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Mi, 14:10 Uhr
29.02.2012

Arbeitsmarkt-Reaktionen (3)

Die 1400 neue Stellen in Thüringen im Februar bringen Bewegung für Arbeitsuchende, ist sich Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) sicher. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 9,7 Prozent hat für ihn saisonale Gründe...


Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit um 0,1 Prozent im Februar habe saisonale Gründe. „Die Auswirkungen der Winters machten sich auch im Februar auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar“, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig. Betroffen seien alle Berufe, die mit der Arbeit im Freien zusammenhängen wie die Baubranche oder der Garten- und Landschaftsbau.

Erfreulich sei die starke Zunahme an gemeldeten Stellen auf insgesamt 5.816: Rund 1400 Stellen seien gegenüber dem Vormonat Januar dazu gekommen. Machnig: „Das ist ein ermutigendes Signal für die Arbeitsuchenden und bringt Bewegung auf den Arbeitsmarkt.“

Ansiedlungen wie die des Windanlagenherstellers Enercon, der in Gotha ein neues Logistikzentrum errichtet, tragen zu dem Stellenzuwachs bei. „Innovative und wachsende Unternehmen wie Enercon stärken den Thüringen Arbeitsmarkt“, sagte der Arbeitsminister. „Thüringen braucht mehr von diesen Unternehmen.“ Im Februar hatte das Unternehmen aus Aurich eine große Anzahl Stellen im Freistaat ausgeschrieben.

Die Schattenseite auf dem Arbeitsmarkt sei die Verfestigung der Langzeitarbeitslosigkeit. Der Minister warnte davor, dass der Wirtschaftsaufschwung weder den Sockel der Langzeitarbeitslosigkeit reduziere noch die prekären Seiten des Arbeitsmarktes wie Leiharbeit, Niedriglöhne und Befristungen aufhebe. „Ein großer Teil der Beschäftigten profitiert nicht von dem Aufschwung der letzten Monate“, so der Minister.

Daher werde das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit Arbeitsagentur, Wirtschaft und Gewerkschaften ab Mai die Initiative „Thüringen braucht Dich“ starten. Gezielt angesprochen werden junge Menschen bis 35 Jahre ohne Job oder ohne Berufsabschluss. Sie sollen ein eine neue berufliche Perspektive bekommen. Machnig: „Wir brauchen eine Kultur der zweiten Chance, und wir brauchen diese Menschen als künftige Fachkräfte.“
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