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Mi, 20:11 Uhr
25.06.2003

Im Blickpunkt des Interesses

Nordhausen (nnz). Die Burgruine Hohnstein oberhalb Neustadts im Südharz erfährt seit den Jahren 1993/94 wieder erhöhte Aufmerksamkeit und Zuwendung. Geld wurde benötigt, um die eigentliche Burgsubstanz und das jetzige Gaststättengebäude zu erhalten und zu rekonstruieren...


Imposant Seit dem Jahr 1994 wurden regelmäßig AB-Maßnahmen, vom Arbeitsamt genehmigt, auf der Burgruine durchgeführt. Sie haben ganz wesentlich zur Erhaltung und Pflege der gesamten Anlage beigetragen. Zur Zeit läuft eine Strukturanpassungsmaßnahme (SAM) für drei Kollegen über den Zeitraum von insgesamt drei Jahren. Folgende Leistungen gehörten und gehören vor allem zu den Arbeitsaufgaben:

Das Säubern und Sichern des Ruinenmauerwerkes, die Schutt- und Geröllentfernung aus dem gesamten Ruinenbereich, die Beseitigung von Wurzelstöcken und Wildwuchs in der Anlage, die Freilegung der Felsen im unteren Burghof und oberhalb der Brunnenanlage, die Sanierung von kleinen Mauerwerksschäden, das Säubern der Funde, die bei der Schuttbeseitigung entdeckt wurden, das Herstellen rustikaler Tische und Bänke, Sicherungsarbeiten für den Besucherverkehr und die Vorbereitung und Durchführung von Gipsbränden.

Finanzielle Mittel konnten bisher vor allem aus der Städtebauförderung über die Gemeinde Neustadt (Fördermittelgeber ist das Thüringer Landesverwaltungsamt) zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt floss in den Jahren 1994 bis 2001 eine Summe von 548.162,72 Euro an Fördermitteln und Eigenmitteln des Landratsamtes in die Burganlage.

Fotos: Pressestelle Landratsamt In den Jahren 1996 bis 2001 wurden folgende Arbeiten auf dem Hohnstein vorgenommen: 1996 - Mauerwerkssanierung des Nordflügels, Sanierung des Toilettenhäuschens und des Treppenturms; 1997 - Sanierung der Streichwehr und Fertigstellung des Toilettenhäuschens; 1998 - Fertigstellung der Sanierung der Streichwehr und Beginn der Rekonstruktion der Gaststätte; 1999 - Errichtung des Löschwassertanks und Fortführung der Elektro- und Sanitärarbeiten an der Gaststätte; 2000 - Deckensanierung des Bergfrieds, Errichtung der Aussichtsplattform und der Verkauf der Gaststätte; 2001 - Beginn des Setzens der Fundamente für die Mantelmauer, Fertigstellung der Aussichtsplattform; 2002 - Mauerwerksarbeiten an der Mantelmauer, Sicherung des Mauerwerks am Bergfried, Freigabe der Aussichtsplattform.

Für das Jahr 2003 sind die Fortführung der Aufmauerung der Mantelmauer und die Sanierung der Nordostecke der Bergfriedes geplant. Dafür sind als Fördermittel 56.250,00 Euro und als Eigenmittel des Landratsamtes 18.800,00 Euro geplant, das sind 75.050,00 Euro. Die Arbeiten konnten aber noch nicht ausgeschrieben werden, da der Bescheid über die Städtebauförderung bisher nur in Aussicht gestellt worden ist.


Auch an der Burgruine Ebersburg tut sich etwas
Sie ist von ihrer Größe und der noch vorhandenen Substanz nicht mit der Burgruine Hohnstein zu vergleichen. Daher fanden bisher erst seit 1997 Freischnittarbeiten statt. Der Zeitaufwand pro Jahr belief sich auf ca. 14 Tage mit einem Einsatz von fünf Arbeitskräften. Im ersten Quartal des Jahres 2003 wurde der übliche Grünschnitt mit zusätzlicher Herrichtung des Zufahrtsweges durch die oben genannten SAM-Kräfte durchgeführt.

Geplant ist außerdem eine Freilegung des Mauerwerkes an der Ostseite des Kammertores und das Aufstellen rustikaler Bänke, denn ein Verweilen auf der Ebersburg lohnt sich für die Wanderer. Die Arbeiten an der Burg erfolgen ohne Einsatz von zusätzlichen finanziellen Mitteln. Wünschenswert wäre eine ähnliche Unterstützung wie bei der Burgruine Hohnstein, z. B. durch eine Interessengemeinschaft Ebersburg. Der noch vorhandene imposante Wehrturm der Burg wäre ein lohnenswertes Objekt für eine solche Gemeinschaft.

Nicht unerwähnt sei, dass sämtliche Arbeiten an beiden Burganlagen immer mit der Zustimmung und Unterstützung der Unteren Denkmalschutzbehörde durchgeführt wurden.
Autor: nnz

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