Mi, 19:57 Uhr
25.06.2003
Entscheidung über Albert Kuntz
Nordhausen (nnz). Es war eine lange Debatte, die im Nordhäuser Stadtrat über die Zukunft des Albert-Kuntz-Gedenksteins geführt worden war. Für welche Variante sich die Stadträte mehrheitlich entschieden, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.
Soll der Gedenkstein zum Platz am Bahnhof zurück, oder wird er seine letzte Ruhestätte in einem Nordhäuser Museum finden? Für das Letztere votierten die Stadträte und am Bahnhof soll eine Gedenktafel angebracht werden, die an den Stein erinnert. Eine heftige und zum Teil auch emotionale Diskussion war dem vorausgegangen. Da wurde sogar mit Dr. Karsten Uhl ein Historiker aus der Gedenkstätte Mittelbau-Dora um Rat gefragt, der natürlich die Auffassung seines Chefs, Dr. Wagner, vortrug (siehe nnz-Archiv). Uhl plädierte dafür, die besondere Geschichte des Steins zu nutzen und sie am Bahnhof darzustellen.
Diesen Ball nahm ein CDU-Fraktionär auf und wollte dann eine historische Betreuung für den Stein, damit hier endlich mal effektive Bildungsarbeit betrieben werden könne. Es nützte nichts: Der Gedenkstein kommt ins Museum, eine Tafel an den Bahnhof. Das sei übrigens auch die Meinung des Sohnes von Albert Kuntz, las PDS-Fraktionschef Frank Hermsdorf einen entsprechenden Bericht vor. Die Befürworter der Wiederaufstellungsvariante zitierten dafür den Häftlingsbeirat der Gedenkstätte, der sich für den Stein am alten Platz ausgesprochen hatte.
Autor: nnzSoll der Gedenkstein zum Platz am Bahnhof zurück, oder wird er seine letzte Ruhestätte in einem Nordhäuser Museum finden? Für das Letztere votierten die Stadträte und am Bahnhof soll eine Gedenktafel angebracht werden, die an den Stein erinnert. Eine heftige und zum Teil auch emotionale Diskussion war dem vorausgegangen. Da wurde sogar mit Dr. Karsten Uhl ein Historiker aus der Gedenkstätte Mittelbau-Dora um Rat gefragt, der natürlich die Auffassung seines Chefs, Dr. Wagner, vortrug (siehe nnz-Archiv). Uhl plädierte dafür, die besondere Geschichte des Steins zu nutzen und sie am Bahnhof darzustellen.
Diesen Ball nahm ein CDU-Fraktionär auf und wollte dann eine historische Betreuung für den Stein, damit hier endlich mal effektive Bildungsarbeit betrieben werden könne. Es nützte nichts: Der Gedenkstein kommt ins Museum, eine Tafel an den Bahnhof. Das sei übrigens auch die Meinung des Sohnes von Albert Kuntz, las PDS-Fraktionschef Frank Hermsdorf einen entsprechenden Bericht vor. Die Befürworter der Wiederaufstellungsvariante zitierten dafür den Häftlingsbeirat der Gedenkstätte, der sich für den Stein am alten Platz ausgesprochen hatte.

