Do, 09:33 Uhr
20.11.2003
Landrat war auf der Burg
Nordhausen/Herrmannsacker (nnz). Ein Landrat muß sich so ziemlich für alles interessieren. Daß Joachim Claus (CDU) auch für die Historie zu begeistern ist, das stellte er wieder in dieser Woche unter Beweis und sah sich in Herrmannsacker in Sachen Geschichte um.
Nachdem die Burgruine Hohnstein wieder zu einem Kleinod geworden ist, deren Beliebtheit und Bekanntheit auch außerhalb der Region zunimmt, ist es sehr folgerichtig, dass ein weiteres Burgruinenensemble verstärkt in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses rücken soll - die romanische Ebersburg bei Herrmannsacker, die auch dem Landkreis gehört. Im August waren Mitarbeiter des Landratsamtes dort tätig, um die Anlage vom Wildwuchs, der ein Begehen fast unmöglich machte, zu befreien und damit auch die immer noch imposanten Teile der ehemaligen Burg der Landgrafen von Thüringen wieder sichtbar zu machen. Wer seitdem auf der Ebersburg war, ist davon sehr angetan. Das Eingangstor und der Bergfried - seine vier Meter starken Mauern sind einmalig weit und breit – stechen besonders ins Auge.
So empfanden es gestern auch die auf Einladung des Landrates auf der Ebersburg versammelten Personen aus unterschiedlichen Bereichen. Vom Landratsamt waren die Fachbereiche Bau, das Büro des Landrates, der Innere Service, der für die Liegenschaften des Landkreises zuständig ist, vertreten. Der Leiter der Verwaltungsgemeinschaft "Hohnstein/Südharz", Bernd Meyer, der Bürgermeister von Herrmannsacker, Uwe Dörrmann, waren der Einladung gefolgt, ebenso wie Uta Hirseland vom Tourismusverband Südharz und Mitglieder des Vereins für lebendiges Mittelalter. Im Angesicht der Burgruine wurde an die Historie dieses Bauwerkes erinnert, an die noch in ursprünglicher Form erhaltenen Mauern.
Seit ca. 1190 steht der rote Porphyrit, als Bauwerk zusammengefügt, auf dem Berg. Trotz des Vergehens durch die Zeiten, wird Geschichtliches spürbar. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die noch vorhandenen romanischen Teile Stück für Stück - das hängt natürlich auch von den Geldmitteln ab - gesichert und komplettiert werden sollen. Viele Ideen für die zukünftige Nutzung wurden geäußert und zusammengetragen.
Landrat Joachim Claus, der die Gesprächsrunde leitete, setzte die Schwerpunkte und verteilte je nach Zuständigkeit die Aufgaben, die in der Vorbereitungsphase geleistet werden müssen. Im Januar wird man sich wiederum treffen, um konkrete Schritte einleiten zu können, damit die Burgruine erhalten bleibt - für uns und kommende Generationen. Es ist klargeworden, Denkmalensembles dieses hohen Alters brauchen Freunde, die Enthusiasmus besitzen, denn eine Verwaltung kann und sollte solche Aufgaben nicht allein tragen.
Autor: nnz
Nachdem die Burgruine Hohnstein wieder zu einem Kleinod geworden ist, deren Beliebtheit und Bekanntheit auch außerhalb der Region zunimmt, ist es sehr folgerichtig, dass ein weiteres Burgruinenensemble verstärkt in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses rücken soll - die romanische Ebersburg bei Herrmannsacker, die auch dem Landkreis gehört. Im August waren Mitarbeiter des Landratsamtes dort tätig, um die Anlage vom Wildwuchs, der ein Begehen fast unmöglich machte, zu befreien und damit auch die immer noch imposanten Teile der ehemaligen Burg der Landgrafen von Thüringen wieder sichtbar zu machen. Wer seitdem auf der Ebersburg war, ist davon sehr angetan. Das Eingangstor und der Bergfried - seine vier Meter starken Mauern sind einmalig weit und breit – stechen besonders ins Auge. So empfanden es gestern auch die auf Einladung des Landrates auf der Ebersburg versammelten Personen aus unterschiedlichen Bereichen. Vom Landratsamt waren die Fachbereiche Bau, das Büro des Landrates, der Innere Service, der für die Liegenschaften des Landkreises zuständig ist, vertreten. Der Leiter der Verwaltungsgemeinschaft "Hohnstein/Südharz", Bernd Meyer, der Bürgermeister von Herrmannsacker, Uwe Dörrmann, waren der Einladung gefolgt, ebenso wie Uta Hirseland vom Tourismusverband Südharz und Mitglieder des Vereins für lebendiges Mittelalter. Im Angesicht der Burgruine wurde an die Historie dieses Bauwerkes erinnert, an die noch in ursprünglicher Form erhaltenen Mauern.
Seit ca. 1190 steht der rote Porphyrit, als Bauwerk zusammengefügt, auf dem Berg. Trotz des Vergehens durch die Zeiten, wird Geschichtliches spürbar. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die noch vorhandenen romanischen Teile Stück für Stück - das hängt natürlich auch von den Geldmitteln ab - gesichert und komplettiert werden sollen. Viele Ideen für die zukünftige Nutzung wurden geäußert und zusammengetragen.
Landrat Joachim Claus, der die Gesprächsrunde leitete, setzte die Schwerpunkte und verteilte je nach Zuständigkeit die Aufgaben, die in der Vorbereitungsphase geleistet werden müssen. Im Januar wird man sich wiederum treffen, um konkrete Schritte einleiten zu können, damit die Burgruine erhalten bleibt - für uns und kommende Generationen. Es ist klargeworden, Denkmalensembles dieses hohen Alters brauchen Freunde, die Enthusiasmus besitzen, denn eine Verwaltung kann und sollte solche Aufgaben nicht allein tragen.

