Sa, 15:20 Uhr
21.01.2012
Ästhetische OP brachte die Liebe zurück
Immer mehr Frauen und Männer, heißt es, seien heutzutage bereit, viel Geld in schöne Zähne oder ein schönes Aussehen zu investieren. Laut Statistik lassen sich jährlich 800 000 Deutsche ihren Körper durch operative kosmetische Eingriffe der verschiedensten Art verschönern. Kurt Frank sprach mit dem Nordhäuser Zahn-, Kiefer- und Gesichtschirurgen Dr. Bernd Mansel...
Es gebe Menschen mit angeborenen Fehlbildungen oder Formveränderungen der Zähne, der Kiefer, der Nase oder der Ohren. Ihr äußeres Erscheinungsbild mache viele unglücklich, weiß der Arzt. Ästhetische Operationen und kosmetische Eingriffe seien dann sinnvoll, wenn sie gesundheitlichen Anforderungen folgen. Chirurg Mansel erinnert an einen Fall aus seiner Praxis. Da war jener zu Tode betrübter junger Mann, dem schlechte Zähne plagten. Sie verursachten einen üblen Mundgeruch.
Hinzu kam ein übermäßig langes Kinn, das ihn nicht gerade vorteilhaft aussehen ließ. Zu allem Übel drängte ihn seine Freundin, einen Facharzt aufzusuchen, um sich beraten und behandeln zu lassen. Obwohl sie ihn mochte, ließ sie durchblicken, sich von ihm zu trennen, sollte er untätig bleiben. Der Mann gab dem Ansinnen seiner Partnerin nach.
Es sei für ihn und seinem Team ein Stück harte Arbeit gewesen, dem Patienten das Lächeln zurückzubringen, erinnert sich Dr. Bernd Mansel. Während er und Dr. Andreas Rein die chirurgische Arbeit übernahmen, kümmerte sich Zahnärztin Dr. Rita Mansel um die Prothetik. Bernd Mansel erklärt: Bis auf vier Zähne mussten alle anderen schlechten raus. Das angegriffene Zahnfleisch war zu behandeln, eine Entzündung aus dem Kiefer zu entfernen. Außerdem nahmen wir eine Kieferkorrektur vor. Abschließend setzten wir mehrere Zahnimplantate. Heute ist sein Patient überglücklich. Das Paar fand wieder zu sich – inniger noch als vordem.
Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG), erklärt Fachmediziner Mansel, umfasse die Erkennung, Prävention und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Frakturen, Fehlbildungen und Formveränderungen der Zähne, der Mundhöhle, der Kiefer und des Gesichtes. Einen besonderen Schwerpunkt bilde die funktionelle (Kauen, Schlucken, Sprechen) und ästhetische Rehabilitation. Den als Schönheitswahn bezeichneten Trend kann Dr. Mansel in seiner Praxis nicht bestätigen. Wohl aber ein steigendes ästhetisches Ansprechverhalten der Männer. Da stören Tränensäcke, hängende Augenlider, Falten, Altersflecken. Schönheit ist nicht mehr nur ein Frauenthema.
Die Arztwahl für einen Schönheitschirurgen sei ein komplexes und umfangreiches Thema, für den Laien nicht einfach erkennbar. Der Begriff Schönheitschirurg sei in keiner Art und Weise geschützt, macht Bernd Mansel deutlich. Wer das Bedürfnis habe, sich unters Messer zu legen und sich verschönern zu lassen, sollte sich vorher unbedingt über seriöse Kliniken und Praxen bei der Ärztekammer oder im Internet erkundigen.
Es gibt Stunden, da zieht es Mansel unwiderstehlich hinaus ins Freie. Er liebt sein Hobby. Der Mediziner hält es mit dem deutschen Dichter Friedrich von Bodenstedt, der schon 1851 (Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde) erkannte, dass Reiten gut für Körper und Geist ist. Für den Arzt bedeutet es körperliche Ertüchtigung mit Stressabbau. Sogar das Reitabzeichen erwarb er, was ihn für die Teilnahme an Turnieren berechtigt. Auch seine Frau hat ihr eigenes Pferd.
Beide trainieren in der Reitanlage Ogkler des Pferdesportvereins Tierzucht Nordhausen. Schuld an dieser Leidenschaft hat Tochter Rhea. Von Kindesbeinen an sei sie in Pferde vernarrt, sagt der Vater. Wir begleiteten sie unter anderem zu Reit-Turnieren. Sie hat uns für den Pferdesport begeistert. Praxispartner Dr. Andreas Rein pflegt ebenfalls ein Hobby. Er übernahm vom Vater die Modelleisenbahn. In der neuen Wohnung in Bleicherode habe er bisher noch nicht die Zeit gefunden, sie wieder aufzubauen.
Kurt Frank
Autor: nnzEs gebe Menschen mit angeborenen Fehlbildungen oder Formveränderungen der Zähne, der Kiefer, der Nase oder der Ohren. Ihr äußeres Erscheinungsbild mache viele unglücklich, weiß der Arzt. Ästhetische Operationen und kosmetische Eingriffe seien dann sinnvoll, wenn sie gesundheitlichen Anforderungen folgen. Chirurg Mansel erinnert an einen Fall aus seiner Praxis. Da war jener zu Tode betrübter junger Mann, dem schlechte Zähne plagten. Sie verursachten einen üblen Mundgeruch.
Hinzu kam ein übermäßig langes Kinn, das ihn nicht gerade vorteilhaft aussehen ließ. Zu allem Übel drängte ihn seine Freundin, einen Facharzt aufzusuchen, um sich beraten und behandeln zu lassen. Obwohl sie ihn mochte, ließ sie durchblicken, sich von ihm zu trennen, sollte er untätig bleiben. Der Mann gab dem Ansinnen seiner Partnerin nach.
Es sei für ihn und seinem Team ein Stück harte Arbeit gewesen, dem Patienten das Lächeln zurückzubringen, erinnert sich Dr. Bernd Mansel. Während er und Dr. Andreas Rein die chirurgische Arbeit übernahmen, kümmerte sich Zahnärztin Dr. Rita Mansel um die Prothetik. Bernd Mansel erklärt: Bis auf vier Zähne mussten alle anderen schlechten raus. Das angegriffene Zahnfleisch war zu behandeln, eine Entzündung aus dem Kiefer zu entfernen. Außerdem nahmen wir eine Kieferkorrektur vor. Abschließend setzten wir mehrere Zahnimplantate. Heute ist sein Patient überglücklich. Das Paar fand wieder zu sich – inniger noch als vordem.
Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG), erklärt Fachmediziner Mansel, umfasse die Erkennung, Prävention und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Frakturen, Fehlbildungen und Formveränderungen der Zähne, der Mundhöhle, der Kiefer und des Gesichtes. Einen besonderen Schwerpunkt bilde die funktionelle (Kauen, Schlucken, Sprechen) und ästhetische Rehabilitation. Den als Schönheitswahn bezeichneten Trend kann Dr. Mansel in seiner Praxis nicht bestätigen. Wohl aber ein steigendes ästhetisches Ansprechverhalten der Männer. Da stören Tränensäcke, hängende Augenlider, Falten, Altersflecken. Schönheit ist nicht mehr nur ein Frauenthema.
Die Arztwahl für einen Schönheitschirurgen sei ein komplexes und umfangreiches Thema, für den Laien nicht einfach erkennbar. Der Begriff Schönheitschirurg sei in keiner Art und Weise geschützt, macht Bernd Mansel deutlich. Wer das Bedürfnis habe, sich unters Messer zu legen und sich verschönern zu lassen, sollte sich vorher unbedingt über seriöse Kliniken und Praxen bei der Ärztekammer oder im Internet erkundigen.
Es gibt Stunden, da zieht es Mansel unwiderstehlich hinaus ins Freie. Er liebt sein Hobby. Der Mediziner hält es mit dem deutschen Dichter Friedrich von Bodenstedt, der schon 1851 (Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde) erkannte, dass Reiten gut für Körper und Geist ist. Für den Arzt bedeutet es körperliche Ertüchtigung mit Stressabbau. Sogar das Reitabzeichen erwarb er, was ihn für die Teilnahme an Turnieren berechtigt. Auch seine Frau hat ihr eigenes Pferd.
Beide trainieren in der Reitanlage Ogkler des Pferdesportvereins Tierzucht Nordhausen. Schuld an dieser Leidenschaft hat Tochter Rhea. Von Kindesbeinen an sei sie in Pferde vernarrt, sagt der Vater. Wir begleiteten sie unter anderem zu Reit-Turnieren. Sie hat uns für den Pferdesport begeistert. Praxispartner Dr. Andreas Rein pflegt ebenfalls ein Hobby. Er übernahm vom Vater die Modelleisenbahn. In der neuen Wohnung in Bleicherode habe er bisher noch nicht die Zeit gefunden, sie wieder aufzubauen.
Kurt Frank


