Mo, 15:08 Uhr
29.09.2003
Börsenspiel ohne Grenzen
Nordhausen (nnz). Ab Oktober wird in der Kreissparkasse Nordhausen wieder gezockt. Dann beginnt die neue Auflage für das Planspiel Börse. Was die Spielgruppen aus dem Landkreis Nordhausen erwartet, das hat die nnz erfahren.
Am 1. Oktober 2003 startet das Planspiel Börse der Sparkassen in seine 21. Runde. Gut zwei Monate lang, bis zum 16. Dezember, haben Schüler und Auszubildende in ganz Europa wieder die Gelegenheit, ihr Talent an der Börse zu erproben und sich Wissen über Wertpapiere und Geldanlagestrategien anzueignen. Und natürlich auch in Nordhausen und Umgebung. Das Planspiel Börse hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren zum größten Internet-Börsenspiel seiner Art in Europa entwickelt. Seit der ersten Spielrunde im Jahr 1983 haben inzwischen mehr als sieben Millionen Jugendliche die Chance genutzt, das Börsengeschehen im Learning by Doing” zu erkunden.
Mitspielen beim Planspiel Börse ist ganz einfach: Die Jugendlichen bilden Teams aus bis zu acht Schülern, bekommen pro Spielgruppe ein Depot mit einem fiktiven Startkapital von 50 000 Euro und versuchen innerhalb von zehn Wochen dieses Kapital möglichst geschickt anzulegen. Die Nordhäuser Kreissparkasse hat in den zurückliegenden Tagen 90 Börsenpakete an Regelschulen und Gymnasien im Landkreis herausgegeben. Gekauft werden können Werte aus einer Liste von 150 repräsentativen Wertpapieren – zusammengestellt von Redakteuren, Pädagogen und Wertpapierexperten. Daraus die hoffnungsvollsten Werte zum richtigen Zeitpunkt auszuwählen, das ist die entscheidende Aufgabe, die in der Gruppe diskutiert und gelöst werden muss.
Gespielt wird inzwischen fast ausschließlich über das Internet. Neben der Möglichkeit, schnell auf Kursänderungen zu reagieren – abgerechnet wird zwei Mal am Tag –, können die Schüler über das Internet mit den Teams aus den unterschiedlichen Ländern Kontakte knüpfen und ihre Erfahrungen im Chat austauschen.
Spielende ist am 16. Dezember. Dann werden alle Depots miteinander verglichen und die Siegerteams ermittelt. Und Trainingseifer und Einsatz müssen auch belohnt werden: Die Sparkassen vergeben Geld- und Sachpreise an die erfolgreichsten Teams. Die sechs erfolgreichsten Teams in Deutschland werden im Frühjahr 2004 vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband zur Siegerehrung nach Berlin eingeladen. Die Erstplatzierten auf nationaler Ebene dürfen sich auf einen weiteren Höhepunkt freuen: die Einladung zum European Event nach Paris im Frühjahr 2004 zusammen mit allen Siegerteams der teilnehmenden Nationen.
Das Planspiel Börse bietet Jugendlichen die Möglichkeit, kostenlos und ohne Risiko unter praxisnahen Bedingungen Erfahrungen mit einem Wertpapierdepot zu sammeln. Das Wissen um die Funktionsweise der Börse und die Fähigkeit, sich selbst relevante Informationen zu beschaffen und zu bewerten, bilden die Voraussetzung für einen späteren Erfolg. Auch wenn das Börsenspiel aus einem Schüler keinen Börsenprofi machen kann und will, es vermittelt wichtiges Grundwissen. Später kann dies bei realen Anlageentscheidungen von Nutzen sein.
Dieser Meinung ist auch Vivian Reding, Mitglied der Europäischen Kommission, Kommissarin für Bildung und Kultur. Als Schirmherrin des Planspiels Börse auf europäischer Ebene betont sie den wichtigen Beitrag, den das Planspiel Börse in der Verzahnung von Lernen und Realität leistet: Diese Art des Lernspiels versetzt die Schüler in die Lage, innerhalb einer Simulation all das praktisch umzusetzen, was sie im Unterricht über Wirtschafts- und Finanzkonzepte gelernt haben”, so Reding. Aber auch die kommunikativen Fähigkeiten werden im Laufe eines solchen Spiels deutlich gestärkt. Ein wesentliches Augenmerk wird in diesem Zusammenhang auf Teamarbeit und Risikobewusstsein gelegt.” Ihre Überzeugung vom Planspiel spricht eine klare Sprache: In der neu angelegten EU-Datenbank für lebenslanges Lernen wird das Planspiel Börse als eines der ersten Best-Practice-Beispiele aufgenommen werden.
Die überschwängliche Boomstimmung an den Aktienmärkten hatte Anfang 2001 ihren Höhepunkt erreicht. Inzwischen ist nach starken Kursrückgängen eine gewisse Ernüchterung eingetreten und das Thema Börse und Wertpapiergeschäft leicht aus dem Fokus gerückt. Das Vertrauen der privaten Kleinanleger in die Geldanlage mit Aktien leidet und immer mehr Anleger greifen wieder auf sichere Anlageformen, wie zum Beispiel das Sparbuch, zurück. Trotzdem – und das hat auch die Vergangenheit gezeigt – gibt es keine Anlageform, die das Vermögen erfolgreicher steigern kann als Aktien. Geduld, Langfristigkeit und eine breite Streuung der Aktien sind die Erfolg versprechenden Kriterien. Und nur die aktive Beschäftigung mit dem Thema Börse und Wertpapiergeschäft ermöglicht es, ein Gefühl für Chancen und Risiken zu entwickeln.
Mitmachen lohnt sich also. Interessierte Schülerinnen und Schüler an allgemein- und berufsbildenden Schulen sollten ihre Lehrer fragen oder sich an ihre Sparkasse wenden. Weitere Informationen gibt es auch im beim virtuellen Planspiel und natürlich auch bei der Nordhäuser Kreissparkasse im Internet.
Autor: nnz
Am 1. Oktober 2003 startet das Planspiel Börse der Sparkassen in seine 21. Runde. Gut zwei Monate lang, bis zum 16. Dezember, haben Schüler und Auszubildende in ganz Europa wieder die Gelegenheit, ihr Talent an der Börse zu erproben und sich Wissen über Wertpapiere und Geldanlagestrategien anzueignen. Und natürlich auch in Nordhausen und Umgebung. Das Planspiel Börse hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren zum größten Internet-Börsenspiel seiner Art in Europa entwickelt. Seit der ersten Spielrunde im Jahr 1983 haben inzwischen mehr als sieben Millionen Jugendliche die Chance genutzt, das Börsengeschehen im Learning by Doing” zu erkunden. Mitspielen beim Planspiel Börse ist ganz einfach: Die Jugendlichen bilden Teams aus bis zu acht Schülern, bekommen pro Spielgruppe ein Depot mit einem fiktiven Startkapital von 50 000 Euro und versuchen innerhalb von zehn Wochen dieses Kapital möglichst geschickt anzulegen. Die Nordhäuser Kreissparkasse hat in den zurückliegenden Tagen 90 Börsenpakete an Regelschulen und Gymnasien im Landkreis herausgegeben. Gekauft werden können Werte aus einer Liste von 150 repräsentativen Wertpapieren – zusammengestellt von Redakteuren, Pädagogen und Wertpapierexperten. Daraus die hoffnungsvollsten Werte zum richtigen Zeitpunkt auszuwählen, das ist die entscheidende Aufgabe, die in der Gruppe diskutiert und gelöst werden muss.
Gespielt wird inzwischen fast ausschließlich über das Internet. Neben der Möglichkeit, schnell auf Kursänderungen zu reagieren – abgerechnet wird zwei Mal am Tag –, können die Schüler über das Internet mit den Teams aus den unterschiedlichen Ländern Kontakte knüpfen und ihre Erfahrungen im Chat austauschen.
Spielende ist am 16. Dezember. Dann werden alle Depots miteinander verglichen und die Siegerteams ermittelt. Und Trainingseifer und Einsatz müssen auch belohnt werden: Die Sparkassen vergeben Geld- und Sachpreise an die erfolgreichsten Teams. Die sechs erfolgreichsten Teams in Deutschland werden im Frühjahr 2004 vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband zur Siegerehrung nach Berlin eingeladen. Die Erstplatzierten auf nationaler Ebene dürfen sich auf einen weiteren Höhepunkt freuen: die Einladung zum European Event nach Paris im Frühjahr 2004 zusammen mit allen Siegerteams der teilnehmenden Nationen.
Das Planspiel Börse bietet Jugendlichen die Möglichkeit, kostenlos und ohne Risiko unter praxisnahen Bedingungen Erfahrungen mit einem Wertpapierdepot zu sammeln. Das Wissen um die Funktionsweise der Börse und die Fähigkeit, sich selbst relevante Informationen zu beschaffen und zu bewerten, bilden die Voraussetzung für einen späteren Erfolg. Auch wenn das Börsenspiel aus einem Schüler keinen Börsenprofi machen kann und will, es vermittelt wichtiges Grundwissen. Später kann dies bei realen Anlageentscheidungen von Nutzen sein.
Dieser Meinung ist auch Vivian Reding, Mitglied der Europäischen Kommission, Kommissarin für Bildung und Kultur. Als Schirmherrin des Planspiels Börse auf europäischer Ebene betont sie den wichtigen Beitrag, den das Planspiel Börse in der Verzahnung von Lernen und Realität leistet: Diese Art des Lernspiels versetzt die Schüler in die Lage, innerhalb einer Simulation all das praktisch umzusetzen, was sie im Unterricht über Wirtschafts- und Finanzkonzepte gelernt haben”, so Reding. Aber auch die kommunikativen Fähigkeiten werden im Laufe eines solchen Spiels deutlich gestärkt. Ein wesentliches Augenmerk wird in diesem Zusammenhang auf Teamarbeit und Risikobewusstsein gelegt.” Ihre Überzeugung vom Planspiel spricht eine klare Sprache: In der neu angelegten EU-Datenbank für lebenslanges Lernen wird das Planspiel Börse als eines der ersten Best-Practice-Beispiele aufgenommen werden.
Die überschwängliche Boomstimmung an den Aktienmärkten hatte Anfang 2001 ihren Höhepunkt erreicht. Inzwischen ist nach starken Kursrückgängen eine gewisse Ernüchterung eingetreten und das Thema Börse und Wertpapiergeschäft leicht aus dem Fokus gerückt. Das Vertrauen der privaten Kleinanleger in die Geldanlage mit Aktien leidet und immer mehr Anleger greifen wieder auf sichere Anlageformen, wie zum Beispiel das Sparbuch, zurück. Trotzdem – und das hat auch die Vergangenheit gezeigt – gibt es keine Anlageform, die das Vermögen erfolgreicher steigern kann als Aktien. Geduld, Langfristigkeit und eine breite Streuung der Aktien sind die Erfolg versprechenden Kriterien. Und nur die aktive Beschäftigung mit dem Thema Börse und Wertpapiergeschäft ermöglicht es, ein Gefühl für Chancen und Risiken zu entwickeln.
Mitmachen lohnt sich also. Interessierte Schülerinnen und Schüler an allgemein- und berufsbildenden Schulen sollten ihre Lehrer fragen oder sich an ihre Sparkasse wenden. Weitere Informationen gibt es auch im beim virtuellen Planspiel und natürlich auch bei der Nordhäuser Kreissparkasse im Internet.

