Do, 12:04 Uhr
19.04.2012
Tausende neue Industriejobs
Die führenden Forschungsinstitute sehen in ihrem Frühjahrsgutachten das Wachstum der deutschen Wirtschaft etwas positiver als noch im Herbst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird demnach im laufenden Jahr um 0,9 Prozent zulegen, 2013 sogar um 2 Prozent. Grünes Licht also auch im grünen Herzen Deutschlands...
Der Konjunkturoptimismus im Frühjahrsgutachten spiegelt sich auch eindrucksvoll in der Thüringer Wirtschaft wider, betont Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Die Unternehmen seien äußerst erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Dies mache sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.
Ungeachtet der Staatsschuldenkrise stieg die Beschäftigung in der Thüringer Industrie im ersten Quartal 2012 auf 138.000 Arbeiter und Angestellte und erreichte ein neues Rekordhoch. Im Vergleich zum Vorjahr wurden damit immerhin fast 7.000 neue Jobs geschaffen, bilanziert der IHK-Chef. Noch im Jahr 2000 hätte die Industriebeschäftigung nur bei 104.000 gelegen.
Der Aufschwung erweise sich bisher als stabil, von Krisenstimmung keine Spur. Besonders erfreulich sei, dass die robuste Entwicklung nicht mehr nur vorrangig durch Exporte, sondern auch durch eine wachsende Binnennachfrage getragen werde. Die Thüringer Firmen können sich ab kommenden Montag mit einem gesunden Selbstbewusstsein auf der größten Industriemesse in Hannover präsentieren. Nach wie vor sind die Auftragsbücher gut gefüllt, so Grusser, der für die Thüringer Wirtschaft mit einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent in diesem Jahr rechnet.
Die Freude sollte jedoch nicht in unrealistische Euphorie münden, gibt der IHK-Chef zu bedenken. Besorgt blickten vor allem die exportorientierten Unternehmen derzeit nach Madrid und hofften, dass der Wackelkandidat Spanien nicht als nächster unter den Rettungsschirm flüchten müsse.
Die Industriefirmen sind vom Funktionieren der europäischen Märkte stark abhängig, unterstreicht Grusser. Immerhin würden rund 65 Prozent aller Thüringer Exporte in die 27 EU-Länder gehen und Spanien mit über 600 Millionen Euro Ausfuhrvolumen als Schwergewicht unter den wichtigsten Handelspartnern im Freistaat rangieren.
Autor: nnzDer Konjunkturoptimismus im Frühjahrsgutachten spiegelt sich auch eindrucksvoll in der Thüringer Wirtschaft wider, betont Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Die Unternehmen seien äußerst erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Dies mache sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.
Ungeachtet der Staatsschuldenkrise stieg die Beschäftigung in der Thüringer Industrie im ersten Quartal 2012 auf 138.000 Arbeiter und Angestellte und erreichte ein neues Rekordhoch. Im Vergleich zum Vorjahr wurden damit immerhin fast 7.000 neue Jobs geschaffen, bilanziert der IHK-Chef. Noch im Jahr 2000 hätte die Industriebeschäftigung nur bei 104.000 gelegen.
Der Aufschwung erweise sich bisher als stabil, von Krisenstimmung keine Spur. Besonders erfreulich sei, dass die robuste Entwicklung nicht mehr nur vorrangig durch Exporte, sondern auch durch eine wachsende Binnennachfrage getragen werde. Die Thüringer Firmen können sich ab kommenden Montag mit einem gesunden Selbstbewusstsein auf der größten Industriemesse in Hannover präsentieren. Nach wie vor sind die Auftragsbücher gut gefüllt, so Grusser, der für die Thüringer Wirtschaft mit einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent in diesem Jahr rechnet.
Die Freude sollte jedoch nicht in unrealistische Euphorie münden, gibt der IHK-Chef zu bedenken. Besorgt blickten vor allem die exportorientierten Unternehmen derzeit nach Madrid und hofften, dass der Wackelkandidat Spanien nicht als nächster unter den Rettungsschirm flüchten müsse.
Die Industriefirmen sind vom Funktionieren der europäischen Märkte stark abhängig, unterstreicht Grusser. Immerhin würden rund 65 Prozent aller Thüringer Exporte in die 27 EU-Länder gehen und Spanien mit über 600 Millionen Euro Ausfuhrvolumen als Schwergewicht unter den wichtigsten Handelspartnern im Freistaat rangieren.

