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Do, 09:44 Uhr
26.01.2012

Aus einer 102-jährigen Zeitung (4)

Seit einigen Tagen stöbert Bodo Schwarzberg ab und zu im "Volksblatt für Nordthüringen" aus dem Jahre 1910, das er bei einem Bekannten einsehen kann. In loser Folge möchte er Sie, liebe nnz/kn-Leserinnen und -Leser mit einigen Veröffentlichungen der damaligen Zeit vertraut machen. Heute: Volksbräuche aus Nordthüringen...

Ausriss (Foto: privat) Ausriss (Foto: privat)

"4. Tod und Begräbnis. Ist jemand krank im Hause und der Totenvogel lässt nachts sein Geschrei ertönen, so wird der Kranke bald sterben: Er ruft: 'Komm mit, komm mit.' Dasselbe gilt, wenn die Totenuhr klopft. Ein Todesfall tritt ein, wenn die Schwalben, die unter dem Dache des Hauses nisten, ein Junges aus dem Nest werfen. Auch wenn die Hunde nächtelang heulen, stirbt nach der Volksmeinung bald jemand.

Wenn einem Todkranken das Sterben schwer wird, so muss man aus dem Dache des Hauses einen Ziegel lösen oder ihm ein Gesangbuch unter den Kopf legen. Uralt ist der Glaube, dass man im Augenblick des Todes eines Menschen die Fenster öffnen müsse, damit die Seele entfliehen kann. Der Hausbesitzer begibt sich in den Stall und sagt den Haustieren, auch den Bienen, dass ein Hausgenosse gestrorben sei. ..." "Ausgabe vom 12.11.1910, Volksbräuche aus Nordthüringen (Auszug)"

Fortsetzung zu diesem Thema in der morgigen Ausgabe Ihrer nnz.
ausgewählt von Bodo Schwarzberg
Autor: nnz

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