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Mo, 06:16 Uhr
04.06.2012

nnz-Forum: Ich war dann auch mal weg

Im April und Mai diesen Jahres nahm der Mann eine längere schöpferische Auszeit. Nennen wir diese mal ruhig so. Er verbrachte diese nicht allzu weit weg im schönen Hessen. Jetzt gibt es den etwas anderen Leserbrief von Gerald Michael Fähnrich...


Dennoch weit genug weg, um mich ganz absichtlich weder von einer Tageszeitung, noch vom Internet in irgendeiner Form ablenken zu lassen. Ja, und wie es Reisen so an sich haben, sie enden einstweilen. Ich kam zurück – doch welch ein Schreck Am liebsten ging ich wieder weg! Es hat sich was getan im Südharz!

Zunächst musste ich feststellen, meinen alten Heimatort Niedersachswerfen gibt es nicht mehr!!! Wer hat den denn geklaut?! Man erzählte mir, er wäre gemeinsam mit Ilfeld durch’s „Harztor“ marschiert. Blind und ohne zu wissen, was „danach“ auf die zukommt. Ach, oh Schreck! Der dritte im Bunde ist weg! Man hatte nur an sich gedacht und die kleine Schwester Neustadt einfach links liegen gelassen!

Nun erzählte man sich, sie hätten das einzig und allein des schnöden Mammons wegen getan; welch ein Argument! Was ins Bild passt: Die unsägliche Schlammschlacht vor und nach der Wahl des neuen Bürgermeisters. Beschämend! Und die beiden alten bleiben immer noch – wollte nicht eigentlich irgendwer Geld einsparen?

Oder wollte da jemand den Herren und Frauen Politikern der Stadt und des Landkreises NDH den (Eulen-)spiegel vor’s Gesicht halten? Nun – DAS wäre gelungen!!!
Und genau da sind wir beim nächsten Punkt. Die Wahl und ihr Resultat ebenda: Beide bekamen exakt die Quittung, die Ernte für ihre Saat. Sicher, ganz sicher ist hier nach der Wende so einiges positives entstanden. Pech nur für uns alle: Durch die ebenfalls unsäglichen Ränkespiele, das ewige Übereinanderherfallen, eine immer wiederkehren Pattsituation, die ein kreatives, schöpferisches Miteinander oftmals unmöglich machten - deren nur allzu gut bekannte Beispiele verkneifen wir uns hier lieber – entstand eine Außendarstellung, die noch verniedlicht als Politikverdrossenheit bezeichnet wird.

Ach ja, und was steht auf der Quittung drauf? Richtig, genauso gegeneinander wie bisher, nur umgekehrt!
Es wäre zu schön, aus Überzeugung die Metapher zu benutzen: In jedem neuen Anfang steckt auch eine neue Chance! Ihr habt sie, also nutzt sie auch! Schmeißt euer Parteibuch in die Ecke, besinnt euch eures Auftrages und handelt ausschließlich für die, die euch dafür gewählt haben!!!

Damit hier in der Region auch mal wieder ein größeres Projekt entstehen kann! Zum Beispiel:

Hoch erfreut las ich, dass es jetzt eine Initiative - selbstredend nicht von einem Politiker der Region sondern von einem der engagiertesten Privatpersonen gestartet wurde, in der es um eine touristische Nutzung der Kiesteiche geht. Endlich, möchte man schreien! Doch, was stand schon gleich darunter? Es gehe vorerst wohl nur um einen einzigen Teich. Und ausgerechnet um den, der mit Abstand am erfolgreichsten genutzt wird und deutschlandweit die Region positiv bewirbt! Der Tauchersee. So, genau so geht es!

Denn es geht sehr wohl darum, ein attraktives touristisches Gesamt - Konzept zu entwickeln und dann schließlich auch umzusetzen, dass sehr wohl deutschlandweit die Besucher anlockt! Ja, na was denn sonst! Noch so ein klein-provinzielles Etwas, was es austauschbar an jedem Loch gibt?

Nein, bitte etwas größer, etwas weiter denken! Seht euch die Regionen an, in denen es solche Highlights schon gibt, egal welcher Art! Ein kleines, konkretes Gegenbeispiel an die Skeptiker: Stellen Sie sich mal vor, die Kieswerke würden ihren Kies ebenfalls nur in der Region verkaufen… Wo sie dann jetzt wohl wären?!

Wenn man alles schön klein lässt, dann passiert: Nichts! Und Stillstand bedeutet ja noch immer Rückschritt!
Wo wir gerade am Kiesteich sind, lässt sich das exemplarisch belegen: Wie oft hörte man schon davon, dass am offiziellen Kiesteich, dem Badeteich, endlich einmal Geld in die Hand genommen und investiert wird.

Beispielsweise für die Erweiterung des dortigen Zeltplatzes, von dessen Existenz noch immer kaum einer weiß. Wir schon, wir haben da über Pfingsten mit unseren Jungs gezeltet und es war einfach geil. Muss man so sagen. Wenn man dort als Stammgast öfters ist und sich mit den Leuten unterhält, merkt man, was für ein riesiges Potenzial das gesamte Areal hat!

Vielleicht sollte man einmal über die Trägerschaft nachdenken, um hier mal frischen Wind, neue Ideen und neues Geld einzubringen. Wenn nicht, wird auch dieses Objekt kaputtgespart. Ein Beispiel: Eine Woche vor Pfingsten wollten wir auch schon – bei aller bestem Sommerwetter wohl gemerkt - an den Kiesschacht, wie viele Nordhäuser noch immer sagen. Die gleiche Idee hatten auch noch zahlreiche weitere Badegäste. Doch was war? Das Objekt war geschlossen! Ohne ein Schild, ohne irgend eine Ankündigung! Ironischerweise stand kurz zuvor noch in der Zeitung, „wir könnten unsere Bäder jederzeit öffnen“ – wenn man den wollte, hah hah hah! Ach, und im Salzabad war noch nicht einmal Wasser eingelassen! Aber man könnte ja öffnen! Auf zum Trockenschwimmen nach Salza!

So, meine Damen und Herren, so spart man sich kaputt!
Wenn man nur aus dem einen Grund, nämlich nur um Geld zu sparen Einrichtungen schließt, sollte man mal nachdenken, ob man diese Entscheidungen nicht lieber jemandem überlassen sollte, der sich damit auskennt!
Ich hätte das demjenigen gern selbst gesagt, aber auf meine offizielle Beschwerde wurde nicht einmal reagiert.

Ein positives Gegenbeispiel, um den Kreis auch wieder zu schließen: Wie es auch anders, besser geht, zeigt das Sachswerfer Freibad: Wer denn, wenn nicht der Schwimmmeister vor Ort persönlich entscheidet, ob und wie lange das Bad geöffnet hat?!

Eine Dienstleistung für seine eigenen Bürger ist nicht nur schlechthin ein Zuschussgeschäft sondern ein Dienst zu seinem Wohle, für eine „kleine Auszeit“.Noch ein Wort zu meinen Auszeiten: Diese dienen unter anderem dazu, für mein eigenes Groß-Projekt „BARBAROSSA – des Kaisers Erwachen“ ein Refugium zu suchen. Ein großes Projekt bedarf eines großen Umfeldes. Ist es zu klein, wird es nichts. Es verkümmert. Kann nicht gedeihen. Also bin ich noch auf der Suche.

So ein Stück zu schreiben – ich musste noch mal von vorn anfangen, da es einfach nicht gut genug war – ist das Eine. Doch die größte Idee taugt nichts, wenn sie nicht so umgesetzt wird. Egal, warum. Daher helfen mir die reinen, wenn mitunter auch ehrlich gemeinten Lippenbekenntnisse einiger „Entscheidungsträger“ nicht weiter, wenn nichts dahinter steht.

So lange hier jeder nur sein eigenes kleines Feuerchen zündelt um darauf nur Platz für sein eigenes kleines Süppchen zu haben, na dann Prost Mahlzeit! Ich würde das Stück liebend gern in der Region aufbauen, aber dann müssten wirklich alle an einem Strang ziehen! Das haben schon ganz ander Leute unter ungleich schlechteren Voraussetzungen geschafft!

Unter „unserer Region“ zähle ich ausdrücklich auch den Kyffhäuser dazu! Dort wird dann wohl auch die alte und neue Heimat BARBAROSSA’s werden! Und wenn dann dermaleinst – und eines Tages wird das nicht ausbleiben – der Landkreis NDH und SDH sich zusammenschließen, aber bitte freiwillig, dann hätte man noch etwas schönes, Neues: Landkreis Südharz – Kyffhäuser;
Autokennzeichen (die alten können nebenher natürlich gern bleiben) SKY (engl.: „Himmel“)
Gerald Michael Fähnrich
Autor: nnz

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