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So, 13:35 Uhr
17.06.2012

Mauern hielten stand

Sankt Marien in Bleicherode war einer der sechs Orte, in denen am Sonntag, am Haupttag des Landesposaunenfestes, Bläsergottesdienste stattfanden. Dirigent in Bleicherode war Johannes Häußler aus Erfurt; einer dort wohlbekannten Kirchenmusiker-Dynastie an der Reglerkirche. Aus Bleicherode berichtet Eduard Seifert...


Buch Josua 6,20: „Die Priester stießen in ihre Hörner, und als das Volk den Hörnerschall hörte, erhob es ein lautes Kriegsgeschrei. Da stürzte die ganze Mauer zusammen, und die Israeliten drangen von allen Seiten in die Stadt ein und eroberten sie….“ Die Mauern von Jericho konnten also dem Schalldruck der Posaunen nicht standhalten – die Mauern von St. Marien in Bleicherode dagegen schon, obwohl sie 53 Bläser auch nicht alle (Sonn-)Tage zu hören bekommen.
Bläsergotesdienst in St. Marin (Foto: E. Seifert)
Bläsergotesdienst in St. Marin (Foto: E. Seifert)
Bläsergotesdienst in St. Marin (Foto: E. Seifert)
Vielleicht waren es aber auch nur 52, denn Carsten Miseler stand zweimal auf, als die Orte vorgestellt wurden, aus denen die Bläser kamen. Das war aber keine von totalitären Systemen her gewohnte Wahlschummelei, sondern lediglich Ausdruck dafür, dass der Bleicheröder Kreiskantor Posaunenchöre sowohl von Bleicherode als auch von Großbodungen leitet. Von Erfurt bis Dessau reichte die Liste der übrigen Herkunftsorte. Die Mauern also hielten. Was sie nicht halten konnten, sollten, wollten, waren die Melodien. So war das Zentrum von Bleicherode am Sonntagvormittag auch außerhalb der Kirchenmauern erfüllt von Kirchenmusik.
Eduard Seifert
Autor: nnz

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