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Mi, 14:14 Uhr
25.05.2011

Viel los auf der A38

Die Kameraden der Nordhäuser Feuerwehren haben in den vergangenen Tagen richtig gut zu tun gehabt, vor allem auf der A 38, auf der immer mehr Verkehr von Ost nach West oder umgekehrt rollt. Erst gestern wieder war es soweit...

„Erst am Montagabend war an der Autobahnabfahrt Nordhausen ein großer LKW mit Müll umgekippt und hatte somit für Stunden die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Sundhausen beschäftigt“, resümierte Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) gegenüber der nnz.

Einsatz auf der Autobahn (Foto: Berufsfeuerwehr) Einsatz auf der Autobahn (Foto: Berufsfeuerwehr)

Zu einem ähnlichen Einsatz haben die Kameraden dieser Feuerwehren auch gestern wieder auf die A 38 in Richtung Bleicherode ausrücken müssen, da dort ein Unimog verunglückt war und sich überschlagen hatte. Glücklicherweise seien bei den genannten Unfällen die Fahrer nicht schwerer verletzt worden.
Unfall mit Unimog (Foto: Berufsfeuerwehr)
Unfall mit Unimog (Foto: Berufsfeuerwehr)
Unfall mit Unimog (Foto: Berufsfeuerwehr)
Gestern Vormittag ereignete sich auf der A 38 ein Verkehrsunfall mit einem Unimog. Zu dem Unglück kam es, weil während der Fahrt vermutlich ein Reifen des LKW geplatzt ist. Der Fahrer wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Sundhausen waren dort im Einsatz. An dem verunglückten Fahrzeug entstand ein Schaden von ca. 15.000 Euro.

Gleich mehrfach mussten die Nordhäuser Feuerwehren im Monat Mai auch zeitgleich Doppeleinsatzlagen stemmen, wobei meist schon die Berufsfeuerwehr bereits auf der Autobahn gebunden war und die Freiwilligen Wehren der Stadt die Einsatzlage im Stadtgebiet übernommen haben. „Mit unseren 14 freiwilligen Stadtteil- und Ortsteilfeuerwehren sind wir immer in der glücklichen Lage weitere Kräfte nach zu alarmieren“, erklärte der Nordhäuser Bürgermeister.

Auch für die zeitgleichen Einsatzlagen habe die Stadt in ihren Einsatzplänen Vorsorge betrieben, so blieben auf der Wache der Berufsfeuerwehr immer neben dem Mitarbeiter in der Einsatzzentrale mindestens noch ein Feuerwehrbeamter zurück, um gegebenenfalls weitere Spezialtechnik an den Einsatzort bringen zu können.

So war dies auch in der Nacht vom 6. zum 7. Mai, als die Berufsfeuerwehr mit den Sundhäuser Kameraden bereits zu einem Einsatz auf der Autobahn war und zeitgleich der Wohnungsbrand in der Nordhäuser Löbnitzstraße gemeldet wurde. Von der Wache der Berufsfeuerwehr konnte so noch sofort die Rettungsleiter ausrücken, während die Freiwillige Feuerwehr Mitte dann mit einer Mannschaftsstärke anrückte, um gemeinsam den Brand zu bekämpfen.

Jendricke sieht es daher auch gelassen, wenn die Feuerwehren der Stadt im Rahmen der derzeit laufenden Stützpunktfeuerwehrplanungen des Landkreises noch weitere Einsatzbereiche im Landkreis übernehmen müssen (siehe nnz-Archiv). „Bei rund 1.400 Einsätzen im Jahr haben unsere Kameraden die Routine und Erfahrung dies zu stemmen. Allerdings muss der Landkreis dann auch endlich den Stützpunktwehren die gesetzlich vorgeschriebene Technik beschaffen, damit diese Spezialtechnik auch immer verfügbar ist“, machte der Bürgermeister klar.
Autor: nnz

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Kommentare
Pro112
25.05.2011, 15:04 Uhr
Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Wehren
Es ist ja alles gut und schön, dass man in solchen fällen auf andere Stadtteilfeuerwehren zurück greifen kann, aber zum Beispiel der Wohnungsbrand in der Löbnitzstr.,dieser Einsatz war zu einem Zeitpunkt,wo noch ausreichend Kameraden zur verfügung standen.Am Tage sieht das dann schon mal anders aus,da sind es dann mal nur 4-5 Kameraden die Ausrücken könnten.

Es wäre zu wünschen,wenn die Stadt Nordhausen Arbeitsplätze für Feuerwehrangehörige schaffen würden, die dann auch im Alarmfall zum Einsatz fahren können. Somit wäre die Einsatzstärke und Bereitschaft höher. Die meisten Kameraden dürfen von ihrer Arbeitstelle nicht weg und es sind häufig die Maschinisten die gebraucht werden.

Aber ich glaube,dass wird ein Traum einiger Feuerwehrkameraden bleiben das sowas mal in erfüllung geht.
MA1990
25.05.2011, 21:25 Uhr
Super Feuerwehr!
Gut, dass die Nordhäuser Feuerwehren immer da sind, wenn es brennt oder wenn jemand einen Unfall hat.

Es ist doch die einzige Feuerwehr im Landkreis, bei der es mit der Technik und mit den gut ausgebildeten Kameraden stimmt und dies gilt für die Berufsfeuerwehrleute wie für die Freiwilligen gleichermaßen.
Mitleser
26.05.2011, 22:05 Uhr
Schmaler Grad
@Bewohner, wie kommen Sie zu dieser Behauptung, dass die Feuerwehren der Stadt Nordhausen die "einzige" Feuerwehr im Landkreis ist, welche über gut ausgebildetes Personal verfügen ?

Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht was mit der Feuerwehr Nordhausen passieren würde wenn es im Landkreis keine Freiwilligen Feuerwehren mehr geben sollte?

-> die Feuerwehr Nordhausen würde kollabieren, weil eine Abarbeitung aller Einsätze im Landkreis nicht möglich wäre, Personel sowie Materiel und auch nicht in einer angemessenen Hilfsfrist!

Ich hoffe Sie denken nochmals über Ihre Unterstellung nach!

Auch im Landkreis Nordhausen gibt es sehr gut ausgebildete Kameraden, die vielleicht auch Ihnen in einer Notsituation helfen werden, weil die Feuerwehr Nordhausen in anderen Einsätzen gebunden ist.
Fach-Insider
27.05.2011, 16:41 Uhr
Jeder macht Fehler, auch NDH!
Die Vergangenheit hat gezeigt das auch die Feuerwehr Nordhausen, hier speziell die Berufsfeuerwehr, nicht frei von Fehlern ist.

Punkt eins: wäre schon die Besetzung der Drehleiter (siehe Artikel). Fahrzeuge sind mit mind. 2 Mann zu besetzen. Da ja der Maschinist nicht gleichzeitig fahren und das Funkgerät bedienen kann, denn er muss sich ja auf das Fahren konzentrieren. Jeder Verkehrsteilnehmer bekommt saftige Strafen, wenn er mit den Handy am Ohr erwischt wird. Die allgemeinen Verkehrsregeln gelten halt auch für Feuerwehrleute.

Punkt zwei: da wäre der Brand in der Rosengase im letzten Jahr. Wie kann ein Einsatzleiter mit einen Strahlrohr auf der Drehleiter das Feuer löschen? Der Einsatzleiter soll den Einsatz leiten, seine Kameraden koordinieren, stetig die Einsatzlage im Auge behalten usw. Gerade bei einen solchen Einsatz ist es wichtig den Überblick zu behalten. Immerhin musste ja Kamerad Jung 70 Feuerwehrleute (die Anzahl war wohl sehr großzügig geschätzt) koordinieren und führen.

Punkt drei: da hätten wir die Autobahn. Hier ist es für mich doch sehr verwunderlich das bei einigen der letzten Einsätze die die Auffahrten Heringen und Werther (oder für Herrn Jendricke NDH Ost und NDH West) betreffen, nicht die jeweiligen Stützpunktfeuerwehren dazu alarmiert wurden. Immerhin gibt es eine Ausrückeordnung, wo festgelegt ist wie zu alarmieren ist.

Das sind nur einige Beispiele, wo die Feuerwehr Nordhausen sich nicht gerade von ihrer besten Seite gezeigt hat. Es ist doch auch für jeden Freiwilligen schwierig, sich zu motivieren seinen Dienst zu leisten, wenn man von einer Berufsfeuerwehr solche teilweise gravierenden Fehler sieht. Oder den Kameraden bei Ausbildungen zu vermitteln das Gesetze, Vorschriften und Verordnungen wichtig sind, wenn diese von hochqualifizierten Feuerwehrbeamten einfach ignoriert werden.

Klar ist, das keiner frei ist von Fehlern, egal wo man hin schaut. Aber hier einfach zu sagen, dass die Kameraden aus der Stadt vollkommen sind, ist doch totaler Mist. Gerade in Zeiten von Personalsorgen und akuten Geldmangel ist es wichtig das alle an einen Strang ziehen, kameradschaftlich miteinander umgehen und gemeinsam zusammen arbeiten, bloß wenn man solche Aussagen wie vom Herrn Jendricke von sich gibt, ist dies nicht sehr fördernd.
MA1990
27.05.2011, 17:54 Uhr
Gute Feuerwehr!
Genau - jeder macht sicher Fehler, aber wieso jetzt die Nordhäuser Berufsfeuerwehr für die Alarmierung von anderen Stützpunktfeuerwehren zuständig ist, wie es der angebliche Fach-Insider behauptet, erschließt sich für mich nicht.

Für die Alarmierung nach Ausrückeordnung ist der Landkreis doch über seine eigene Leitstelle zuständig und nicht die BF. Vermutlich hat man beim Landkreis aber die anderen Stützpunktfeuerwehren schon rausgestrichen, weil sie ja auch keine Stützpunktfeuerwehren sind.

Und dem Mitleser gebe ich Recht, auch im Landkreis gibt es gut ausgebildete Feuerwehrleute, nur sind sie denn auch im Einsatzfall immer verfügbar?

Gut, dass die Nordhäuser Feuerwehren immer für uns da sind!
Fach-Insider
28.05.2011, 09:33 Uhr
Mal weiter denken
@ Bewohner
Thema: Alarmierung & Ausrückeordnung
Sie haben sehr gut festgestellt, dass die Alarmierung über die Leitstelle des Landkreises erfolgt. So, doch wer besetzt diese?? Genau, es sind ja pro Wachsicht 3-4 Kameraden der BF NDH auf der Leitstelle. Jetzt brauch man doch nur eins und eins zusammen zählen.

Treu noch den Motto: „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich sing“. Nur so kann ich mir vorstellen, wieso das die Wehr aus Petersdorf auf die A38 fährt (Überflutung A38 – nnz berichtete). Rein aus logischer Sicht und wenn man die Anfahrt bedenkt, ist das doch alles sehr sehr merkwürdig!!! Da kann ich zur Ausrückeordnung kommen, diese wurde vor kurzen ja neu ausgearbeitet. Da sind sehr wohl noch andere Wehren verankert, die nicht aus der Stadt kommen!!! Eine Ausrückeordnung ist ein Text mit gesetzlichen Charakter, die ausgearbeitet wurde um Einsätze effektiv abzuarbeiten zu können. Und an Gesetze muss sich halt halten, sonst kann man sich das auch sparen.

Thema: Verfügbarkeit
Die einzigen die 24h verfügbar sind, wären die 6-7 Kameraden der BF. Aber auch nur dann wenn sie nicht durch Einsätze anderweitig gebunden sind. Bei den Freiwilligen der Stadt Nordhausen sieht es doch genau so schlecht aus mit der Tageseinsatzbereitschaft, wie bei den Kameraden im Landkreis. Nur dort gibt es keiner zu.
Mitleser
28.05.2011, 12:19 Uhr
Tageseinsatzbereitschaft
@bewohner ... wie Fachinsider schon schreibt, sind alle gut ausgebildeten freiwilligen Kameraden der Stadt Nordhausen immer verfügbar? Ich denke NEIN! Man braucht nur den Beitrag von pro112 lesen und man sieht das auch die freiwilligen Feuerwehren der Stadt mit der Verfügbarkeit so ihre Probleme haben.

Ich denke auch, das sich dieses Problem in den nächsten Jahren sowohl in der Stadt Nordhausen mit ihren freiwilligen Feuerwehren als auch im Landkreis verstärken wird.

Bleibt zu hoffen, dass das Verhältnis Stadt und Landkreis sich bis dahin verbessert, ansonsten sehe ich schwarz für alle Feuerwehren.

Es droht nämlich eine zwei Klassenfeuerwehr!
Hier möchte ich mal zum nachdenken anstossen: Welche der 14 Feuerwehren werden zu Einsätzen alarmiert?
Ich denke man kann diese an "einer Hand" abzählen!
Wie sieht es mit der Motivation der Kameraden aller Freiwilligen Feuerwehren der Stadt aus?

Ich wünschen allen ein einsatzfreies Wochenden und das alle Kameraden egal ob Stadt Nordhausen oder Landkreis immer heil und gesund von ihren Einsätzen zurück kommen.
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