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Mo, 17:12 Uhr
29.09.2003

nnz-Forum: Laternenpfad oder Gehweg?

Nordhausen (nnz). Mit dem Ausbau der Blassistraße in der Nordhäuser Altstadt beschäftigt sich nnz-Leser Hans-Georg Backhaus. Er stellt die Frage: Laternenpfad oder Gehweg?


Viele Wege führen nach Rom, sagt ein Sprichwort. Und die waren von den alten Römern recht sinnvoll angelegt worden. Viele Wege führen auch in die Nordhäuser Altstadt. Ein neuer alter – die Blasiistraße – geht gerade seiner baulichen Vollendung entgegen. Doch wer sich die Noch-Baustelle mal genauer ansieht, wird über die eigenartige Gehweggestaltung verwundert sein. Angesichts des viel zu schmal gehaltenen Weges möchte man eher von einem wunderschön gepflasterten Laternenpfad sprechen. In der Tat haben die sehenswerten Altstadtlaternen von den Straßenplanern allerbeste Standortbedingungen erhalten: gut einen halben Meter von der Bordsteinkante (wie es die deutschen Straßenbaunormen nun einmal fordern) und nahezu mittig auf dem mit Kleinpflastersteinen bestückten Pfad. Nur sollte dieser Pflasterpfad ursprünglich ein Bürgersteig werden, der dazu einlädt, Scharen von Menschen, die von der Oberstadt kommen, unbeschwert in die Altstadt zu locken. Doch von einem unbeschwerten Bummeln gen Altstadt kann unter diesen Voraussetzungen nicht die Rede sein. Man muß künftig höllisch aufpassen, dass man nicht gegen eine Laterne läuft.

Auch an die Scharen von Schülern hat man offensichtlich nicht gedacht. Die haben sich nämlich auf dem Weg zur und von der Schule immer viel zu erzählen, gehen gern zu dritt oder zu viert nebeneinander. Doch wenn alles so bleibt, wie es jetzt ist, wird künftig Gänsemarsch angesagt sein. Zudem sollte man bedenken, dass die Blasiistraße in kürze eine sehr stark befahrene Straße sein wird, sobald der südliche Zipfel der Barfüßerstraße in Deutschlands kürzeste Fußgängerzone umfunktioniert wird. Auf der Straße zu laufen wird dann höchst gefährlich.

Doch gibt es für dieses Problem eine Lösung. Die Straßenlaternen sollten an den Innenrand des Bürgersteigs versetzt werden. Das wäre die sinnvollste, allerdings auch teuerste Variante. Eine zweite Möglichkeit wäre eine durchgängige Verbreiterung des Weges um 60 bis 80 Zentimeter, zumindest aber eine Aufweitung im Standortbereich der Laternen. Dies würde zugleich die Begrenzung der vorgesehenen Grünfläche zum Schulhof auflockern. Nochmals überprüft werden sollten auch die Durchmesser der Baumscheiben für die Bäume vor dem Geschäft Foto Thun. Sind die nicht etwas zu klein geraten?

Als Nordhäuser Bürger, der sich für die Veränderungen im Zuge der Vorbereitungen auf die Landesgartenschau 2004 interessiert und diese sachlich-kritisch begleitet, bin ich fest davon überzeugt, dass meine Vorschläge bei den Verantwortlichen nicht ungehört verhallen.
Hans-Georg Backhaus, Nordhausen

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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