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So, 19:21 Uhr
15.01.2012

nnz-Forum: Eltern wurden kurz gehalten

Am 7. Dezember des vergangenen Jahres wurde die Erhöhung der Elternbeiträge in den Kindertagesstätten der Stadt Nordhausen beschlossen mit der mehr als deutlichen Aufforderung an die freien Träger, sich dem anzupassen. Dazu die Anmerkungen von Elternsprechern...


Somit sind am Ende fast alle Eltern von einer Erhöhung z.T. bis zu 70,00 € pro Monat betroffen. Alleinerziehende mit einem Kind besonders schwer, Familien mit 3 und mehr Kindern werden zwar geringfügig entlastet, aber bilden diese denn die Mehrheit der Betroffenen? Nun sickern alle Details nach und nach bis zu allen Eltern durch. Elternsprechertreffen werden durchgeführt, ohne dass nun im Januar noch irgendeine Möglichkeit der Intervention besteht.

Da fragt sich der aufmerksame Beobachter doch, wie ist es eigentlich soweit gekommen? Ende November, also kurz genug um weitere Gegenmaßnahmen zu verhindern, wurde erst der Stadtelternsprecher informiert, am 07. Dezember dann die Beschlussfassung im Stadtrat, die Information im Ratskurier taucht dann am 17.12. auf und am 06.01. flatterten die Einladungen zur Elternsprecherversammlung in die Briefkästen. Da müssen wir doch sagen, sehr schlau gemacht, liebe Stadträte.

In einer Zeit in der gerade Familien viele Wege zu erledigen haben, die Konzentration auf einem Familienfest und der Zeit der Ruhe und Besinnung liegt, einfach noch einmal schnell eine Beitragserhöhung im Eilverfahren zu beschließen. Die Frage, wo die Eltern waren, sie hätten doch bei der Bürgersprechstunde für ihre Interessen eintreten können, ist hier dann wohl auch hinfällig. Eltern und Arbeitnehmer haben mangels einer Information zu dem geplanten Beschluss das gemacht, was ihre Aufgaben sind: sich um ihre Kinder gekümmert und das Familieneinkommen erwirtschaftet.

Im Sinne der Eltern, die wir vertreten, möchten wir hiermit unsere maßlose Enttäuschung über das Vorgehen der Stadt deutlich machen, eine Einbindung von Eltern, Elternvertretern und Bürgern stellen wir uns anders vor und fordern ein frühzeitigere Informationsweitergabe und Möglichkeiten der Anhörung.

Im Hinblick auf die am 22. April 2012 stattfindenden Kommunalwahlen hat die „abdankende Stadtratsmannschaft“ keinen Beitrag geleistet, um die betroffenen Eltern für die Wahl zu motivieren. Mit solch einem negierenden Verhalten kann man mit Sicherheit kein Vertrauen erwecken.
Die Elternsprecher der Kindertageseinrichtungen: Brummkreisel und Zwergenschlösschen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
H.Buntfuß
15.01.2012, 20:24 Uhr
Bürger und Politik
Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, was wir von unseren so genannten Volksvertretern zu halten haben. Wenn es um den Bürger geht sind sie auf beiden OHREN taub. Geht es um ihre Belange, dann sind sie oben auf.

Über den letzten Absatz sollten die Bürger einmal genau nachdenken und der Wahl auch einfach fern bleiben. Sollen sich doch die Parteisoldaten untereinander Wählen. Nur dürfen sie dann nicht mehr behaupten sie handeln zum Wohl des Volkes.

Dann muss es wohl eher heißen: „Wir arbeiten ausschließlich für unsere Taschen?“
pumpnC
15.01.2012, 23:16 Uhr
Nordhausen
war und ist kinderfeindlich! Was die Stadt und das Jugendsozialwerk hier veranstaltet ist reine Abzocke und das sieht leider in fast allen Gegenden von Deutschland so aus.

Es werden Milliarden an Steuergeldern für soziale Fehlprojekte ausgegeben, aber Familien mit Kindern werden nicht entlastet sondern zusätzlich belastet.

Die Stadt sollte sich was schämen. In den Medien einen auf Sozialpolitik machen, aber durch diverse Tricks die Bürger hinten rum abzukassieren. Da muss man sich dann bei den derzeitigen Hungerlöhnen auch nicht wundern, wenn immer mehr Menschen bzw. Familien den Lockruf von Hartz4 folgen, denn wer in dieser sozialen Hängematte liegt, bekommt ohnehin so gut wie alles vom Staat bezahlt.
Sissi
16.01.2012, 10:42 Uhr
pumpnC
Da muß Ich Ihnen voll Recht geben.
undCO
16.01.2012, 18:46 Uhr
Nur zur Info.....
...das Jusowe mußte!!! der Erhöhung der Stadt folgen, also erst informieren dann tippen!!!!!
Teddy08
16.01.2012, 19:29 Uhr
pumpnC
wenn sie den unterschied zwischen stadt und jugendsozialwerk nicht kennen tut es mir leid denn das jugendsozialwerk muss sich der stadt anpassen ob sie will oder nicht
-Insider-
16.01.2012, 20:19 Uhr
mhhh
warum wird dann nicht einfach mal bei der nächsten stadtratssitzung demonstriert? ein artikel hier wo man sich luft macht bringt soviel wie ein schuss in die luft - nüscht.
Gudrun1974
16.01.2012, 22:17 Uhr
Quatsch: Keiner muss Satzung übernehmen
Wo steht das das Sozialwerk die Satzung übernehmen muss? Beweise bitte - keine Behauptungen.

Fakt ist: Alle haben sich von der Stadt (Rinke, Jendricke) überrollen lassen. Und die Stadt hatte Schlimmeres vor, wenn hörensagen stimmt. Die Einkommensstaffelung sollte sogar weg.
Pressesprecher Stadt Nordhausen
18.01.2012, 10:29 Uhr
Freie Träger entscheiden selbst über Kita-Gebühren
Das Anhörungsverfahren der Elternsprecher der Kindertageseinrichtung „Eichenbergzwerge“ (Petersdorf) gemäß § 10 Abs. 2 S. 7 ThürKitaG wurde ordnungsgemäß durchgeführt. Die Kita in Petersdorf ist die einzige, die die Stadt Nordhausen direkt betreibt. Für sie wurde auch die neue Gebührensatzung erarbeitet, die am 17. Dezember veröffentlicht wurde.

Der Stadtratsbeschluss gibt lediglich die Empfehlung der analogen Anwendung dieser Satzung an die freien Träger, die die restlichen Kitas in der Stadt betreiben, für die Erhebung der Elternbeiträge. Ob sie angewendet wird, obliegt den freien Trägern, denn sie legen Elternbeiträge in eigenen Elternbeitragsordnungen fest und sind selbst verantwortlich für die Information der Elternbeiräte in ihren Einrichtungen.

Der Stadtelternsprecher Herr Kaufmann wurde eng ins Verfahren einbezogen. Bereits Mitte November 2011 gab es im Rathaus ein persönliches Informationsgespräch mit den Mitarbeiterinnen des Sachgebietes Kindertagesstätten. Danach erfolgte die schriftliche Information an Herrn Kaufmann und die beiden Satzungsvarianten (einkommensabhängige und einkommensunabhängige Variante) wurden ihm übersandt. Eine schriftliche Stellungnahme seitens Herrn Kaufmann ist nicht eingegangen. Darüber hinaus wurde im Schreiben ein weiteres persönliches Gespräch angeboten, das ebenfalls nicht wahrgenommen wurde.

In einem telefonischem Gespräch Ende November 2011 versicherte Herr Kaufmann, dass ein persönlicher Beratungstermin aus seiner Sicht nicht notwendig sei, da er keinen Handlungsbedarf sieht. Die Variante der einkommensabhängigen Satzung sei für Ihn nicht diskussionsbedürftig, da diese inhaltlich vollkommen nachvollziehbar ist. Nochmals wurde ihm in diesem Telefonat mitgeteilt, dass die einkommensabhängige Variante favorisiert wird und dass ein weiteres persönliches Gespräch zur genauen Erläuterung der Berechnung und Höhe der Elternbeiträge möglich ist. Dieses Angebot nahm der Stadtelternsprecher erneut nicht in Anspruch.

Den freien Trägern von Kindertageseinrichtungen war bereits seit Ende 2010 bekannt, dass die Stadt Nordhausen eine Gebührensatzung für die Kindertageseinrichtungen in kommunaler Trägerschaft erarbeitet. In einer Trägerberatung am 22.November wurden diese ausführlich über die möglichen Varianten der Elternbeitragssatzung informiert.

Kein Träger hat sich gegen die Empfehlung der Übernahme der neuen Elternbeiträge in allen Einrichtungen der Stadt Nordhausen ausgesprochen. Darüber hinaus hatten alle freien Träger auch die Möglichkeit der schriftlichen Stellungnahme.

Patrick Grabe, Pressestelle Stadt Nordhausen
Nörgler
18.01.2012, 10:43 Uhr
Das ist der Gipfel
Seit wann können in dieser Stadt die freien Träger frei entscheiden. Man muss sich doch nur die Verquickungen zwischen Stadträten und den Trägern ansehen:

Jugendsozialwerk: Vorstand - Frau Pape
Lebenshilfe: Geschäftsführerin - Frau Pape

Ökumenischer Kindergarten: Vorstand: Herr Klodt
Leiterin: Frau Klodt

"Zufällig" sitzen Herr Klodt und Frau Pape im Stadtrat und dann noch im Finanzausschuss.

Und wenn da nicht gespurt wird, dann wird gleich mal mit der Kürzung der Zuschüsse gedroht. Soviel zur Selbstentscheidung.
llmntd
18.01.2012, 11:01 Uhr
Ihren Job möchte ich nicht haben, Herr Grabe.
"Kein Träger hat sich gegen die Empfehlung der Übernahme der neuen Elternbeiträge in allen Einrichtungen der Stadt Nordhausen ausgesprochen. Darüber hinaus hatten alle freien Träger auch die Möglichkeit der schriftlichen Stellungnahme."



Sehr geehrter Herr Grabe,

warum sollten Freie Träger gegen eine Gebührenerhöhung bei gleicher Leistung/ ggf. sogar Leistungsverschlechterung sein?

Im Beschlusstext der Stadtverwaltung steht ganz klar, dass Freie Träger sich den Vorgaben der Stadt anschließen sollen.
D.h. die Stadtverwaltung Nordhausen schlägt eine Satzung für EINEN Kindergarten in Petersdorf vor, vielleicht demnächst zwei. Die zeitlich unter Druck gesetzen Stadtratsmitglieder stimmen zu und GANZ NORDHAUSEN (ca. 20 Kindertagesstätten?) bezahlt aufgrund ihres dezenten Hinweises.

Und bezüglich Herrn Kaufmanns Wissen, Gegenmaßnahmen, Mitwirkung... Wie soll ein Mann sich gegen eine intern abgesprochene Stadtverwaltung im Eilzugtempo durchsetzen?!?

Danke Herr Grabe, ich habe keinen Bedarf an weiteren Erklärungsversionen und Schuldzuweisungen. Mein Kreuzchen bei der nächsten Wahl im April bekommen andere.
TeeEff
18.01.2012, 12:03 Uhr
Bis zu den Wahlen...
hat das der Bürger vergessen! Obwohl diese schon in knapp 3 Monaten, am 22.April sind.
Und das wissen Jendricke und Co. sehr genau.

Im übrigen, wenn man vor dem Rathaus oder Heim der Damen und Herren demonstriert und in die Luft "schiesst" wirkt das sehr wohl...aber diesem Risiko ist in diesem Land ja längst der Riegel vorgeschoben.

Beherrschte haben weder effektiv zu protestieren noch sich wehren zu können! Im Notfall werden sie niedergeknüppelt, mit Reizstoffen vergast und ihnen mit Wasserwerfern die Augen ausgestrahlt...
Dick
18.01.2012, 21:34 Uhr
@Nörgler
Meine vollste Zustimmung!
Pressesprecher JSW
19.01.2012, 09:11 Uhr
Elternbeiträge bei freien Trägern
Zu diesem Beitrag und der dadurch entstandenen Diskussion möchten wir Ihnen unsere folgenden Stellungnahme zur Kenntnis geben:

Die Aussage, dass die freien Träger selbst über die Anwendung der vom Stadtrat beschlossenen Beitragsordnung für Kindertagesstätten entscheiden, ist korrekt. In den vergangenen 20 Jahren war es üblich, dass die freien Träger, und so auch der JugendSozialwerk Nordhausen e. V., der Empfehlung des Stadtrats folgen. Daher werden wir die neue Beitragssatzung zum 01.04.2012 anwenden. Die Eltern der Kinder unserer Einrichtungen wurden bereits in diesem Monat schriftlich dazu informiert.

Wir möchten klarstellen, dass den Trägern von Kindertagesstätten keinerlei finanzielle Vorteile durch die neue Beitragssatzung entstehen. Die Kindertagesstätten unter anderem durch die Stadt Nordhausen finanziert. Eine höhere Beteiligung von Eltern an diesen Kosten führt zu einer Minderbelastung des kommunalen Haushalts. Für die freien Träger bedingt die Anwendung der neuen Satzung zusätzlich einen deutlich höheren Verwaltungsaufwand bei der Berechnung der Beiträge.

Die Einheitlichkeit bei der Beitragserhebung unter allen Trägern war und ist deshalb wichtig, damit zukünftig nicht die Höhe der Beiträge, sondern das passende Konzept der Kindertageseinrichtung entscheidend für die die Auswahl der richtigen Einrichtung ist. Die Landschaft der Kindertagesstätten in Nordhausen bietet eine enorme Konzeptvielfalt, aus welcher für die optimale frühkindliche Entwicklung des einzelnen Kindes das passende durch die Eltern ausgewählt werden sollte.

Holger Richter
Geschäftsleitung
JugendSozialwerk Nordhausen e. V.
llmntd
19.01.2012, 09:41 Uhr
Wann haben Sie die Eltern schriftlich infomriert, Herr Richter?
"Die Eltern der Kinder unserer Einrichtungen wurden bereits in diesem Monat schriftlich dazu informiert."


Sehr geehrter Herr Richter,

ich und gefühlte 99% aller Eltern von JSW-Kindertagesstätten wurden bis heute nicht mündlich, schriftlich, via KiTa-Leitungen oder Presse informiert. Ihren Kommentar inklusive das avisierte Datum der Gebührenerhöhung zum 01.04.2012 nehme ich zur Kenntnis.
Ostdeutscher
19.01.2012, 11:45 Uhr
KEINE INFORMATION!!!!
Mein Kind geht in eine Einrichtung des Jugendsozialwerk und wir haben bis jetzt keine Information bekommen.In den Kommentaren der beiden Pressesprecher wird meiner Meinung nach nur versucht die Leute zu beruhigen.

Ich bin fest der Meinung das die sich abgesprochen haben, hier in dieser Stadt hackt bekanntlich eine Krähe der anderen kein Auge aus. Hiermit rufe ich alle Eltern auf die Beitragserhöhung nicht zu zahlen und Wiederspruch gegen die Bescheide einzulegen!!!

Es kann nicht sein das man als Steuerzahler ständig vor vollendete Tatsachen gestellt wird und das auch noch hin nehmen muss, da man sonst die volle Härte des angeblichen Rechtsstaats zu spüren bekommt.
H.Buntfuß
19.01.2012, 12:22 Uhr
Frage?
Der Pressesprecher schreibt: “Für die freien Träger bedingt die Anwendung der neuen Satzung zusätzlich einen deutlich höheren Verwaltungsaufwand bei der Berechnung der Beiträge."

Meine Frage ist nun: Erhöhen sie die Beiträge, damit sie den Verwaltungsaufwand bestreiten können, den die Erhöhung mit sich bringt,oder wie?

Wenn dem so ist, frage ich warum erhöhen sie dann die Beiträge, wenn sie von den Verwaltungskosten aufgefressen werden?
I.H.
19.01.2012, 13:03 Uhr
Entsolidarisierung!
Die Stadt macht hier nichts anderes als die Solidargemeinschaft im Bereich der Kinderbetreuung Stück für Stück zurückzufahren. Die Kostenanteile für betroffene Eltern werden erhöht um Haushaltsmittel, welche bisher von der Gemeinschaft aufgebracht wurden, einzusparen. Mit diesen Einsparungen können sich Verwaltungen dann noch mehr aufblähen und nen paar Knöpfe für Verblendete Mauern und Heizung im neuen Glaspalast bleiben auch noch übrig.

Gestern stand hier in der Zeitung, dass die Herrschaften im Vet-Amt (gehört zwar nicht zur Stadt) Tauben, Fische, Bienen und anderes Gedöns zählen. Das hat niemanden interessiert. Das kostet aber alles Geld liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Also stellt euch nicht so an und zahlt.

Ich möchte mal den Tag erleben, an dem in Verwaltungen an ihrem größten Ausgabentitel gespart wird. Aber wahrscheinlich müßte ich dann 180 Jahre alt werden.

neuer Jopie - Jupp
DON
19.01.2012, 19:17 Uhr
Rolle des Stadtelternsprechers
Falls die Ausführungen von Hr. Grabe (Pressestelle Stadt) stimmen, hat der Stadtelternsprecher hier tatsächlich voll versagt. Hier frage ich mich doch, wie so jmd. die Interessen der Eltern der Stadt vertreten kann und auf welche Weise dieser wann wieder ? und wie ? gewählt wird?
Peppone
19.01.2012, 21:50 Uhr
Billige Rhetorik!
Sehr billige Rhetorik, lieber DON! Hier hat ganz eindeutig die Stadt mit allen ihren Rats-Fraktionen versagt. Das auf einen Elternsprecher abzuwälzen ist unterste Schublade!
undCO
19.01.2012, 22:15 Uhr
@Don
...und wenn der Kommentar des Stadtsprechers nicht stimmt, was dann????
undCO
20.01.2012, 19:36 Uhr
Schläft...
...das Thema etwa schon wirde ein????
Wer nicht kämpft hat schon verloren, jetzt erst recht.
lavie
31.01.2012, 18:44 Uhr
Schweinerei
welch schweinerei!!! kann mir jemand sagen warum ich noch arbeiten gehe? Jetzt geht die Berechnung nicht mehr nach nettoeinkommen, sondern nach brutto. Morgen gibt es ja wieder Geld. Warum stell ich mich nicht auf die strasse und werfe es in die Luft? Ne richtige Demo muss es geben!!!! Naja, aber mit uns kann man es ja machen.
socken
31.01.2012, 23:20 Uhr
nur die Einkünfte...
40 € mehr im Monat - das kann man doch locker aufbringen...wozu geh ich noch Arbeiten. Es wird nach dem Einkommen gefragt aber die Ausgaben werden nicht berücksichtigt. Zum Glück sind es nur noch 4 Monate - mein Beileid für alle die die sich gerade am Anfang befinden.
hortkinder2005
01.02.2012, 08:55 Uhr
es ist eine absolute frechheit...
mit welcher dreistigkeit, sie herr richter, sich hier darstellen. sie schreiben die eltern seien in diesem monat (januar) schriftlich informiert worden.
das ist eine lüge.

niemand hat mich schriftlich informiert oder eventuell mündlich darauf vorbereitet, man drückte mir gestern eine zettel in die hand auf der sich alle informationen befanden. der kracher war, das sie die erzieher vor ihren karren spannen und sie die bögen verteilen lassen nur weil sie nicht in der lage sind diese zettel zu verschicken. das war mehr als traurig.

ihre begründung der kostenerhöhung, sie wollen eine einheitlichkeit herstellen, kann ich nur lachend zur kenntnis nehmen. dem jugendsozialwerk unterstehen mindesten 85 % alle kindergärten in nordhausen.wieviel einheitlichkeit brauchen sie noch herr richter.

beantworten sie mir ein frage: Warum sind sie diesen schritt mitgegangen? es gibt keinerlei begründung die diese kostensteigerung rechtfertigt.
geben sie ihren erzieherinnen mehr geld dann kriegen sie von mir auch mehr, denn die machen die arbeit und die machen sie gut, sie nicht!!!
lavie
01.02.2012, 12:59 Uhr
Kinderfeindliches nordhausen
Ich kann jedem nur noch empfehlen auf das schönste in der Welt zu verzichten. Kinder!!! ist doch echt traurig. Nordhausen wird nicht kinderfreundlicher, sondern kinderfeindlicher! Sieht man ja unter anderem auch schon an den Spielplätzen und Freizeitmöglichkeiten.

Einen Vorteil hat das ganze wieder: viele Eltern werden sich überlegen, ob sie ihre Kinder in den Kindergarten schicken oder sie 6 Jahre zu Hause behalten! Logopäden und ergotherapeuten werden noch weiter boomen!!! Herzlichen Glückwunsch
hortkinder2005
01.02.2012, 16:03 Uhr
so ich hab mich wieder beruhigt....
deswegen wollte ich jetzt mal fragen, sofern es die nnz zulässt, ob jemand eine möglichkeit sieht gegen diese erhöhung vorzugehen, event. durch einen anwalt oder ähnliches. vielleicht ist es möglich sich zu einer interessengemeinschaft zusammen zuschließen und einen gemeinsamen anwalt zu beauftragen.

bitte verschonen sie uns alle mit beiträgen wie: demos, irgendetwas anzünden oder steine werfen.
danke
Frühaufsteher
01.02.2012, 18:54 Uhr
von Fall zu Fall
...ist es unterschiedlich...
In unserem Fall sind die Gebühren alles andere als kinderfeindlich - im Gegenteil! Endlich zählen wir wieder als Eltern von DREI Kindern. Es war ja vorher so, dass nur Kinder gezählt haben, die in einer Einrichtung des JuSoWe betreut wurden. Und da unser jüngstes von 3 Kindern allein in den Kiga geht und alle anderen schon in der Schule sind, hatten wir nur 1 (!) Kind und somit den vollen Elternbeitrag zu leisten. Ungerecht!
Nun zählen alle Kinder, für die wir Kindergeld bekommen.
Als Eltern von mehreren Kindern hat man insgesamt mehr Ausgaben und das wird nun berücksichtigt. Das ist für mich gerecht und kinderfreundlich.
Herrederin
01.02.2012, 20:41 Uhr
Gewählte Vertreter haben versagt
Heute sind nun auch in unserer Einrichtungen die Elternbriefe verteilt worden. Und ich muss sagen, ob Elternsprecher oder Stadtrat, es haben alle vollkommen versagt. Wie schon gesagt wird es die arbeitende Bevölkerung am härtesten treffen, denn ab April wird dann der Beitrag nicht mehr vom Nettoeinkommen sondern vom Bruttoeinkommen der Eltern berechnet.

Somit werden ca. 70-80% der Eltern in die nächsthöhere Stufe eingruppiert. Das hat „Betriebswirt“ Jendricke schlau eingefädelt. Für unser Kind wird der Kindergartenplatz dann ca. 1000 Euro teurer pro Jahr. Da wird bei vielen Familien die wohlverdiente Urlaubsreise in den Ferien ausfallen. Mal schauen ob sich ab April die Betreuung der Kinder in den Einrichtungen verbessert. Und ich werde auch eine Berechnung wie es zu diesem enormen Preisanstieg kommt verlangen.

In unserem Kindergarten formiert sich gerade Widerstand gegen die Pläne. Ich hoffe das sich noch mehr Eltern die sich das nicht gefallen lassen zusammenschließen. Weiß jemand ob auch der „Elite-Kindergarten“ der Fachhochschule, wo meiner Kenntnis nach das Kind vom Bürgermeister hingeht betroffen ist? So viel wie ich weiß, ist hier der Träger das Studentenhilfswerk Thüringen. Allerdings steht auf der Internetseite geschrieben, dass der Kindergarten nur für Beschäftigte und Studierenden der FH betrieben wird. Da frage ich mich doch…
undCO
01.02.2012, 21:00 Uhr
Glückwunsch...
...Frühaufsteher, aber die meisten müssen viel tiefer in die Tasche greifen, kannst ja meine Diff. übernehmen...Ne im ernst, die Elternbeiträge nach BRUTTO sind ein Schlag in Gesicht!!!!
lavie
01.02.2012, 21:11 Uhr
Tja, ich freue mich für...
...die Eltern von drei Kindern. Ich als Mutter von 2 Kindern falle trotzdem durch. Wie kann man denn vom Bruttogehalt ausgehen. Also Geld, was ich nie in der Hand halte, Geld abziehen????? Unerklärlich.

@hortkinder 2005: Tipps wie du dich beruhigt hast nehme ich gern entgegen. Ich bin bei dem Gedanken schon auf 210.
hortkinder2005
02.02.2012, 10:18 Uhr
schön für frühaufsteher....
schlecht für viel andere. das sie in zukunft weniger bezahlen sollen finde ich gut und soll auch so sein. 3 kinder, das kostet nicht nur geld,sondern auch kraft.

was ich nicht gut finde, und das ist noch untertrieben, das ich 60,- gesamt mehr bezahlen soll als vorher, bei gleicher leistung und keiner verbesserung versteht sich. das werde ich mir nicht gefallen lassen.

ich werde, auch wenn meine chancen gering sind, einen anwalt finden der mich in diesen dingen berät und ggf. auch vertritt. es kann nicht sein das die beitragsbemessungsgrenze erhöht wird und als zweiter schritt auch noch in zukunft das bruttogehalt zur berechnung herangezogen wird. dagegen werde ich mich wehren.

PS: schade lavie hat nicht lange gehalten mit der beruhigung.
lavie
02.02.2012, 17:56 Uhr
@ Hortkinder
Ich würde mich sehr freuen, wenn du nen Super Anwalt gefunden hast. Dann meld dich mal.

Im übrigen: den Erziehern im Kindergarten kommt es nicht zu gute. Die Armen müssen die Stimmung der Eltern ertragen und dürfen trotzdem allein 19 Kinder in einer Gruppe beaufsichtigen!!!
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