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Mo, 12:28 Uhr
26.03.2012

Thume fordert Mietspiegel für Nordhausen

Der Landratskandidat der FDP Nordhausen, Manuel Thume, fordert für den Landkreis Nordhausen die Erstellung eines Mietspiegels. „Seit Jahren hinken die Zuschüsse für die Kaltmieten den realen Mieten hinterher. Der Landkreis verschließt hier seine Augen vor der Realität“, so Thume...


Verlierer seinen dabei nicht nur die Bezieher von ALG II und Grundsicherung, sondern auch die Vermieter und langfristig auch der Landkreis selber. „Die jetzt gezahlten Zuschüsse für die Mieten entsprechen nicht im Ansatz der Realität – die geht an den Realmieten vorbei. Diese Politik führt unweigerlich zur Bildung von Ghettos. Die Bürger sind dadurch gezwungen sich größtenteils auf bestimmte Wohngebiete zu beschränken. Damit wird künstlich ein sozialer Brennpunkt geschaffen, der uns als Landkreis dann noch mehr Geld kosten wird, weil wir hier dann vielleicht auch noch Sozialarbeiter einsetzen müssen.“ so Manuel Thume weiter.

Ein weiterer Aspekt sei, dass gerade die vielen Klein- und Privatvermieter mit diesen geringen Mieten auch nicht in der Lage seien, große Investitionen zu schultern. „Aus meiner eigenen beruflichen Praxis als Hausverwalter weiß ich, dass ein großer Teil der mietpreisgerechten Häuser einen dringenden Sanierungs- und Renovierungsbedarf haben. Viele Vermieter haben sich die Wohnungen bzw. Häuser als Altersvorsorge zugelegt und bedienen noch immer ihre Bankkredite. Da bleibt kein weiterer Spielraum für Investitionen.“ gibt der FDP-Landratskandidat zu bedenken.

„Zwar würde eine Erhöhung der zuständigen Richtlinie für Kosten der Unterkunft erstmal den Landkreis mehr Geld kosten, aber im Endeffekt zahlt es sich wieder aus und wir können dann wieder Geld einsparen. Hinzu kommt noch, dass die Vermieter den Renovierungsstau aufbrechen können und somit die Firmen unserer Region auch zu Aufträgen gelangen können. Dies sichert Arbeitsplätze und kann eventuell auch zu neuen Stellen führen. Als Landrat würde ich mich umgehend für eine Erstellung des Mietspiegels stark machen um hier für alle eine gerechte Grundlage schaffen zu können.“ erklärt Manuel Thume abschließend.
Autor: nnz

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Kommentare
kein
21.03.2014, 19:27 Uhr
Was ist nun
Was ist nun mit dem Mietspiegel für Nordhausen...ach so Wahlen sind ja vorbei.
Wolfi65
22.03.2014, 11:03 Uhr
Sozialarbeiter sind nur die Spitze des Eisberges
Da wird es bald Wohngebiete geben, in die sich nur noch die Hartgesottenen hereintrauen. Bandenbildung und Kämpfe. Drogen, Rauschgift, Erpressung und Prostitution sind die Folgen von der Konzentration sozial schwacher Menschen.
Die Menschen kommen einfach dann nicht mehr klar und gehen aufeinander los.

Ob das nun der Willen der Bundesregierung ist, bleibt zu hinterfragen. Vielleicht will man aber auch nur erreichen, bestimmte Einwohngruppen zu zentralisieren und vom Rest der Gesellschaft auszugrenzen.
othello
22.03.2014, 14:06 Uhr
schöne Welt der FDP
Die schöne Welt der FDP. Mietspiegel, der zur Erhöhung der Mieten führt, für die Wohnungseigentümer/Vermieter ein „ Genuss“ und natürlich zum Vorteil der unterbeschäftigten Handwerker. Wer soll die schönen neuen Mieten aber bezahlen, in einer Stadt und Kreis auf einem niedrigen Lohnniveau und hoher Arbeitslosigkeit, einem Kreis und einer Stadt die finanziell „am Stock " geht ?
Werniman0606
22.03.2014, 18:43 Uhr
@Wolfi65
Man könnte hier unterstellen,daß diese Ghettobildung durchaus gewollt ist. Nicht nur,um bestimmte Bevölkerungsgruppen sozial auszugrenzen (Hartz IV-Empfänger, Ausländer etc),sondern auch aus finanziellen Gründen.

Denn wenn in den Innenstädten kaum finanzsschwache Leute wohnen, steigen dort unwillkürlich die Mieten und es siedelt sich Wirtschaft an,die sich an der finanzstärkeren Kundschaft orientiert. Und wo die Preise hoch sind, wird auch viel Gewerbesteuer gezahlt,was wiederrum der Stadtkasse zugute kommt.
Wolfi65
23.03.2014, 09:03 Uhr
Na dann auf gehts!
Raus aus den Innenstädten mit den Sozialschwachen, damit die Wirtschaft boomt. Ich habe schon immer gewusst, dann diese Klientel an der Misere in diesem Lande Schuld ist. Den ganzen Tag mit einer Flasche Bier in der Hand und im Unterhemd auf dem Sofa sitzend sich über das eigene Schicksaal aufregen und dem Arbeiter, der für den Mindestlohn und oder auch noch weniger am Fließband steht, auf der Tasche liegen. Ein Skandal ist das.

Wenn ich das vorher gewusst hätte, dann würde ich mich auch um eine Arbeit bemühen und die Flasche Bier gegen einen Mindestlohn-Arbeitsplatz eintauschen. Aber der Wille ist stark und das Fleisch ist schwach.

Und wer schreibt dann für mich die Kommentare in der NNZ? Das kann ich doch der Leserschaft nicht antun, diese um den Fundus des Wissens zu bringen.:-)
Alex Gösel
23.03.2014, 16:53 Uhr
Bravo Herr Thume, aber...
sowas sagen unsere Ortsansässigen Gewerkschaften schon seit JAHREN und nicht erst JETZT!

Oder möchten Sie, Herr Thume, hier nur Populismus betreiben um mit aller Macht an DIE MACHT kommen?
Manuel Thume
24.03.2014, 08:25 Uhr
@c.brothuhn: nicht erst jetzt
Sehr geehrter Herr Brothuhn,

es freut mich, dass meine Forderung nach einem Mietspiegel bei Ihnen auf Zustimmung trifft. Jedoch mache ich diese Forderung nicht erst jetzt, sondern habe sie bereits im Jahr 2012 gemacht (wie Sie am Datum des Artikels erkennen können). Dass erst jetzt darauf reagiert wird, finde ich schade.

Die FDP hat sich seit Jahren dafür stark gemacht, jedoch findet dieses Ansinnen keine Zustimmung bei den großen Parteinen in Kreistag und Stadtrat. In unserem Kommunalwahlprogramm für die Kommunalwahl 2014 finden Sie diese Forderung wieder.

Es geht auch nicht darum, dass die Vermieter mit Hilfe des Mietspiegels die Mieten in die Höhe treiben können. Dies können sie auch ohne Mietspiegel in Form der sogenannten Vergleichsmieten gemäß § 558 BGB.

Vielmehr geht es darum, dass wir eine verlässliche Aussage über das Mietniveau in Stadt und Landkreis haben und damit auch im Zuge der KdU über das Jobcenter gerechte und realistische Mietzuschüsse zahlen können. Daran hängt einiges - die Gründe sind oben genannt und müssen von mir hier nicht ausgeweitet werden.

By the way: Es geht nicht um das Erringen der MACHT. Diese wird vom Wähler auf Zeit überlassen - leider vergessen das viele Politiker. Das sich der falsche Umgang damit rächt, hat meine Partei bei der Bundestagswahl zu spüren bekommen.

Es geht vielmehr um sozial gerechte und ausgewogene Politik. Der Machterhalt darf hier keine Rolle spielen!
Retupmoc
24.03.2014, 10:36 Uhr
Großes Lob
Auch wenn der Herr Thume von der FDP ist - die Forderung nach dem längst fälligem Mitespiegel ist völlig richtig. Er hat dies übrigens auch wirklich schon vor einigen Jahren gefordert. Deshalb ein Lob von mir für diese Initiative.

Was die Ghettobildung betrifft ist die natürlich staatlich gewollt. So kann man die " Arbeitsfaulen ", " Zugereisten " und sonstige Niedriglohnjobber aus dem Umwelt der Reichen raus halten. Wer ja noch schöner, wenn der "Wahlpöbel" auch noch Nachbar des Abgeordneten oder Arztes ist. Das ist wie beim Ball am Samstag - da werden Sie keinen Niedriglohnempänger oder " Hartzer " finden - nur Unternehmer, Doktoren und Skirennläufer.
Alex Gösel
24.03.2014, 11:05 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
othello
24.03.2014, 15:38 Uhr
keine Mieterhöhungen ?
Herr Thume ! Natürlich geht es ihnen um die Erhöhung der Mieten. Nur soll diese auf einen rechtlich einfacheren und sichereren Weg erfolgen können, was dazu führt, dass sich die Zahl der Wohngeldbezieher erhöhen wird, ohne dass der Vermieter einen höheren Aufwand zur Mieterhöhung betreiben muss. Sie haben Recht, wenn sie sagen, dass schon jetzt der Vermieter bei einer Verbesserung der Wohnbedingungen ( Luxussanierung ) die Mieten erhöhen kann, nur fehlen ihm dann die Mieter, die auf Wohngeld angewiesen sind. Der Steuerzahler soll es also richten, wenn eine gehobene Mietergruppe örtlich fehlt, die einfache Wohnungen nicht beziehen wollen. Diese werden von genug anderen Anbietern, auch in Nordhausen bedient.
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