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Mi, 11:39 Uhr
23.03.2011

nnz-Betrachtung: Klare Ansage

"Die Spieler müssen jetzt Gras fressen", diese markige Ansage machte heute Wacker-Präsident Nico Kleofas im Gespräch mit der nnz. Doch helfen allein Sprüche von Präsidium und Trainer? Die nnz auf Spurensuche, wieder einmal...


Es ist schon eine verfahrene Situation. Derzeit schlingert das Wacker-Flaggschiff auf einem "Vielleicht-Abstiegsplatz". Wer zu Saisonbeginn das erwartet hatte, den hätten alle Fans des runden Leders glatt in die virtuelle Tonne gehauen. Doch genau das ist eingetroffen. Und wenn man sich so auf dem Albert-Kuntz-Sportpark umhört, sind daran der Verein, vor allem jedoch das Präsidium und der Trainer schuld. Vielleicht auch noch das Nordhäuser Rathaus, vielleicht auch noch die fehlenden Zuschauer. Nur nicht die Spieler.

Die geben ja jedes Wochenende ihr Bestes, glaubt man den Sachverständigen in den diversen Foren, die ihren Sachverstand hinter anonymen Kürzeln verstecken und eine Beleidigung nach der anderen von sich geben. Mein Gefühl sagt mir, dass es eben diese Spieler sind, die es in der Hand, genauer gesagt, auf dem Fuß haben, ob Wacker Nordhausen, dieser einst so ruhmreiche Verein, in der kommenden Saison noch Thüringenliga spielen darf oder nicht.

Momentan sieht es so aus, dass sich die "Alten" dort - in den Thüringer Liga-Niederungen - lieber auf ihr sportliches "Altenteil" begeben möchten und gemütlich eine sportliche Karriere ausklingen lassen wollen. Das ist für das Präsidium so nicht mehr hinnehmbar. Die Front der "Unwilligen" in der Mannschaft soll aufgebrochen werden. "Wir sind auch gegenüber den Fans und den Sponsoren in der Pflicht", sagt Kleofas und deutet an, dass der Ton gegenüber der Mannschaft rauer werden wird. Werden muss.

Was aber kümmert es Spieler, die sich in allen so ziemlich bekannten "sozialen Netzwerken" tummeln, die virtuell Bundesligareife haben, sich aber am Spieltag per Telefon erkundigen, ob heute um 13.30 Uhr oder 14 Uhr angepfiffen wird? Das ist Einstellung pur, an der auch Trainer Jens Eisenschmidt schier verzweifelt. Sicher, da gab es auch in Neustadt Spieler die wollten, die reichten aber nicht aus, um gegen den Tabellenletzten wenigstens ein torloses Unentschieden zu machen. Von Toreschießen redet schon lange keiner mehr.

Was also soll das Präsidium tun? Für mich ist die Frage einfach beantwortet, nicht zum ersten Mal an dieser Stelle. Es müssen weitere Spieler eingekauft werden, da muss überregional auf Suche gegangen werden. Der lokale Markt gibt derzeit einfach nichts her. Und die Nachwuchsarbeit, die unter dem neuen Präsidium langsam aber sich wieder Niveau erreicht, deren Früchte können erst in sieben bis zehn Jahren geerntet werden. Ausdruck dieser einstigen Vernachlässigung ist das aktuelle spielerische Potential der A-Junioren.

Wer in der kommenden Saison bei Wackers Erster auflaufen wird, das kann an dieser Stelle nur prophezeit werden. Eins steht fest, es müssen weitere neue Leute eingekauft werden, damit das spielerische Niveau dieser Mannschaft endlich wieder Thüringenligataugich wird. Und da werden sich die Fans wohl von einigen Namen verabschieden müssen, die ihnen mitunter jahrzehntelang vertraut waren. Das ist nicht bitter, das ist der Lauf der Zeit im Leistungssport. Und: es gibt doch immer noch die Oldies, bei denen allein der Spaß am Fußball im Vordergrund stehen soll.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
Harzer_Wolf
23.03.2011, 12:54 Uhr
Genau falsch, Herr Greiner...
was passiert wenn man von irgendwoher Spieler holt, sieht man zur Genüge. Die Neuzugänge ausser dem verletzten Racska haben die Mannschaft definitiv nicht gestärkt. Der einzig richtige Weg wäre den Nachwuchs aus der Region zu fördern und da fallen schon mir mindestens 8 Namen ein, die das Potenzial für Wacker hätten.

Wenn man zum Beispiel überlegt das ein Benedikt Streicher mit seiner Veranlagung nun - warum auch immer - bei GW Uthleben in der Kreisliga gurkt, ist die Vereinpolitik einfach unverständlich.

Das Präsidium träumt von der - nicht zu bezahlenden Oberliga - und kauft teilweise Spieler wie von einem Basar. Die Aussage das hier aus der Region kein unterklassiger Spieler geholt wird, stammt übrigens von einem Präsidiumsmitglied.

Vielleicht träumt man wieder von 8000 Zuschauern im AKS? Das gibt es nie wieder. Jedenfalls nicht zu einem normalen Punktspiel. Es geht nur über die Förderung und das Festhalten an eigenen und regionalen Nachwuchstalenten.

Was das derzeitige Problem ist, dürfte klar sein. Manche Spieler die vll. noch wollen, können nicht mehr, weil sie den Leistungszenit überschritten haben. Manche spulen auch nur ihr Pensum runter, weil sie schon an einen Wechsel denken. Da ist auch das Präsidium gefragt, da muss es an den Geldbeutel gehen. Der Trainer ist derjenige, der am wenigsten dafür kann.
Kai Ser
23.03.2011, 13:48 Uhr
Neue Spieler?
In dieser Mannschaft steckt viel Potenzial. Da müssen keine "überregionale" Spieler gekauft werden. Man kann doch auch mal in der Region bleiben. Wackers Problem ist, dass es zu viele Spieler gibt, die nur ihren Kopf haben.
Heringerin
23.03.2011, 18:34 Uhr
Das Runde muß ins Eckige
Bei Wacker gibt es viele Baustellen - zu viele wie es scheint . Über Jahre wurde es versäumt gute Nachwuchsarbeit als Grundlage für den Männerbereich zu tätigen. Deshalb müssen Spieler geholt werden - da der Kader zu ,, dünn´´ ist.

Der letzte Trainerwechsel war gelinde gesagt- eine Notlösung ( keine Erfahrung als Trainer), was ein guter Trainer bringt sieht man doch an Herrn Venth. Die jetzige Führung muss halt die Suppe jetzt auslöffeln und die ist z.Z. sehr heiß. Der Spieler Streicher ist auf Leihbasis bei GWU wegen dem Wechsel von Knopp nach Wacker und den guten Beziehungen der beiden Vereine. Wacker viel Glück.
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