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Mi, 11:44 Uhr
26.10.2011

Wir vergreisen

Die Zahl der Hochbetagten wird rasant zunehmen. In Thüringen ist 2030 jeder Zehnte über 80 Jahre alt. Die Bertelsmann Stiftung veröffentlicht ihre Prognose bis 2030 und die Daten und Fakten für rund 3.200 Kommunen ab sofort im Internet abrufbar. Wir haben für den Kyffhäuserkreis und den Landkreis Nordhausen schon mal "geschaut"...

Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung) Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung)

Durch die rasante Zunahme der hochbetagten Menschen stehen die deutschen Städte und Gemeinden vor großen Herausforderungen. Nach einer neuen Bevölke­rungsprognose der Bertelsmann Stiftung wird die Zahl der über 80-jährigen Einwohner in Thürin­gen bis zum Jahr 2030 um fast 60 Prozent steigen. Jeder zehnte Einwohner in Thüringen wird dann über 80 Jahre alt sein. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,3 Prozent. Unter www.wegweiser-kommune.de können ab sofort Daten und Fakten zu den Auswirkungen des demographischen Wandels für deutschlandweit alle Kommunen ab 5.000 Einwohnern abgerufen werden.

Auch bundesweit wächst die Zahl der über 80-jährigen Bürger laut Prognose um rund 60 Prozent. Besonders starke Zunahmen bei den Hochbetagten sind in Brandenburg (93 Prozent) und Berlin (92 Prozent) zu erwarten. Vergleichsweise moderat wird der Anstieg der über 80-Jährigen bis zum Jahr 2030 in Bremen (42 Prozent) und dem Saarland (41 Prozent) ausfallen. In Thüringen sind die Unterschiede bei den Zuwachsraten unter den Landkreisen und kreisfreien Städten groß. Im Al­tenburger Land wird die Altersgruppe der über 80-Jährigen um weniger als ein Drittel wachsen, während sie in der kreisfreien Stadt Suhl um knapp 90 Prozent zulegen wird.

Nach den Vorausberechnungen der Bertelsmann Stiftung nimmt die Zahl der hochbetagten Män­ner stärker zu als die der Frauen. Der Anteil der Frauen bleibt in dieser Altersgruppe zwar immer noch höher, doch die Männer holen auf. Die Alterung in Thüringen nimmt auch insgesamt zu. Bis 2030 wird die Hälfte der Einwohner älter als 54 Jahre sein.

Die Bertelsmann Stiftung hat ihre Bevölkerungsprognose für 3.200 Kommunen in Deutschland erstellt. In Thüringen wird die Einwohnerzahl insgesamt um rund 15 Prozent schrumpfen. 2030 werden noch 1,90 Millionen Menschen dort leben. Das ist nach Sachsen-Anhalt der zweitstärkste Bevölkerungsrückgang aller Bundesländer. Bundesweit wird die Einwohnerzahl um 3,7 Prozent zurückgehen. In Thüringen bekommen besonders die kreisfreie Stadt Suhl und das Altenburger Land den Bevölkerungsschwund zu spüren – die beiden Kommunen werden 2030 rund ein Viertel weniger Einwohner verzeichnen.

„Unsere Bevölkerungsprognose zeigt sehr deutlich, wo die Kommunen in Thüringen ihre Planun­gen überdenken müssen“, sagte Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung bei der Veröffentlichung der Daten. Zu den Herausforderungen gehörten der steigende Bedarf an Pflege­kräften, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie die Anpassung der Pflegeinfrastruktur (z.B. Tagespflege, Kurzzeitpflege und stationäre Pflege).

Die Bertelsmann Stiftung stellt mit ihrem Online-Portal www.wegweiser-kommune.de allen Städ­ten und Gemeinden in Deutschland mit mehr als 5.000 Einwohnern Daten, Bevölkerungsprogno­sen und konkrete Handlungskonzepte für die kommunale Praxis zur Verfügung. Für 2.943 Städte und Gemeinden, in denen etwa 86 Prozent der Bevölkerung Deutschlands leben, und 301 Land­kreise ermöglicht der Wegweiser Kommune so einen Blick auf die Entwicklung in den Politikfeldern Demographischer Wandel, Finanzen, Bildung, soziale Lage und Integration.
Autor: nnz

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Kommentare
Wolfi65
26.10.2011, 13:54 Uhr
Ist schon klar
Aber wieso wird dieser Umstand immer wieder als Neuigkeit verkauft? Es ist seit Jahren bekannt, dass die Gesellschaft vergreist. Von einer Familien freundlichen Politik ist man weit entfernt.

Wenn es um positive Vorstöße in der Familienpolitik geht, können sich unsere gewählten Volksvertreter nur schwer zu einem wirklichen Ergebnis durchringen.
Dagegen werden Beschlüsse zur Bankenrettung und zu "notwendigen" Sozialkürzungen innerhalb kürzester Zeit durchgewunken.

Dieses hat auch ein Großteil der jungen Leute in Deutschland erkannt und sich für eine berufliche Kariere, statt zu einer Familie mit Kindern entschieden.

Wenn überhaupt, dann wird sich immer öfter in der letzten Minute auf der biologischen Zeitskala für ein Kind entschlossen.
Dies stellt für Mutter und Kind trotz medizinischer Fortschritte ein gewisses Risiko dar.

Dass es auch anders geht, kann man bei unseren Nachbarn in Europa beobachten. Dort geht die Familie über alles und das ist auch gut so.

In Anbetracht der Tatsachen sollte man in Deutschland eines nicht vergessen! Genug Altersheime zu bauen, denn Schulen und Kindergärten werden wahrscheinlich überflüssig.
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