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Sa, 12:02 Uhr
17.02.2001

Michael Schindhelm liest nun doch in Nordhausen

Nordhausen (nnz). Es wäre fast zum Rechtsstreit zwischen dem Aufsichtsrat der Nordhäuser Theater GmbH und Michael Schindhelm gekommen. Fakt ist, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der GmbH, Klaus Wahlbuhl, musste sich bei Michael Schindhelm entschuldigen. Entschuldigen für eine Passage in einem Brief, in den Schindhelm zu seiner Lesung in Nordhausen ausgeladen wurde. In diesem Brief habe Wahlbuhl behauptet, Schindhelms Karriere habe in Nordhausen auf "Verheimlichungen und Unwahrheiten" begonnen. Nach nnz-Informationen hätten sich in den Unterlagen keinerlei Hinweise ergeben, dass Schindhelm bei seiner Einstellung als Geschäftsführer am Nordhäuser Theater nach etwaigen Stasi-Kontakten befragt worden war. Erst vor einigen Wochen hatte Schindhelm, der nach Nordhausen in Gera und jetzt in Basel tätig ist, zugegeben, als inoffizieller Mitarbeiter des MfS gearbeitet zu haben. Wie auch die konservative Zeitung "Die Welt" schrieb, habe Schindhelm niemanden mit seiner Tätigkeit geschadet. Wie jetzt die Berner Zeitung berichtet, könne Schindhelm seine Lesung im Nordhäuser Theater am 1. April nachholen. Schindhelm will aus seinem Romas "Roberts Reise" lesen und sich anschließend des Fragen der Zuhörer stellen. Übrigens hatte sich die Leitung des Nordhäuser Theater nur schwer der Entscheidung des Aufsichtsrates gebeugt, Schindhelm auszuladen.
Autor: psg

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