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Mo, 17:58 Uhr
21.07.2003

Wie geht es Ihnen?


Nordhausen (nnz). Wie alt ein noch lebender Baum ist und wie es um seine Substanz bestellt ist kann man nur schwer von außen beurteilen. Die Stadt Nordhausen hat eine Möglichkeit gefunden, wie man dies trotzdem genau feststellen kann. Mehr dazu bei einem weiteren Klick.


Stadt Nordhausen „Mit Klopfen und per Augenschein kann man halt nicht ins Innere eines Baumes spähen. Durch die Untersuchung mit unserem neuen `Resistograf´ hat man dagegen letzte Sicherheit, wie es um die Substanz des Gehölzes tatsächlich beschaffen ist – ob er gefährlich werden kann, ob er gefällt werden muss oder erhalten werden kann“, erklärt Axel Axt, Baumschutzverantwortlicher der Stadt Nordhausen.

Mit dem „Resistograf“ - einer Art Bohrmaschine mit 3-Millimeter-Spitze, die sich 50 Zentimeter tief ins Holz dreht – ist Axt seit einigen Wochen bei den Bäumen im Stadtgebiet unterwegs.
Beim Anbohren, so erklärt Axt, werde eine Art „Widerstandskurve“ auf das angeschlossene Papierdiagramm gezeichnet. „Entscheidend ist die Restwand-Stärke: Steigt die Kurve lange an, hat das Holz einen guten Widerstand und ist in Ordnung. Fällt sie schnell ab, nachdem man durch die Rinde ist, ist ein Widerstand nicht nachweisbar - die Substanz des Baumes ist dann weich. Der Baum kann praktisch plötzlich auf Gehwege oder die Straße fallen und Menschen in Gefahr bringen.“
Oft sähen Bäume rein äußerlich noch sicher aus. „Sie tragen noch Grün, die Rinde ist unbeschädigt – doch im Inneren ist alles weich. So einen Fall haben wir jüngst mit einer Pappel in der Leimbacher Straße gehabt.“ Im Durchschnitt sei 30 Prozent Restwand-Stärke das Minimum, „allerdings muss man andere Faktoren – wie Baumart oder Standort in die Entscheidung mit einbeziehen , ob der Baum gefällt werden muss, oder nicht.“
Zur Zeit ist der Resistograf vor allem bei den 25 Pappeln auf dem Hauptfriedhof im Einsatz. „Die sind jetzt mit 40 bzw. 50 Lebensjahren in einem hohen und kritischen Alter, in dem der Verfallsprozess im Inneren rapide voranschreitet. Und oft stehen sie direkt neben den Fußwegen. Wir würden fahrlässig handeln, wenn wir sie wider besseren Wissens einfach stehen lassen würden.“
Autor: cg

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