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Mi, 16:47 Uhr
21.09.2011

Lebenswerk geehrt

Der Südharzer Unternehmer Wilfried Forst hat heute den Unternehmerpreis des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft erhalten. Im Preiswettbewerb „Thüringer Unternehmer des Jahres 2011“ setzte sich der gestandene Unternehmer durch.


Volker Beiersdorf, Leiter des Kreisverbandes Kyffhäuser/Nordhausen des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Landrat Joachim Claus sowie zahlreiche Geschäftspartner und Wegbegleiter gratulierten dem Preisträger. Wilfried Forst hat 1990 seinen Baustoffrecyclingbetrieb als produzierendes Gewerbe gegründet.

„Die Rohstoffgewinnung und der Vertrieb aus mineralisch wieder verwertbarem Bau- und Abbruchmaterial brachte eine enorme Produktionsentwicklung von Recyclingbaustoffen, die es bis dahin nicht gegeben hat“, sagte Landrat Claus in seiner Laudatio. Diese Geschäftstätigkeit war innovativ, nachhaltig und umweltverträglich. Marktlücken wurden geschlossen und Einsatzgebiete entwickelt für alternative, mineralische, klassierte Recyclingbaustoffe.
Wilfried Forst geehrt (Foto: J. Piper)
Wilfried Forst geehrt (Foto: J. Piper)
Wilfried Forst geehrt (Foto: J. Piper)
„Die Zielstellungen des Unternehmers sind eine hohe Rohstoffausbeute aus Abfällen, ein allumfassender Einsatz von Recyclingmaterial zur Schonung der natürlichen Ressourcen, die Eindämmung des Mülltourismus entsprechend unseres Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der EU-Abfallrahmenrichtlinie“, beschrieb der Landrat. Das Unternehmen betreibt Baustoffrecyclingbetriebe in Nordhausen, Sondershausen-Hohenebra und verschiedene Zwischenlager in Betonwerken der Landkreise Nordhausen, Kyffhäuserkreis und Eichsfeldkreis, um Transportwege zu verkürzen.

„Das Baustoffrecyclingunternehmen Wilfried Forst & Sohn hat in seiner 20-jährigen Tätigkeit rund 3,8 Millionen Tonnen Recyclingbaustoffe produziert und zum Wiedereinbau vertrieben. Man stelle sich diese Summe in einem Steinbruch vor, dann sehen wir, was Nachhaltigkeit bedeutet“, so der Landrat. Denn durch das Recycling seien natürliche Ressourcen geschont worden. „Am Jahresende werden wir sicher die vier Millionen Grenze erreichen“, blickte Wilfried Forst bei seinen Dankesworten positiv in die Zukunft. Doch nach wie vor würden zu viele Rohstoffe verschwendet und nicht sinnvoll nachgenutzt.

Das werde sich aber durch die knapper werdende Rohstoffsituation weltweit ändern, war sich der Unternehmer sicher. Er dankte seinen Partnern in Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden und freute sich darüber, dass er gemeinsam mit seiner Frau in diesem Jahr auf stolze 60 Jahre Berufstätigkeit zurückblicken kann und dass seine gesamte Familie unternehmerisch aktiv ist. Denn auch seine Kinder Meyk und Diana Forst sind in die Fußstapfen des Vaters getreten, sind beide Existenzgründer und haben eigene Unternehmen gegründet.

In der Landwirtschaft ist die gesamte Familie engagiert, züchten erfolgreich Lewitzer- und Reitponies sowie Nutztierrassen wie das Harzer Rotvieh, die vom Aussterben bedroht sind. Seit 1967 baut Wilfried Forst diesen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb auf, der inzwischen zu einem der größten Zuchtpools in Thüringen gewachsen ist.

Außerdem ist der Unternehmer seit über 50 Jahren ehrenamtlich aktiv, beispielsweise im Reitsport als Sektionsleiter, Betriebssportgemeinschafts-Vorsitzender, Vereinsvorsitzender im Kreis Nordhausen sowie als Kommissionsvorsitzender, lizenzierter Trainer und Lehrgangsleiter im Landessportbund. Für seinen Einsatz erhielt er die „Goldene Ehrennadel“ des Deutschen Turn- und Sportbundes sowie des Reit- und Fahrverbandes Thüringen und 2010 die Ehrenplakette „Gutsmuths“ in Gold vom Landessportbund Thüringen. Neben dem Sport ist er seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Gremien der Wirtschaft und der Gesellschaft aktiv, beispielsweise als Beiratsmitglied im Trägerverein Regionale Aktionsgruppe Südharz e. V des Förderprogramms LEADER, im Naturpark Südharz sowie im Bauernverband.

Einen Videobeitrag gibt es auch auf nnz-tv
Autor: nnz

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