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Di, 09:39 Uhr
17.04.2012

Vorschlag für Ratingagentur

Angesichts der anhaltenden Kritik an den drei gewinnorien­tierten US-Ratingagenturen legt die Bertelsmann Stiftung ein Konzept für eine internationale Non-Profit-Ratingagentur vor. Wir haben die Einzelheiten für Sie aufbereitet...


„Fragwürdige Beurteilungen der Bonität von Staaten haben erheblich zu der jüngsten Finanzkrise beigetragen“, sagte Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertels­mann Stiftung, bei der Vorstellung der Studie. „Wir benötigen dringend eine zusätzliche, unabhän­gige Institution für die Bewertung von Länderrisiken, und wir müssen die Qualität der Länder-Ra­tings verbessern.“

Die gemeinnützige Ratingagentur (INCRA – International Non-Profit Credit Rating Agency) könnte als erste Institution die Interessen von Investoren nach möglichst hoher Qualität der Ratings und die weltweiten Bestrebungen von Regierungen und der breiten Öffentlichkeit nach mehr Transpa­renz, Legitimität und Rechenschaftspflicht in diesem Sektor miteinander in Einklang bringen.

Um die Qualität der Ratings zu erhöhen, würde INCRA neben den traditionellen makroökonomi­schen Indikatoren sogenannte „zukunftsgerichtete Indikatoren“ mit einbeziehen. Diese Indikatoren bilden die sozioökonomischen und politischen Rahmenbedingen sowie mögliche politische und soziale Hindernisse eines Landes bei der Rückzahlung seiner Schulden ab. Zukunftsgerichtete Indikatoren könnten beispielsweise Fragen beantworten, wie den Umgang eines Landes mit ver­gangenen Finanzkrisen und die Fähigkeit, künftige Krisen zu meistern. Fragen nach dem politi­schen Management, sind ebenso Teil des Indikatoren-Sets wie die Analyse des Korruptionslevels eines Landes.

INCRA basiert auf dem Konzept eines internationalen Netzwerkes von Büros in Europa, den USA, Lateinamerika und Asien. Eine neue rechtliche und organisatorische Struktur bildet die Grundlage für die Arbeit dieses Netzwerkes. Die jährlichen Ausschüttungen aus einem langfristig angelegten Fonds sollen die operativen Kosten von INCRA decken sowie die Unabhängigkeit und Langfristig­keit der Arbeit gewährleisten. In den Fonds können Regierungen, Unternehmen, Stiftungen und privaten Förderer einzahlen. Der Fonds sollte ein Volumen von rund 400 Millionen USD umfassen, um die jährlichen operativen Kosten zwischen 15 und 24 Millionen USD tragen zu können.

Ein supranationales Gremium von Interessenvertretern, der „Stakeholder Council“, soll die Unab­hängigkeit gewährleisten. Er bildet den Puffer zwischen den Geldgebern und der Organisation der betrieblichen Abläufe. Ein Ausschuss, das „Credit Policy Committee“, bestimmt die Kreditpolitik und nimmt die Aufgabe der Qualitätskontrolle wahr. So soll sichergestellt werden, dass die Ratings auf sachgerechten und umfassenden Verfahren basieren.

Nach Ansicht der Bertelsmann Stiftung ist die G20, wo die Notwendigkeit einer Reform der Kredit-Ratingagenturen bereits thematisiert wurde, eines der besten Foren, um politische Unterstützung für die Gründung von INCRA zu finden. Die Bertelsmann Stiftung ruft auch die Privatwirtschaft, NGOs und andere gemeinnützige Organisationen auf, sich zu verpflichten, durch die INCRA eine bedeutendere Rolle im globalen Finanzsektor zu übernehmen.
Autor: nnz

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Kommentare
Susi1012
17.04.2012, 09.53 Uhr
Last Euch doch nicht an der Nase herum führen !!!
Ratingagenturen sind nur gedacht, um von der wirklichkeit abzulenken denn die sieht ganz anders aus. Wie würde ich euch gerne erklären ...keine Sorge die Zeit läuft ab ... der Kapitalismus wie er derzeit Funktioniert baut auf Schulden auf und diese sind nun so gigantisch das man diese nie mehr Zurückzahlen kann ... in China platzt gerade die Immobilienblase welche noch weit größer ist das das von den USA was die "Wirtschaftskrise" ausgelöst hat nur wird durch die Blase in China die ganz Große Schuldenblase Platzen auf der unsere Gesellschaft aufgebaut hat ... ich rede von über 70.000.000.000.000 Dollar ... Einen Beitrag bei youtube unter dem motto Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach! öffnet auch euch die Augen
für unsere Kinder und Enkelkinder .
Retupmoc
17.04.2012, 10.35 Uhr
Erklärungsversuche
Es ist wie Don Quichote gegen die Windmühlen, sehr geehrte Susi 1012. Sie wollen und Sie werden es nicht begreifen. Die Euro - Staaten sind pleite, die Staaten die in Dollar rechnen sowieso und die Welt geht den Bach runter. Das ist wie auf der Titanic ...

...statt den Frauen und Kinder erstmal Griechenland, Portugal, Spanien und Italien ins Rettungsboot. Und etwas später geht das Schiff dann unter. Nur einen Unterschied wird es geben. Der Sog des Schiffsrumpfs nimmt diesmal auch die Rettungsboote mit in die Tiefe.

Und noch einen Unterschieds gibt es. Bei der Titanic ignorierte nur der Kapitän die Warnungen und lies nicht langsamer fahren. Bei der Weltwirtschaftskatastrofe wählen wir Wahlschafe noch die, die den Untergang beschleunigen.
Marie 2010
17.04.2012, 13.47 Uhr
Erklärungsversuche 2.0
Mit dem Hinweis auf das youtube-video hat aber Susi schon ins Schwarze getroffen, find ich. Es ist ganz einfach.... leider!
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