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Mo, 17:53 Uhr
29.09.2003

Vom Schuttplatz zum schönsten Park

Nordhausen (nnz). Was aus einen ehemaligen Graben, der sogar mal als Bauschutthalde diente, alles werden kann, läßt sich eindrucksvoll an der Promenade erkennen. Nach der 2002 begonnenen Sanierung sieht sie noch besser aus als vorher.


Geschnitten Das Gelände der heutigen Promenade war ursprünglich ein Schützengraben, der von zwei Stadtmauern eingefaßt wurde. Um 1800 diente der Graben als Bauschuttdeponie, bis 1835 die Fläche eingeebnet und als Obstbaumplantage gestaltet wurde. Zwischen 1902 und 1903 entstand dann ein Park mit Baumgruppen und Rasenflächen.

Exakt 100 Jahre später unterzog die Stadt die Promenade einer erneuten Schönheitskur. Unter anderem entstanden ein Rundweg entlang der Stadtmauer, ein neu gestalteter Platz um den Neptunbrunnen, Themengärten und Spielstationen für Kinder.
Am heutigen Tag der Einweihung befinden sich acht neue Bäume, 1000 Sträucher, 5000 Stauden, 3000 Blumenzwiebeln und 22000 Bodendeckerpflanzen auf dem Gelände. Da sollten sie auch bleiben und allen Bürgern eine Freude sein.

Wer sich gefragt hat, was das eigentlich für komische eingefaßte Sandflächen im oberen Teil sind, dem sei gesagt, daß dort im Frühjahr Spielgeräte für Kinder installiert werden. Es handelt sich also nicht um Landeplätze für Ufos oder ähnliches.

Die Architektengruppe Lepere und Partner GbR aus Bremen hat ganze Arbeit geleistet und die alten Baumbestände, sowie den Neptunbrunnen in das Konzept sinnvoll integriert. Für die Bürger ist ein Park entstanden, der für Veranstaltungen oder einfach zur Erholung genutzt werden kann.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) wies in ihrer Ansprache zur Übergabe der Promenade noch einmal darauf hin, daß man gegen Vandalismus Maßnahmen ergriffen habe. Es sei nichts dagegen einzuwenden, daß junge Leute Gefallen an Promenade und Theaterplatz gefunden hätten, so die Oberbürgermeisterin, aber da es ein Park für alle Nordhäuser und Gäste sein soll, müßten auch die Jugendlichen ein wenig Rücksicht üben. Allein mit Wachschutz und Polizei kann die Anlage nicht gesichert werden, aber vielleicht haben auch die Bürger ein waches Auge auf ihren "Stadt-Park".

Als Ziel für einen Spaziergang an den letzten schönen Herbstabenden bietet sich die Promenade geradezu an. Teile der Stadtmauer werden sogar beleuchtet, was das Gebiet völlig neu erlebbar macht.

Im Frühjahr wird es noch schöner durch die zahlreichen blühenden Pflanzen. Die Promenade ist dann mit vier Themengärten, aus dem Bereich der Mythologie inspiriert, eine kleine Gartenschau für sich. Und noch dazu kostenlos, aber der Besuch ist bestimmt nicht umsonst.
Autor: wf

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