Fr, 13:46 Uhr
20.06.2003
Abschied
Nordhausen (nnz). Am Samstag heißt es Abschied nehmen vom Schauspielensemble des Theaters. Damit geht ein Stück Kultur in der Rolandstadt verloren. Mit einem offenen Brief hat sich die Nordhäuser Oberbürgermeisterin an die Schauspieler gewandt.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder des Schauspielensembles des Nordhäuser Theaters,
die Stadt Nordhausen verabschiedet sich von Ihnen - seinem jungen Schauspielensemble.
Wir danken Ihnen - Mandy Müller, Conni Wagner, Monika Disse, Antje Poser, Robert Frank, Stephan von Soden und Rüdiger Hellmann - für die hervorragenden Leistungen auf der Bühne, für die unterhaltsame und nachdenkliche Zeit, die Sie uns geschenkt haben. Wir wünschen Ihnen bei künftigen Engagements Erfolg und persönliches Wohlergehen!
In Nordhausen beginnt damit jetzt der Abschied von der jahrzehntelangen Tradition des eigenen Schauspiels. Es ist zugleich ein Stück Abschied von einem typischen Lebensgefühl, das die Schauspieler gelebt und vorgelebt haben, das Nordhausen geprägt hat, das unsere Stadt um einen typischen - einen wertvollen - Charakterzug ergänzt hat.
Unserer Stadt geht ein großes Stück Inspiration und Fantasie verloren, ein Stück Unbeschwertheit und Unkonventionalität. Nordhausen verliert mit seinen Schauspielern Menschen, die - nicht nur für die Theaterbesucher - Identifikationspunkte und zugleich Markenzeichen für unsere Bühne waren. Nordhausen verliert sein eigenes Sprechtheater und wird hoffentlich trotzdem hoffentlich nicht sprachlos.
Wir freuen uns, dass den Nordhäusern und dem Publikum mit Sigrid Herforth und Uta Haase auf lange Sicht - und mit Andreas Schachl, Volker Ringel und Martin Meißner zumindest für die nächste Spielzeit - bekannte und vertraute Akteure auf der Bühne wieder begegnen werden.
Der Nordhäuser Stadtrat hat - gemeinsam mit vielen anderen, denen das Theater am Herzen liegt - um den Erhalt der Schauspielsparte gerungen, wollte - dokumentiert in einem entsprechenden klaren Beschluss vom 12. Juni 2002 - von seinem Schauspiel nicht loslassen.. Es ist anders gekommen: Wir konnten angesichts der prekären finanziellen Situation und bestehender Strukturen nicht allein entscheiden.
Deshalb bleibt uns nicht mehr als zu sagen: Machen Sie's gut!
Barbara Rinke
Autor: nnzSehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder des Schauspielensembles des Nordhäuser Theaters,
die Stadt Nordhausen verabschiedet sich von Ihnen - seinem jungen Schauspielensemble.
Wir danken Ihnen - Mandy Müller, Conni Wagner, Monika Disse, Antje Poser, Robert Frank, Stephan von Soden und Rüdiger Hellmann - für die hervorragenden Leistungen auf der Bühne, für die unterhaltsame und nachdenkliche Zeit, die Sie uns geschenkt haben. Wir wünschen Ihnen bei künftigen Engagements Erfolg und persönliches Wohlergehen!
In Nordhausen beginnt damit jetzt der Abschied von der jahrzehntelangen Tradition des eigenen Schauspiels. Es ist zugleich ein Stück Abschied von einem typischen Lebensgefühl, das die Schauspieler gelebt und vorgelebt haben, das Nordhausen geprägt hat, das unsere Stadt um einen typischen - einen wertvollen - Charakterzug ergänzt hat.
Unserer Stadt geht ein großes Stück Inspiration und Fantasie verloren, ein Stück Unbeschwertheit und Unkonventionalität. Nordhausen verliert mit seinen Schauspielern Menschen, die - nicht nur für die Theaterbesucher - Identifikationspunkte und zugleich Markenzeichen für unsere Bühne waren. Nordhausen verliert sein eigenes Sprechtheater und wird hoffentlich trotzdem hoffentlich nicht sprachlos.
Wir freuen uns, dass den Nordhäusern und dem Publikum mit Sigrid Herforth und Uta Haase auf lange Sicht - und mit Andreas Schachl, Volker Ringel und Martin Meißner zumindest für die nächste Spielzeit - bekannte und vertraute Akteure auf der Bühne wieder begegnen werden.
Der Nordhäuser Stadtrat hat - gemeinsam mit vielen anderen, denen das Theater am Herzen liegt - um den Erhalt der Schauspielsparte gerungen, wollte - dokumentiert in einem entsprechenden klaren Beschluss vom 12. Juni 2002 - von seinem Schauspiel nicht loslassen.. Es ist anders gekommen: Wir konnten angesichts der prekären finanziellen Situation und bestehender Strukturen nicht allein entscheiden.
Deshalb bleibt uns nicht mehr als zu sagen: Machen Sie's gut!
Barbara Rinke


