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Mo, 12:45 Uhr
04.04.2011

Kommunale Tour

Die Thüringer Bündnisgrünen sind derzeit wieder mal auf Tour durch den grünen Freistaat. Diesmal kümmern sie sich um die kommunalen Unternehmen, die für die Energieversorgung zuständig sind. In Nordhausen ist das die hiesige Energieversorgung EVN.

Zu Besuch beim Kommunalen (Foto: nnz) Zu Besuch beim Kommunalen (Foto: nnz)
Von links: Siegesmund, Göppel, Dörflinger

Hier wurden den Landespolitikern nicht nur die kommunalen Strukturen der Erzeugung vorgestellt, sondern auch der Energiemix. Dabei wurde deutlich, dass aktuell nicht einmal sechs Prozent des „EVN-Stroms“ aus der Kernkraft kommen. Das ist auch dadurch bedingt, da die EVN mit ihren gasgetriebenen Blockheizkraftwerken ein selbständiger Produzent von Strom und Wärme ist. 19 Prozent der Energie haben einen regenerativen Ursprung, erläuterten die beiden EVN-Geschäftsführer Hans-Peter Dörflinger und Rolf Göppel.

In Zukunft könnte in Nordhausen auch aus dem Wasser von Zorge und Salza gewonnen werden, die EVN untersucht dort die Möglichkeiten, darf allerdings die Wirtschaftlichkeit bei aller Betrachtung nicht außen vor lassen. Die Attraktivität der Wasserkraft ist deren Kontinuität im Vergleich zu Wind und Sonne, die in Mitteldeutschland nur partiell verfügbar sind.

Anja Siegesmund, die Vorsitzende der bündnisgrünen Landtagsfraktion sowie ihre Begleiter zeigten sich positiv überrascht von den Leistungen des Nordhäuser Energiedienstleisters auch bei der Einspeisung von regenerativen Energien in das Netz der EVN. „Unser Ziel ist eine echte Energiewende“, sagt Anja Siegesmund. „Das bündnisgrüne Ziel der 100-prozentigen Nutzung Erneuerbarer Energien bis 2050 in Thüringen ist machbar“, so Siegesmund. Den größten Anteil an der Einspeisung haben die Kraft-Wärme-Kopplungen, gefolgt von der Biomasse und sonstigen Einspeisern wie Windkraftanlagen. Die EVN-Chefs berichteten auch, dass aktuell 139 Photovoltaikanlagen im Netzgebiet der EVN betrieben werden

Kommunales Unternehmen bedeutet aber auch Vorteile für die Region. Ob nun Dienstleistungsaufträge für das Handwerk vergeben werden oder ob Schulen gefördert werden, die Palette reicht bis hin zur direkten Unterstützung des Schul- und Vereinssports oder der Ausrichtung des Kugelstoß-Indoor.

Anja Siegesmund und ihr Landtagskollege Dirk Adams zeigten sich beeindruckt von der Vorstellung des Unternehmens sowie den aufgezeigten Daten und Fakten und plädierte für eine weitere Kommunalisierung, die auch eine dezentrale Energieversorgung involviert.

Die Welt sieht für die Bündnisgrünen immer schön grün aus, nur nicht vor Ort, wenn zum Beispiel in Limlingerode oder in Wolkramshausen Windräder gebaut werden. Erstens müssen laut Gisela Hartmann diese Windräder kleiner gebaut werden, zweitens müssen die betroffenen Bürger rechtzeitig in die Entscheidungsprozesse bei der Planung mit einbezogen werden. Auch bei der Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen müssen die Vorteile von regenerativen Energien angesprochen werden.

Von Nordhausen ging es dann weiter nach Sondershausen, auch dort wollen die Politiker den Stadtwerken einen Besuch abstatten. Die Kyffhäuser-Nachrichten werden davon ebenfalls berichten.
Autor: nnz

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