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Fr, 12:01 Uhr
06.01.2012

Kritik an Landrat

Erschrocken über die Äußerungen des Landrates Joachim Claus (CDU) zeigt sich John Dauert, Landratskandidat der Bündnisgrünen und damit möglicher Nachfolger. Es geht um die Zukunft des Schulstandortes in Ilfeld...


„Als ehemaliger Schüler der Ilfelder Gymnasiums kenne ich die Lernbedingungen vor Ort genau und kann die Äußerungen des scheidenden Landrates nicht nachvollziehen. Von einem Pädagogen und erfahrenen Politiker erwarte ich ein anderes öffentliches Engagement für den gymnasialen Schulteil des Herder Gymnasiums", sagte Dauert im Hinblick auf die Veröffentlichungen in der nnz.

Zudem sei die nun ausgelöste Diskussion mehr als unglücklich durch das Schulverwaltungsamt ausgelöst worden. Der Schulstandort wurde Mitte der 1990er Jahre bewusst geschaffen und bis zuletzt Mittel zur Sanierung für das Schulgebäude in Ilfeld eingesetzt. Die im Haus befindliche Grundschule stellt dabei eine besondere Synergie dar. Eine gut etablierte Schule mit stabilen Schülerzahlen zu schließen weiche zum einen von der Schulentwicklungsplanung ab und zeige zudem wenig Interesse an Bildung vor Ort“, sagt John Dauert.

„Ich hoffe, dass es im Kreistag eine Mehrheit für den Weiterbetrieb des Standortes in Ilfeld gibt. Es wäre ein starkes Signal in Richtung Schulamt, dass die Südharzregion zu ihren Bildungsstätten steht“, so John Dauert abschließend.
Autor: nnz

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Kommentare
NDHler
06.01.2012, 12:31 Uhr
Herr Dauert,
sie wissen doch sicher auch, dass das Problem Herder damit zusammenhängt, dass das Herder Gymnasium als Ganzes gesehen werden muss. Das heißt, das Lehrer / Schüler Verhältnis und damit die erforderliche Anzahl der zur Verfügung stehenden Lehrer wird anhand beider Häuser berechnet. Und da wird seitens der Landesregierung bzw. des Schulamtes keine Rücksicht auf die Anzahl der Gebäude und deren Entfernung zueinander genommen.

Wenn man also Schüler und Lehrer des Herder Gymnasiums zusammen ansieht passt das Verhältnis schon. Nur ist das Problem ein logistisches. Wenn Sie also für die Weiterführung der Außenstelle in Ilfeld plädieren, müssten sie zunächst dafür sorgen, dass in Worbis die Außenstelle Ilfeld als eigenständige Schule betrachtet wird. Erst dann kann dort ein separater Schlüssel angewandt werden. Auch beim Thema Unterrichtsausfall darf man nicht nur den Ilfelder Teil betrachten, sondern man muss das gesamte Herder Gymnasium betrachten! Sie sollten also vorsichtig damit sein, mit einem solch sensiblen Thema auf Stimmenfang zu gehen. Unter den gegeben Voraussetzungen ist die Schließung des Ilfelder Teils das einzig richtige. Für eine Weiterführung fehlen die Voraussetzungen.
altmeister
06.01.2012, 12:36 Uhr
Na was denn nun?
Liebe Landratskandidaten,
es ist schon herrlich, wenn man so beobachtet, wie hier auf der Person des jetzigen Landrates herum gehackt wird.
Wenn diese neuen Landratskandidaten etwas von Demokratie verstehen, sollte es klar sein, dass nicht der Herr Claus entscheidet wie es weitergeht, die Entscheidung wird im Kreistag fallen! Dazu kommt, dass eine Beschlußvorlage vorher durch die Auschüsse geht und dort die Möglichkeiten gegeben sind eine Arbeit ohne Polemik durchzuführen, deren Ergebnis letztendlich durch Mehrheiten getragen werden sollte.

Die Mehrheiten im Kreistag sind ja nun nicht gerade auf der Seite der Parteizugehörigkeit des Landrates und so dürfte nachvollziehbar sein, woher der Druck für die jetzt eingeschlagene Richtung kommt.

In Anbetracht dieser Tatsache ist doch wohl die Frage angebracht, was die jetzt Kritisierenden mitsamt ihren Parteivertretern im Kreistag bisher dazu unternommen haben, warum überhaupt die Entwicklung soweit kommen konnte!
Dauert
06.01.2012, 23:31 Uhr
Ilfeld soll bleiben.
Herr "NDHler", normalerweise antworte ich nur auf Kommentare mit Klarnamen, da Sie jedoch sachlich geschrieben  haben will ich gern auf Ihre Argumente eingehen. 

Sie haben vollkommen Recht, das Herder Gymnasium nur als Ganzes zu sehen. Nun gehört der 1998 integrierte Schulteil in Ilfeld seit über zehn Jahren zum Nordhäuser Hauptsitz und das Gymnasium hat sehr wohl in der Geschichte bewiesen, dass es logistische Herausforderungen erfolgreich meistern kann. Erinnert sei an die bereits geschlossenen Schulteile in der Breitscheitstraße und die nun sanierte und erweitere Morgenröthe.

Damit hatte das Gymnasium in der extremsten Ausdehnung 4 Schulteile, was sicherlich nicht erstrebenswert war, gleichwohl aber  der Unterricht nicht über einen längeren Zeitraum planmäßig ausgefallen ist.

Es stellt sich die Frage, ob wir eine überschaubare Anzahl an PädagogInnen mobil schicken oder eine wesentlich  größere Zahl an SchülerInnen einen teils längeren Schulweg bescheren wollen?

Das nun eine Situation entstanden ist, die den Schülerinnen und Schülern in Ilfeld nicht mehr den quantitativen Unterricht gewährleistet, bedeutet für einen Bildungspolitiker kritisches Nachfragen. Sie haben Recht, dass der Status von Ilfeld dem Schulamt in Worbis  gegenüber geändert werden sollte. Dies gelingt aber nicht durch das bislang öffentliche Ablehnen des Schulverwaltungsamtes samt Landrat.

Es gibt eine laufende Schulentwicklungsplanung bis 2015, Ilfeld hat stabile SchülerInnenzahlen und  in das Gebäude wurde  stetig investiert. Ich frage Sie, welches Signal sendet man in dieser Situation den Eltern, der Bevölkerung und den Schülerinnen und Schülern? Ilfeld war Mitte der 1990er Jahre politisch gewollt und bislang weitergeführt wurden. Politik sollte deshalb verlässlich bleiben, nur so gewinnt man verlorenes Vertrauen der Menschen zurück!

Bildungspolitik gehört daher zu wichtigsten Standortfaktoren vor Ort, eine Schule ist damit mehr als eine reine Bildungsstätte. Sie strahlt in den Ort und die Region. Ich arbeite daher nicht mit Stimmungen, sondern lege meinen Standpunkt hier nochmals begründet vor. Die Diskussion wird weitergehen, sachliche Argumente sind von mir nun abermals vorgebracht. Dem Kreistag empfehle ich selbstredend den Weiterbetrieb.
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