Fr, 16:10 Uhr
20.01.2012
Verzögerung nicht hinnehmbar
Die Menschen, die in den Dörfern entlang der B 243 leben, die fühlen sich - vornehm ausgedrückt - ein wenig veralbert. Vor allem von der Thüringer Landesregierung und dem Nordthüringer Straßenbauamt. Das wiederum ist im Landkreis Eichsfeld beheimatet...
Mehrfach haben wir an dieser Stelle über das zu hohe Verkehrsaufkommen auf der B 243 berichtet. Und wir haben berichtet wie sich die Gemeinden entlang der Trasse darum bemühen, dass der Bau einer neuen schnell vorangeht.
Doch immer wieder werden die Planungen verschoben. Kein Geld, keine Priorität hört man aus Erfurt und Leinefelde. Dort befindet sich das Straßenbauamt Nordthüringen. Wie es hingegen um die Bundesstraßen im Landkreis Eichsfeld bestellt ist, das muss an dieser Stelle nicht gesondert geschrieben werden. Da jagt ein Planfeststellungsverfahren das nächste, reiht sich der Baubeginn einer Ortsumfahrung an die andere.
Die Einheitsgemeinden Werther und Hohenstein wollen sich jetzt erneut politisch für einen schnellen Weiterbau der neuen B 243 stark machen und haben eine Resolution verfasst, die Ende Januar auch vom Kreistag verabschiedet werden soll. Die nnz dokumentiert das Schreiben:
Es gibt viele gute Gründe, gemeinsam für das Wohl des Landkreises und seiner einzelnen Regionen für bestmögliche Lösungen in seiner Gesamtentwicklung und hier im Speziellen in seiner verkehrlichen Entwicklung zu kämpfen. Der bisherige Verlauf der Planfeststellungsverfahren zum Bau der B 243 (neu) hat gezeigt, dass es keine verfahrensoffenen Fragen gegeben hat.
Der Nordhäuser Kreistag und die Räte der Gemeinden Werther und Hohenstein setzen sich für eine zeitnahe Bauvollendung der B 243 (neu) (Lückenschluss zwischen Günzerode und Mackenrode) ein. Die B 243 hat durch die Grenzöffnung und durch die deutsche Einigung ihre Bedeutung als wichtigste Verbindungsachse im Südharzraum zwischen den Bundesländern Thüringen und Niedersachsen wiedererlangt. Sie stellt die direkte Verbindung zwischen der A 7 bei Seesen und der A 38 bei Nordhausen her. Die B 243 verbindet die Südharzstädte Osterode am Harz, Herzberg, Bad Lauterberg im Harz, Bad Sachsa und Nordhausen untereinander und dient als südliche Verteilungsschiene für den Harz.
Da das Straßennetz in seinen wesentlichen Elementen weitgehend dem Vorkriegsstandard entspricht, entstehen einerseits erhebliche Konflikte in zahlreichen engen Ortsdurchfahrten und andererseits ist die völlig unzureichende Infrastruktur hinderlich für die Wiederherstellung normaler regionaler und überregionaler wirtschaftlicher Beziehungen und Entwicklungen zwischen den benachbarten Kreisen und Bundesländern.
Gerade auch der sehr hohe Anteil an Schwerlastverkehr (ca. 36 % ) auf dieser Verbindung führt zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität der Bevölkerung in den betroffenen Ortsdurchfahrten, insbesondere von Günzerode, Holbach und Mackenrode. Von hoher Priorität ist der weitere zielgerichtete Ausbau der wirtschaftsrelevanten Infrastruktur, wobei attraktive Verkehrswege und Verkehrsverbindungen auf Straße und Schiene entscheidende Rahmenbedingungen für die regionale Wirtschaft sind.
Die Fertigstellung begonnener bzw. der Beginn geplanter Verkehrsprojekte als Kernpunkte der infrastrukturellen Entwicklung bestimmt die Wirtschaftsentwicklung der Region signifikant. Es ist davon auszugehen, dass sich auch mit dem Neubau der B 243 die Standortbedingungen für die regionale Wirtschaft grundlegend verbessern werden.
Die B 243 bildet die wichtigste Verbindung der Region an das Land Niedersachsen. Deshalb sind alle Aktivitäten zu fördern, die dieses Vorhaben positiv beeinflussen und geeignet sind, weitere Verzögerungen zu verhindern. Zeitkonform müssen die vorgesehenen leistungsfähigen Anschlussstellen errichtet werden. Die Zubringerstraßen zur A 38 und der neuen B 243 müssen so attraktiv sein, dass der erforderliche regionalwirtschaftliche Effekt entsteht und nicht der Transiteffekt oder gar die Abwanderung aus der Region vorherrscht.
Autor: nnzMehrfach haben wir an dieser Stelle über das zu hohe Verkehrsaufkommen auf der B 243 berichtet. Und wir haben berichtet wie sich die Gemeinden entlang der Trasse darum bemühen, dass der Bau einer neuen schnell vorangeht.
Doch immer wieder werden die Planungen verschoben. Kein Geld, keine Priorität hört man aus Erfurt und Leinefelde. Dort befindet sich das Straßenbauamt Nordthüringen. Wie es hingegen um die Bundesstraßen im Landkreis Eichsfeld bestellt ist, das muss an dieser Stelle nicht gesondert geschrieben werden. Da jagt ein Planfeststellungsverfahren das nächste, reiht sich der Baubeginn einer Ortsumfahrung an die andere.
Die Einheitsgemeinden Werther und Hohenstein wollen sich jetzt erneut politisch für einen schnellen Weiterbau der neuen B 243 stark machen und haben eine Resolution verfasst, die Ende Januar auch vom Kreistag verabschiedet werden soll. Die nnz dokumentiert das Schreiben:
Es gibt viele gute Gründe, gemeinsam für das Wohl des Landkreises und seiner einzelnen Regionen für bestmögliche Lösungen in seiner Gesamtentwicklung und hier im Speziellen in seiner verkehrlichen Entwicklung zu kämpfen. Der bisherige Verlauf der Planfeststellungsverfahren zum Bau der B 243 (neu) hat gezeigt, dass es keine verfahrensoffenen Fragen gegeben hat.
Der Nordhäuser Kreistag und die Räte der Gemeinden Werther und Hohenstein setzen sich für eine zeitnahe Bauvollendung der B 243 (neu) (Lückenschluss zwischen Günzerode und Mackenrode) ein. Die B 243 hat durch die Grenzöffnung und durch die deutsche Einigung ihre Bedeutung als wichtigste Verbindungsachse im Südharzraum zwischen den Bundesländern Thüringen und Niedersachsen wiedererlangt. Sie stellt die direkte Verbindung zwischen der A 7 bei Seesen und der A 38 bei Nordhausen her. Die B 243 verbindet die Südharzstädte Osterode am Harz, Herzberg, Bad Lauterberg im Harz, Bad Sachsa und Nordhausen untereinander und dient als südliche Verteilungsschiene für den Harz.
Da das Straßennetz in seinen wesentlichen Elementen weitgehend dem Vorkriegsstandard entspricht, entstehen einerseits erhebliche Konflikte in zahlreichen engen Ortsdurchfahrten und andererseits ist die völlig unzureichende Infrastruktur hinderlich für die Wiederherstellung normaler regionaler und überregionaler wirtschaftlicher Beziehungen und Entwicklungen zwischen den benachbarten Kreisen und Bundesländern.
Gerade auch der sehr hohe Anteil an Schwerlastverkehr (ca. 36 % ) auf dieser Verbindung führt zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität der Bevölkerung in den betroffenen Ortsdurchfahrten, insbesondere von Günzerode, Holbach und Mackenrode. Von hoher Priorität ist der weitere zielgerichtete Ausbau der wirtschaftsrelevanten Infrastruktur, wobei attraktive Verkehrswege und Verkehrsverbindungen auf Straße und Schiene entscheidende Rahmenbedingungen für die regionale Wirtschaft sind.
Die Fertigstellung begonnener bzw. der Beginn geplanter Verkehrsprojekte als Kernpunkte der infrastrukturellen Entwicklung bestimmt die Wirtschaftsentwicklung der Region signifikant. Es ist davon auszugehen, dass sich auch mit dem Neubau der B 243 die Standortbedingungen für die regionale Wirtschaft grundlegend verbessern werden.
Die B 243 bildet die wichtigste Verbindung der Region an das Land Niedersachsen. Deshalb sind alle Aktivitäten zu fördern, die dieses Vorhaben positiv beeinflussen und geeignet sind, weitere Verzögerungen zu verhindern. Zeitkonform müssen die vorgesehenen leistungsfähigen Anschlussstellen errichtet werden. Die Zubringerstraßen zur A 38 und der neuen B 243 müssen so attraktiv sein, dass der erforderliche regionalwirtschaftliche Effekt entsteht und nicht der Transiteffekt oder gar die Abwanderung aus der Region vorherrscht.

