Mi, 09:46 Uhr
25.01.2012
Noch ein Netzwerk
In und um Nordhausen herum gibt es ziemlich für alles Netzwerke. Jetzt ist ein neues dazugekommen. Mit dem sollen Alleinerziehende aufgefangen werden...
NANo – das steht für Netzwerk Alleinerziehende Nordhausen, ein Projekt, mit dem sich der Horizont e.V. beim bundesweiten Wettbewerb Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende des Bundesarbeitsministeriums durchgesetzt hat und nun seit April gefördert wird. Ziel ist es, Angebote für Alleinerziehende und deren Bedürfnisse optimal aufeinander abzustimmen.
Rund 85.000 Alleinerziehende gibt es laut Statistischen Landesamt in Thüringen, das sind gut sieben Prozent der Lebensformen, die die Statistiker registrieren. 74.000 der Alleinerziehenden sind Frauen. Wie viele genau es im Landkreis Nordhausen sind, wird statistisch nicht ausgewiesen, lediglich die Zahl für die vier Nordthüringer Kreise: da sind es rund 14.000. Doch allein im Jobcenter Nordhausen werden rund 930 Alleinerziehende gezählt.
Zufrieden mit den ersten Monaten des Netzwerks zeigt sich Projektmanager Thomas Rzepus: Wir haben beispielsweise das Grundgerüst des Netzwerks aufgebaut, individuelle Zielvereinbarungen mit unseren Kooperationspartnern getroffen und eine Präambel als eine Art Ehrenkodex für den Umgang miteinander im Netzwerk formuliert. Zu den Partnern zählen das Landratsamt Nordhausen, das Jobcenter, das JugendSozialwerk e.V., das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V. und die AWO Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Klaus Zeh und dessen Bürgerbüro engagieren sich bei NANo und der Nordhäuser hat auch die Schirmherrschaft des Netzwerks übernommen.
NANo nutzt die bereits aufgebauten Strukturen des Familiennetzwerks des Landkreises, an dem auch die genannten Partner mitwirken. So sollen Doppelstrukturen vermieden werden, um ein möglichst effizientes Zusammenarbeiten zu ermöglichen. Mit allen Partnern haben wir eine individuelle Bedarfsanalyse gemacht, denn es gibt ja unterschiedliche Interessen bei der Arbeit mit Alleinerziehenden. Aktuell entwickeln wir Fragebögen für die Alleinerziehenden in der Region, mit denen wir herausfinden wollen, welche Angebote ihnen fehlen, was sie noch brauchen, sagt Thomas Rzepus.
Dann werden wir eine Landkarte mit den vorhandenen Angeboten zusammenstellen und anhand der erhobenen Bedarfe schauen, wo es vielleicht Lücken gibt und die dann mit den Partnern schließen. Wir wollen die Dienstleistungen, die vorhanden sind, besser kanalisieren und eine Dienstleistungskette in erster Linie mit dem Landratsamt und dem Jobcenter aufbauen, die einen lückenlosen Übergang ermöglicht und damit ein System schaffen, in dem Alleinerziehende mit ihren Anliegen gut aufgehoben sind. Denn es kommt vor, dass Prozesse parallel laufen und nicht immer effizient aufeinander abgestimmt sind.
Solch eine Dienstleistung auch für Alleinerziehende ist beispielsweise die telefonische Sprechstunde, die die AWO Schuldnerberatung immer dienstags von 9 bis 11 Uhr (Tel. 036338/30024) und mittwochs von 13 bis 15 Uhr (Tel. 03631/6239-16 und -42) anbietet. Da können sich Alleinerziehende unkompliziert und anonym beraten lassen, so Thomas Rzepus. Angedacht ist auch eine Anlaufstelle für Alleinerziehende zu schaffen. Dort wollen wir nicht selbst beraten, sondern nur als Lotse an die passenden Angebote für das jeweilige Anliegen weitervermitteln.
Dass der Start geglückt ist, zeigt schon eine Auszeichnung, die NANo im ESF-Bundesprogramm Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende erhalten hat: NANo war im Juni Netzwerk des Monats, weil das Projektmanagement gemeinsam mit den Partnern bereits in der vergleichsweise kurzen Zeit seit dem Start viel erreicht hat. Über zwei Jahre gefördert wird NANo in diesem ESF-Bundesprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Damit ist es eines von rund 100 lokalen und regionalen Netzwerken in Deutschland, die dazu beitragen sollen, die Lebens- und Arbeitsperspektiven für Alleinerziehende nachhaltig zu verbessern – neun davon in Thüringen.
Perspektivisch soll NANo auch nach Ablauf der Förderperiode weiter bestehen und die Basisstrukturen schaffen für ein Frühfördersystem für Familien. Wir wollen, dass das System, das wir aufbauen, nachhaltig ist und wenn es erfolgreich funktioniert, wollen wir es allgemein für Familien öffnen, so Thomas Rzepus.
Autor: nnzNANo – das steht für Netzwerk Alleinerziehende Nordhausen, ein Projekt, mit dem sich der Horizont e.V. beim bundesweiten Wettbewerb Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende des Bundesarbeitsministeriums durchgesetzt hat und nun seit April gefördert wird. Ziel ist es, Angebote für Alleinerziehende und deren Bedürfnisse optimal aufeinander abzustimmen.
Rund 85.000 Alleinerziehende gibt es laut Statistischen Landesamt in Thüringen, das sind gut sieben Prozent der Lebensformen, die die Statistiker registrieren. 74.000 der Alleinerziehenden sind Frauen. Wie viele genau es im Landkreis Nordhausen sind, wird statistisch nicht ausgewiesen, lediglich die Zahl für die vier Nordthüringer Kreise: da sind es rund 14.000. Doch allein im Jobcenter Nordhausen werden rund 930 Alleinerziehende gezählt.
Zufrieden mit den ersten Monaten des Netzwerks zeigt sich Projektmanager Thomas Rzepus: Wir haben beispielsweise das Grundgerüst des Netzwerks aufgebaut, individuelle Zielvereinbarungen mit unseren Kooperationspartnern getroffen und eine Präambel als eine Art Ehrenkodex für den Umgang miteinander im Netzwerk formuliert. Zu den Partnern zählen das Landratsamt Nordhausen, das Jobcenter, das JugendSozialwerk e.V., das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V. und die AWO Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Klaus Zeh und dessen Bürgerbüro engagieren sich bei NANo und der Nordhäuser hat auch die Schirmherrschaft des Netzwerks übernommen.
NANo nutzt die bereits aufgebauten Strukturen des Familiennetzwerks des Landkreises, an dem auch die genannten Partner mitwirken. So sollen Doppelstrukturen vermieden werden, um ein möglichst effizientes Zusammenarbeiten zu ermöglichen. Mit allen Partnern haben wir eine individuelle Bedarfsanalyse gemacht, denn es gibt ja unterschiedliche Interessen bei der Arbeit mit Alleinerziehenden. Aktuell entwickeln wir Fragebögen für die Alleinerziehenden in der Region, mit denen wir herausfinden wollen, welche Angebote ihnen fehlen, was sie noch brauchen, sagt Thomas Rzepus.
Dann werden wir eine Landkarte mit den vorhandenen Angeboten zusammenstellen und anhand der erhobenen Bedarfe schauen, wo es vielleicht Lücken gibt und die dann mit den Partnern schließen. Wir wollen die Dienstleistungen, die vorhanden sind, besser kanalisieren und eine Dienstleistungskette in erster Linie mit dem Landratsamt und dem Jobcenter aufbauen, die einen lückenlosen Übergang ermöglicht und damit ein System schaffen, in dem Alleinerziehende mit ihren Anliegen gut aufgehoben sind. Denn es kommt vor, dass Prozesse parallel laufen und nicht immer effizient aufeinander abgestimmt sind.
Solch eine Dienstleistung auch für Alleinerziehende ist beispielsweise die telefonische Sprechstunde, die die AWO Schuldnerberatung immer dienstags von 9 bis 11 Uhr (Tel. 036338/30024) und mittwochs von 13 bis 15 Uhr (Tel. 03631/6239-16 und -42) anbietet. Da können sich Alleinerziehende unkompliziert und anonym beraten lassen, so Thomas Rzepus. Angedacht ist auch eine Anlaufstelle für Alleinerziehende zu schaffen. Dort wollen wir nicht selbst beraten, sondern nur als Lotse an die passenden Angebote für das jeweilige Anliegen weitervermitteln.
Dass der Start geglückt ist, zeigt schon eine Auszeichnung, die NANo im ESF-Bundesprogramm Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende erhalten hat: NANo war im Juni Netzwerk des Monats, weil das Projektmanagement gemeinsam mit den Partnern bereits in der vergleichsweise kurzen Zeit seit dem Start viel erreicht hat. Über zwei Jahre gefördert wird NANo in diesem ESF-Bundesprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Damit ist es eines von rund 100 lokalen und regionalen Netzwerken in Deutschland, die dazu beitragen sollen, die Lebens- und Arbeitsperspektiven für Alleinerziehende nachhaltig zu verbessern – neun davon in Thüringen.
Perspektivisch soll NANo auch nach Ablauf der Förderperiode weiter bestehen und die Basisstrukturen schaffen für ein Frühfördersystem für Familien. Wir wollen, dass das System, das wir aufbauen, nachhaltig ist und wenn es erfolgreich funktioniert, wollen wir es allgemein für Familien öffnen, so Thomas Rzepus.


