Mi, 15:52 Uhr
23.07.2003
Rettungsaktion für Karstgebiet
Nordhausen (nnz).Die Erhaltung der Natur für unsere Nachfahren sollte jedem wichtig sein. Die Nordhäuser Kreisgruppe geht wieder mit gutem Beispiel voran. Worum es sich dabei handelt und wie Sie mithelfen können, erfahren Sie bei einem weiteren Klick.
Mit maßgeblicher Unterstützung des Thüringer Landesverbandes des BUND ist es der Nordhäuser Kreisgruppe gelungen, eine bundesweite Informations- und Spendenaktion für den Erhalt der Gipskarstlandschaft zu initiieren.
Wie die Bundesvorsitzende des Umweltverbandes, Frau Dr. Angelika Zahrnt mitteilte, hat sich der BUND entschlossen, mit einer großangelegten Aufklärungsaktion auf die geplante Naturzerstörung dieses Jahrtausende alten Naturwunders hinzuweisen und um Spenden zu bitten, damit dieses letzte noch zusammenhängende Gipskarstgebiet nicht dem Raubbau der Industrie zum Opfer fällt.
Auf vollkommenes Unverständnis trifft dabei auch die negative Haltung der Thüringer Landesregierung, die sich bis zum heutigen Tage weigert, ein Raumordnungsverfahren zum geplanten Gipsabbau am Winkelberg einzuleiten. Obwohl das Südharzer Karstgebiet in seiner Ausprägung europaweit einmalig ist, sollen hier unersetzbare Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten großflächig vernichtet werden!
So stehen am Winkelberg, wo zahlreiche Fledermausarten ihre Quartiere haben,
18 ha Trockenwald, Trockenrasen und Streuobstwiesen in eine lebensfeindliche Mondlandschaft verwandelt werden. Sollte es hier der Abbauindustrie gelingen, ihre zweifelhaften Pläne durchzusetzen, so käme dies einem Dammbruch für die ganze Region gleich.
Denn auch im Harzfelder Holz, unmittelbar am Luftkurort Neustadt, plant eine Firma aus Niedersachsen den Abbau von 73ha Fläche.
Mit der Spendenaktion bietet sich für jeden, dem diese Landschaft am Herzen liegt, eine hervorragende Möglichkeit zum Handeln. Der BUND kann mehrere Hektar eines artenreichen Gipskarstgebietes kaufen – bestehend aus orchideenreichen Blaugrasrasen und Trockenwald. Die Kaufflächen beherbergen u.a. die Orchideenarten Fliegen-Ragwurz, Große Händelwurz und Großes Zweiblatt.
Aus diesem Grund bittet der BUND auch die Bürger der Nordthüringer Region, sich bei der Spendenaktion zu beteiligen. Entsprechende Unterlagen sind z.B. in Nordhausen, beim Buchhaus Rose, beim Tabak und Spirituosenhandel Aschenbrenner, oder direkt beim BUND zu erhalten. Wenn jeder, dem der Schutz dieser Landschaft ein Herzensbedürfnis ist, nur 5 Euro spenden würde, wäre man schon ein großes Stück weiter, so der Kreisverband Nordhausen.
Spenden können unter dem Kennwort: Gipskarst Nordthüringen auf das Konto der Postbank Köln (370 100 50) Konto: 400700501 eingezahlt werden.
Eines ist hier schon sicher: Wenn wir den Gipsabbau jetzt nicht verhindern können, wird dieses Naturwunder nicht wieder herstellbar sein. Die einzige Möglichkeit, Gipskarst zu renaturieren, wäre mindestens 10000 Jahre warten so Frau Dr. Zahrnt in Ihrem Statement.
Autor: cgMit maßgeblicher Unterstützung des Thüringer Landesverbandes des BUND ist es der Nordhäuser Kreisgruppe gelungen, eine bundesweite Informations- und Spendenaktion für den Erhalt der Gipskarstlandschaft zu initiieren.
Wie die Bundesvorsitzende des Umweltverbandes, Frau Dr. Angelika Zahrnt mitteilte, hat sich der BUND entschlossen, mit einer großangelegten Aufklärungsaktion auf die geplante Naturzerstörung dieses Jahrtausende alten Naturwunders hinzuweisen und um Spenden zu bitten, damit dieses letzte noch zusammenhängende Gipskarstgebiet nicht dem Raubbau der Industrie zum Opfer fällt.
Auf vollkommenes Unverständnis trifft dabei auch die negative Haltung der Thüringer Landesregierung, die sich bis zum heutigen Tage weigert, ein Raumordnungsverfahren zum geplanten Gipsabbau am Winkelberg einzuleiten. Obwohl das Südharzer Karstgebiet in seiner Ausprägung europaweit einmalig ist, sollen hier unersetzbare Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten großflächig vernichtet werden!
So stehen am Winkelberg, wo zahlreiche Fledermausarten ihre Quartiere haben,
18 ha Trockenwald, Trockenrasen und Streuobstwiesen in eine lebensfeindliche Mondlandschaft verwandelt werden. Sollte es hier der Abbauindustrie gelingen, ihre zweifelhaften Pläne durchzusetzen, so käme dies einem Dammbruch für die ganze Region gleich.
Denn auch im Harzfelder Holz, unmittelbar am Luftkurort Neustadt, plant eine Firma aus Niedersachsen den Abbau von 73ha Fläche.
Mit der Spendenaktion bietet sich für jeden, dem diese Landschaft am Herzen liegt, eine hervorragende Möglichkeit zum Handeln. Der BUND kann mehrere Hektar eines artenreichen Gipskarstgebietes kaufen – bestehend aus orchideenreichen Blaugrasrasen und Trockenwald. Die Kaufflächen beherbergen u.a. die Orchideenarten Fliegen-Ragwurz, Große Händelwurz und Großes Zweiblatt.
Aus diesem Grund bittet der BUND auch die Bürger der Nordthüringer Region, sich bei der Spendenaktion zu beteiligen. Entsprechende Unterlagen sind z.B. in Nordhausen, beim Buchhaus Rose, beim Tabak und Spirituosenhandel Aschenbrenner, oder direkt beim BUND zu erhalten. Wenn jeder, dem der Schutz dieser Landschaft ein Herzensbedürfnis ist, nur 5 Euro spenden würde, wäre man schon ein großes Stück weiter, so der Kreisverband Nordhausen.
Spenden können unter dem Kennwort: Gipskarst Nordthüringen auf das Konto der Postbank Köln (370 100 50) Konto: 400700501 eingezahlt werden.
Eines ist hier schon sicher: Wenn wir den Gipsabbau jetzt nicht verhindern können, wird dieses Naturwunder nicht wieder herstellbar sein. Die einzige Möglichkeit, Gipskarst zu renaturieren, wäre mindestens 10000 Jahre warten so Frau Dr. Zahrnt in Ihrem Statement.

