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Mi, 17:49 Uhr
29.02.2012

Vision kritisiert

Einen visionären Knaller zündete Bürgermeister und OB-Kandidat Matthias Jendricke (SPD) im nnz-Beitrag „Nordhausen gefällt mir“ am vergangenen Freitag. Er möchte die Straßenbahnlinie 2 mit dem Schienenstrang der Harzer Schmalspurbahn (HSB) in Höhe des Albert-Kuntz-Sportparkes verbinden. Hannelore Haase, OB-Kandidatin (Linke), äußert sich dazu kritisch...


„Visionen zu haben ist gut und richtig. Über eine Straßenbahn zu verfügen, ist durchaus ein Alleinstellungsmerkmal für eine Stadt in der Größenordnung wie Nordhausen. Aber immer wieder muss man auch die Machbarkeit und Effizienz dieses Teiles des ÖPNV hinterfragen und prüfen“, sagt Haase. Sie findet es deshalb bedenklich, gerade jetzt im Hinblick auf die Haushaltssituation der nächsten Jahre und die damit verbundenen Einschnitte in wichtigen Lebensbereichen an eine Erweiterung des vorhandenen Straßenbahnnetzes zu denken.

Und fügte an: „Parallel zu Linie 2 gibt es in etwa 300 m Entfernung die Linie 10 mit Anbindung an den HSB-Schienenstrang bereits. Damit kann der Fahrgaststrom in diese Richtung durchaus bewältigt werden.“ Wenn überhaupt, wäre ein Nachdenken über eine Linienerweiterung in Richtung Fachhochschule (FH), zukünftiges Industriegebiet oder Gewerbestandorte im Südosten Nordhausens aus Haases Sicht lohnenswerter. Dass eine realisierbare Streckenführung in Richtung der FH gefunden werden kann, schließt sie nicht aus.

Ihr Fazit zum Thema Straßenbahn: „Aber zunächst denke ich, sollten wir die verfügbaren Mittel schwerpunktmäßig in den Erhalt des bestehenden Netzes investieren.“ Außerdem ist es wichtig, dass die Fahrpreise bezahlbar bleiben müssen. Eine Erweiterung würde auf die Ticketpreise durchschlagen.
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Kommentare

29.02.2012, 19.08 Uhr
alexa | Jendrickes Vision am Bedarf vorbei!
Am Schürzfell wurde doch erst eine Haltestelle der HSB gebaut, wofür hier denn hier zusätzliche Millionen in der Zorge versenken? Frau Haase hat recht, die Anbindung Richtung FH/Bielen wäre viel wichtiger!

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29.02.2012, 19.51 Uhr
H.Buntfuß | Ohne Sachverstand
Was Frau Haase hier äußert, zeigt sehr wenig Sachverstand. Sie kritisiert auf der einen Seite Herrn Jendricke und lässt auf der anderen Seite durchblicken, dass sie lieber eine Straßenbahnlinie zur FH bauen würde. Wo bitte nehmen Sie das Geld dafür her?

Frau Haase die Stadt Nordhausen kann man nicht mit der gGmbH Lift vergleichen, hier konnten sie Gelder die sie über das JC vom Staat bekommen haben, zum Teil sinnlos verbraten, bis man dem einen Riegel vorgeschoben hat, um nach außen hin eine Pleite zu vertuschen.

Mit Ihren Sprüchen, Lift ist nicht Pleite können Sie hier nicht punkten. Ich muss ehrlich sagen, sollten Sie OB werden, dann sehe ich schwarz für Nordhausen. Da wir nun einmal beim schwarzsehen sind, lieber Leser, dann stellen Sie sich folgendes vor.

Herr Zeh wird OB und Herr Primas wird LR, wissen sie was dann aus dem Kreis und der Stadt Nordhausen wird? Ich habe da so eine Vermutung. Aus dem Kreis NDH wird der Kreis EIC und aus der Kreisstadt Nordhausen, wird die Kreisstadt Heiligenstadt.

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29.02.2012, 22.15 Uhr
von hier | liebe kandidatin,
auf so einen schwachsinn, wie das was dieser bürgermeister als Oberbürgermeisterkandidat von sich gibt zu reagieren, ist schon mehr als eine verständnisvolle menschenfreundlichkeit. viel schlimmer ist die tatsache, dass er nun behauptet es ist seine private meinung und nicht seine meinung als bürgermeister.

na gut es ist nicht weiter schlimm "netto" und "brutto" ist auch schon, für ihn eine nur sehr schwer zu nehmende hürde. der Oberbürgermeister der mit ihm als bürgermeister zusammenarbeiten muss benötigt zwingend viel humor.

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29.02.2012, 22.53 Uhr
fax34 | Gute Idee
Also ich finde die Verlängerung der Straßenbahn eine richtig gute Sache.

Gut, dass die Stadt schon früher Stadtväter hatte, welche mit Visionen die Straßenbahn und Harzbahn gebaut haben. Solche Stadtväter sollte man auch heute wieder wählen!

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01.03.2012, 08.08 Uhr
Retupmoc | Schnapsidee
Guten Morgen Frau Haase,

also die Verlängerung der Straßenbahn ist in Richtung Krimderode unnötig. Außer an den paar Heimspieltagen von Wacker Nordhausen.

Was Sie jedoch vorschlagen, ist eine Schnapsidee. Die meisten Studenten der FH wohnen in dem bereitgestellten Wohnraum Bochumer Str! Von dort können Sie bequem mit der Buslinie (die einen 20min-Takt hat) zur Fachhochschule fahren. Alle anderen Studenten wohnen auf dem Campus oder 5 min weg am Taschenberg.

Ich sehe jedoch gerade vor meinem geistigen Auge, wie die Straßenbahn erst durch den Nordbrandkreise fährt (den man natürlich um das Doppelte erweitern müsste), dann mit letzter Kraft den Frauenberg hochschnauft, um auf der Kreuzung Weinberg/Taschenberg ein Verkehrschaos zu produzieren. Meine Meinung ist: Wären Sie bloß noch bei Lift, da hätten solche Schnapsideen keine Auswirkungen. OK ... haben Sie ja sowieso nicht, weil man pleite ist und dafür eh kein Geld mehr hat.

Frau Rinke, Herr Claus - bitte bleiben Sie hier!

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01.03.2012, 09.38 Uhr
bseplus | Vorschlag
Die Idee von Herrn Jendricke ist so neu nicht - schon vor einigen Wochen haben wir im Freundeskreis über etwas in der Richtung diskutiert. Wenn es auch reizvoll wäre, mit der Tram bis zum Albert-Kuntz-Sportpark zu fahren, so ist der Fußweg von der Haltestelle Schurzfell bis dahin auch zu bewältigen.

Daher wäre es sinnvoller, zumindest den Takt auf der 10 bis Krimderode (dort ist ein Ausweichgleis vorhanden) zu verdichten und so den Verkehr bis zum Stadtrand besser abzudecken.

Für uns Bewohner von Harztor wäre ebenfalls eine Verdichtung des Taktes sinnvoll sowie die Ausweitung der abendlichen Fahrzeiten bis zum allgemeinen Betriebsschluss. Und wenn dann die Fahrzeiten noch so angepasst werden könnten, dass sie zum Arbeitsbeginn / Arbeitsende (Öffnungszeiten) diverser Geschäfte (z.B. Südharz-Galerie) passen würden, dann wäre das ein echter Fortschritt.

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01.03.2012, 12.12 Uhr
buchwurm89 | Gut so Jendricke!
Also ich finde die Verlängerung der Straßenbahnlinie gut, zum Einen haben die Männer was davon: Sie kommen ohne viel Verkehrschaos zu Wacker. Und vielleicht schaffen ja die Jungs den Aufstieg, dann ist das Interesse noch größer.

Zum Anderen kommt man bequemer in den Stadtpark. Gondelteich und Spielplatznutzung zeitsparend inklusive. Danke Herr Jendricke! Wenigstens noch ein Mensch mit Visionen.

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01.03.2012, 13.30 Uhr
I.H. | Illusion
Vision würde ich eine solche Erscheinung des BM nicht nennen. Eher schon Illusion oder verfälschte wirkliche Wahrnehmung.

Aber am lustigsten sind die Beifallklatscher des BM. "... kommt man bequemer in den Stadtpark." Waren solche Kommentatoren in den letzten hundert Jahren überhaupt mal in Nordhausen? Schon mal was von Linie 2 und Parkallee gehört? Und für achtzehn Heimspiele im Jahr eine neue Straßenbahn betreiben klingt auch nicht unbedingt nach wirtschaftlichem Erfolg.

Nehmt doch das Geld und steckt es in den Ofen vom Rathaus, da käme aus dem Schornstein wenigstens noch Rauch an dem man sich erfreuen könnte. Was hier los ist..., nee

Dieter

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01.03.2012, 17.11 Uhr
matze99734 | jendricke, der grieche
unser bürgermeister ist ja spezialisiert für finanzen. da mach ich mir keine sorgen. das hat er gut durchgerechnet und wird sich rentieren. genauso wie die milliarden in griechenland ...

das ist billigster wahlkampf erster klasse. und dann muss ich mir diesen mann schon jetzt in der stadt an etlichen masten anschauen. seit wann darf man eigentlich so früh plakate aufhängen. waren da nicht mal von 6 wochen vor der wahl die rede?

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01.03.2012, 17.23 Uhr
krümel | Richtig so Herr Schroepke
aber dann müßte man das Ordnungsamt bemühen, wegen der Rauchbelästigung. Außerdem stellt sich mir die Frage, da es so viele Rinke Denkmäler gibt, wieviel will sich Herr Jendrike noch auf die Kosten der Bürger leisten?

Ich bin der Meinung Nordhausen ist mit solchen Leuten überstrapaziert.

Es wird Zeit das sich da etwas ändert!

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01.03.2012, 21.11 Uhr
Bodo Schwarzberg | Jendricke unökologisch: für mich wohl doch nicht wählbar
Der Anteil Übergewichtiger erreicht immer neue Dimensionen. Bereits 15 % der Kinder und Jugendlichen gelten als übergewichtig, manche schon mit "Altersdiabetes". Eine Erweiterung des Straßenbahnnetzes in einer vergleichweise kleinen Stadt wie Nordhausen, würde der Bewegungsarmut mit all ihren leid- und kostensteigernden Risiken weiteren Vorschub leisten.
Gerade unseren Studenten, also sehr jungen Leuten, das eigentlich (fast) angeborene Gehen noch weiter abzugewöhnen, als ohnehin schon, halte ich für einen nicht zukunftsweisenden Vorschlag.
Herr Jendrickes Idee, die Straßenbahn Richtung Kuntz-Park zu verlängern, hat mich übrigens arg enttäuscht. Eigentlich wollte ich ihn wählen. Nun werde ich mir das überlegen. Denn unweigerlich würden einer solchen Maßnahme eine ganze Anzahl Bäume zum Opfer fallen. Stellen Sie sich die Parkallee mit Park, aber ohne Kastanien vor. Können und wollen Sie das?

Die "verkehrsberuhigte" Zone Kuntz-Park - Schurzfell würde "großstädtisch" laut. Auch dort würden weitere Bäume fallen. Ein Bürgermeister, der solche Ideen verfolgt, wird auch gegen neue Gipssteinbrüche in der Rüdigsdorfer Schweiz nichts einzuwenden haben - trotz gegenteiliger Beteuerungen.

Was die ins Spiel gebrachte Straßenbahnverlängerung in Richtung Industriegebiet angeht: Bitte haltet den Ball flach! Allein aus der Region Halle kenne ich die verfehlte Euphorie der Lokalpolitik bezüglich Investoren zur Genüge, z.B. bezüglich BMW, die nach Leipzig gingen. Denn vielfach ist kein Investor in Sicht, aber die Fläche ist für Landwirtschaft und für die Natur fast verloren.

Und noch ein Tipp zum Schliuss: Bleibt BITTE cool: Traut niemals einem Wahlkämpfer!

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01.03.2012, 21.47 Uhr
Mathilde | Visionen gehören nun mal dazu und erst recht, wenn diese auch sinnvoll umgesetzt werden.
………hätte nicht vor neun Jahren ein Fraktionsvorsitzender Jendricke, wie die
NNZ im Artikel vom 30. Juli 2003 unter dem Titel „Schranken am Ende?“ berichtete,
die Vision gehabt den leidigen Bahnübergang in der Freiherr-vom-Stein-Straße durch eine Unterführung zu ersetzen und hätte ein BM Jendricke den Bau
der Unterführung nicht vorangetrieben, würden sich heute noch die wartenden Fahrzeugschlagen in der Frh.-v.-Stein-Str. tummeln.

Ich gehe mal davon aus, dass Krümel, Dieter und Co. das Läuten beim schließen und öffnen der Schranken sehr vermissen.

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