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Di, 12:24 Uhr
19.04.2011

Heiße Rythmen im Harz

Heiße Rhythmen, mitreißende Tänze, exotische Schönheiten und traumhafte Melodien werden am 22. Mai die Open-Air-Saison des Bergtheaters Thale eröffnen.
„Pasión de Buena Vista“ soll das aufregende Nachtleben Kubas mitten in den Harz bringen.

Pasión de Buena Vista (Foto: Porta Konzerte) Pasión de Buena Vista (Foto: Porta Konzerte)
In Thale will man bereits am 22. Mai mit „Pasión de Buena Vista“ die Sommer-Open-Air Saison eröffnen. Eine 10 köpfige Live Band von alt eingesessenen kubanischen Unikaten, in Kuba umschwärmten Sängern und Tänzern der Extraklasse, sowie eine einzigartige Bühnenkulissen mit atemberaubenden Projektionen sollen den Besucher mit dem Humor und dem Temperament Kubas anstecken.

Wenn es etwas gibt, das die kubanische Mentalität am besten widerspiegelt, so ist es die Musik. Heute in aller Welt bekannte Musikstile wie Rumba, Mambo,
Cha-Cha-Cha und Salsa haben ihren Ursprung in vier Grundelementen.

Außer Klanghölzern und Trommeln finden sich hier keine weiteren Instrumente. Unter Zugabe von melodischen Instrumenten entwickelte sich die heute
kommerzialisierte Form des Rumba sowie weitere Modetänze wie der Mambo. Aus dem „Son“, der an einem Wechselgesang zwischen Sänger und Chor zu
erkennen ist, entwickelte sich der heutige Salsa.

Pasión de Buena Vista (Foto: Porta Konzerte) Pasión de Buena Vista (Foto: Porta Konzerte)

Der „Danzon“ wurde lange Zeit von der Oberschicht nicht akzeptiert, ist heute jedoch der beliebteste Tanz in Cuba. Aus ihm entwickelte sich der Cha-Cha-Cha.
Bei dem „Trova“ sangen reisende Sänger traurige und schöne Balladen. Die Texte wurden in der Zeit der Revolution thematisch verändert und als
Propaganda gebraucht. Später fanden die Musiker wieder zu ihren ursprünglichen Themen zurück.

Das, was Cuba-Reisende heute als kubanische Musik wahrnehmen, ist also eine Synthese afrikanischer Perkussion und Rhythmen mit spanischen Coplas und
ihrer Instrumentierung. Der Son ist dabei eindeutig der Publikumsliebling. "Erfunden" wurde er von den Zuckerarbeitern in Santiago in den 20er Jahren.

Anfangs war er ein Stück für 3 Personen, begleitet von der spanischen und lateinamerikanischen (drei Doppelsaiten) Gitarre. Claves und Maracas bildeten
den Rhythmus. Erst mir der rasanten Verbreiterung des Sons kamen auch mehr Instrumente hinzu: der Holzbass, Bongos, die Marimbula (Resonanzkörper mit
Metall-Lamellen) und in den 40er und 50er Jahren Trompeten aus der amerikanischen Bigband-Tradition.

Pasión de Buena Vista (Foto: Porta Konzerte) Pasión de Buena Vista (Foto: Porta Konzerte)

So entsteht ein komplexes, polyrhythmisches Klanggebilde, das sich für europäische Ohren zuerst wie ein heilloses Durcheinander anhört, später aber
fasziniert und den Hörer in seinen Bann zieht.

Eben diese Mischung soll die Besucher des Bergtheaters verzaubern und schon einmal auf einen Sommer einstimmen der hoffentlich genauso heiß wird wie die Musik Kubas.


Autor: agl

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