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Fr, 17:16 Uhr
23.02.2001

Wackers letzte Chance - Thüringenderby in Nordhausen

Nordhausen (nnz). Nach dem desolaten Spiel am vergangenen Wochenende in Chemnitz fällt es schwer, Wacker 90 ausgerechnet im Thüringenderby gegen die spielerisch gewachsenen Sondershäuser einen vollen Erfolg zuzutrauen. Zu tief ist die Enttäuschung über die Leistungen der Männer um Kapitän Jens Ludwig in den letzten Wochen im allgemeinen und in Chemnitz im besonderen. Man kann der Mannschaft in keiner Partie die Leistungsbereitschaft und den Willen nicht absprechen, aber die es fehlen bei der Hälfte der Spieler die fußballerischen Qualitäten, die notwendig sind, um erfolgreich in der Oberliga bestehen zu können. Die Mannschaft hatte sich sehr intensiv auf die Begegnung beim VfL Chemnitz vorbereitet. Die Nacht vor der Abreise ins Sachsenland verbrachten die Spieler gemeinsam in einem Nordhäuser Hotel. Man wollte psychisch gut vorbereitet und ausgeruht in die Partie gehen, um den Platz als Sieger zu verlassen. Im Nordhäuser Aufgebot standen vier Neuzugänge, auch Schneider (allerdings mit Fieber) war wieder dabei.
Drei Treffer gleich zu Beginn der Partie brachten die harmlosen Nordhäuser schon in der ersten Halbzeit auf die Verliererstraße. Kopf- und konzeptionslos kickte die Fuhrmann-Elf, nichts gelang, Fehlpässe über Fehlpässe. Die Nerven lagen blank. Chemnitz erspielte sich eine Chance nach der anderen und konnte sich leisten, viele ungenutzt zu lassen. Bei Wacker war kein Aufbäumen zu spüren, keiner der oberligaerfahrenen Spieler übernahm das Zepter, um wenigstens eine Resultatsverbesserung zu erreichen. Die Mannschaft ergab sich ihrem Schicksal und verlor völlig verdient mit 0:6. Mit diesem Ergebnis waren sie noch gut bedient, es hätten durchaus ein Dutzend Gegentore werden können, so krass war der Leistungsunterschied. Am Ende herrschte bei den Wackeren nur noch Frust und tiefe Enttäuschung über das eigene Versagen. Mit der Niederlage in Chemnitz, der fünfzehnten in Folge, sanken die Chancen auf den Klassenerhalt fast auf den Nullpunkt. Nur noch ein Wunder kann die Mannschaft vor dem Abstieg retten.
Dieses Wunder will die Elf am Sonntag vollbringen, vorausgesetzt, es gelingt den Betreuern, die Spieler psychisch wieder aufzubauen. Trainer Dirk Fuhrmann - unter seiner Regie erreichte die Mannschaft in zwölf Oberligaspielen insgesamt vier Punkte - ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Der französische Abwehrspieler Traore, dessen Freigabe jetzt vorliegt, und Pistorius werden am Sonntag die Elf verstärken. Vielleicht wächst Wacker doch noch einmal über sich hinaus und erreicht gegen den Erzrivalen Sondershausen einen Erfolg. Zu wünschen ist es der jungen Truppe. Bleibt nur zu hoffen, daß den Zuschauern von beiden Mannschaften eine spannende Partie geboten wird. Die Fans sind aufgefordert, sportlich fair miteinander umzugehen. Eine Platzsperre, wäre das Letzte, was Wacker in dieser Situation braucht.
Autor: rh

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