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Mi, 14:27 Uhr
25.05.2011

Jury begutachtet Bewerber

Vier Ortschaften aus dem Landkreis beteiligen sich am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". UNd schon mal die Begutachter kommen, dann muss das Dorf auch geputzt werden - Ältere kennen das aus dem Wettbewerb "Schöner unsere Städte und Gemeinden - macht mit!"...

Jury-Besuch (Foto: J. Piper) Jury-Besuch (Foto: J. Piper)
Alles für Jury. Ob deren Mitglieder denken, dass das immer so ist auf den Dörfern? Heute ist wieder alles normal...

Die Jury mit Vertretern u.a. des Landratsamtes, des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung sowie des Landwirtschaftsamtes hat gestern zwei der Bewerber besucht: Görsbach und Petersdorf. Mit dem Traktor kutschierte Bürgermeister Siegfried Junker die Jurymitglieder durch das urkundlich älteste Dorf der Goldenen Aue.

„Wir sind seit 1994 fortlaufend dabei und innerhalb der ersten drei Plätze lagen wir eigentlich immer. Zweimal haben wir gewonnen“, beschreibt Siegfried Junker die reichhaltigen Erfahrungen seiner Gemeinde beim Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft. „Wir betrachten uns schon jetzt als Sieger, weil wir schon durch die Bewerbung wieder Auftrieb bekommen haben – Mitmachen ist schon die Hälfte.“

Für den Wettbewerb hat die Gemeinde ihre Einwohner aktuell danach gefragt, wie zufrieden sie mit den Bedingungen im Ort sind. Die Einschätzungen seien überwiegend positiv, der größte Kritikpunkt sei, dass es keinen niedergelassenen Hausarzt mehr gebe, so Siegfried Junker. 92 Prozent der Befragten fühlen sich in Görsbach heimisch – ein Ergebnis, über das sich der engagierte Gemeindechef freut.
Jury zu Besuch (Foto: J. Piper)
Jury zu Besuch (Foto: J. Piper)
Jury zu Besuch (Foto: J. Piper)
Jury zu Besuch (Foto: J. Piper)
Jury zu Besuch (Foto: J. Piper)
Jury zu Besuch (Foto: J. Piper)
Für die Jurybesichtigung mobilisierte er das Dorf: Die Kinder der Grundschule sangen ein Ständchen, die Mädchen und Jungen aus dem Görsbacher Kindergarten verzückten mit ihrer Vorstellung von Dornröschen und auch die wichtigsten Firmen Watterodt Bau und die Agrarproduktion Goldene Aue waren dabei. In letzterem leben die gesündesten Milchkühe Thüringens, denn sie erreichen das stolze Alter von zehn, zwölf Jahren – viele Milchkühe werden nur halb so alt.

Die Haltungsbedingungen der 315 Rinder in den offenen Ställen seien vorbildlich, meinte auch die Jury. Durch die angeschlossene Biogasanlage entsteht ein energieeffizienter Kreislauf. Nicht fehlen durfte bei der Rundfahrt der frisch sanierte Görsbach und die Kulturscheune, die dem regen Vereinleben der Gemeinde Raum bietet. Für ein farbenfrohes Ambiente sorgt dort das bunte Mosaik, das Gemeindearbeiter in Handarbeit aus dem nicht mehr genutzten Bahnhof in die Kulturscheune retteten. Hier lernten die Jurymitglieder auch einen kulinarischen Höhepunkt von Görsbach kennen – die berühmten Kartoffelscheiben. Und selbst der Storch zeigte sich in voller Pracht auf seinem Nest.

Die zweite Station der Jury war Petersdorf, das sich zum ersten Mal am Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft beteiligt. Bürgermeister Thilo Große führte die Jurymitglieder durch den Ort, zeigte zum Beispiel die gut erhaltene kleine Kirche, das Feuerwehrhaus mit dem prägnanten holzverkleideten Turm und die einzige Wurzelkläranlage im Landkreis, die das Abwasser mittels Pflanzen kostengünstig reinigt.

„Die Anlage funktioniert jetzt schon seit 13 Jahren“, sagt Thilo Große nicht ohne Stolz. Bis vor drei Jahren war der kleine Ort mit rund 350 Einwohnern selbstständig, ist nun ein Ortsteil von Nordhausen – und hat davon bereits profitiert, wie schon ein Blick auf die sanierte Fassade der Schule zeigt. „Dass der Schulstandort hier erhalten bleibt, ist uns ganz wichtig“, so Thilo Große. Das Dorf hat noch viel vor.

Geplant ist in den kommenden Jahren das Gebäude gegenüber der Schule, in dem einmal eine Gaststätte mit Saal, später die Turnhalle und die Schulküche untergebracht waren, soll zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Genügend Vereine und aktive Einwohner, die das Gebäude dann nutzen würden, gäbe es in jedem Fall, so Thilo Große.

Im Juni wird die Jury noch die beiden anderen Teilnehmer bei "Unser Dorf hat Zukunft" besuchen – Neustadt und Werna. Danach entscheiden die Jurymitglieder, wer im Landkreis Nordhausen die Nase vorn hat und sich damit für die zweite Stufe des Wettbewerbs auf Landesebene qualifiziert.
Autor: nnz

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