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Mi, 16:41 Uhr
21.09.2011

Wo der Pfeffer wächst

„Gewürze zählen zu den ersten Produkten, die weltweit gehandelt wurden. Das begann schon vor etwa 3.000 Jahren. Damals waren Gewürze meist mehrere Monate bis zu einem Jahr auf dem Seeweg unterwegs“, erzählte Achim Franko. Der Fair-Handelsberater für Thüringen und zwei Kolleginnen machten heute mit der FairTour auf dem Nordhäuser Marktplatz Station...


Schüler von Regelschulen, Gymnasien und Berufsschulen erfuhren bei der FairTour viel Wissenswertes aus der Welt der Gewürze, über die lange Tradition des Gewürzhandels, über die heutigen Arbeits- und Lebensbedingungen der Produzenten und welche Chancen in diesem Zusammenhang der faire Handel in den Erzeugerländern eröffnet.
Wo der Pfeffer wächst (Foto: J. Piper)
Wo der Pfeffer wächst (Foto: J. Piper)
Wo der Pfeffer wächst (Foto: J. Piper)
Wo der Pfeffer wächst (Foto: J. Piper)
Wo der Pfeffer wächst (Foto: J. Piper)
Wo der Pfeffer wächst (Foto: J. Piper)
Spielerisch begaben sich die Jugendlichen bei diesem interaktiven Bildungsparcours auf die Spuren der Geschichte von alten Gewürzstraßen und der Herkunft von Gewürzen. Beim Probe-Riechen galt es herauszufinden, welche Gewürze wohl die kleinen schwarzen Kugeln, das gelbe Pulver oder die grasähnlichen Halme sind. In der Ausstellung im Bürgersaal des Rathauses lernten die Schüler zudem mehr über die Entwicklung des fairen Handels in Nordhausen.

Im FairTour-Café konnten die Besucher außerdem Kaffee oder Gewürztee trinken und sich am Weltladenstand über die Vielfalt fair gehandelter Produkte informieren. Bereits zum 9. Mal ist die FairTour im Rahmen der bundesweiten Fairen Woche in zehn Städten in Mitteldeutschland unterwegs. Heute reist die FairTour weiter und macht bis zum Ende der Fairen Woche noch Halt u.a. in Jena, Pirna, Magdeburg, Stendal und Halberstadt.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
21.09.2011, 23:02 Uhr
Fair Trade auch für Tropenholz in Nordhausen??
Der hohe Stellenwert des fairen Handels in Nordhausen ist absolut zu begrüßen. Allerdings habe ich noch nie etwas über den fairen Handel mit Tropenholz in der Stadt gelesen, vielleicht ist mir das aber auch nur entgangen? Wenn ja, dann bin ich und sind die nnz-Leser sicher über entspechende Informationen dankbar.

Vergessen wir nicht, dass die Rodung der Regenwälder zu den mit Abstand größten Beeinträchtigungen der Ökologie aber auch der Sozial- und lokalen Wirtschaftsstrukturen der Entwicklungsländer führt. Sie hat den schädlichsten Einfluss auf die Artenvielfalt und auf das Weltklima, ja sie zerstört ganze Kulturen indigener Völker. Es wäre gewiss wünschenswert, wenn sich die Fair-Trade-Aktivisten diesem wirklich drängenden Problem, falls noch nicht geschehen, am besten sogar vordergründig annehmen.

Das könnte z.B. damit beginnen, die Nordhäuser Bau- und Gartencenter nach Produkten aus Tropenhölzern zu durchforsten und jene öffentlich anzuprangern.

In der Nordhäuser BUND-Gruppe gab es intern bereits Überlegungen zu derartigen Aktivitäten. Allerdings sind wir zu wenig Leute, um dies auch noch zu stemmen. Geplant ist es aber weiterhin. Vielleicht mögen die Fair-Trade-Aktiven und der BUND sogar miteinander in Kontakt treten?

Wie zentral der faire Handel mit Tropenholz (falls es einen solchen überhaupt gibt) für die meisten anderen Projekte ähnlicher Ausrichtung ist, das zeigt sehr eindrucksvoll und dramatisch die Seite www.regenwald.org.

Die BUND-Kreisgruppe trifft sich allmonatlich am jeweils zweiten Dienstag um 18:30 im Vereinshaus Thomas-Mann.
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