Fr, 12:47 Uhr
22.06.2012
Rathaus hat reagiert
Die nnz hatte in dieser Woche über die Finanzsituation der Stadtverwaltung berichtet. Dazu gibt es jetzt eine Reaktion aus dem Nordhäuser Rathaus...
Der Kommentar könnte den Eindruck erwecken, in den zurückliegenden Jahren sei fahrlässig mit den städtischen Finanzen umgegangen worden, es habe sich überraschend ein Finanzloch aufgetan, öffentliche Gelder seien verschwendet und nicht investiert worden.
Seit vielen Jahren arbeitet die Stadt im Bereich der Finanzen nach der Devise Sparen und trotzdem investieren, denn wer die Zukunft nicht verschlafen will, muss sie gestalten. Dazu hat die Stadt selbstverständlich immer wieder Investitionskredite aufgenommen - sei es im Rahmen der Landesgartenschau 2004, der Schul- und Kita-Sanierungen, der vielen Maßnahmen im Zuge des Konjunkturpakets sowie im Stadtumbauprozess.
Das Geld aus Krediten wurde und wird also dazu verwendet, um - ganz konkret, sichtbar und greifbar - die Lebensumstände in dieser Stadt zu verbessern und um damit letztlich Werte zu schaffen und zu mehren, die den Bürgern gehören.
In den meisten Fällen kam es zu positiven finanziellen Verstärkungseffekten in Form von Geldern aus den Fördertöpfen von EU, Bund und Land, so dass aus einem Euro aus dem Stadtbudget drei bis vier Euro Vermögenszuwachs erzielt werden konnte.
Neben diesem materiellen Wertezuwachs gab es auch jenen in immaterieller Form. Denn wer will bezweifeln, dass sich anständige Lernbedingungen in einer sanierten Schule auch auf Lehrer und Schüler positiv auswirken, oder dass das Regebogenhaus in Nordhausen-Ost nicht dem gesamten Stadtteil guttut. Und wenn wir am 30. Juni das stadthistorische Museum eröffnen, wird die Altstadt einen neuen Anziehungspunkt haben, der auch über die Stadtgrenzen hinaus strahlen wird.
Last but not least: Gerade für die Kommunen als größtem öffentlichen Investor der Bundesrepublik gilt: Jede Investition kommt zugleich der regionalen Wirtschaft zugute, hält Handwerker, Facharbeiter und Ingenieure in Lohn Es gilt also: Kredite nur für Investitionen, nicht für Verwaltungsaufgaben, also, sparen und trotzdem investieren!
Wir sind stolz darauf, dass uns auch externe Prüfer attestieren, dass die Stadt ein gutes finanzwirtschaftliches Gleichgewicht hält.
Aktuell sinken die Landeszuschüsse (- 3,3 Millionen allein für Nordhausen), die Kreisumlage steigt (+1,2 Millionen) im gleichen Zug - das sind extern verursachte Herausforderungen, die ihre eigenen Gründe haben. Wer die Medien verfolgt, dürfte zur Kenntnis nehmen, dass davon alle Thüringer Städte und Gemeinden betroffen sind. Und die Sorgenfalten darüber haben alle Bürgermeisterkollegen – übrigens egal, welches Parteibuch sie in der Tasche haben.
Autor: nnzDer Kommentar könnte den Eindruck erwecken, in den zurückliegenden Jahren sei fahrlässig mit den städtischen Finanzen umgegangen worden, es habe sich überraschend ein Finanzloch aufgetan, öffentliche Gelder seien verschwendet und nicht investiert worden.
Seit vielen Jahren arbeitet die Stadt im Bereich der Finanzen nach der Devise Sparen und trotzdem investieren, denn wer die Zukunft nicht verschlafen will, muss sie gestalten. Dazu hat die Stadt selbstverständlich immer wieder Investitionskredite aufgenommen - sei es im Rahmen der Landesgartenschau 2004, der Schul- und Kita-Sanierungen, der vielen Maßnahmen im Zuge des Konjunkturpakets sowie im Stadtumbauprozess.
Das Geld aus Krediten wurde und wird also dazu verwendet, um - ganz konkret, sichtbar und greifbar - die Lebensumstände in dieser Stadt zu verbessern und um damit letztlich Werte zu schaffen und zu mehren, die den Bürgern gehören.
In den meisten Fällen kam es zu positiven finanziellen Verstärkungseffekten in Form von Geldern aus den Fördertöpfen von EU, Bund und Land, so dass aus einem Euro aus dem Stadtbudget drei bis vier Euro Vermögenszuwachs erzielt werden konnte.
Neben diesem materiellen Wertezuwachs gab es auch jenen in immaterieller Form. Denn wer will bezweifeln, dass sich anständige Lernbedingungen in einer sanierten Schule auch auf Lehrer und Schüler positiv auswirken, oder dass das Regebogenhaus in Nordhausen-Ost nicht dem gesamten Stadtteil guttut. Und wenn wir am 30. Juni das stadthistorische Museum eröffnen, wird die Altstadt einen neuen Anziehungspunkt haben, der auch über die Stadtgrenzen hinaus strahlen wird.
Last but not least: Gerade für die Kommunen als größtem öffentlichen Investor der Bundesrepublik gilt: Jede Investition kommt zugleich der regionalen Wirtschaft zugute, hält Handwerker, Facharbeiter und Ingenieure in Lohn Es gilt also: Kredite nur für Investitionen, nicht für Verwaltungsaufgaben, also, sparen und trotzdem investieren!
Wir sind stolz darauf, dass uns auch externe Prüfer attestieren, dass die Stadt ein gutes finanzwirtschaftliches Gleichgewicht hält.
Aktuell sinken die Landeszuschüsse (- 3,3 Millionen allein für Nordhausen), die Kreisumlage steigt (+1,2 Millionen) im gleichen Zug - das sind extern verursachte Herausforderungen, die ihre eigenen Gründe haben. Wer die Medien verfolgt, dürfte zur Kenntnis nehmen, dass davon alle Thüringer Städte und Gemeinden betroffen sind. Und die Sorgenfalten darüber haben alle Bürgermeisterkollegen – übrigens egal, welches Parteibuch sie in der Tasche haben.


