge weggeworfene Taschentücher, Plastetüten mit Essenresten, viel Hundekot an allen schönen Ecken - jedes Wochenende.
Diesen Zustand können nur Einwohner einschätzen und kein Fremder, der nur ab und zu bei uns verweilt. Ich muss dem Treiben machtlos und wortlos zusehen - bis heute, weil niemand den geschürten Unwillen im Ort will.
Noch eine Bemerkung zum Schluss. Alles, was auf diesen von einem Herrn Greiner ins Netz gestellten Bildern zum Besten gegeben wird (ich möchte gar nicht darüber diskutieren, ob er das überhaupt dürfte, denn es sind Bilder von einem Privatgrundstück) ist nur die halbe Wahrheit. Was haben diese Bilder des Baues eines neuen Hotels mit einer Ferienhaussiedlung zu tun? Wo bleiben die Bilder vom Bau der drei großen Stallgebäude, des sogenannten Strohhauses und der Zäune des anderen Inverstors?
Vom Inhaber des "Braunen Hirsch" ist nach jeder Investition auch wieder ein gutes Stück Sophienhof entstanden, mit sauberen Geländen und gepflegten Anlagen. So etwas wird von einem landwirtschaftlichen Unternehmen natürlich nicht erwartet!
Ich habe zu so manchen Beitrag auf dieser Seite meine Meinung gehabt, aber diesmal konnte ich nicht anders, als zu dieser Veröffentlichung meine persönliche Ansicht auch mal mitzuteilen,da negative Bewertungen meistens nicht veröffentlicht werden.
M.G. Einwohner von Sophienhof
Wolfi65
28.06.2012, 05:31 Uhr
Na wenigstens...
gibt es dort oben Internet. Ich nehme an, dass es sich dabei um LTE handelt, denn wer will denn bis Sophienhof DSL Kabel buddeln? Demnach hat die Bundesregierung Wort gehalten. Schnelles Internet für alle Bundis.

Und die Sache mit den weggeworfenen Taschentüchern und anderen Unrates, ist ein richtiges Problem. Vielleicht sollte man ein paar Hunde auch noch frei herumlaufen lassen, dann hat es sich auch wieder mit den lästigen Touristen und Essensreste liegen dann auch nicht mehr herum.
hasis
04.07.2012, 22:26 Uhr
Jetzt aber bitte eine Entschuldigung Herr Greiner!
Nachdem Sie diesen Artikel, der eine Anhäufung von Halb- und Unwahrheiten - versetzt mit Fotos, die mit der angespochenen Sache nichts zu tun haben - allen angeboten haben, wäre es jetzt an der Zeit, sich bei den Menschen, die Sie zu unrecht angegriffen haben zu entschuldigen und vielleicht einmal darüber nachzudenken - den Ideengeber und Initiator dieser "Geschichte" öffentlich zu benennen.

Das ist genau derjenige, dem wir die fehlende Idylle und den Massentourismus zu verdanken haben. Ihnen wünsche ich für Ihre weitere Arbeit viel Erfolg und bei der Interpretation einiger Vorgänge ein "glücklicheres" Händchen. Wir sind nur "Einwohner", aber wir haben auch ein Recht auf ein normales Leben.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)