Mo, 15:36 Uhr
15.09.2003
Der neue Mann?
Nordhausen (nnz). In dieser Woche soll es soweit sein! Die Gesellschafter der Theater GmbH wollen sich auf den Nachfolger von Dr. Monika Pirklbauer einigen. Die nnz hat sich bezüglich der Kandidatenfrage in der Nordthüringer Region umgehört und einen Namen gefunden.
In die letzte Auswahl waren nach nnz-Informationen zwei Kandidaten der bundesweiten Ausschreibung gelangt. Einer hatte abgesagt, blieb der Rest von einem Bewerber. Die eine Absage soll nun in Sondershausen vor zwei Wochen einen hellen Aufschrei der Empörung ausgelöst haben. Der kleine Gesellschafter soll gar eine Neuausschreibung gefordert haben. Das aber lehnte – bei allem aktuellen Kooperationsbemühen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene – die Nordhäuser Seite ab. Zu viel Zeit würde ins Land gehen, zu wenig Zeit für einen neuen Neuen, sich mit der Szene im und um das Theater herum vertraut zu machen. Schließlich setzte sich die Nordhäuser Seite durch.
Der Nachfolger von Pirklbauer, wir nennen ihn mal Lars T., soll sich dem Aufsichtsrat der GmbH vor allem durch neue Ideen und Konzepte empfohlen haben und er lege keinen Wert auf einen Intendantenvertrag. Bislang ist er auch kein Intendant, sondern künstlerischer Betriebsdirektor an einem Theater. Lars T. hat unter anderem Klavier und evangelische Theologie studiert und: Er hat Kulturmanagement studiert. Die besten Voraussetzungen also für die Nordhäuser Stelle.
Vielleicht liegt der Kandidat den Gesellschaftern aus der Musikstadt Sondershausen deshalb noch etwas quer im Magen, weil er eine Vorliebe für’s Schauspiel haben soll? Man weiß es nicht, sagt es ihm aber nach. Die Sondershäuser sollen hingegen lieber einen Pirklbauer-Nachfolger oder eine Nachfolgerin favorisieren, deren Herz auf der Seite des Orchesters schlage. Doch in diesem aktuellen Fall ist mit den Nordhäusern nicht zu spaßen. Vor allem, als sie über einige Details des Informationsflusses in Sondershausen erfuhren.
So tagten vor Wochen die beiden Ausschüsse, die sich mit Kultur beschäftigen. Und da hörten einzelne Sondershäuser Stadträte wohl zum ersten Mal ganz genau, was sich in Sachen Theater in den zurückliegenden Wochen und Monaten in der GmbH wirklich zugetragen haben soll. Vor allem seien sie darüber aufgeklärt worden, wie es zu manchen Entscheidungen gekommen war, die nun nur eine klitzekleine Schauspieltruppe in Nordhausen zulassen. Da muß es irgendwie zwischen Aufsichtsrat, Gesellschafterversammlung und Kulturausschuß auf Sondershäuser Seite eine Verstopfung der Info-Kanäle gegeben haben. Die aber seien beseitigt, war nun aus der Musikstadt zu hören.
In Nordhausen hatte man diese Entwicklung sehr verschnupft registriert, und noch vor der Sommerpause auch schon mal die Waffen blicken lassen, erfuhr die nnz. Nun aber soll alles besser und mit dem Kandidaten Lars T. ein Neuanfang gemacht werden. Bleibt zu hoffen, dass dieser Neuanfang gelingt, auch wenn Lars T. noch relativ jung für den Chef-Posten ist. Doch er hat bereits mehrere Texte geschrieben die erkennen lassen, dass er sowohl von Kunst als auch von deren Management etwas versteht. Und er hatte in den letzten fünf Jahren einen Lehrmeister, dem das Nordhäuser Theater nicht allzu fremd ist.
Autor: nnzIn die letzte Auswahl waren nach nnz-Informationen zwei Kandidaten der bundesweiten Ausschreibung gelangt. Einer hatte abgesagt, blieb der Rest von einem Bewerber. Die eine Absage soll nun in Sondershausen vor zwei Wochen einen hellen Aufschrei der Empörung ausgelöst haben. Der kleine Gesellschafter soll gar eine Neuausschreibung gefordert haben. Das aber lehnte – bei allem aktuellen Kooperationsbemühen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene – die Nordhäuser Seite ab. Zu viel Zeit würde ins Land gehen, zu wenig Zeit für einen neuen Neuen, sich mit der Szene im und um das Theater herum vertraut zu machen. Schließlich setzte sich die Nordhäuser Seite durch.
Der Nachfolger von Pirklbauer, wir nennen ihn mal Lars T., soll sich dem Aufsichtsrat der GmbH vor allem durch neue Ideen und Konzepte empfohlen haben und er lege keinen Wert auf einen Intendantenvertrag. Bislang ist er auch kein Intendant, sondern künstlerischer Betriebsdirektor an einem Theater. Lars T. hat unter anderem Klavier und evangelische Theologie studiert und: Er hat Kulturmanagement studiert. Die besten Voraussetzungen also für die Nordhäuser Stelle.
Vielleicht liegt der Kandidat den Gesellschaftern aus der Musikstadt Sondershausen deshalb noch etwas quer im Magen, weil er eine Vorliebe für’s Schauspiel haben soll? Man weiß es nicht, sagt es ihm aber nach. Die Sondershäuser sollen hingegen lieber einen Pirklbauer-Nachfolger oder eine Nachfolgerin favorisieren, deren Herz auf der Seite des Orchesters schlage. Doch in diesem aktuellen Fall ist mit den Nordhäusern nicht zu spaßen. Vor allem, als sie über einige Details des Informationsflusses in Sondershausen erfuhren.
So tagten vor Wochen die beiden Ausschüsse, die sich mit Kultur beschäftigen. Und da hörten einzelne Sondershäuser Stadträte wohl zum ersten Mal ganz genau, was sich in Sachen Theater in den zurückliegenden Wochen und Monaten in der GmbH wirklich zugetragen haben soll. Vor allem seien sie darüber aufgeklärt worden, wie es zu manchen Entscheidungen gekommen war, die nun nur eine klitzekleine Schauspieltruppe in Nordhausen zulassen. Da muß es irgendwie zwischen Aufsichtsrat, Gesellschafterversammlung und Kulturausschuß auf Sondershäuser Seite eine Verstopfung der Info-Kanäle gegeben haben. Die aber seien beseitigt, war nun aus der Musikstadt zu hören.
In Nordhausen hatte man diese Entwicklung sehr verschnupft registriert, und noch vor der Sommerpause auch schon mal die Waffen blicken lassen, erfuhr die nnz. Nun aber soll alles besser und mit dem Kandidaten Lars T. ein Neuanfang gemacht werden. Bleibt zu hoffen, dass dieser Neuanfang gelingt, auch wenn Lars T. noch relativ jung für den Chef-Posten ist. Doch er hat bereits mehrere Texte geschrieben die erkennen lassen, dass er sowohl von Kunst als auch von deren Management etwas versteht. Und er hatte in den letzten fünf Jahren einen Lehrmeister, dem das Nordhäuser Theater nicht allzu fremd ist.


